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Neustart in ein Leben ohne Alkohol

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Lunki
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Re: Neustart in ein Leben ohne Alkohol

Beitrag von Lunki » 21.12.2018, 10:49

Hallo Sunshine,

vielen Dank für deine Zeilen an mich.

Hatte in letzter Zeit irgendwie nicht so die Lust zu schreiben. Obwohl es mir schlecht geht. Das hat aber nix mit dem Trinken zu tun, das klappt nach wie vor gut, also nicht zu trinken. Sind heute 4 Wochen, was natürlich nix ist, aber an dem Punkt war ja jeder LZT auch mal. Finde nach wie vor keine Lösung für das Arbeitsproblem. Endlose Gedankenspirale im Kopf, keine Lösung in Sicht. Ich weiß nur, das ich da weder hingehen will, noch kann. Ich kann die Resttage nicht absitzen und alle Problem ausblenden. Dazu bin ich schon in psychisch stabilen Zeiten viel zu dünnheutig. Von meinem Hausarzt bekomme ich da irgendwie nicht so recht Unterstützung, ich glaube da herrscht die Meinung vor, ich hab einfach keinen Bock zu arbeiten. (Bin erst vor zwei Jahren hergezogen, d.h. so lange kennt er mich noch nicht, aber anhand meiner wenigen Krankheitstage mit AU in der Zeit, müsste er doch sehen, das ich kein Drückeberger bin) Dabei bin ich alles andere als ein Mensch der gerne zu Hause ist. Ich liebe es zu arbeiten, eine Aufgabe zu haben aber ich ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, das ich in diesem System einfach nicht mehr mitspielen möchte. Dieses ganze Ausbeuten, Zeitverträge, Lohndumping, Überstunden ableisten, ohne Anerkennung ohne Wertschätzung. Nur Druck und Abwertung. Ich bin das so leid!!! Was ich auch nicht verstehe, einerseits wird mir seitens des Hausarztes mitgeteilt, ich wäre doch woanders, also nicht bei meiner aktuellen Arbeitsstelle einsatzbereit, ergo nicht krank, andererseits, hat er mich beim letzten Gespräch am Ende gefragt, ob ich auch keine Dummheiten mache, also mir was antue. Wenn er das ja scheinbar aus meinem Verhalten heraus befürchtet, wie kann er dann andererseits meinen ich könne dort im neuen Jahr wieder arbeiten? Man könnte jetzt ja einfach den Arzt wechseln, aber das ist auch wieder so eine Sache. Da fühle ich mich dann auch gleich wieder schuldig. Ganz klar mein Thema: Abgrenzung, für sich einstehen, NEIN sagen, wenn mir etwas nicht gefällt. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, bisher ist es mir allerdings noch nicht gelungen. Wenn ich dann wirklich mal was sage, was jemand von mir so nicht kennt oder erwartet, dann bin ich aufeinmal schwierig und kompliziert. Da hin zu gucken und es nicht "schönzusaufen" ist echt anstrengend. Selbst in der Familie stehe ich immer wieder an so einem Punkt. Es wird von mir erwartet an HeiligAbend mit meiner Schwester und meiner Nichte zu verbringen. (Weil es seit dem Tod meiner Mutter immer so war) Ich wollte schon letztes Jahr, eigentlich gemütlich mit meinem Partner daheim bleiben, hab mich aber wieder breit schlagen lassen und dieses Jahr stehe ich vor dem gleichen Problem. Habe stattdessen angeboten, das sie an heilig Abend zu uns kommen können oder auch am zweiten Feiertag. Da hieß es dann nur: da habe ich mir bereits was vorgenommen. (was ja nicht stimmt, ich weiß das sie Heilig Abend zu Hause sind, was ja auch ok ist, aber warum ist es denn nicht ok, das ich am HeiligAbend auch gemütlich zu Hause sein möchte, anstatt zwei Stunden mit dem Auto irgendwo hinzufahren?) Jetzt stecke ich wieder in diesem Dilemma, entweder aushalten und das machen was ich möchte (+ schlechtes Gewissen natürlich) oder nachgeben und hinfahren.

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