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Am Ende der Straße: Rechts oder links abbiegen?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Linde66
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Beitrag von Linde66 » 10.02.2018, 12:38

Hallo Vollwaise,
Bei vielen hier ist es so, dass sie es nicht abkönnen, wenn man nicht ihrer Meinung ist
Hier im Forum gehts nicht um Meinungen, sondern um Erfahrungen.
Dies ist dem Zeitgeist geschuldet, es gibt keine Streit- und Diskussionskultur mehr,
Und du hast Streit- und Diskussionskultur? Hui, dich möchte ich nicht als Vorbild für Streitkultur haben, wenn du es nötig hast Gehringrößen zu vergleichen.

Mal was anderes. Du hast dich hier mit "Vollwaise" angemeldet. Ist das gerade Thema bei dir oder warum hast du den Nick gewählt?

LG, Linde

Hull

Beitrag von Hull » 10.02.2018, 16:35

Cadda hat geschrieben:Hallo Vollwaise,

Du redest Dir Deine Art hier schön, indem Du behauptest, Du würdest ja so sehr das Lügen hassen und die Wahrheit wäre Dir so wichtig, bla bla...

Sorry, aber ich empfinde Deine Art einfach als provokant und mehr nicht. Wie im anderen Thread schon erwähnt, habe ich einfach das Gefühl, dass Du gern irgendwelche Schwachstellen heraus filtern möchtest, einfach aus dem eigennützigen Grund, DICH dadurch besser zu fühlen. DAS wiederum zeigt keinen schönen Charakterzug auf.

Der Spruch, wo die Gäule mit Dir durchgegangen bin, sagt auch alles und lässt sehr tief blicken.

Vielleicht solltest Du mal eine Deiner zahlreichen Maschinen da oben einen Gang zurück stellen, denn:
Nach ganz fest kommt oftmals ganz lose....
Finde im Prinzip alle Beiträge nachvollziehbar. Vollwaise führt ein erweitertes Streitgespräch mit sich, in dem die vermutlichen Lügen Anderer an die eigenen erinnern und jetzt entsprechend bekämpft werden. Bei Erfolg tritt Gelassenheit ein, dazu bedarf es aber nun einer geistigen Reinigung.

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 11.02.2018, 11:16

Hallo!

Auf mich wirkst Du unausgeglichen, stimmungsschwankend und sehr wütend.

Auch ich war in den ersten Monaten schwankend, genauer wütend. Wütend darauf, diese schlecht beleumundete Krankheit zu haben und mich dann auch noch regelmäßig (in meiner ambulanten Therapie) mit Leuten auszutauschen, die ich zumeist nicht als standesgemäß angesehen habe.

In dem Buch von Röhr (Sucht-Hintergründe und Heilung) wird die Wutphase im Anschluss an die erste Einsicht, alkoholkrank zu sein, schön beschrieben.

Ich übertrug meine aufgestaute Wut und meinen Frust auf Außenstehende, weil ich diese Krankheit nicht einfach wie ein schmutziges Kleidungsstück abstreifen konnte. Gegen sie gibt's keine Pillen, auch ein kleiner chirurgischer Schnitt ist gegen sie nicht möglich. Sie war und ist einfach da und wie mit Klebstoff an mir festgeklebt. Und das machte mich unglaublich wütend.

Diese Wut ließ ich dann an anderen aus, z.B. gewissen Teilnehmern meiner SHG, die nicht den nötigen Ernst und die Disziplin an den Tag legten, nur wegen ihrer "dämlichen" MPU zur ambulanten Therapie gingen, sich dort eher bespaßen ließen, als sich ernsthaft mit ihrem Problem auseinander zu setzen und die ich für intellektuell unterlegen hielt. Letzteres ließ ich sie auch deutlich spüren.

Was fällt auf: Genau so wirkst Du auf mich, wenn Du in regelmäßigen Abständen zum Rund-Um-Keulenschlag ausholst.

Mit zunehmender Abstinenz hat sich mein Blickwinkel verschoben. Das fällt mir heute nach knapp 3 Jahren (ok 2 1/2 Monate fehlen noch) besonders auf. Ich sehe die Dinge heute deutlich gelassener und distanzierter, als in meinem ersten Jahr. Der Focus hat sich etwas verschoben.

