Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Von Rosa und Blauen Elefanten

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Antworten
Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3679
Registriert: 25.07.2013, 11:35

Beitrag von Sunshine_33 » 17.01.2018, 17:55

Ach Florian, der Job ist nicht alles... Du findest einen neuen.

Das hier ist im Grunde viel wichtiger als jeder Job der Welt:
Und es stimmt! Ich will ein alkoholfreies zu Hause, denn es ist MEINS, und da soll's so sein wie ich es haben will.
Meine Partnerin ist im übrigen voll dabei.
Sie hat mir gestern gesagt dass das für sie auch schwer war, denn sie wollte auch weniger trinken, und ich kam immer mit Alkohol nach Hause.
Es sei zwar jeweils ihre Entscheidung gewesen, aber sie hätte nie entscheiden müssen wenn ich keinen mitgebracht hätte.
Insofern: Alles gut soweit. Sie traut dem Frieden zwar noch nicht, aber sie guckt dem ganzen zu und ich glaube dass es sie freut... schön.
Wir hatten gestern zum ersten Mal seit längerem wieder ein gutes Gespräch ohne Flaschengeister... hat sich saugut angefühlt.
War sehr ehrlich und offen.
Mir lacht das Herz, wenn ich sowas schönes lese ! :)
Ja klar trauen uns die Partner erstmal nicht, ist ja ganz klar.
Das hat ja auch seine berechtigten Gründe.
Andererseits möchten sie nichts mehr als das, nämlich uns wieder trauen können.
Hier kann nur die Zeit weiter helfen und unsere konsequente Trockenheit.
Dann kann auch das Vertrauen wieder wachsen. So war es übrigens auch bei meinem Partner und mir :wink:

Siehst Du, da macht man sich manchmal Sorgen, wie alles sein wird.
Und ob der Partner wohl mitzieht... und wie werden andere reagieren, und schaffe ich das selbst überhaupt?
Und dann lösen sich manche Fragen ganz von selbst.
Oder man rennt sogar offene Türen beim Partner ein :D
Also einfach mal MACHEN und nicht so viel denken... und die Erfahrungen der LZT annehmen, ohne alles auseinander pflücken zu wollen
und nach Schwachpunkten zu suchen.
Das Bier ist Geschichte. Ich glaube jetzt befindet sich kein einziger Tropfen Alkohol in unserem Haus... und wenn ich welchen antreffen sollte werde ich auch diesen zufrieden wegkippen.
Gut gemacht ! RESPEKT !

LG Sunshine

Cadda
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1726
Registriert: 04.09.2017, 20:53

Beitrag von Cadda » 17.01.2018, 18:06

Richtig klasse, ehrlich! Was besseres konntest Du in der Situation gar nicht machen.

Florian73
neuer Teilnehmer
Beiträge: 278
Registriert: 14.01.2018, 11:11

Beitrag von Florian73 » 17.01.2018, 19:19

Hmm... ich fühle mich gut, wenn ich diese Sache als "neuen Lifestyle" angucke... also nicht als Verlust, sondern als Gewinn, vor allem an Freiheit. Ich beginne zu verstehen was ihr mit "Das Leben ist reichhaltiger, farbiger" meinen könntet...

Ich habe viel mehr mögliche Entscheidungsmöglichkeiten zur Verfügung... vorher war es eig. nur eine einzige...(ihr wisst welche)...

Barthell
Moderator
Moderator
Beiträge: 1532
Registriert: 24.04.2016, 14:36

Beitrag von Barthell » 17.01.2018, 22:55

Hallo Florian,

alles Richtig gemacht würde ich sagen.

Klar ist das mit dem Job jetzt blöde, aber mit der Zeit lernt man das gelassener zu sehen (arbeite ich auch dran, da möchte ich noch etwas besser zurecht kommen).

Ich sehe das so, wir leben in Deutschland, du bist nicht völlig banane in der Birne, Du wirst sicher nicht morgen ohne was zu Essen oder ohne Dach über dem Kopf da sitzen. Also ... weitermachen, Ideen sammeln was sonst noch geht und ausprobieren, gut hat dieses Mal nicht sein sollen, das muss es auch nicht, das darf auch mal nicht so gehen wie man sich das wünscht ... Na und grade jetzt mit klarem Kopf siehst du Lösungen und weitere Wege die du sonst nie im Leben bemerkt hättest.
Hör' auf die!


