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Ein ständiges auf und ab

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Cadda
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Cadda » 09.12.2018, 07:04

Guten Morgen,

so, wie Du die Sache beschreibst, trifft bei Dir der hier oft genannte Satz „Nur nichts trinken reicht nicht“ zu. Du beschreibst, dass etwas, was Du tun „musstest“ dazu geführt hat, dass Du zum Glas gegriffen hast. Ich denke, Du solltest Lösungen finden, erwas zu verändern, damit Du nicht mehr in diese Situationen gerätst.

Dass es sich „nur“ um ein Glas gehandelt hat, finde ich nicht weniger gefährlich. Denn gerade DAS kann einen ja schnell mal glauben lassen, dass ab und zu dieses eine Glas ja nicht schlimm sein kann. Und dann steigert sich das und man ist wieder mittendrin.

Gut, dass Du Dich hier mitgeteilt hast!!!

Wie kannst Du solche Situationen, wo Du das Glas trinken „musst“, vermeiden?
Änderungen müssen her.

Feldmaus75
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Feldmaus75 » 09.12.2018, 22:28

Hallo Missnoalk,

wie geht es dir...?

Sunshine_33
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Sunshine_33 » 10.12.2018, 13:00

Hallo Missnoalk,

Jetzt wieder ohne Alk? Oder ist der Rückfall weiter fortgeschritten?
Wie geht es Dir, wo bist Du? Bitte melde Dich hier, denn das hier ist ja Deine SHG, nicht wahr?
Ich hatte einen rueckfall.
Gut, das Du den Sachverhalt klar beim Namen nennst und nicht von einem "Vorfall" sprichst,
aus dem dann demnächst ein "Vorfällchen" wird...
Denn ich befürchte, derartige Verharmlosungen führen über kurz oder lang direkt wieder in den Suff.
Unser Suchtgedächtnis führt mitunter ein Eigenleben, was sehr unerfreulich sein oder werden kann.

Für mich ist ein Rückfall ganz klar ein Rückfall, denn ich bevorzuge Klartext.
Das bedeutet jetzt aber nicht, das ich mit Dir schimpfen werde oder Dich runterputze, denn damit ist Dir auch nicht geholfen.
Bei jemanden, der schon am Boden liegt, tritt man bekanntlich nicht noch nach.

Aber es bedeutet auch, das irgendwas komplett schief gelaufen ist, und das sollte man schleunigst analysieren und seine
Schlüsse daraus ziehen und Vorkehrungen treffen, das es einen nicht wieder so erwischen kann.
Sehr hilfreich ist übrigens ganz besonders am Beginn der Abstinenz die konsequente Umsetzung unserer Grundbausteine hier.
Und da würde ich auch den dringenden Rat geben, da nix dran aufzuweichen aus Bequemlichkeitsgründen oder weil
man "nicht anders könnte".
Man kann nämlich fast alles, wenn man es nur will !
Trocken werden ist anfangs ganz sicher kein Spaziergang, später wird der Weg aber immer leichter, bei mir war das jedenfalls so.
Heute merke ich meine Krankheit gar nicht mehr, aber ich weiß zu 100%, das sie da ist und auch immer da sein wird.
Aber für mich ist es einfach und leicht, damit zu leben, meine Krankheit beinträchtigt mich in keinster Weise und trocken habe
ich im Grunde ein Leben wie jeder andere NIchtbetroffene auch.

Ich möchte das nur mal so erwähnen, um unserer Krankheit den Schrecken zu nehmen, in der Form, das man nun lebenslang einen
extrem steinigen Weg zu gehen hätte.
Am Anfang ist der mitunter steinig, aber er wird mit der Zeit immer schöner und einfacher zu gehen.
Und sehr oft wächst man auch an diesem Weg und kann Entwicklungen machen, die man vorher nicht für möglich hielt.
So viel mal aus meiner Erfahrung dazu. :wink:

Also Missnoalk, komm zurück, schreibe was vorgefallen ist (hört sich ja bisher eher mysteriös an) und analysiere mit uns zusammen,
was schief gelaufen ist, wie es zu diesem Rückfall kommen konnte.
Ein Rückfall ist nicht das Ende des Weges und auch nicht der Untergang der Welt.
Aber er sollte auch keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

LG Sunshine

Carl Friedrich
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Carl Friedrich » 10.12.2018, 16:10

Missnoalk hat geschrieben:
08.12.2018, 16:22
Ich hatte einen rueckfall.
Ich bräuchte Geld. Sehr dringend. Was ich gemacht hab spielt keine Rolle. Ich hab es gemacht. Es war anstrengend. Ich hab einen kurzen getrunken und viel Geld bekommen. Es war ein Fehler aber ich hab das Geld was ich brauche. Sehr kompliziert alles. Es geht mir schlecht.
Hallo!

