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Positive Dinge der Nüchternheit

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Mario B.
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Mario B. » 01.02.2019, 08:11

Hallo Karsten,

ok, danke für die Erklärung.

Gruss,

Mario B.

Mario B.
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Mario B. » 01.02.2019, 13:10

Hallo.

Zum Thema: man liest ja bei dieser Frage sehr oft die Ausdrücke Freiheit und/oder Unabhängigkeit. Diese beiden Aspekte treffen meines Erachtens aber gar nicht zu wenn man (konsequent) klassische Trockenarbeit betreibt. Einschränkungen oder Beeinträchtigungen fangen ja schon bei der Nahrungsaufnahme an (siehe Lebensmittelthread) und ziehen sich ja fast durch alle Bereiche des Lebens. Selbst der Spruch "Nur nicht trinken reicht nicht" impliziert ja das man etwas tun muss/soll.

Wenn ich mein Rückfallrisiko minimieren will kann ich bei weitem nicht mehr tun und lassen was ich will.

Gruss,

Mario B.

Karsten
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Karsten » 01.02.2019, 13:21

Hallo Mario,

natürlich ist es wichtig, etwas für sich zu tun und darauf zu achten, dass ein Rückfall vermieden wird.

Auf der anderen Seite gewinnt man ja auch sehr viel Lebensqualität.

Dafür sollte man auch bereit sein, etwas zu investieren.

Ich achte lieber auf mich, als dass ich wieder saufe.

Wer die Lebensverbesserung nicht sieht, kann ja wieder saufen.

Gruß
Karsten

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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Karsten » 01.02.2019, 13:24

Noch eins.
Von alleine kommt die Nüchternheit nicht.
Niemand nimmt einen an die Hand und sorgt für ein zufriedenes trockenes Leben.
Das muss man schon alleine tun.

Ist wie hier. Wer selbst zu faul zum schreiben ist, hat auch keine Antworten verdient

Carl Friedrich
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Carl Friedrich » 01.02.2019, 15:16

Mario B. hat geschrieben:
01.02.2019, 13:10

Wenn ich mein Rückfallrisiko minimieren will kann ich bei weitem nicht mehr tun und lassen was ich will.

Hallo!

Das klingt für mich nach Verzichtsgedanken. Du kannst nicht mehr machen, was Du willst, weil Du keinen Alkohol trinkst.

Mit so Gedanken im Kopf hätte ich es schwer.

Möchtest Du denn wieder -ggf. moderat- trinken? Warum? Wegen der vermeintlich schönen Atmosphäre des Trinkens? Und Du dann nicht mehr nachdenken musst, sondern dich frei nach deinen Wünschen treiben lassen kannst?

Gruß
Carl Friedrich

Mario B.
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Mario B. » 01.02.2019, 16:13

Hallo
Karsten hat geschrieben:
01.02.2019, 08:58
Hallo Joschi,

gerade diese Feiern birgen ein hohes Risiko, weil man nicht weiss, wie gekocht wurde.
Das ist ja auch in Gaststätten so.
Man könnte zwar nachfragen, aber macht man das immer?

Ich bin da oft so, dass ich nachfrage, weil mir das Risiko zu hoch ist.

Hatte mal ein Eerlebnis in einer Konditorei. Da wusste die Verkäuferin nicht mal, ob da Alkohol drin ist oder nicht.
Fand ich schwach.

Gruß
Karsten
Frei oder Unabhaengig waere gewesen dass Karsten den Kuchen einfach haette kaufen und essen koennen wie jeder Normalsterbliche auch.

Ist aber auch nur meine persönliche Einschätzung. Wenn man solche Situationen wie diese ewigen Nachfragerei wie oben beschrieben als Verzichtsgefanken oder gar als bessere Lebensqualität sieht ist ja dann auch ok. Jeder so wie er es gerne möchte.

Ich sehe das halt eben anders.

Gruss,

Mario B.

Karsten
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Karsten » 01.02.2019, 16:29

Hallo Mario,

da wären wir ja bei dem Thema: nur nichts trinken reicht nicht :)

Es ist immer was zu tun, was gemacht werden muss, ja muss, um trocken zu bleiben.

Wir erleben es hier ja oft, dass man am liebsten gar nichts tun möchte und einfach nur den Alkohol weglassen möchte.

Für mich war das Leben mit Alkohol auch nicht gut und damit meine ich nicht nur den Alkohol.

Die Nüchternheit hat mir überhaupt erst wieder ein normales und oft zufriedenes Leben ermöglicht.

Hier fällt mir eben auch wieder ein, dass viele Dinge vieleicht nicht wirklich zu begreifen sind, wenn ein Rückfall nicht wirklich Konsequenzen hat.

Für mich wären es wieder Verfolgungswahn und geschlossene Anstalt, wenn nicht sogar der Tod.
Was würde ein Rückfall in deinem Leben ändern?

Werde mal dazu ein neues Thema aufmachen unter viewtopic.php?f=6&t=36599

Gruß
Karsten

Mario B.
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Re: Positive Dinge der Nüchternheit

Beitrag von Mario B. » 01.02.2019, 16:40

Hallo Karsten

du schreibst ja selber: was gemacht werden MUSS.

Dass etwas gemacht werden muss stelle ich auch nicht Frage. Was ich persoenlich in Frage stelle ist dass man das dann Freiheit oder Unabhaengigkeit nennt. Die Wortwahl ist meines Erachtens hier nicht passend und leitet viel eher dazu die Trockenarbeit schleifen zu lassen.

Gruss,

Mario B.

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