Alles Alles Gute!

Florian73
neuer Teilnehmer
Beiträge: 278
Registriert: 14.01.2018, 11:11

Beitrag von Florian73 » 18.01.2018, 17:39

Lieber Barthell

Ich hab das gestern prima ausgehalten, und entgegengewirkt. Genau wegen dem Frust das Bier weggekippt, welches noch rumstand. Und das ohne "Reissen". Das Reissen habe ich heute nach dem Unterricht verspürt. Ging sogar noch an derselben Tanke tanken, wo ich immer Wein besorgt hatte. Habe mir auch Getränke besorgt - ne Cola Zero..*hihi*... eine kleine Sünde darf ja sein. Das "Reissen" ist jetzt weg - und ich ein klitzekleines Stückchen stärker. Heute Abend dann die nächste Prüfung - meine erste Bandprobe seit der "Wende". Freue mich darauf. Bin sicher dass ich bestehen werde. Hoffe natürlich dass ich nicht in dieses "nasse Loch" falle, weil dann wirds stimmungsmässig mühsam. Und ich werde NICHT versagen... das weiss ich.

Danke noch für Deine lieben Worte - und auch ein fettes Dankeschön an alle die mir beistehen, mir tolle Tips und Mut geben.

Ich wünsch Euch einen schönen Abend.

Lieber Gruss

Flo

Florian73
neuer Teilnehmer
Beiträge: 278
Registriert: 14.01.2018, 11:11

Beitrag von Florian73 » 18.01.2018, 23:15

...ach ja... so kurz noch vorm ins Bett gehen... Bandprobe rum.... hab zwar oft an das Teufelszeug denken müssen, es stand aber ausser Frage dass ich was nehmen würde... blieb standhaft, und das ohne Verlustgefühl...es war einfach so.... und so ist Tag fünf auch gut verlaufen.. *freu*

Barthell
Moderator
Moderator
Beiträge: 1532
Registriert: 24.04.2016, 14:36

Beitrag von Barthell » 18.01.2018, 23:32

Florian,

toll dass es gekllappt hat:

kleiner Tipp:
nächste mal wo anders Tanken... Veränderung ist meistens ein Gewinn :)

Ich fahre z.B. bewusst nie 2 tage nacheinander den gleichen Weg zur Arbeit.

DIe Band weiss Bescheid oder? (dachte ich hätte da sowas gelesen)

Florian73
neuer Teilnehmer
Beiträge: 278
Registriert: 14.01.2018, 11:11

Beitrag von Florian73 » 19.01.2018, 07:31

Ja, die Band weiss bescheid. Leider zieht der Bassist nicht mit, er hat n Bier getrunken. Ging mir jedoch voll am A... vorbei, auch wenn das suboptimal ist. Sollte es mich stören oder allzusehr triggern werde ich ihn darauf hinweisen. Das einzige was es ausgelöst hat (und das schon nach so kurzer Zeit): Er hat nach Alkohol geSTUNKEN. (und ich liebte Bier)
Es entwickelt sich bei mir eine gesunde Aversion gegen den Geruch. Toll. So wie als Kind, da hat's mich auch immer gestört, weils halt einfach saumässig hässlich mieft.

Ich weiss was Ihr jetzt sagen werdet... ich kann mir jedoch ein Leben ohne Band kaum vorstellen, und ich gebe dem Bassisten etwas Zeit... denn wenn er der einzige ist, welcher n Bier trinkt, dann wird er - da ein Gesellschaftsmensch - irgendwann auch mitziehen.

Toller Effekt: Ich kam um 23 Uhr nach Hause, konnte ne Stunde nicht schlafen, und bin heute Morgen beinahe wie ne Feder aus dem Bett gesprungen... und ziemlich gut drauf. Hab wieder sowas wie eine Laune. Schön..wirklich schön....

Na, ich wünsch Euch allen einen ereignisreichen, schönen Tag.

Bis später, ihr Lieben..

Florian

Antworten