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Dann fang ich mal an..

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Thena
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Thena » 24.01.2021, 11:39

argh....das zitieren klappt immer noch nicht glaube ich...oder? verdammisch. muss üben.

Mari
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Mari » 24.01.2021, 15:41

Liebe Thena,

die Lebendigkeit sprüht in jedem Satz, den du schreibst, das ist richtig schön zu lesen :)
Thena hat geschrieben:
24.01.2021, 11:39
Am nächsten Morgen bin ich mit einem ganz ganz speziellen Gefühl aufgewacht, dass ich aus meiner Zeit ohne Alk kenne und aus meiner Kindheit, was ich aber so lang nicht mehr fühlte.
Das geht mir auch so. Ein wohliges, ausgeruhtes Gefühl und Neugierde auf den Tag, so war das als Kind.
Der Alkohol hat das einfach weggedrückt, da war das Aufwachen immer nur der totale Horror :?
Thena hat geschrieben:
24.01.2021, 11:39
argh....das zitieren klappt immer noch nicht glaube ich...oder? verdammisch. muss üben.
Wenn du auf "antworten" gehst und runterscrollst, siehst du auch noch mal alle bisherigen Beiträge. Wenn du aus einem Beitrag etwas zitieren möchtest, kannst du den Text darin markieren, danach oben auf die Gänsefüßchen, dann erscheint der markierte Text in eckigen Klammern mit dem passenden html-Code in deinem Antwortfeld. Du kannst aber auch einen ganzen Beitrag mit den Gänsefüßchen ins Antwortfeld übertragen. Bei Bedarf kann man ja dann später Passagen da wieder rauslöschen. Hoffe, ich konnte das jetzt einigermaßen verständlich rüberbringen :oops:
Thena hat geschrieben:
24.01.2021, 11:39
Habt einen wundervollen Sonntag!
Danke, das wünsche ich dir auch!

VG Mari

Cadda
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Cadda » 24.01.2021, 16:54

Hallo Thena,

da meine Familie und engsten Freunde wussten, dass ich viel zu oft betrunken bin, war mir klar, dass sie verstehen, worum es geht. Nicht alle dachten, dass ich abhängig bin, für viele Leute war ich einfach diejenige, die immer gern Party macht und halt öfter abstürzt. Aber meine Schwester, beste Freundin und mein Ex-Mann machten sich zeitweise Sorgen. Es war für sie also sicherlich nicht so sehr überraschend, als ich am letzten Tag meiner Sauferei, an dem ich ausnüchterte, eine ehrliche whats App verfasste, die ich an meine engsten und liebsten Menschen schrieb und gleichzeitig absendete. Ich mag jetzt nicht meine Worte hier im offenen Bereich alle wiedergeben, aber auf alle Fälle verkündete ich meinen Entschluss, keinen Alkohol mehr zu trinken. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und sagte es auch dort. Ich habe meine Nüchternheit also direkt „in Ruhe“ starten können, ohne mir Ausreden einfallen zu lassen, weshalb ich zur Zeit nicht trinke. Das hat vorher nämlich nie funktioniert...

Ich freue mich übrigens immer noch ganz oft über das tolle Gefühl der Nüchternheit. Damals freute ich mich darauf, abends saufen zu können und so oft endete es in einer Katastrophe. Heute freue ich mich immer auf den Morgen, wenn ich in Ruhe Kaffee trinke, bei Kerzenschein oder wenn ich früh morgens mit einem Kaffeebecher draußen sitze im Sommer. Letzten Sonntag bin ich mit meinem To-Go-Becher ne Runde spazieren gegangen. Herrlich :-)

LG Cadda

Thena
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Thena » 25.01.2021, 11:25

Mission impossible: Wie zitiere ich.

Mari, danke für deine Erklärung! ich missbrauche diese Erklärung mal für meine Forschung einen Text zu zitieren.

Wollmer mal...
Mari hat geschrieben:
24.01.2021, 15:41
Wenn du auf "antworten" gehst und runterscrollst, siehst du auch noch mal alle bisherigen Beiträge. Wenn du aus einem Beitrag etwas zitieren möchtest, kannst du den Text darin markieren, danach oben auf die Gänsefüßchen, dann erscheint der markierte Text in eckigen Klammern mit dem passenden html-Code in deinem Antwortfeld. Du kannst aber auch einen ganzen Beitrag mit den Gänsefüßchen ins Antwortfeld übertragen. Bei Bedarf kann man ja dann später Passagen da wieder rauslöschen. Hoffe, ich konnte das jetzt einigermaßen verständlich rüberbringen
Ob ich komplett verrückt werde, wenn das jetzt nicht funktioniert....

