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Ein und Überschätzung.

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Mario B.
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Beitrag von Mario B. » 09.02.2018, 19:49

Hallo Hartmut
Hartmut hat geschrieben:wenn du es dann noch tun kannst. Es geht einmal gut , zweimal, dreimal und dann?
Der von mir geschilderte Vorfall müsste das fünfte Mal seit meiner Abstinenz gewesen sein...
Hartmut hat geschrieben:Wussten die das du Alkoholiker bist und gerade ganz am Anfang?
Ja, sie wussten es.
Hartmut hat geschrieben:Wer zwingt mich denn dahin zu gehen?
Niemand hat mich dazu gezwungen, ich bin aus freien Stücken dorthin gegangen. Ich wollte am Anfang absagen, aber ich konnte dem Gastgeber seine (von sich aus vorgetragene) Idee, dass er ja keinen Alkohol servieren könnte, glücklicherweise wieder ausreden. Nur weil ich nicht mit Alkohol umgehen kann, muss sich jetzt nicht die ganze Welt um mich drehen.
Hartmut hat geschrieben:Was will ich dort wenn ich weiß das es eine Gefahr für mich ist?
Meine Freunde treffen. Das hilft mir im Moment mehr bei dem Versuch trocken zu werden als alleine zu Hause zu hocken oder krampfhaft nach einem neuen Freundeskreis zu suchen. Bei diesen Alternativen sehe ich für mich im Moment eine weitaus grössere Gefahr. Dies schliesst natürlich nicht aus dass ich das nächste Mal die Situation neu bewerten werde und mir möglicherweise eine andere Alternative suche. Dass ich einmal falsch bewerte ist natürlich auch im Bereich des Möglichen.

Das wird dann die Zeit zeigen...

Gruss,

Mario.

Hull

Beitrag von Hull » 09.02.2018, 19:49

Hartmut hat geschrieben:
Es kommt darauf an, WO der Alkoholkranke früher gesoffen hat.
Nein, das ist egal. Ist ja kein anderer Alkohol in einen anderen Umfeld.
Für mich war die Umgebung das einzige, das über den Alkoholmissbrauch entschieden hat. Ich habe z. B. nie alleine oder daheim getrunken, hingegen, sobald ich auf einer Veranstaltung war, sofort Alkohol besorgt - kostete es, was es wollte.

Habe auch jetzt, nach knapp einem Jahr Nüchternheit, zu Hause nie die Idee, Alkohol zu besorgen. Diverse Veranstaltungen werde ich dagegen nie wieder besuchen.

Penta
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Beitrag von Penta » 09.02.2018, 19:51

Hallo Hartmut,

wenn überhaupt, kann ich mein Risko einschätzen.
Und das war anfangs recht wackelig, weil ich mich gern überschätzte.
Das bedeutet, dass ich nicht immer fehlerlos war in der Einschätzung meines Risikos. Es hat ne Weile gedauert, bis mir klar war, dass jedes alkohollastige Umfeld ein Risiko für mich bedeuteten kann.
Bei irgendwelchen Zweifeln war Sicherheit mein Kriterium und meine Orientierung. Und ich habe oft gezweifelt. Aber es hat irgendwie funktioniert.

Heute steht die Sicherheit nicht mehr im Vordergrund, wenn ich entscheide, wohin ich gehe oder woran ich teilnehme.
Mein Leben ist weitestgehend alkfrei. Die wenigen Aktivitäten, bei denen Alk konsumiert wird, besuche ich fast immer in Begleitung von Leuten, die auch keinen Alkohol trinken. Lange halte ich es in einem alkoholgeschwängerten Umfeld nicht aus.
Ich denke nicht, dass ich mich damit überschätze.

