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Ein ständiges auf und ab

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Cadda
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Cadda » 27.11.2018, 20:47

Hallo,

ich ärgere mich gerade, dass ich nichts geschrieben habe. Ich habe Deinen Bericht gelesen und fand es absolut richtig und klasse, dass Du Dich geöffnet hast. Da ich immer mit dem Handy eingeloggt bin (so wie jetzt), hab ich mir gestern Abend vorgenommen, heute Morgen über den PC ausführlich zu schreiben. Dazu ist es dann ja nicht gekommen.

Du hast eine Menge mitgemacht. Ich finde es großartig, dass Du trotzdem die Kraft zusammen gesammelt hast, um einen neuen Weg zu gehen. Bleib unbedingt am Ball!

Missnoalk
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Missnoalk » 28.11.2018, 16:11

Jetzt bin ich doch recht beschäftigt gewesen. Bin es immer noch werd aber bei Zeiten ausführlich antworten.

Danke für die Nachrichten. Tatsächlich war das was ich schrieb einfach eine Beschreibung dessen, was in meinem Kopf so passiert wenn es "persönlicher" wird.
Ich wollte damit niemand zum schreiben drängen, noch ein schlechtes Gewissen provozieren.
Ich war da ganz bei meiner Gedankenwelt, die sich eben was soziale Interaktion angeht etwas komisch verhält ;).
Es sind aber interessante Nachrichten und ich danke euch für den Input.

So nun wieder auf ins "weltliche" Getümmel ;)

Ernest
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Ernest » 28.11.2018, 17:04

Salutti Missnoalk

Soziale Interaktion. Welch schöner Ausdruck!

Also bleib dran!

Lieber Gruss
Ernest

Missnoalk
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Missnoalk » 29.11.2018, 09:46

Bevor ich schnell wieder in die Kälte entschwinde ein kurzer Erklärungsversuch an dich Ernest

Was ich meinte ist, dass ich nicht den Moment und den Zustand genießen kann, dass grad etwas richtig tolles passiert ist. Ich scheine in den Momenten schon zu versuchen mich selbst zu sabotieren um mich wieder schlecht und schuldig zu fühlen.
Alkohol als Belohnung war nie ein Thema aber ausgerechnet jetzt, dachte ich "oh ein Erfolg darauf ein Vodka" offensichtlich nicht nur Suchtgedaechtnis sondern auch viel Sabotage des Selbstwertes um mich ja nicht zu lange gut zu fühlen. Mein Hirn kann ein manipulatives Miststueck sein. Immerhin ist es mir da gelungen die Goere in ihre Schranken zu weisen. ;)

Hartmut
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Hartmut » 29.11.2018, 11:19

Hallo Missnoalk
ch denke, es geht weniger um den Inhalt, sondern eher um eine professionelle Gesprächsführung. Da denke ich sind Administrator und Moderatoren, grade in Bezug auf das Selbstverständnis einer Selbsthilfe Gruppe in der Pflicht.
Nun ist es nicht die Aufgabe der Moderatoren oder Administratoren hier professionell aufzutreten, auch wenn das aus erster Sicht wohl von Einigen erwartet wird. Das hier ist ein Alkoholiker Forum und wir sind selbst Betroffene. Moderatoren, Administratoren haben da andere Aufgaben.

Ich gebe meine Erfahrungen so weiter wie sie mir geholfen haben und meinem Ich auch entsprechen und das unabhängig vom Status was ich zusätzlich für das Forum mache. Sonst wäre das nach dem Mund anderer geschrieben, die es gerne für sich anders lesen möchten. Ich bin hin und wieder auch überrascht wie zart beeidet manche reagieren. Aber das ist Meins. Wer die Historie des Forums verfolgt dann waren solche direkten Ansprachen am Anfang gang und gebe und hat sehr vielen geholfen. Natürlich waren da auch User, die sich darüber aufgeregt hatten, jedoch war es immer eine sehr gute Mischung wovon jeder etwas hatte. Warum regt sich denn ein User auf. Meist doch nur weil er es persönlich nimmt. Es geht jedoch hier immer nur um die Sache und nicht um die Person. Der eine reagiert mehr auf das Streicheln, ein anderer liebt harte Nummer. Für wen ziehen wir nun die Grenze?
Wie zu beobachten ist foerdert dies die Kommunikation über den Betroffenen aber nicht mit ihm
Das finde ich gut. Es haben sich viele geäußert wie sich der Betroffen sich fühlen könnte, nur der Betroffene, der mich auch schon durch vorherigen Post kennt, noch nicht. Das größte Problem meiner Sicht ist es auch das einige nach Monaten zurückkommen, etwas posten und man nur auf den Post reagieren kann und nicht weiß was zwischenzeitlich so gelaufen ist. Wenn ein ständiger Austausch da wäre würden auch die Erfahrungen wohl anders sein.

Nun zu dir. Ich finde es gut das du alles auf den Prüfstand stellst und dich hier unverblümt mitteilst. Weiter so.