Thena
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Thena » 25.01.2021, 11:26

harharharhar!!!!!!!!!!!!

Mari
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Mari » 25.01.2021, 11:42

Thena hat geschrieben:
25.01.2021, 11:26
harharharhar!!!!!!!!!!!!
jöööööö, klappt doch :mrgreen:

Thena
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Thena » 25.01.2021, 12:17

Sooooooo, der Tag fängt ja schon mal gut an. Ich hab gelernt wie man zitiert. 8) 8) 8) Danke nochmal liebe Mari!!!
Cadda hat geschrieben:
24.01.2021, 16:54
da meine Familie und engsten Freunde wussten, dass ich viel zu oft betrunken bin, war mir klar, dass sie verstehen, worum es geht. Nicht alle dachten, dass ich abhängig bin, für viele Leute war ich einfach diejenige, die immer gern Party macht und halt öfter abstürzt. Aber meine Schwester, beste Freundin und mein Ex-Mann machten sich zeitweise Sorgen. Es war für sie also sicherlich nicht so sehr überraschend, als ich am letzten Tag meiner Sauferei, an dem ich ausnüchterte, eine ehrliche whats App verfasste, die ich an meine engsten und liebsten Menschen schrieb und gleichzeitig absendete. Ich mag jetzt nicht meine Worte hier im offenen Bereich alle wiedergeben, aber auf alle Fälle verkündete ich meinen Entschluss, keinen Alkohol mehr zu trinken. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und sagte es auch dort. Ich habe meine Nüchternheit also direkt „in Ruhe“ starten können, ohne mir Ausreden einfallen zu lassen, weshalb ich zur Zeit nicht trinke. Das hat vorher nämlich nie funktioniert...
Das regt mich gerade sehr sehr sehr zum nachdenken an und ich finde es so dermaßen beachtlich wie du das gemacht hast!!
Ich war ja von gestern zu heute beruflich in einer anderen Stadt. Ich habe bei einer meiner engsten Freundinnen übernachtet. Und in der Vergangenheit war bei so gut wie allen Treffen Gift dabei. Wir hatten beide nen anstrengenden Tag. Und da sitzen wir nun zusammen und es kommt : "Ich geh nochmal schnell raus und hol Bier oder Wein?" Und ich mega ins stocken geraten...OBWOHL mir schwante das die Situation kommt und OBWOHL ich mir was zurechtgelegt hatte ODER aber wirklich mit offenen Karten spiele. Eins von beiden wird's sein. Entweder ne "Ausrede" oder gleich die Wahrheit. Hauptsache ich lass die Finger von dem Zeuch.
Ich bin nen Moment erstarrt.
Und das einzige was ich rausbrachte war, dass ich keine Lust auf Alk habe. Sie aber ruhig was trinken kann. Man eh...ich habs einfach nicht gepackt, alles zurechtgelegte vergessen und einfach nen völligen Blackout gehabt.
ABER ich hab nichts angerührt! Saß mit meiner Apfelschorle mit großem Abstand daneben, weil des Zeuch riecht dermaßen krass.
Es war nicht einfach gestern. Gar nicht. Würde ich sagen sooooo schlimm war es ja auch nicht daneben zu sitzen würde ich lügen. Es war schlimm. Es war anstrengend. Und plötzlich war die Stimme im Kopf und sagt: "Shit, ich kann mein ganzes Leben nicht mehr trinken. Wie soll das gehen? Wie verbringe ich die Zeit mit meinen Freunden? Werden mich alle für spießig und langweilig halten? Wollen die dann überhaupt noch mit mir Feiern???????"
Wie dämlich der Gedanke eigentlich ist, denn meine Freunde sind keine 1. keine Alkis. (Gott sei dank!!) Und wir haben auch in der Vergangenheit selbstverständlich Zeit ohne Alk verbracht. 2. lieben sich mich und ich sie. Niemals würden sie mich "verstoßen", nur weil ich lieber ne Saftschorle in mich kippe als Giftzeuch. Das sage ich aus tiefster Überzeugung.
UND: Wir hatten gestern wie immer ne super Zeit zusammen, schöne tiefe Gespräche, viel gelacht. AHA es geht auch ohne Alk. (Zumindest bei mir und Freundin hat nur 1 Glas getrunken).
Ich weiß aber auch das ich sehr sehr vorsichtig gerade sein muss...und ich weiß auch, dass ich das was du geschrieben hast, liebe Cadda , in Angriff nehmen MUSS.
Es ärgert mich maßlos, dass ich mich so schäme. Ich freue mich sehr auf meinen Arzttermin am Freitag. Vielleicht gibt mir das noch einen Ruck.
Ich weiß nämlich auch gerade folgendes nicht...spielt mein Hirn gerade wieder mit mir? Also halte ich mir unbewusst Hintertüren offen oder ist es wirklich nur die Scham , die mich davon abhält? Ich wollte gestern nichts trinken, weil ich nicht kann und weil es das Ende von 15 tollen Tagen bedeuten würde, weil ich stark bleiben will und weil ich dieser Krankheit nicht mal ansatzweise die Chance geben will wieder Überhand über mich gewinnen zu lassen. Aber hab ich ihr gestern nicht doch ne Chance geboten?
Mir gehts ja eigentlich gut. Und ich bin sau stolz, dass ich eben nichts angerührt hab gestern...aber iwas ist gerade los mit mir...ich kann es nicht einordnen.
Mich macht das gerade etwas fertig...was sagt ihr Langzeit Trockenen dazu?