Gruß, Penta

Cadda
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Beitrag von Cadda » 10.02.2018, 01:01

Hallo Hartmut,

genau "mein" Thema... :)

Ich hab mich schon öfters mit genau diesem Thema auseinander gesetzt, habe es auch schon einmal in meinem Thread angesprochen. Einfach aus dem Grunde, dass ich das Gefühl hatte bzw. habe, dass ich alles richtig mache, was die Grundbausteine angeht und bei dieser einen Sache war ich immer verunsichert. Ich hab von Anfang an mein Zuhause alkoholfrei, habe meine Familie und Freunde eingeweiht und gehe auch bei Bekannten offen damit um, wenn die Situation es so bringt. Wenn bei mir Besuch ist, wie z. B. im Dezember, als mein Sohn Geb. hatte, dann gibt es hier keinen Alkohol in meiner Wohnung und fertig. Das hat sich auch von Anfang an von selbst verstanden, meinen Leuten musste ich das nicht mal mitteilen, das war von vorne herein von selbst klar.

Wenn nun aber irgendwo auf einem Geburtstag einer Freundin eingeladen wird und da mehrere Leute aus verschiedenen Richtungen zu Besuch sind, dann ist mir vorher also klar, dass es da auch Leute geben wird, die Wein oder Bier oder sonst was trinken. Also hab ich mir immer vorher Gedanken gemacht, was da auf mich zukommen könnte und habe dann je nach Veranstaltung entschieden, ob ich da hingehe oder nicht.

Beispiel: Ich habe an einem Abend Bescheid bekommen, dass man sich zum Bratwurst essen und Bier trinken an Ort XY trifft, ob ich nicht auch Lust hätte. Bei dieser Truppe war mir klar, worauf dieses Treffen hinaus läuft und dass man die Bratwurst auch hätte weg lassen können, das war nur, um dem Kind einen Namen zu geben... Ich bin nicht hingegangen.

An einem anderen Abend war der Geburstag einer Freundin, die überwiegend Frauen eingeladen hatte, mit denen ich früher gar nicht mal gern etwas zu tun hatte. Ich hatte mit denen zwangsläufig zu tun, da meine beste Freundin und Schwester wiederum mit denen zu tun hatte. Klar, die mochten sich von Anfang an, da weder meine Schwester, noch meine Freundin ein Alkoholproblem haben. Ich fand die anderen Frauen immer mehr als langweilig. Im Nachhinein gesehen, waren sie mir zu spießig, weil sie vermutlich nicht genug gesoffen haben. Sie haben sich ewig an ihrem Glas festgehalten, während ich schon die erste Pulle leer hatte. So kam es mir vor... Ich bin meistens nicht mitgegangen, sondern lieber zu der Truppe mit "Bratwurst und Bier".

Jedenfalls bin ich an diesem besagten Abend zu dem Geburstag meiner Freundin mitgegangen und es war ein super toller Abend. Diese anderen Frauen waren auch da, haben sich halt wieder ewig an ihrem Glas Wein aufgehalten und mir wurden andere Getränke hingestellt. Wusste ja jeder Bescheid, dass ich nichts mehr trinke. Man hat sich wahnsinnig gut mit mir unterhalten, das kann man auch. Konnte man schon immer, leider nur bis zu einem gewissen Pegel. Ich hab richtig gemerkt, wie klasse das ankam, dass ich nichts mehr trinke, eben weil ich nicht irgendwann abgestürzt bin. Mir wurden im Nachhinein auch Komplimente gemacht, wie sehr ich mich zum Vorteil verändert habe. Dadurch wurde mir im Nachhinein auch öfter mal Bescheid gesagt, wenn ein Treffen stattfand.

Genau diese Truppe sind auch diejenigen, mit denen ich ab und zu Sport mache. Hab ich damals auch keinen Bock mehr drauf gehabt. Sport? Nö, ich hab mich lieber mit den anderen zum Saufen getroffen.

Ich könnte nun noch einige dieser Beispiele nennen. Vom Adventsbasar im Dorf, was mir vorher auch zu blöd war, bis Klönen nach einem Fußballspiel oder sonst was. Mach ich aber nicht, weil ich denke, es ist angekommen, was ich meine. Für mich kommt es einfach auf die Veranstaltung an.

Ich weiß, dass ich noch nicht so lange Zeit auf Alkohol verzichte und gerade deshalb mache ich mir auch große Gedanken darüber, ob das alles so richtig ist. Nein, ich habe mir vor ein paar Wochen noch Gedanken darüber gemacht. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es ok ist, wie ich es mache.