Es laufen also im Umfeld von M. Personen herum, die nichts besseres im Sinn haben, als Geld dafür zu zahlen, dass M. einen "Kurzen"=Schnaps trinkt.

Einfach nur sonderbar.


Gruß
Carl Friedrich

Cadda
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Cadda » 10.12.2018, 16:49

Carl Friedrich hat geschrieben:
10.12.2018, 16:10

Es laufen also im Umfeld von M. Personen herum, die nichts besseres im Sinn haben, als Geld dafür zu zahlen, dass M. einen "Kurzen"=Schnaps trinkt.

Einfach nur sonderbar.

Ich habe da andere Vorstellungen. Manche Dinge lassen sich mit Alkohol „besser ertragen“, wenn man süchtig ist.

Aber liebe Missnoalk, Du musst da ja gar nicht ins Detail gehen. Wichtig finde ich, dass Du nun schnell wieder zurück auf den richtigen Weg kommst.

Missnoalk
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Missnoalk » 10.12.2018, 19:27

So ich bin wieder etwas geerdet. Hab das ganze in der SGH besprochen.

Was die genauen Umstände angeht kann und will ich hier gar nicht ins Detail gehen.
Ich könnte es mit betreffender Person klären und das ist schonmal gut.

Wenn/Sobald moeglich werde ich diese spezielle Baustelle angehen aber manche Dinge im Leben sind nunmal nicht immer sofort zu ändern.

Ansonsten tu ich alles mögliche, damit ich es nicht nochmal mache.

Jetzt zB geh ich zum Strickkurs.

Twizzler
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Twizzler » 11.12.2018, 07:46

Hallo Missnoalk,

ich finde es sehr mutig von dir, deinen Rückfall hier zu äußern. Du hast meinen Respekt.
Ich war damals einer der "Davonschleicher" weil es mir zu peinlich war.

Wie ich deinen letzten Post verstanden habe, bist du direkt wieder aufgestanden, hast dein Krönchen gerichtet und machst weiter.

Ein Rückfall ist keine schöne Sache, ich möchte das bestimmt nicht verharmlosen aber viel wichtiger ist doch, dass du weisst was dein eigentliches Ziel ist.
Nicht mehr zu trinken und abstinent zu leben.

Ich hoffe du kannst für dich Ursachenforschung betreiben und dahin arbeiten, dass du nie wieder in so eine Situation gerätst.

Hartmut
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Re: Ein ständiges auf und ab

Beitrag von Hartmut » 11.12.2018, 09:14

Hallo Missnoalk,

da das hier meine und für viele die einzigste SHG ist würde mich schon die Umrisse interessieren sonst sind für die wildesten Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Bis ins Detail musst du nicht gehen aber es hilft nun keiner, wenn alles im Verborgenen bleibt.

Heißt geerdet denn, dass du nichts mehr trinkst? Nicht jeder steht nach einem Rückfall so schnell wieder auf.

Wenn mich keiner zwingt oder nötigt etwas zu saufen dann mache ich es freiwillig auf meine Gesundheit. Alles andere wäre strafbar. Gerade am Anfang sind ja noch sehr viele nasse Gedanken (suchtorientierte Gedanken) vorhanden, die mir suggerieren alles zu rechtfertigen oder gar im Nachhinein schönzureden, was mich zum Saufen bringen könnte oder gebracht hatte. Jedoch die letzte Entscheidung zum Saufen bleibt bei mir selbst.

Es gibt auch die Möglichkeit sich schon vor dem ersten Glas zu trinken Hilfe zu holen.
Wenn/Sobald moeglich werde ich diese spezielle Baustelle angehen aber manche Dinge im Leben sind nunmal nicht immer sofort zu ändern.
Nun mag das in vielen Bereichen so sein. War bei mir auch so. Aber ein alkoholfreies Umfeld für meinen eigenen Schutz war davon nicht betroffen.

Ich hoffe das wir doch noch etwas näheres von dir erfahren.


Gruß Hartmut

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