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Was wenn ich trotzdem Balsamico Creme esse?

Liste von alkoholhaltigen Lebensmitteln und alle Themen um Lebensmittel, kochen, backen und alkoholfreien Getränken

Moderator: Moderatoren

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K.U.D.68

Beitrag von K.U.D.68 » 26.07.2011, 13:26

Hallo Freyjer
warum die Schärfe.Wenn das für dich kein Problem ist Senf usw. zu konsumieren ist doch alles in Ordnung.
Es kann/muß aber keinen Rückfall auslösen.
Da sollte jeder selber seine Grenze ziehen.

Spedi

Beitrag von Spedi » 26.07.2011, 13:35

Servus Freyja,

nun, ich versuche es mal damit. Vielleicht wird Dir dann bewusst, warum manche von uns (ich auch!) gerade bei diesem Thema sehr zur Vorsicht raten.


1. Senf, handelsüblich. Ist in der Masse der Fälle mit Branntweinessig versetzt.
2. Ketchup, handelsüblich. Ist in der Masse der Fälle mit Branntweinessig versetzt.
3. Cocktailsauce. Ist in der Masse der Fälle mit Branntweinessig versetzt sowie mit Aroma und/oder anderem Alkohol angereichert.
4. Wodkasauce. Selbsterklärend.
5. Weißweisauce. Selbsterklärend.


So, bei welchem Produkt ziehst Du die Grenze? In allen ist der gleiche Bestandteil "Alkohol" enthalten, wenn auch in unterschiedlichen Mengen.

Macht es also die Menge aus? Wenn ja, hiesse das dann, ein bisschen Alkohol "geht"?

-------------

Hier breche ich absichtlich ab, denn wie Du siehst, kann jede(r), der das möchte, sich so eine "Brücke" bauen und für sich die "Ungefährlichkeit" des Alkohols "begründen".

Wir sind hier aber der Meinung, Alkohol ist Alkohol, und wir können Alkoholiker nur generell warnen, im trockenen Leben erst gar nciht mit Alkohol in Berührung zu kommen. Alles Andere zu vermitteln wäre fahrlässig, falsch und verantwortungslos.

LG
Spedi

Freyja
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Beitrag von Freyja » 26.07.2011, 13:44

Danke für eure Geduld.

Hallo Spedi!!!

Danke, mit der Antwort kann ich leben.

Ich musste das verstehen, um für mich meinen Weg zu finden...

Für mich ist das alles noch neu und echt nicht einfach...


Ich hätte nie gedacht, auf was man alles achten kann, oder soll...

Ich werde mir das genau überlegen, wie ich das weiter handhaben werde, und wo meine Grenzen sind.
Ich denke das wichtigste an der Stelle ist, dass einem die eigenen Grenzen klar sind.

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 26.07.2011, 14:00

glück auf nochmal

ich freu mich, dass du s genau wissen und begreifen willst. ich halt dich weder für naiv noch für dumm oder aufdringlich. ich will auch immer alles genau wissen.
Freyja hat geschrieben: Vielleicht kann es mir doch nochmal jemand erklären??? Sorry...
es ist meines wissens so, dass sich bei alkoholkranken sogenannte "rezeptoren" blilden (die wer gesundes nich hat) an diese rezeptoren können auch vesrschiedene medis (z.b. barbiturate) "andocken. das andocken löst n körperliches, (fast) unbezwingbares verlangen nach alk (im forum oft als saufdruck benannt) aus. ! wie gesagt >körperlich< unabhängig von geschmack, geruch oder gefühl, diese wiederum können "triggern" also n psychisches verlangen (weils so gut geschmeckt hat usw.) auslösen.
wieviel alk nötig ist (wieviele messerspitzen voll senf) kann jeder selber rausfinden - ich machs nich. rausfinden, austesten usw. is immer gefährlich.

viel spass beim lernen

:D
matthias

pirc
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Beitrag von pirc » 26.07.2011, 19:51

Hallo zusammen,

ich finde die Diskussion über solche Lebensmittel immer wieder wichtig und interessant und möchte hier mal noch eine Frage dazu stellen.
Soweit ich weiss ist in fast allen Obstsäften (frisch gekauft und ungeöffnet) bis zu 0,5 % Alkohol enthalten und auch im frischen Obst aus dem Supermarkt sind Alkoholspuren zu finden. Wie geht ihr damit um?