Ich mache es mir nicht einfach, was meine Alkoholkrankheit angeht. Dass es nicht reicht, nichts mehr zu trinken, das weiß ich. Es müssen Veränderungen stattfinden. Ich bin mir auch nicht zu bequem, diese Veränderungen herbei zu führen. Aber diese sozialen Kontakte, in der Form, wie ich sie beschrieben habe, die tun mir gut. Das ganze Drum herum tut mir mehr gut, als dass es mir schadet, dass da mitunter mal ein Glas Wein auf dem Tisch steht.

Wie gesagt, wenn das nicht der Fall wäre und ich merke, dass es für mich schlecht ist, würde ich auch darauf verzichten. Ich bin mir absolut nicht zu schade, etwas zu verändern. Mein Entschluss, dass ich bald aufhören werde, zu trinken, steht schon lange fest. Mit diesem Wissen bin ich bereits Anfang letzten Jahres bei meinem Partner ausgezogen und wohne mit meinen Kindern in meinem eigenen Zuhause.

Ich habe mir gewünscht, diese Beziehung retten zu können, was mir nicht gelungen ist. Ich habe mich jedoch nicht getrennt, weil die Liebe weg war, sondern einfach aus dem Grunde, weil der Alkohol im Leben meines damaligen Partners eine sehr große Rolle gespielt hat. Das passte nicht mehr zu meinem Leben ohne Alkohol. Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich meine Trockenheit damals über die Liebe gestellt habe, denn die war definitiv noch vorhanden. Mein Verstand und mein Gefühl haben mir aber gesagt, dass es so nichts wird. Entweder oder.

Ich habe das erwähnt, um zu zeigen, dass ich da ziemlich konseqent bin. Und ich denke, es wäre um einiges leichter, konsequent gewisse Veranstaltungen zu vermeiden, als eine Beziehung zu beenden.

Ich sage diese Treffen also nicht ab, weil ich es mir schön rede oder mir zu bequem bin, etwas zu verändern. Sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil sie mir gut tun und nicht schaden.

Ich bin in meiner Meinung da jedoch nicht eingefahren. Sollte ich einmal merken, dass ich vielleicht erst im Nachhinein mit meinen Gedanken mehr um das Thema Alkohol kreise, dann bin ich auch bereit, ganz klar zu sagen, dass ich vorerst nicht mehr erscheinen werde. Aber das ist zur Zeit einfach absolut nicht der Fall und ich höre sehr gut in mich hinein.

So, da hab ich jetzt mal beschrieben, wie ich zur Zeit damit umgehe. Nichts ist in Stein gemeißelt. Aber im Moment handhabe ich es so.

Aliengirl
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Beitrag von Aliengirl » 10.02.2018, 08:58

Hallo Hartmut,

Ich habe gemerkt, dass ich am Anfang wohl nicht deutlich und klar genug war, das NIE WIEDER zu betonen. Zum einen weil mir am Anfang noch nicht mal selbst über diesen endgültigen Entschluss bewust war, zum anderen eben weil mir die Grundbausteine nicht bekannt waren. Ich habe diese Forum erst später entdeckt und mir zuvor keine externe yhilfe gesucht. Da ich mich aber als Alkoholikerin bekenne und nie wieder trinken möchte, muss ich jetzt natürlich meine Hausaufgaben nachholen. Und bin auch fleissig dabei, so dass ich in Situationen, die mich triggern könnten, nicht mehr gerate.
Allerdings habe ich trotz dem entgegengesetzten Rat von einigen von Euch für einen Urlaub mit meinem Sohn entschieden. Allerdings kein Hotel, sondern ein Kinder und Familiencampingplatz mit Selbstverpflegung. Habe mich für eine Strandhütte entschieden und habe mir davor echt Gedanken gemacht, ob die Situation gefährlich werden könnte. Obwohl ich noch weitere 2 Zimmer zu Verfügung habe, nehme ich keinen meiner alten trinkenden Freunde mit. Bevor ich mich in Gefahr bringe, bleiben die Zimmer lieber leer stehen:)
Ich versuche, ähnlich wie Cadda, eben die Situationen im Vorfeld durchzuspielen und abzuwägen, ob es gefährlich werden könnte oder nicht. Habe hier nicht so viele Freunde mit denen ich mich zum Trinken treffen könnte und meine Nachbarin hat es lediglich einmal nach meinem Start hier versucht. Mit ihr werde ich aber definitiv nochmal konkret darüber sprechen, dass bei mir eben ein alsolut alkoholfreier Raum ist.

