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Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Cadda
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Cadda » 24.11.2019, 08:46

Ansonsten war der Abend toll. Richtig, richtig toll. Meine Leute sind einfach spitze, wir haben so viel gelacht und getanzt. Viele von uns hatten sich ein Zimmer genommen, dort, wo die Veranstaltung war. Als ich keine Lust mehr hatte, bin ich hoch und heute früh, war ich eine der Ersten beim Frühstück. Jetzt trinke ich noch Kaffee und gleich geht’s nach Hause, meine Kinder wieder abholen und dann werde ich morgen mal Weihnachten schmücken. Habe nämlich morgen noch frei, juhu.

Allen einen schönen Sonntag.

Carl Friedrich
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Carl Friedrich » 24.11.2019, 11:00

Hallo Cadda!

Ich weiß schon, warum ich meistens nur Wasser bestelle. :D

Da habe ich meine eigene Pulle und gut ist.

Aber recht hast Du schon, erst testen, dann trinken. Bin ich mir nicht sicher, schnüffel ich an den Sachen und lasse andere vorkosten.

Gruß
Carl Friedrich

Cadda
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Cadda » 24.11.2019, 11:43

Ja Carl-Friedrich, mit Selter fährt man da am besten. Aber ich hatte einfach so Lust auf was mit Geschmack. Oder ich nehme in dem Fall ne Fanta beim nächsten Mal, die erkennt man auch deutlich.
Wobei ich es auch schon mal hatte, dass ich auf ner privaten Party immer ein riesiges Glas mit Selter hatte. So groß, dass es wie ein Bierglas war. Die Biertrinker hatten die Größe, nur ich hatte meine Selter darin, so hab ich es immer im Auge haben können, welches meins ist. Bis ich zu späterer Stunde danach griff und Wein doch. Da hatte eine Bekannte sich Weinschorle auch in so einem großen Glas gemischt und es stand neben meiner Selter. Also auch da können sogar Verwechslungen passieren. Ich passe aber auch echt sonst immer auf. Eigentlich ja auch gestern. Allein das nachfragen, probieren lassen. Warum ich dann bei dem einen Glas mit Zitrone nicht auch erst probieren lassen habe, begreife ich im Nachhinein selbst nicht. Ich hab den Stein ja durch meine Verunsicherung ja selbst erst ins Rollen gebracht. Nun ja. Noch besser prüfen lassen nächstes Mal....

Carl Friedrich
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Carl Friedrich » 24.11.2019, 21:44

Cadda hat geschrieben:
24.11.2019, 11:43
Oder ich nehme in dem Fall ne Fanta beim nächsten Mal, die erkennt man auch deutlich.
Solange keiner Wodka in selbige kippt. Hab ich auch schon ein paar male gesehen. :wink:

Cadda
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Cadda » 28.01.2020, 19:17

Hallo zusammen. Es geht mir nach wie vor gut. Ich freue mich immer wieder ganz bewusst darüber, mich für ein Leben ohne Alkohol entschieden zu haben.
Es gab Zeiten, da war es für mich nicht vorstellbar, nie wieder zu trinken. Es kam mir vor, als müsste ich auf etwas verzichten. Ich habe mir nie etwas vorgemacht. Ich wusste immer, dass ich Probleme mit dem Alkohol habe. In den letzten Jahren wusste ich sogar ganz deutlich, dass ich Alkoholikerin bin. Ich konnte mir trotzdem nicht vorstellen, abstinent zu leben. Auf Biegen und Brechen wollte ich es in den Griff bekommen, weniger zu trinken. Oder keinen Kontrollverlust zu haben. Irgendwann hab ich kapiert, dass ich das niemals schaffen kann. Wen die Krankheit erwischt hat, bekommt das nicht in den Griff. Ich wusste also „Ganz oder Garnicht“. Und selbst nach dieser Erkenntnis hab ich noch weiter gesoffen. Weil ich mir, wie oben beschrieben, absolut nicht vorstellen konnte, zu „verzichten“. Ich wusste aber, dass ich irgendwann dieses Garnicht durchsetzen werde. Irgendwann würde ich komplett auf Alkohol verzichten. Das war tief in mir verankert für lange Zeit. Ich lebte also mit der Erkenntnis, Alkoholikerin zu sein, weiter in meinem widerlichen Alltag. Bis es irgendwann soweit war. Ich beschloss: Jetzt!!

Seit dem bin ich frei. Nun seit fast 2,5 Jahren und ich hätte damals niemals gedacht, dass ich es nicht mehr als Verzicht, sondern als Gewinn sehen würde, keinen Alkohol mehr zu trinken. Hätte ich gewusst, dass sich meine Gefühle da mit der Zeit dahingehend verändern, hätte ich vermutlich früher meinen Entschluss in die Tat umzusetzen.

Das ging mir gerade so durch den Kopf und ich habe gedacht, ich lass es mal hier im offenen Bereich.

Cadda
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Cadda » 28.01.2020, 19:20

Ich hoffe natürlich damit auch, dass vielleicht der ein oder andere stille Mitleser sich früher einen Ruck gibt.

Und außerdem gefällt es mir, dass im geschlossenen Bereich wieder mehr los ist und das offensichtlich auch auf den offenen Bereich überschwappt. Da möchte ich natürlich mitziehen und positiv zu beitragen :-)

Einen schönen Abend für Alle.

Liebe Grüße
Cadda

Carl Friedrich
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Carl Friedrich » 28.01.2020, 19:24

Cadda hat geschrieben:
28.01.2020, 19:17


Seit dem bin ich frei. Nun seit fast 2,5 Jahren und ich hätte damals niemals gedacht, dass ich es nicht mehr als Verzicht, sondern als Gewinn sehen würde, keinen Alkohol mehr zu trinken. Hätte ich gewusst, dass sich meine Gefühle da mit der Zeit dahingehend verändern, hätte ich vermutlich früher meinen Entschluss in die Tat umzusetzen.
Hallo Cadda!

Ja, das habe ich auch mehrmals gedacht, warum bist Du nicht schon viel früher ausgestiegen, sagen wir mal so 10 Jahre. Antwort: ich war einfach noch nicht so weit. Es klingt zwar abgedroschen: "Alles hat seine Zeit, alles braucht seine Zeit." Auf mich trifft der Spruch jedenfalls zu.

Gruß
Carl Friedrich

Cadda
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Re: Hintertürchen geschlossen... Auf gehts nach vorne!

Beitrag von Cadda » 28.01.2020, 19:35

Hallo Carl Friedrich.
Ja, das sage ich mir auch manchmal, dass ich zu manchen Zeiten einfach noch nicht soweit war. Da hab ich mir dann manchmal eingeredet, dass es schließlich so viele Alkoholiker gibt und ich halt dazu gehöre...
Aber spätestens ab dem Zeitpunkt, wo ich wusste, dass ich definitiv aufhören werde und zwar komplett. Da hätte ich doch loslegen können :-(
Das hatte mir, meinen Kindern und meiner restlichen meiner Familie und meinen Freunden eine Menge Leid erspart. Andererseits hab ich auch Glück im Unglück gehabt. Es hätten ganz furchtbare Dinge passieren können. Im Grunde genommen kann ich froh sein, dass ich nicht mich oder jemand Anderes durch meine alkoholbedingte Fahrlässigkeit umgebracht oder verletzt habe.

Wie dem auch sei. Ich kann die Vergangenheit nicht mehr ändern. Ich kann es zukünftig nur weiterhin besser machen. Und das will und werde ich.

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