Schönen Tag :D

Freyja
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Beitrag von Freyja » 27.07.2011, 00:01

Hallo Matthias!

Danke für deine Antwort. Nur tauchen da für mich noch mehr Fragen auf!

Einmal die von pirc: Wie passt der Alkohol in Früchten und Säften zu der Sache mit den Rezeptoren?

Die andere Frage: Wenn diese Rezeptoren nur Alkoholkranke haben, wann bilden sich die? Woher weiß ich, dass ich die überhaupt habe? Es hat nicht jeder gleichviel und gleichlang getrunken... Hat man dann unterschiedlich viele solcher Rezeptoren, oder wie kann ich mir das vorstellen?

Ich weiß schon, die zweite Frage resultiert wieder hauptsächlich aus meinem Problem heraus meine Krankheit als solche zu akzeptieren...

Aber vielleicht gehört das Verstehen von allem dazu.

Spedi

Beitrag von Spedi » 27.07.2011, 07:11

Servus pirc,

das ist Märchenstunde:
Soweit ich weiss ist in fast allen Obstsäften (frisch gekauft und ungeöffnet) bis zu 0,5 % Alkohol enthalten
Als Konservierungsstoff ist Alkohol zwar sehr beliebt, wird jedoch von der Getränkeindustrie nicht gerne in Säften verwendet, weil er dort andere unerwünschte Effekte auslöst. Ausnahme: z.B. Smoothies mit hohem Fruchtfleischanteil. Da wird das schon eher gemacht.

Obst (oder Saft) der durch "natürliche Gärung" Alkohol entwickelt, riecht und schmeckt bereits bei 0,5 Vol.-% Alkohol eindeutig anders und unnatürlich. Das mag kaum jemand noch konsumieren.

Alkoholspuren sind auch z.B. in Brot vorhanden, da ja im Sauerteig ein natürlicher (Hefe-)Gärungsprozess das Augehen des Teiges bewirkt.

Wie der Einzelne damit umgeht muss er/sie selbst wissen.

@Freyja: Die Rezeptoren hat jede(r), der seinen "point of no return" überschritten hat. Trinkmenge, Trinkdauer und Art des Getränks sind dann egal. Hier gillt klassisches "schwarz-weiss". Haben oder Nichthaben.

LG
Spedi

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 27.07.2011, 09:54

glück auf freyja

"rezeptoren" hhhmmmmm - spedi hat ja schon kurz und knapp geantwortet. für die meisten alkoholkranken reicht es zu wissen, dass es so is - und gut. für leute wie du und ich, die zwar üüüüüberhaupt nich neugierig sin, nur eben alles wissen wollen, reichts eben nich. ich hab mich lange und intensiv mit den zusammenhängen beschäftigt (s gibt paarhundert mehr oder weniger interressante bücher), ich habse nich alle gelesen und aus denen die ich gelesen hab hab ich nich alles verstanden. mitlerweile gibts auch viele seiten im www < die dürfmer aber (aus rechtlichen gründen) hier nich verlinken, wollnmer auch nich und is auch nich nötig. s forum is ne selbsthilfeguppe und kein wissenschaftlicher diskudierklub. jeder kann selber im netz stöbern.
der witz is, dass sich fast alle wissenschaftler gegenseitig widersprechen.

"rezeptoren" haben möglicherweise auch "gesunde" (aber nich so viele wie wir). "rezeptoren" entwickeln sich wenn mehr alk konsumiert wird als der körper normalerweise abbauen kann, dadurch wird n körpereigenes "notfallprogramm" "gesteuert" (wohin mit dem vielen gift?). "rezeptoren" (und zwar die gleichen) werden aber auch bei z.b. medikamentenmißbrauch (berbiturate) gebildet.
das hinterhältige an den "rezeptoren" is, dass die wennse erstmal da sind "richtiggehend fordern" besetzt zu werden. < daher die entzugserscheinungen, wenn der alk wegbleibt. die "rezeptoren" können sich darann "gewöhnen" nicht besetzt zu werden > deshalb die entwöhnungsbehandlung (lzt).
soweit erstmal was ich mir mit meinem beschränkten vestand zusammengereimt hab. wie schon geschrieben es ist ein sehr umfangreiches thema.

viel spass beim lernen und ne schöne trockenzeit

:D
matthias

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