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Genug!

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Hull

Re: Genug!

Beitrag von Hull » 19.11.2018, 13:16

Schlafstörungen sollten genau beschrieben werden, so bleibt nur das Gestocher im Nebel.

Sind es physische oder psychische Ursachen? (Diese mögen sich wechselseitig verstärken.)

Grete
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Re: Genug!

Beitrag von Grete » 19.11.2018, 13:43

Hull, es sind einschlafstörungen. aber ich grüble dabei nicht und wälze auch keine sorgen. vielleicht ist mein kopf "zu wach um einschlafen zu können?" irgendwann gegen dire, vier uhr morgens klappts dann. schon etwas mühsam,wenn man ein paar stunden später aufstehen muss.
Correns, da hab ich unbewusst schon deinen rat befolgt, der auch dir geholfen hat: aufstehen-licht an-schreiben

Sunshine_33
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Re: Genug!

Beitrag von Sunshine_33 » 19.11.2018, 13:45

Hallo Grete,

Du stehst ja noch am Anfang Deiner Abstinenz, ich möchte aber mit dieser Aussage keinesfalls den Erfolg von 20 Tagen ohne Alkohol schmälern.
Also bitte nicht missverstehen. :wink:
Zu den ersten Wochen meiner Abstinenz kann ich rückblickend nur sagen, das sie sehr schwer waren, nicht wegen Suchtdruck oder so, sondern rein körperlich.
Da gab es also keinerlei Anfangseuphorie, ich verbrachte die ersten Wochen auf der Intensiv und dann auf der normalen KH-Station.
Aber ich kann mich gut erinnern, wie schwankend meine Gemütslage dann auch zuhause noch war.
Das ging über viele Wochen, vielleicht sogar 2-3 Monate, ich kann es nicht mehr so genau datieren.
Das ging mitunter von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt.

Ich denke, das der Körper sich auch erstmal umstellen muss und das dauert einfach seine Zeit.
WIr haben doch auch jahrelang, mitunter sogar jahrzehntelang gesoffen, und da ist nicht gleich alles wieder okay.
Das hat Schäden hinterlassen, und ich bin mir sicher, nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche hat in dieser Zeit Schaden genommen.
Und die müssen erstmal wieder heilen.

Von daher, habe Geduld mit Deinem Körper, Du hast ja eh kaum ne andere Wahl :wink:
Ich kenne auch Schlafstörungen, auch heute noch, wenn ich zu viel um die Ohren habe oder anderweitig zu sehr belastet bin.
Ich habe mir da was homöopathisches aus der Apotheke geholt, aber ich denke, das hilft nur, wenn man fest dran glaubt :lol:
Soll mir aber egal sein, solange es wirkt :wink:

Desweiteren könnte ich noch Rituale empfehlen, die man für sich selbst entwickelt.
Dabei hilft alles, was einem langsam runterfahren lässt.
Vielleicht ein einschlaffördernder Tee, abends eingekuschelt mit einer Decke und einem schönen Buch genossen?
Oder ein Bad mit beruhigenden Zusatz ?
Ich weiß ja nicht, was Du gerne magst...
TV Ist abends eher zu meiden, weil einen das zu sehr aufwühlen könnte.
PC-Bestrahlung soll auch nicht so doll sein, hat vielleicht irgendwas mit dem Flimmerlicht zu tun, frag mich nicht... ich weiß nur, das bei Einschlafstörungen davor gewarnt wird.
Ich würde also eher zu einer ruhigen Beschäftigung raten.
Ein abendlicher Spaziergang kann auch Wunder wirken.

