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Mir ist ein Licht aufgegangen

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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MieLa
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von MieLa » 02.08.2018, 14:17

Hallo liebe Cadda,

vielen Dank! Ich freue mich, wenn ich wieder mehr von dir im Forum lesen kann :lol:

Lieben Gruß,
MieLa

Cadda
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von Cadda » 01.11.2018, 07:08

Hallo MieLa,

Du hast ja jetzt schon 10 Monate geschafft. Dann steht ja bald das erste Weihnachten/Silvester ohne Alkohol vor der Tür :-D Ich freu mich richtig drauf dieses Mal, weil ich letztes Jahr so froh war, dass es um alles Andere ging, nur nicht um das Trinken, wie sonst immer.

Wie geht es Dir denn zur Zeit so?

Carl Friedrich
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von Carl Friedrich » 01.11.2018, 10:46

Hallo MieLa!

Du hast hier schon 3 Monate nicht mehr geschrieben. Wie geht's dir?

Gruß
Carl Friedrich

MieLa
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von MieLa » 01.11.2018, 18:01

Liebe Cadda, lieber Carl Friedrich, liebes Forum

als letztens Mario B. sein einjähriges feierte, ist mir auch plötzlich aufgefallen, dass es auch bei mir auch nur noch zwei Monate sind. Wahnsinn! Die letzten Monate sind schnell vorbeigegangen, waren mit vielen anderen Sachen gefüllt, die mich beschäftigt haben. Das nüchterne Leben ist in der Zeit alltäglich geworden und "plötzlich" sind es schon 10 Monate.

Es fällt mir nicht schwer, auf Alkohol zu verzichten. Es kostet auch meistens keine Energie mehr. Es gehört einfach dazu, etwas anderes zu trinken und nüchtern zu sein.

Trotzdem ist mir bewusst, dass ich weiter aufpassen muss. Ich habe gerade erlebt, dass "es" mich jederzeit wieder einholen kann. Hier am Ort hat vor ein paar Jahren ein Theater geschlossen, in das ich gerne gegangen bin. Jetzt hat das Theater neue Räumlichkeiten gefunden und ich dachte: Toll, da gehen wir bald hin. Sofort sah ich uns in Gedanken bei einem Theaterbesuch. Und was hatte ich in der Hand? Genau! Ein Glas Alkohol. Seither habe ich diese Situation öfter in Gedanken durchgespielt. Jetzt ist das Glas verschwunden und ich traue mir den Besuch ohne Gefährdung zu. Dieses Durchspielen bzw. Visualisieren von Situationen war für mich insgesamt in den 10 Monaten sehr hilfreich.

Insgesamt geht es mir gut und neben dem Vertrauen in mich und den Weg, von dem ich beim letzten Mal geschrieben habe, ist noch ein weiteres Gefühl für mich sehr präsent und das ist Dankbarkeit. Dieses Gefühl hat langsam die Euphorie ersetzt, die ich am Anfang hatte. Ich bin allen Personen und allen Umständen dankbar, die mir beim Nüchternbleiben eine Hilfe waren und sind. Und das fühlt sich gut an.

Also: Es geht mir gut :lol:

Liebe Grüße,
MieLa

Hull

Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von Hull » 01.11.2018, 18:39

Hallo Miela,

bei Konzert- oder Theaterbesuchen usw. wird immer explizit auf Nicht-Trinker Rücksicht genommen. So wie ich es kenne, werden entweder unmittelbar nach dem Einlass Sekt- oder Saftgläser usw. verteilt oder es befindet sich nach dem Einlass ein Tisch mit Sekt- und Saftgläsern usw., an dem sich jeder bedienen kann, bis nach ca. 20 Minuten, die für lockere Gespräche genutzt werden, die Vorstellung beginnt. Mir ist es noch nie passiert, dass ich gegen meinen Willen ein Glas mit Alkohol aufgedrückt bekommen hätte. Dies wäre eher ein Problem in Kaschemmen und sonstigen Bierbankveranstaltungen, die ich aber im Prinzip vollständig meide.

Grüße

Carl Friedrich
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von Carl Friedrich » 01.11.2018, 18:47

Hallo MieLa!

Das liest sich ausgesprochen positiv, vor allem, dass Du die Augen offen hälst und dich auf Gefahrensituationen einstellst.

Und was die von Hull angeführten Gläser anbelangt: Ich schnappe mir immer ein Glas Wasser. Dann bin ich ausreichend bestückt und habe kein Bedürfnis, mir was anderes anbieten zu lassen.

Gruß
Carl Friedrich

Thalia1913
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von Thalia1913 » 01.11.2018, 18:58

Hallo Miela,

schön, das es dir gut geht.

Dankbarkeit, das hat sich bei mir auch als stetig vorhandenes Gefühl herauskristallisiert. Ich schrieb wohl auch schon das ein oder andere Mal davon. Auch gerne in Kauf nehmend, dass ich mich wiederhole. Weil ich es halt immer wieder so fühle.

Ich finde deine Methode der Visualisierung und des „Überschreibens“ der Bilder im Kopf, bevor du in die Situation hineingehst, eine richtig gute Idee. Danke dafür.

Viele Grüße und dir ein schönes Wochenende.

Thalia

viola
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Re: Mir ist ein Licht aufgegangen

Beitrag von viola » 01.11.2018, 21:42

Liebe Mila,
das mit der Dankbarkeit es bei mir auch so. Sie hilft mir sicher. Das war nach zehn Monaten so, und jetzt nach fast neun Jahren Trockenheit ist es immer noch da. Dieses angenehme Gefühl, etwas wichtiges fürs Leben gelernt und umgesetzt zu haben, das nachhaltig und dauerhaft ist und das mich weiter trägt.
Schön, dass es dir gut geht!

LG Viola

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