Damals dachte ich, was wollen die LZT schon. Ich bin jetzt ein paar Monate clean und somit auch einer von ihnen. Nein. Das war ich nicht. Der Körper ist schnell entgiftet, aber die Entgiftung des Geistes dauert sehr lange.

Ich bin damals zu hart mit vielen Mitstreitern ins Gericht gegangen, so wie Du jetzt.

Gib dir mehr Zeit. Wenn Du mal wieder Frust schiebst, reagier dich mal an frischer Luft ab, mach einen langen Spaziergang, nimm das Rad oder geh ins Fitnesstudion, um dich auszupowern. Das verschafft dir emotionale Entkrampfung.

Und noch was: Die Universitäten sind voll mit Dissertationen. Wer sagt, das die von dir ausgewählte das Rad der Abstinenz neu erfindet? Auf mich wirkt der mehrfache Hinweis auf dieses Elaborat "aufgeblasen". Was ist eine Dissertation? Eine geistige Abhandlung, die ein Gremium für würdig genug hält, es mit einem Doktortitel zu schmücken. Das war es auch schon.

Eine direkte Frage, auch wenn Du hier gestellte Fragen nicht gerne beantwortest: Warst Du vor deiner "Alkoholkarriere" auch schon so austretend und ausfallend, wenn dir was nicht passte?

Gruß
Carl Friedrich

MieLa
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Beitrag von MieLa » 11.02.2018, 13:07

Hallo Vollwaise,

du hast völlig Recht mit deinem Hinweis auf die Diskussionskultur.

Du hast mich in deinem Post direkt angesprochen, und zwar bei Punkten, die überhaupt nicht Gegenstand meines Beitrags waren. Auch im Übrigen geht dein Post an dem Inhalt meines Beitrages vorbei.

Auch das ist nachlassende Diskussionskultur.

Ich werde mich hier jetzt auch zurückziehen.

Weiterhin wünsche ich dir alles Gute!

Gruß,
MieLa

Vollwaise

Beitrag von Vollwaise » 11.02.2018, 21:22

Hallo zusammen,

ein sehr aktives WE neigt sich dem Ende und ich will den Abend nutzen, ein paar Antworten auf Eure Postings zu geben:

CF: Eine Dissertation ist nicht der Stein der Weisen, nur weil es eine Dissertation ist, dies war nicht mein Ansatz. Ich bin ganz sicher keiner, der alles glaubt, was ein kluger oder weniger kluger Mensch von sich gibt. Mich hat das Thema der Dissertation sehr interessiert: Abstinentszuversicht, Selbstwirksamkeitserwartungen und RÜCKFALLWAHRSCHEINLICHKEIT (!!) sind Themen, die mich sehr interessieren, da sie mich nun mal direkt betreffen, wie jeden anderen hier auch...

Ob mich deshalb jemand toll findet oder doof oder arrogant oder sonstwas, ist mir total wurscht.

Der Rest sind Scheingefechte von Leuten, die den Blick für das eigentliche Kernthema, nämlich bedingungslose Offenheit sich selber gegenüber beim Thema Alkohol, aus den Augen verloren haben oder andere, sinnlose Prioritäten setzen.

Vollwaise

Beitrag von Vollwaise » 11.02.2018, 21:34

Ach so, und auch wenn es wieder mal ein total belangloser Punkt ist:

Mein Nick ist uralt, meine Eltern sind 1995 gestorben und meine Freunde haben mir damals den Spitznamen gegeben, da ich damals eben der einzige Vollwaise weit und breit mit 26 war, der keine Eltern mehr hatte. Ist aber ewig her und weit weg, aber den Spitznamen habe ich halt beibehalten.

Welche stammtischpsychologischen Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, überlasse ich Euch...

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 11.02.2018, 22:20

Hallo Vollwaise,

nö, ich habe sicher keine Lust dir Arbeit abzunehmen.

Ist dein Job dir darüber Gedanken zu machen, warum das für dich total belanglos ist und warum du dir nicht einen eigenen, aktuellen Namen ausgesucht hast, als du dich hier im Alkoholikerforum angemeldet hast.

LG, Linde

Carl57
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Beitrag von Carl57 » 11.02.2018, 22:32

Vollwaise,

mich interessiert eigentlich schon, welche Gedanken in der Dissertation vertreten wurden ....
Gab es für Dich neue Aspekte oder Erkenntnisse?

Carl

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