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Der Anfang ist gemacht.

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Sany1987
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Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Sany1987 » 26.02.2018, 07:20

Ich finde meinen alten Post nicht, darum fange ich einen neuen an.

Ich habe es nach mehreren Anläufen geschafft seit 24 Tagen nicht's zu trinken. Geklappt hat es aber erst nachdem ich wieder Termine bei der Suchtberatung wieder wahrgenommen hatte. Ich brauche diese Stütze. Ich kann mit meinem Partner zwar darüber reden wie ich empfinde, was meine Gefühle sind. Jedoch kann ich mich nur bei bei der Suchtberatung vollkommen öffnen.

Die erste Woche war wieder der Horror, der Suchtdruck machte mir fast jeden Abennd 2 bis 3 Stunden zu schaffen. Dann wurde ich ganz dolle Krank und musste Antibiotikum nehmen, das erste Mal seit Jahren dass ich nicht getrunken hatte trotz Antibiotikum.

Jetzt habe ich zwar noch den Teufel im Nacken aber ich bin wieder auf dem geraden Weg und liebe es klar wach zu werden. Der Anfang war Psychisch wirklich schwer,.
Zumindest kann ich jetzt auch wieder einkaufen gehen, das habe ich 14 Tage nicht gemacht zum Selbstschutz.

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 26.02.2018, 07:46

Hallo Sany1987,

hier ist dein alter Thread
http://www.forum-alkoholiker.de/ftopic35521-0.html

Aber du kannst auch gerne in Diesem weiter schreiben da es ein neuer Anfang ist

Gruß Hartmut

Elly
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Beitrag von Elly » 26.02.2018, 11:53

Hallo Sany,

willkommen zurück bei uns im Forum!

Du merkst ja selbst immer genau, wie schlecht es Dir mit Alkohol geht!

Gut, dass Du wieder den Weg zur Suchtberatung gehst! Nimm Deine Alkoholkrankheit ernst!

Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke! Du schaffst das!!!

Elly

Sany1987
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Beitrag von Sany1987 » 28.02.2018, 14:44

Heute habe ich wieder meinen Termin bei der Beratung. Die letzten Wochen war ich so Krank dass ich mich kaum bewegen konnte, jedoch arbeiten ging.
Jetzt ist die Strafe gekommen Nierenbeckenentzündung und wieder vollkommen erkältet.
Ich sage die Termine bei der Beratung aber nicht ab, denn selbst wenn ich nur 10 Minuten da bin ist es besser als überhaupt nicht.

Ich habe einen festen Ablauf für den Abend entwickelt und das mut der Kombination mit den Gesprächen ist für mich die Ideale Linie.
Selbst wenn ich mit meinem Sohn hin muss, weil ich keine Betreuung für die Zeit habe.
Da geht es um mich. Was mir gut tut, tut auch meinem Sohn gut.
Ich vermisse den Alkohol nicht, im Gegenteil. Ich bin froh trotz Rückfall und und Ratlosigkeit das Ziel nicht der Abstinenz nicht zu verlieren.
Schreiben hilft mir. Das macht den Kopf etwas freier und man kann besser reflektieren.

Sany1987
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Beitrag von Sany1987 » 01.03.2018, 09:19

Das Gespräch bei der Beratung war sehr anstrengend für mich, es ging tiefer in die Materie als ich es dachte. Es sprudelte einfach aus mir heraus.

Letzte Woche hatte ich einige Tage wo ich mich sehr leer und emotionslos fühlte. Das machte mir im Nachhinein sehr zu schaffen. Ich denke mir wird mehr und mehr bewusst dass ich noch viel mehr Baustellen habe und noch eine Menge Arbeit auf mich zu kommt.

Ich habe jegliche Emotionen Jahrelang unterdrückt durch das trinken und der abendliche Wein war sowas wie mein Hobby. Diese Lücke fülle ich langsam. Meine Gefühle brauchen aber Zeit. Von heute auf morgen geht es nicht so einfach.

