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Der Anfang ist gemacht.

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Thalia1913
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Thalia1913 » 21.11.2018, 18:11

Hallo Sany,
Ich hatte am Montag die kleinen Verantwortungen, die mich mitunter belastet haben abgegeben. Das war schon ein großer Schritt und der Erste.
Sowas hat mir auch geholfen. Grenzen anders setzen. Verantwortung übernehmen für mich und meine Trockenheit und dafür andere (vermeintliche) Verantwortlichkeiten loswerden. Prioritäten bewusst setzen.

Das hilft mir noch immer, und daran hab ich mich jetzt gerade wieder erinnert. Danke.

Grüße, Thalia

Correns
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Correns » 21.11.2018, 18:15

Sany1987 hat geschrieben:
21.11.2018, 17:09
...Ich gehe jetzt den Weg erstmal alleine, im Austausch mit dem Forum hier...
Hallo Sany,

dieser Weg kann gut funktionieren.
Ich hatte zu Beginn nur das Forum und keine reale Selbsthilfegruppe.
Und nach ein paar Monaten habe ich bemerkt, dass ich die reale SHG nicht benötige.
Deswegen bin ich einfach dem Forum lange Zeit treu geblieben.
Im Januar werden es bereits neun Jahre.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir bei Deinem Weg alles Gute.

Viele Grüße
Correns

Carl Friedrich
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Carl Friedrich » 21.11.2018, 20:17

Correns hat geschrieben:
21.11.2018, 18:15

Ich hatte zu Beginn nur das Forum und keine reale Selbsthilfegruppe.
Und nach ein paar Monaten habe ich bemerkt, dass ich die reale SHG nicht benötige.
Hallo!

Jeder ist unterschiedlich strukturiert. Daher gibt es keine allgemeingültige Regel, wie man sich nachhaltig aus dem Klammergriff des Alkohols lösen kann. Für Correns war sein Weg genau der richtige.

Ich habe dagegen neben dem Forum, Fachliteratur und einer ambulante Therapie noch eine reale SHG besucht, aus der ich mich nach rund 15 Monaten wieder verabschiedet habe, da ich sie nicht (mehr) benötige.

Einem Neuanfänger rate ich stets, es mit einer solchen SHG parallel zu diesem Forum zu versuchen, da die persönliche Interaktion doch noch mal was anderes als die reine Verschriftlichung eines Forums ist.

Gruß
Carl Friedrich

Sany1987
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Sany1987 » 22.11.2018, 07:22

Guten Morgen.
Ich habe gut geschlafen und bin nun seit 5 Uhr wach. Gleich werde ich meinen Sohn wecken und dann beginnt der Alltag.
Die Ruhe gönne ich mir gerne, bevor der Tag startet. Ausserdem schaue ich gerne aus dem Fenster und sehe mir an wie die Umgebung langsam wach wird.
In der Woche nichts trinken, ist für mich schon lange kein Problem mehr und selbst wenn der Gedanke mal kam, weil ich am nächsten Tag frei hatte kann ich das gut im Zaun halten.
Schon die ganze Zeit hatte ich eher Probleme mit den Wochenenden. Meistens arbeite ich Sonntags, da ist dann eher der Freitag gefährlich für mich.
Gelegentlich gönne ich mir aber auch ein komplett freies Wochenende. Werde ich aber erstmal lieber lassen. Ist ja nach hinten losgegangen.
Freitags ist hier öfters Übernachtungsbesuch von meinem Sohn. Damit fing ich an um mich von dem Gedanken an das Trinken abzulenken.
Da kommt dann nicht mal der Gedanke hoch.

Meine innere Unruhe beruhigt sich langsam, ich lese abends wieder und lasse den Fernseher gleich aus.
In Spanien hatte ich 5 Bücher gelesen in 4 Wochen. Trinken und lesen passt nämlich nicht gut zusammen meiner Meinung nach.

