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Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Marian
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Marian » 08.02.2021, 20:18

Pellebär hat geschrieben:
08.02.2021, 12:55
Es hat mich nicht weiter gebracht danach zu suchen. Ich habe mich auf mich und mein Leben konzentriert.

LG PB
Grüß dich Pellebär

So weit, so klar :)

Die Frage nach der Freiheit war etwas off topic -
und Die, nach Gründen für oder gegen das Trinken stellt sich mir nicht.

Die Konfrontation außerhalb mit An/Betrunkenen/Voll Besoffenen hier und da beschäftigt mich dagegen schon hin und wieder.


Liebe Grüße

Marian
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Marian » 08.02.2021, 20:31

Warst du hier im Forum wegen Co Abhängigkeit angemeldet Dante ?
Hab das nur ungenau in Erinnerung

Morgenrot
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Morgenrot » 09.02.2021, 00:03

Hallo Marian,

ich denke es ist egal ob du hier als CO, oder als trockener Alkoholiker schreibst.
Es geht darum, das jeder für sich selbst verantwortlich ist. Das heißt aber noch lange nicht, das ich nicht mitfühlend handele.
Während der Jahre die ich hier schreibe, ist mir der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid sehr deutlich geworden.
Ich möchte z. Bsp. nie wieder mit einem nassen Alkoholiker mitleiden müssen, wie ich es über Jahrzehnte getan habe.


lg Morgenrot

Cadda
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Cadda » 09.02.2021, 08:04

Guten Morgen alle zusammen,

ich kann das nur unterschreiben, dass es letztendlich keine Rolle spielt, ob co.-abhängig oder selbst abhängig. Ich war beides und werde mich nie wieder in die Lage bringen, mich mit Alkohol zu quälen. Weder indem ich selbst trinke, noch durch das Zusehen und Mitfühlen, indem Andere trinken. Es würde mich so oder so kaputt machen und ich bin mir (inzwischen) selbst am meisten wert. Andere sind mir mitunter auch SEHR viel wert. Ich werde aber niemanden mehr über mein eigenes Wohl stellen.

LG Cadda

Marian
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Marian » 09.02.2021, 08:09

Guten Morgen :)

Kann jetzt verstehen, wie es sich anfühlt zusehen zu müssen , wie jemand anderes "sich den Alkohol antut" und stelle es mir äußerst quälend vor, mit ansehen zu müssen, wie ein Geliebter Mensch sich kaputt säuft. :cry: :cry:

Cadda
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Cadda » 09.02.2021, 08:11

Als mein (noch trinkender) Ex-Partner mir vor einigen Wochen (ungefragt) einen Vortrag über das Thema Alkohol hielt, in dem er betonte, dass er ja gar nicht süchtig ist, weil er ja trinken WILL und nicht muss, hatte ich innerlich das Bedürfnis, ihm fünfhundertmillionen Dinge zu erklären. Aber wozu??? Wenn er am Ende eh nichts versteht und lediglich meine Energie verpufft?! Klar tut er mir irgendwo leid. Er hat sein Leben bereits privat und inzwischen auch beruflich gegen die Wand gefahren. Aber es ist bestimmt nicht unterlassene Hilfeleistung, wenn ich ihn fallen lasse, denn es gibt Stellen, die lassen ihn nicht fallen. Und das habe ich ihm auch geschrieben:
Dass er mich in Ruhe lassen soll und sich mit seinen Problemen bitte nicht an mich, sondern an die Suchtberatung wenden soll. Danach habe ich ihn (ohne schlechtes Gewissen) blockiert.

Wenn jemand vor mir besoffen zusammenbricht, rufe ich gern einen Rettungswagen. Sobald dieser angekommen ist, mache ich mich garantiert vom Acker und kümmere mich keine Sekunde weiter um sein Leid. Denn sonst wird es (zumindest seelisch) zu MEINEM Leid und das lasse ich garantiert nicht zu.

Ich kann nur Jedem dazu raten, es so zu handhaben.

LG Cadda

Marian
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Marian » 09.02.2021, 08:16

:) Achja

War mir meiner Erinnerung von vor Jahren nicht ganz sicher, hab daher Dante die Frage nach der Co Abhängigkeit gestellt.
Das hatte keine verurteilende oder bewertende Bewandnis.

Kann ja auch in den Beiträgen des Forum's forsten.
Durch das direkte Schreiben war fragen der kürzere Weg. :)

Marian
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Re: Kollektive Rückfallgefahr (in Selbsthilfegruppen)

Beitrag von Marian » 09.02.2021, 08:21

Hey Cadda,

erstmal nur ganz kurz, bin auf dem Sprung...

Meinte mit der unterlassenen Hilfeleistung zb einen Besoffenen der voraussichtlich auf eine stark befahrene Straße läuft

der besoffen ins Auto steigt um zu fahren, sich und andere gefährdet

der zusammenbricht und rumliegt mit evtl weitergehenden Beschwerden (Verletzungen)

... und "Du" (oder irgendwer anders) das sieht, erkennt, weiß und DANN ignoriert.

Obwohl die Hilfeleistung wohl immer erst dann relevant wird wenn etwas passiert ist. :-|

Schönen Tag

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