Hast Du noch Ideen, was bei Dir helfen könnte?
ich bin sehr klar geworden - vom aussehen her, frisch. aber orallem geitig sehr klar. ich habe nun ecken und kanten. bin nicht mehr konturlos. und merke jetzt nach und nach was ich mir alles bieten ließ von meinem umfeld! ich hab offensichtlich meine neg. empfindungen derartig ersoffen, dass ich das gar nicht gemerkt.
Ich denke, diese Erkenntnisse sind geradezu typisch für Frauen, die ein trockenes Leben beginnen.
Der Alk hat einen "geschmeidiger" gemacht, negative Empfindungen ließen sich damit auch gut unterdrücken.
Vielleicht war man (oder eher frau) sogar mit Alk im Blut leistungsfähiger, auf jeden Fall funktionierte man vermeintlich besser.
"Mothers little helper"... nenne ich das immer, der Begriff dürfte aber auch bekannt sein.
Und nun fällt die "Entspannungsdroge" weg und man ist plötzlich anders.
Oft auch für andere nicht mehr so leicht händelbar, weil man sich nicht mehr alles bieten lassen will, was man mit Alk
im Blut wohl noch runter geschluckt hätte.
Man wird so allerdings auch für andere unbequemer :wink: auch diese Erfahrung mußten wohl viele machen.
Dann ist das eben so !
Ist auf jeden Fall immer noch besser als wie n halbangesoffener Zombie ohne Empfindungen durch die Gegend zu wanken.
fast ein erweckungs-erlebnis grade
Dann wünsche ich viel Vergnügen beim weiteren "Aufwachen", aber ebenso einen guten und tiefen Schlaf :lol:

LG Sunshine

Grete
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Re: Genug!

Beitrag von Grete » 19.11.2018, 16:55

Sunshine, danke für deinen input!
Geduld gehört leider nicht zu meinen herausragenden eigenschaften- aber du hast sicher recht, wenn du meinst mein körper und meine psyche müssen sich jetzt neu orientieren.
und womöglich bin ich jetzt wirklich so er-wacht, dass sich das mit dem einschlafen gerade nicht so gut ausgeht. bin sicher, auch das wird sich bessern!

Ich muss zugeben, im moment gefällt mir die neue rolle der unbequemen sehr gut!!!

Taxi
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Re: Genug!

Beitrag von Taxi » 19.11.2018, 23:49

Hallo unbequeme Grete :)
hast du schon die diversen Entspannungstees getestet?
Schlafstörungen sind ein bekanntes Thema gerade zu Abstinenzbeginn oder auch wesentlich länger.
Manchmal ist der Kopf müde, aber der Körper noch nicht.
Nüchtern kann man das ja gut weiter beobachten, ist ganz praktisch ;)

Viel Erfolg
taxi

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Re: Genug!

Beitrag von Grete » 20.11.2018, 12:03

danke, taxi! ich hab gestern einen tee mit baldrian und hopfen(!)zapfen getrunken! und bin "schon" gegen zwei uhr eingeschlafen. immerhin! ich kann also bestätigen, dass hopfen auch als tee eine entspannende wirkung hat! ;-)

Taxi
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Re: Genug!

Beitrag von Taxi » 20.11.2018, 17:59

Hallo unbequeme Grete ;)
übrigens hatte ich anfangs Baldrian als gepresste-Faser-Dragees getestet.
Die hatten allerdings (obwohl ein trockenes Produkt) ein starkes, alkoholisches Aroma.
War sofort wieder gestrichen in meinem Programm.

Tees gehen immer und haben ihren festen PLatz erhalten.
Gruß taxi

Grete
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Re: Genug!

Beitrag von Grete » 25.12.2018, 16:25

Grete hat geschrieben:
07.11.2018, 19:22
(***** ich kopier hier meine Vorstellung - hoff, das ist so richtig?*****)

Hallo in die Runde!
Ich lese hier seit ein paar Wochen mit.
Weil ich (endlich!) erkannt habe, dass ich ein Problem mit Alkohol habe.
Und zwar ein inzwischen recht Eingesessenes!
Seit Jahren trinke ich täglich ein 4 - 5 Bier.
Das erste Jahr wo ich eine Pause von 6 Tagen gemacht habe, war als ich auf Urlaub in einem muslim. Land
Nach diesem Urlaub ging es weiter wie vorher.
Erst im Nov 2017 gelang mir eine (fast) durchgängige Trinkpause von knappen 80 Tagen. Dann war ich so leichtsinig, wieder 2 bis 3 Bier zu trinken. Bis ich rasch wieder bei den tgl 4-5 war.
Nun habe ich erkannt, Trinkpausen sind Selbstbetrug! ich kann einfach nicht "normal" trinken und ich will es genug sein lassen!!
Seit genau 13 tagen trinke ich nichts mehr.
Da ich diesmal schon (wieder) sehr tief drinnen war, fällt es mir unheimlich schwer.
Und ich hoffe hier, den Austausch, die Motivation und Inspiration zu bekommen, damit ich mein Leben endlich frei leben kann.
Die Verantwortung dafür will ich (endlich) selbst übernehmen!

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