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Fast ein Jahr nüchtern

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 08.06.2020, 14:50

Danke liebe cadda.

Ja das ist das wichtigste. Es beschäftigt mich zu sehr. Ich darf es nicht an mich ran lassen.

Das sind Momente, in denen vieles hochkommt und ich merke, noch nicht abgeschlossen zu haben. Mit dem Alkohol auf jeden Fall. Das ist gut. Auch meinem Sohn geht's gut. Das ist sehr wichtig.

Lieben Gruß Brigitte

Dante
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Dante » 10.06.2020, 12:35

Ich vermute mal, dein Bruder hat sich der Nachbarin anvertraut, weil er Gesprächsbedarf & niemand anderen hatte.
Mir zeigt das auf, dass er sich sehr große Sorgen um dich macht.

Dass er dich nicht vorher konsultierte, wundert mich nicht. Er war sich vorher darüber im klaren, dass du ihm keine Hilfe sein würdest - bei deinen eigenen Angelegenheiten! Voll der Co, gewissermaßen.

Vieles hat natürlich auch damit zu tun, wie deine Familie interagiert.

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 12.06.2020, 17:34

Hallo,
Ja ich denke schon, dass die Familie überfordert war. Möchte da auch keine Baustelle eröffnen. Traurig bin ich darüber, dass er das Jugendamt involviert hatte. Was mir sehr geschadet hat. Er wollte, das für meinen Sohn nicht der Vater zuständig ist, während ich in Klinik war. Hat es unglücklich ausgedrückt. Ich versuche darüber zu stehen. Es verletzt. Es wird bis heute gegen mich verwendet.

Aber so konnte ich meinen Weg gehen. So mies vieles war, hat es mich weiter gebracht. Ich sage gerne, die richtigen Fachleute haben mich abgeholt und das Jahr mit mir gemeistert.

Ich würde aber, wenn mir jemand so intime Sachen anvertraut, nicht hingehen und das so erörtern wollen. Na ja, ich kann nur meine Lehre daraus ziehen und anders damit umgehen. Es gehört zu mir und ist mein Vergangenheit.

Lieben Gruß Brigitte

Cadda
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Cadda » 15.06.2020, 06:25

Hallo Brigitte,

ich kann verstehen, dass Dich das verletzt hat, dass der Bruder da was im Alleingang gemacht hat. Im Grunde genommen meinte er es ja nur gut, aber er hätte sich vorher mit Dir absprechen müssen. Vielleicht sagst Du ihm nochmal im ganz ruhigen Ton, dass es Dich verletzt hat und Du Dir wünscht, dass er offener mit DIR redet, bevor er mit Anderen spricht. Dann kannst Du vielleicht besser einen Haken hinter die Sache machen. Ansonsten finde ich es toll, dass Du auf Dich achtest. Das Wichtigste ist, dass es DIR gut geht und Deinem Sohn.

Hab einen tollen Tag heute.

Cadda

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 15.06.2020, 22:15

Hallo Cadda,
Ja wir haben telefoniert. Ich muss für mich die Vergangenheit echt als das hinnehmen, was sie ist. Vergangen und nicht veränderbar.
Mir geht's echt gut. Das muss ich mir fest halten. Bin eh ein fröhliches, wenn auch kleines Menschenkind. Vieles was passierte, habe ich schon in eine Schublade gesteckt. Nur in solchen Personen, die fragen und fragen, kommen die ganzen Situationen hoch. Viele. Es ist auch viel passiert. Selbst meine Mutter hält sich wieder dran und erzählt teilweise Mist. Das blende ich aus. Ärgert mich zwar, aber ich mag nicht den rechthaberischen Ton auspacken und streiten. Jeder sieht seins. Ich konzentriere mich auf meins und das es mir gut geht.

Es gibt auch viel schönes. Der älteste meines ex hatte Geburtstag. Fragte meinen Sohn, ob er mit Papa kommen würde. Nö. Kein kontakt. Aber Mama bringt mich gerne an einem anderen Tag zu Dir. Darauf der grosse, klar kann Deine Mama mitkommen. Ich kenne den großen Halbbruder auch schon fast 20 Jahre. Das hat mich sehr gefreut. Was mein ex da erzählt muss mir egal sein. Ich weiß für mich, ich werde ihn nicht schlecht machen. Das hab ich anfangs getan. Vor Wut und Enttäuschungen. Und bei den Jungs hat das nichts verloren. Sie sehen sich als Brüder.

Ich muss deinen Thread unbedingt lesen. Du hast, wie ich auch, nachher mitgetrunken. Auch mit Kindern im Haushalt.

Ich bin gespannt auf Deine Geschichte.

Lieben Gruß Brigitte

Cadda
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Cadda » 15.06.2020, 22:37

Brigitte, ich hab allerdings nicht nur mitgetrunken. Ich war vorher schon abhängig, als ich in die Beziehung ging. Bloß dort konnte ich dem Saufen freien Lauf lassen, weil ich den „richtigen“ Saufpartner hatte. Ja, leider auch vor den Kindern. Das macht mich heute noch traurig, aber es ist nicht mehr zu ändern. Aber nun ist zum Glück alles anders :-)

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 16.06.2020, 23:10

Hallo Cadda,

Habe was in deinem Thread hinterlassen.

Hut ab mit Deinem Geburtstag. Ich runde dieses Jahr auch. Ein halbes Jahrhundert. Mir fehlen die Mittel derzeit noch, aber ich finde es gut, wie Du ihn gerockt hast. Ich gehe auch auf Veranstaltungen. Wenn der Pegel mir zu blöd wird, fahre ich heim. Saufgelage brauche ich nicht. Aber der 50. Ist schon was besonderes. Naja. Hab noch bis Dezember Zeit. Und wer weiß, was Corona noch macht.

Habe heute mal ausgiebig mit meiner besten Freundin über alles gequatscht was so bei mir los war. Das tat auch mal wieder gut. Sie ist mit mir durch Dick und Dünn gegangen.

Sie sagte auch, rechtfertige Dich nicht mehr. Du hast das super gemacht und ich bin stolz auf dich. Guck nicht zurück. Du änderst es nicht mehr.

Stimmt.

Lieben Gruß Brigitte

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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von LiesaB. » 17.06.2020, 08:34

Liebe Brigitte, ich habe gerade gelesen, was in deinem Leben alles passiert ist. Die Einstellung von deiner Freundin gefällt mir. Gut, dass du sie hast.

Alles Gute von Liesa

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