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 02.03.2018, 12:56

Hallo Sany1987,
ich habe jegliche Emotionen Jahrelang unterdrückt durch das trinken und der abendliche Wein war sowas wie mein Hobby.
Aus Hobby zur Sucht ? Liest sich so als wenn du Alkoholiker werden wolltest.
Diese Lücke fülle ich langsam. Meine Gefühle brauchen aber Zeit. Von heute auf morgen geht es nicht so einfach.
Und wenn es nicht klappt trinkst du dann wieder ? Natürlich ist es wichtig auf alles zu achten was die Sucht zum Anlass nimmt zu signalisieren das Alkohol weiterhin eine Lösung wäre. Deshalb ist es auch wichtig sich ein Alkoholfreies Umfeld aufzubauen .

Wie sieht es damit aus?

Gruß Hartmut

Sany1987
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Beitrag von Sany1987 » 05.03.2018, 21:03

Hallo Hartmut.

Nein natürlich wollte ich nicht die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum verlieren.
Es war eher so gemeint dass andere einen Tanzkurs besuchen, oder anderes machen um abschalten zu können. Ich dachte, ich konnte es nur mit Alkohol und einen guten Film.

Mein Freundeskreis trinkt wenig bis keinen Alkohol und mein Partner auch nicht. Die Wohnung ist Alkoholfrei und wenn ich merke dass der Tag nicht stimmt geht mein Freund einkaufen.

Ich habe noch einen langen Weg vor mir, der vielleicht unendlich sein wird.

Ich bin jetzt einen Monat trocken. Ein Monat in denen ich richtige Hochs und Tiefs hatte. Ich weiss nicht was morgen sein wird oder in einem Monat. Ich weiss ich trinke heute nicht und werde morgen früh wach werden und einen klaren Tag haben morgen, ohne verkatert zu sein.

Sany1987
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Sany1987 » 20.11.2018, 10:00

Ein kleines Hallo zurück.
Der Thread ist schon eine Weile her und ich wollte mich mal melden. Mir geht es soweit gut. Ich versuche mich jeden Tag ein Stück weiter zu ertasten.
Bei der ambulanten Suchtberatung war ich regelmäßig, bis es sich mit der Gestaltung der Kinderbetreuung als sehr schwierig erwies.
Es gab genau 2 Rückfälle seit März. Der letzte war letzten Samstag. Ich trank das erste Glas ohne Nachdenken zu wollen, beim 2ten Glas kam die Wut auf mich selbst und ich schüttete den Inhalt und den der Weinflasche weg.
Ich stand die letzten Wochen sehr unter Druck und versuchte dem Stand zu halten, das konnte ich aber nicht. Ich möchte immer mehr machen als ich eigentlich leisten kann.
"kannst du hier helfen?" KLAR DOCH!
Dabei geht es eigentlich nicht. Ich bin zu sehr mit mir selbst beschäftigt.
Ich hatte im August 4 Wochen in Spanien verbracht, der erste Urlaub seit 10 Jahren in Spanien an dem ich komplett nüchtern war. Dabei ist im August die absolute Feierzeit in dem Ort wo wir sind. Ich bin nicht mal auf die Idee gekommen da mit zu machen, bin nur kurz wegen der Musik und der Familie mit gegangen und dann zusammen mit meinem Sohn wieder zurück und ins Bett, sobald er müde war.
Im September sind wir dann alle zurück gekommen. Schon da merkte ich dass ich nicht im Gleichgewicht war.
Jetzt Samstag ist es dann passiert und ich wurde dann doch schwach. Mit dem Gedanken vergessen zu wollen lief ich aber schon lange rum. Jetzt beginne ich wieder neu. Auch wenn es nur knapp 2 Gläser waren, fühlte ich mich als hätte ich ne Flasche getrunken. Das war widerlich, ich fühlte mich widerlich.

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