Sany1987
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Sany1987 » 01.12.2018, 20:03

Einen schönen ersten Dezember Tag euch allen.
Uns hat es hier der Reihe nach erwischt. Alle sind erkältet, was das nicht trinken sehr leicht macht. Das Verlangen zu trinken ist aber einmal da gewesen. Der Tag war eh sooo richtig blöd und die Arbeit anstrengend. Ich lenkte mich dann mit putzen ab und später lag ich dann einfach im Bett und hörte entspannende Musik. Die Abgabe von Verpflichtungen hat mir aber sehr geholfen, ich habe weitaus weniger Zeitdruck und fühle mich nicht mehr gestresst davon. Wenn ich nicht krank bin kann ich wieder locker joggen gehen, ohne auf die Uhr schauen zu müssen und so wurden es dann auch endlich mal wieder fast 10 km.
Ich habe dieses Wochenende mal komplett frei und muss morgen nicht arbeiten. Mein Sohn und ich werden morgen die Wohnung schmücken, darauf freue ich mich schon.

Ernest
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Ernest » 02.12.2018, 11:01

Hallo Sany

Hast Du die Grippe ein wenig hinter Dir lassen können?
Muss mal mit einem Mediziner sprechen. Wie oft habe ich hier gelesen - und auch selber erlebt - dass im Anfangsstadium des Nicht-Trinkens allerlei Krankheiten hervorbrechen. Inwieweit spielt da die Psyche mit? Ich hatte seinerzeit geschrieben, dass der römische Weingott Bacchus seine Hände im Spiel haben muss. Der ist irgendwie wütend, dass er einen Verehrer, eine Verehrerin, verliert :)

Ich wünsch Dir einen geschmückten Sonntag.
Ernest

Feldmaus75
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Feldmaus75 » 02.12.2018, 12:05

Ernest hat geschrieben:
02.12.2018, 11:01
Wie oft habe ich hier gelesen - und auch selber erlebt - dass im Anfangsstadium des Nicht-Trinkens allerlei Krankheiten hervorbrechen. Inwieweit spielt da die Psyche mit?
Mich hat zwar keine akute Krankheit heimgesucht (das ganze Jahr noch nicht :D), aber seitdem ich nüchtern bin, fühle ich mich wie 90... der ganze Köper schmerzt irgendwie, Bewegung kostet Überwindung... kennt das jemand? Chronische Rückenschmerzen hab ich sowieso, jetzt tun auch immer mal wieder die Knie weh und auch sonst zwickt und zwackt es überall... mit Ende 40 eigentlich noch zu früh, oder? Wenn das nicht besser wird, werde ich mich im nächsten Jahr wohl nochmal durchchecken lassen. Wahrscheinlich hab ich das zu Trinkzeiten alles nicht so wahrgenommen, denn entweder war das Schmerzempfinden durch Alk gedämpft oder in den allgemeinen Kater integriert...? :roll:

Allen Kranken: Gute Besserung :)

Carl Friedrich
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Re: Der Anfang ist gemacht.

Beitrag von Carl Friedrich » 02.12.2018, 13:53

Feldmaus75 hat geschrieben:
02.12.2018, 12:05
ich mich im nächsten Jahr wohl nochmal durchchecken lassen. Wahrscheinlich hab ich das zu Trinkzeiten alles nicht so wahrgenommen, denn entweder war das Schmerzempfinden durch Alk gedämpft oder in den allgemeinen Kater integriert...? :roll:
Hallo!

So was würde ich nicht auf die lange Bank schieben, sondern zeitnah anpacken. Geh zum Hausarzt und lass mal ein "großes" Blutbild machen. Schlappheit im Winter kann auf mangelnden Vitamin-D Spiegel zurückzuführen sein. Ich nehme im Winter zusätzlich ein ärztlich verordnetes Präparat und bin gleich fitter.

Und bezüglich der Schmerzen mal zum Orthopäden. Da die erfahrungsgemäß recht lange Wartezeiten haben, würde ich schon morgen einen Termin fix machen.

Klar der Alk-Pegel hat vieles gedämpft, auch den Schmerz.

Gruß
Carl Friedrich

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