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Hoffnung niemals aufgeben

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Lia
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Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Lia » 18.04.2020, 20:02

Hallo Zusammen,

Nach meinem Entzug vor 2 1/2 Wochen bin ich nun freigeschaltet , worüber ich mich sehr freue.
Morgen werde ich mich mal zu den Grundbausteinen äußern, dazu habe ich ein paar allgemeine Fragen.

Ganz schönes WE...Lia

Carmen
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Carmen » 18.04.2020, 20:34

Hallo Lia,

das ist toll! Ich freue mich dann von dir zu lesen.
Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende!

LG
Carmen

Barthell
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Barthell » 18.04.2020, 21:52

Hallo Lia,
Nochmal willkommen, fragen Stellen ist immer willkommen.)

Grüße
Barthell

Jessica
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Jessica » 20.04.2020, 19:49

Du bist ähnlich "weit" wie ich.

Was ich schön finde, dass du eine Anfangseuphorie besitzst.
Die fehlt mir leider...
Aber ich freue mich für dich :-)

Lia
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Lia » 20.04.2020, 20:26

Liebe Jessica,

Anfangseuphorie hat mich bisher leider nicht vor zahlreichen Rückfällen bewahrt, denn die verfliegt irgendwann und dann wird es auch schwer.
Trotzdem weiss ich, dass es sich lohnt durchzuhalten.

Es ist einfach so grausig betrunken zu sein und der Entzug erst recht.

Ich wünsche dir sehr, dass du den Absprung schaffst, bevor du noch vieles Scheussliches durchmachen musst.

LG Lia

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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Lia » 22.04.2020, 10:16

Hallo an alle,

heute starte ich in die 4. Woche Nüchternheit und es fühlt sich einfach nur gut und richtig an.
Meine Tage sind gut geplant, die Coronakrise trifft mich auch nicht negativ, da ich ja arbeiten kann und das schöne Wetter macht den Rest.
Ich habe mir jetzt eine Tastatur fürs Tablet bestellt, dann ist das Schreiben hier im Forum viel entspannter für mich.

Jetzt Jahre ich zu meiner kleinen Enkeltochter worüber ich mich sehr freue.

Ich kann gar nicht verstehen im Moment, warum ich mir mein Leben immer wieder so versaut habe mit dem ALK. Einfach nur grausig.

Wenn ich jetzt einkaufen gehe (grosser Stolperstein) trinke ich vorher noch im Auto ne Flasche Wasser, könnte ja helfen...

Frage zu den Grundbausteinen:
Wir haben im Keller einen abgeschlossenen Raum, in dem mein Mann seinen Besonderen Wein und so Zeug aufbewahrt, Schlüssel unauffindbar, interressiert mich auch nicht.
Das haben wir gemeinsam so vereinbart als wir vor 5 Jahren unser Haus gebaut haben.
Aber seit ich hier lese, Frage ich mich ob es vertretbar ist.
Triggern tut es mich nicht, hat es auch noch nie.
Der Rest der Grundbausteine ist erfüllt, ausser, das mein Mann abends sein Bier trinkt, aber erst ab frühestens 10 Uhr Abends, niemals tagsüber, egal in welcher Situation.

Ich würde das niemals unterbinden wollen, da es mich nicht stört, ausserdem ist es meine Krankheite, da ist etwas Eigenverantwortung schon angesagt, denke ich.
Noch dazu, wo er äusserst diszipliniert mit Alkohol umgehen kann.

Was meint ihr dazu?

LG Lia

Dante
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Dante » 22.04.2020, 12:17

Zumindest beschäftigt dich das. ;)

Carmen
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Re: Hoffnung niemals aufgeben

Beitrag von Carmen » 22.04.2020, 12:18

Hallo Lia,

mich persönlich würde es stören bzw. nervös machen, wenn mein Partner zu Hause trinken würde. Auch wenn es nur ein Drink wäre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowas auch nachträglich triggern kann. Ist mir selbst letztes Jahr passiert.

Wir hatten Besuch aus dem Ausland und unser Gast wollte abends immer gerne ein paar alkoholische Drinks genießen. Zu dieser Zeit machte ich mal wieder eine Trinkpause und war doch tatsächlich davon überzeugt, dass es mir nichts ausmachen würde, jeden Abend dabei zuzusehen, wie sich unser Gast seine Drinks genehmigt. Ich kaufte den Alkohol für ihn sogar selbst ein. Das muss man sich mal vorstellen!!! Mein Partner war total verärgert über die ganze Situation. So animierte ich unseren Besuch noch zum trinken, trank aber selbst nur Wasser.

Und jetzt kommt der Hammer. Tage später, der Besuch war bereits abgereist, bekam ich so einen starken Saufdruck, den ich damals garnicht mit dem Besuch in Verbindung brachte, heute weiss ich, dass er mit ziemlicher Sicherheit der Auslöser war, wurde rückfällig und trank fast drei Monate am Stück durch. Das war einer meiner heftigsten Saufexzesse.

Zu der Weinlagerung im Keller: Mein Partner hatte bis vor kurzem eine Whiskey-Sammlung in seinem Arbeitszimmer. Diese hat mich nie interessiert, da ich keine Whiskey-Trinkerin war. Ich bin da also nie drangegangen. Bis zu meinem letzten Absturz im Februar/ März. Da habe ich, als ich spät nachts nichts mehr zu trinken hatte, seine Sammlung zum ersten Mal geplündert. Er war so wütend und enttäuscht, da da zum Teil sehr teure Flaschen und Erinnerungsstücke bei waren. Aber mir war das im Rausch völlig egal. Hauptsache weitertrinken. Jetzt lagern die Flaschen in der Garage. Mich stört das nicht oder mache ich mir wieder etwas vor? Ich kann doch aber auch nicht von meinem Partner erwarten, dass er seine Sammlung einfach auf den Müll schmeißt.

Ich wollte dir nur mal meine Erfahrungen weitergeben.

LG
Carmen

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