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 10.02.2018, 10:46

Hallo

danke für die Antworten,

es ist ja nicht so das ich gleich am Anfang alles im Sinne der Grundbausteine oder mit den Erfahrungen der LZT alles „Richtig“ gemacht hatte. Es gibt kein Richtig oder Falsch . Es gibt nur Nass oder Trocken für mich. Entweder am Glas oder im Kopf. Und das ausschließlich nur für mich.

Kam auch mit nassen Umfeld zusammen, war der Gruppendynamik unterworfen oder kam auf Meetings mit dem üblichen Sektempfang in Verbindung. Musste im Gegensatz zu anderen Erfahrungen, jedoch danach leiden. Sei es mit anfänglichen Saufdruck, der sich nach Tagen einstellte und mit der Erkenntnis das dieser Tanz auf dem Drahtseil mich wieder näher ans Saufen brachte. Die Grundbausteine zu gehen war am Anfang ein Nachahmen. Die Überzeug und das Verinnerlichen mit dem Verstehen kam erst mit der Zeit dazu.

Wie Penta schreibt, konnte ich (wenn überhaupt ) nur im Rahmen meines damaligen Denkens mich selbst einschätzen. Das dann aus den resultierenden Erfahrungen ein Überschätzen war. Ich bewundere die Alkoholiker die sagen „Es macht mir nichts aus“ . Das kann ich heute auch nach den Jahren immer noch nicht behaupten. Ich musste erst lernen das die eigene Wünsche (Urlaube, Partys, sonstige Aktivitäten) nie ein Aufweichen meines alkoholfreien Umfeld beinhalten darf. Kompromisse sind da immer ein Schritt zurück.

Meine damalige Außendarstellung/Wirkung war mir wichtiger als meine innere Bestätigung. Das wiederum nur meinem EGO diente, jedoch nie meiner Selbsthilfe.

Was ist eigentlich Selbsthilfe ? Sicherlich nicht eine Bestätigung bei Anderen zu finden das der eigene Weg der Richtige ist , sondern vielmehr das der eigene Weg eventuell noch Lücken enthält. Wenn ich Kritik an anderen Wege ausübe hat sie nur wert , wenn ich bereit bin auch selbstkritisch mit mir umzugehen. Trocken werde /sein ist kein Wettbewerb , es ist das eigene Überleben

Gruß Hartmut

Carmen
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Re: Ein und Überschätzung.

Beitrag von Carmen » 04.05.2020, 09:21

Guten Morgen,

dieses Thema der eigenen Einschätzung beschäftigt mich gerade, da ich hier immer wieder lese, dass es frisch Abstinenten garnichts ausmacht, mit Alkohol konfrontiert zu werden. Bei mir ist das aber nicht so; mich stört es sehr und ich fühle mich extrem unwohl in solchen Situationen und würde niemals auf die Idee kommen, mich bewusst solchen Gegebenheiten auszusetzen.

Oft hört man dann, dass man ja nur zu Hause getrunken hat und es einen darum nicht triggert, wenn auf Veranstaltungen oder ähnlichem Leute Alkohol trinken. Aber Alkohol ist doch Alkohol.Vor einigen Tagen kam ich völlig unvorbereitet in eine Situation, in der Alkohol getrunken wurde. Ich war erschrocken, wie sehr mich das gestört und auch getriggert hat. Es wurde Bier getrunken und obwohl Bier nie mein Getränk war, hat es trotzdem viel in mir ausgelöst.

Ich frage mich einfach, warum die Empfindungen und Selbsteinschätzungen so unterschiedlich sind. Wie ist oder war das bei euch zu Beginn der Trockenheit?

LG
Carmen

Lia
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Re: Ein und Überschätzung.