Gruß Hartmut

Missnoalk
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Missnoalk » 29.11.2018, 17:51

Hartmut ich bin ganz bei Dir was die Erfahrungen angeht und professionell war vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Wie gesagt ich mag Tacheles und vor allem find ich es gut diese Meinungsvielfalt zu haben.
Ich finde etwas Umsicht in der Kommunikation aber in dem Fall hilfreich, damit es eben überhaupt ein Austausch bleibt und man nicht den Betroffenen schon damit verschreckt wie man auf ihn reagiert. Ich ging davon aus, dass dies Aufgabe der Moderatoren sei.
Es ist aber jetzt klarer und ich verstehe vieles besser, mit dem Wissen das es nicht so ist.

Natürlich ist das alles eh subjektiv. Ich weiss nicht wie der Betroffene besaitet ist.
Mich hätten die Beweggründe interessiert und ich hab das Gefühl, dass ich die nun nicht mehr erfahre.
Purer Egoismus ;).

In einem Punkt muss ich mich korrigieren.
Das ganze hat ja nun auch zu dem sehr interessanten Thema trocken vs. Nicht mehr trinken geführt was ich sehr spannend finde.

Und ja ich stelle offensichtlich gern Dinge in Frage. Ehrlich gesagt aber einfach deshalb weil ich gern verstehe und begreife und echtes Verständnis und auch eine Überzeugung kommt meiner Meinung nach nicht immer zustande in dem man einfach alles "hinnimmt". Ich lass mich aber gerne überzeugen und teilweise sogar belehren :).

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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Missnoalk » 29.11.2018, 19:29

So ich hab nochmal die Beiträge gelesen und festgestellt, die stehen ganz gut für sich und ich danke nochmal dafür.

Bezueglich des lieblings der Massen: das wollte ich mal aber es ist eh klar, dass das einfach nicht mein Weg ist. Allein schon wegen des besagten "in Frage stellen" und weil ich nunmal wenn ich ehrlich zu mir bin auch ein sonderling bin. Daran moechte ich aber nichts ändern weil ich nunmal meinen Geschmack/Intetessen/Neigungen gar nicht ändern kann und froh bin mich überhaupt jetz so gut zu kennen und um diese zu wissen.
Auch das war nämlich zeitweise nicht so.

Morgen haette ich ein date haben koennen auf das ich mich sehr gefreut hab (und vor dem ich zugegeben auch ne Menge Angst hatte/habe).
Abgesagt hab ich aus 2 Gründen. Der erst ist, dass ich mir das ohne Alk nicht tutraue und dieser Grund nervt mich tierisch weil es fast so ist als wollte ich mir selber einreden eben Alkohol zu brauchen. Ich weiss, dass das nicht so ist und ich lass das auch nicht gelten. Irgendwann wird der Punkt kommen wo ich date und ich weiss es wäre gut die angst zu überwinden. Morgen schaff ich es aber noch nicht. Da bin ich noch nicht und das lass ich jetzt erstmal für mich so stehen.
Der zweite und der ist etwas fadenscheinig und wohl eine Ausrede oder eigenmanipulation, ist die Sorge den Alkohol beim Date nicht ablehnen zu koennen.
Dies haette ich aber durch Wahl des Dates und Offenheit beeinflussen koennen.
Es war eh ein Spaziergang geplant und ich hatte angedeutet nichts zu trinken.
Insofern ist das wohl ziemlich entlarvend.

Was nützt das ärgern. Es laufen auch Dinge gut, ich hab Energie, schlafe gut, denke seltener an Alkohol als gedacht und bin sozial aktiver als erwartet.
Das leidige Thema männer kann also noch etwas warten.

viola
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von viola » 29.11.2018, 19:43

Hallo Missnoalk,

es werden weitere Gelegenheiten kommen. Ganz bestimmt.

Zu Grund eins: Ich finde, du achtest gut auf dich. Du merkst, dass jetzt noch nicht die Zeit ist. Weißt ja, alles hat seine Zeit.
Wenn du wahrnimmst, dass du dir jetzt etwas nicht zutraust, und darauf Rücksicht nimmst, dann entwickelst du dich weiter. Du setzt die richtigen Prioritäten an und lernst daraus, wie du ohne Alkohol eine bestimmte Situation gestaltest. So wie du es gerade machst. Klasse!

Zu Grund zwei: ich finde, das ist überhaupt gar keine Ausrede. Ich finde das auch nicht fadenscheinig oder Eigenmanipulation.
Sondern du sorgst vor, und genau das ist klug. Natürlich hättest du eventuell noch deutlicher werden können. Ob das aber zum jetzigen Zeitpunkt so sinnvoll wäre, ist mal dahingestellt. Ich kann dich gut verstehen und ich finde, was du machst ist absolut nachvollziehbar und führt dich auf einen trockenen Weg.
Sehr gut.

LG viola

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