Grüßelis!

Cadda hat geschrieben:
24.01.2021, 16:54
Letzten Sonntag bin ich mit meinem To-Go-Becher ne Runde spazieren gegangen. Herrlich
Was ne tolle Sache! Das mach ich auch demnächst und schick dir in Gedanken nen Gruß!
Sind diese kleinen Dinge im Leben, ne?

Cadda
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Re: Dann fang ich mal an..

Beitrag von Cadda » 25.01.2021, 14:21

Hallo Thena,
Du weißt selbst, dass die Situation gefährlich war, auch wenn Du es geschafft hast. Ich denke gerade darüber schon eine kleine Weile nach und sag Dir mal meine Gedanken bzw. bisherigen Erfahrungen dazu.

Ich kenne Situationen, in denen ich z.B. auf einem Geburtstag war und etwas getrunken wurde. Als ich damals versuchte, „heimlich“ trocken zu werden, hab ich solche Situationen mal gemeistert, bin aber letztendlich irgendwann wieder eingeknickt. Krähte ja kein Hahn nach und ich selbst hab’s mir schön geredet, indem ich wieder mal eine super Lösung für mich entwickelt hatte (nur noch am WE trinken, nur noch Alter usw.).

Als ich dann soweit war, bin ich es anders angegangen. Mein Thread heißt passend hierzu „Hintertürchen geschlossen“ und so war es auch. Wenn ich dann mal bei einem Geburtstag saß oder sitze und etwas getrunken wird, dann brauch ich mir gar nicht erst Gedanken machen, ob ich nicht doch etwas trinken möchte. Jeder weiß Bescheid und wäre quasi live bei einem Rückfall in der ersten Reihe dabei :-) Am Anfang hat mir das geholfen. Ich habe Sicherheit dadurch gehabt. Dadurch hab ich mich dann auch gar nicht mit dem Alkohol befasst.

Zuerst sollte man Veranstaltungen vermeiden. Wenn ich aber auf einer war, dann wie oben beschrieben.

Und zur Situation bei Dir gestern... wenn Deine Freundin gewusst hätte, dass Du zukünftig abstinent leben willst, hätte sie selbst vermutlich auch nichts alkoholisches getrunken. Wenn ich mich allein, außerhalb einer Veranstaltung mit meinen Freundinnen treffe, trinken sie auch nichts. Das hat sich so eingebürgert.

Du musst Dich nicht schämen! Du musst das auch gar nicht dramatisieren, wenn Du es erzählst. „Du, wie Du vielleicht weißt, hab ich in meinem Leben mehr als genug getrunken. Ich hab gemerkt, dass ich da irgendwie in eine Abhängigkeit gerutscht bin und da hab ich ja mal so gar keinen Bock drauf. Ich möchte deshalb zukünftig nichts mehr trinken. Das mache ich nun auch schon seit .... Wochen und werde es definitiv beibehalten, weil es mir total gut tut. Aber ich nehm gern ne warme Milch mit Honig“ :-D

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