Beitrag von Lia » 04.05.2020, 09:57

Hallo, liebe Carmen, liebes Forum,

Carmen, du liest dich ja fleissig durchs Forum, es ist schön, dass ich immer wieder auf dich treffe, obwohl manche Threads schon älter sind, wie der hier von Hartmut.
Ja, es ist sehr unterschiedlich, wie die Menschen empfinden, aber das ist ja nicht nur bei der Abhängigkeit so, sondern im kompletten Leben, in wirklich allen Bereichen, es würde zu weit führen da jetzt Beispiele zu nennen, aber es gibt tausende.
Ich habs ja schon mal geschrieben und ich bleibe auch dabei (war ja auch schon mal 2 Jahre trocken vor kurzem), mich triggert es null, wenn ich sehe, dass irgendwo getrunken wird. Ich trinke nicht und fertig.
Ich würde jetzt nicht zu Saufveranstaltungen gehen, aber das ist eh kein Thema, denn dafür bin ich zu alt und wüsste auch nicht wohin.
Aber wenn im Urlaub, Hotel oder Restaurant, im Biergarten, Veranstaltungen getrunken wird ist mir das komplett schnuppe. Ich nehme es zwar wahr, dass an jedem Eck und zu jeder Tageszeit getrunken wird, sogar auf den Berghütten, aber ich geniesse es dann umso mehr, dass ich es nicht tun muss und gut is es.
Mein Stolperstein liegt allerdings auch auf meinem Weg, ich bin ein Schönwetter Trinker, das heisst ich trinke nicht aus Frust oder wenn esw mir schlecht geht, sondern wenn alles tippi toppi ist, Belohnung etc, aber dann auch zuhause und alleine.
Ich hab mir noch nie in Gesellschaft oder ausserhalb die Kante gegeben und damit hängtes wohl auch zusammen, dass mich das nicht tangiert, wenn um mich rum getrunken wird.
Wobei sich mir die Frage stellt, was ist denn überhaupt ein trinkendes Umfeld.
Wenn ich mit meinen Kolleginnen und Chefin einmal im Jahr auf Wellness fahre und die sich einen Drink zum Auftakt des WE gönnen sehe ich das nicht als trinkendes Umfeld.
Ausserdem wissen die alle , dass ich Alkohol nicht mag und für mich wird da erst gar nix mitbestellt. Da bin ich gerne Aussenseiter....
Auch wenn jetzt wieder von anderen Seiten kommt, die bereitet ja schon einen Rückfall samt Entschuldigung vor, etc. pp, es ist nun mal so und ich sage auch nichts anderes, nur weil es bei vielen eben ander ist.
Alkohol ist für mich neutral, ich glaube Call Friedrich sieht es eben so, er steht einfach nur rum und tut mir nichts, er denkt nicht , redet nicht mit mir, ist genauso unschuldig wie ein Regenschirm (blödes Beispiel, aber ihr wisst schon, was ich meine)
Alles nur in meinem Kopf, da gilt es , dass jeder seine Festplatte überschreiben muss, und zwar auf seine eigene Weise.
Dert eine meidet alles was mit Alkohol zu tun hat, das ist auch völlig in Ordnung, der andere geht auf Konfrontation, da kenne ich selbe mehrere, wo es hervorragend funktioniert hat.
Wie man es macht ist doch egal, Hauptsache es haut hin.
Mich nervt es, wenn andere glauben, nur der eigen Weg ist das einzig Wahre.
Ich finde, du machst dein Ding sehr gut, bleib auf deinem Weg, ich bleibe auf meinem.
Werde sicher bald freigeschalten für den geschlossenen Bereich unf freu mich drauf, bin gespannt, was da anders ist als hier.
So, jetzt mache ich mich dann mal gemütlich fertig für die Arbeit, heute bis 20 Uhr, vorher noch meinen schwer arbeitenden Mann im Home Office versorgen, bin froh, wenn er wieder mal ins Büro fahren kann, er allerdings geniesst es zuhause zu arbeiten.
Siehst du, hier ist es auch so, was den einen tierisch nervt, findet ein anderer toll. Fällt mir grad auf beim Schreiben.

Wünsche allen einen schönen Tag

LG Lia

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