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Mein Leben - Projekt Neuanfang

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.

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Linde66
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Beitrag von Linde66 » 06.09.2013, 14:41

Huhu Pleja,

finde ich toll, daß du auch wieder im offenen zu lesen bist. :)

Lieber Gruß, Linde

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 06.09.2013, 15:54

Ich finde es auch gut, das Du zusätzlich nun auch wieder im offenen Bereich schreibst, Pleja.

Deine Zusammenfassung beschreibt keine "Phönix-aus-der-Asche-Nummer", okay.
Aber ich weiß, wie sehr Du oftmals gegen Dich selbst gekämpft hast.
Du hast die Alk-Sucht bis heute stoppen können, Du bist auch aus der WoW-Sache wieder rausgekommen.
Und hast andere schwierige Dinge in Angriff genommen.
Du bist ja auf dem Weg!
Und Du hast doch weitere Pläne.
Und so nach und nach wirst Du sie auch umsetzten.
Das mit dem Studium wird sich klären.

Auch wenn Du es nicht glaubst, ich finde, Du hast viel erreicht.
Und vor allem erkannt, das bei allen Schwierigkeiten Alk keine Lösung wäre.
So ist es auch.
Außerdem könnten wir eh nie mehr "unbeschwert" saufen, dafür wissen wir zu viel. Die Zeiten sind also eh rum
:wink:

LG Sunshine
die Pleja immer sehr gern liest, weil sie fast immer was dabei lernt :)

Plejaden
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Beitrag von Plejaden » 07.09.2013, 09:25

Hallo ihr zwei, danke nochmal an Linde für das Verschieben! Ich hatte nicht darauf geachtet, in welchem Unterbereich ich den Thread damals erstellt hatte :oops: . Hier passt er besser hin.

Sunshine, das stimmt ja, keine Phönix-aus-der-Asche-Nummer. Heute morgen beim Joggen dachte ich mir aber: Wieso immer nur Erfolgsgeschichten? Auch in den Medien, überall nur Leute, die "es geschafft haben". Was ist eigentlich mit denen, die es nicht geschafft haben?

Gut, auf mich bezogen wäre "nicht geschafft haben" übertrieben ;) , aber ich frage mich das dennoch!

Ich neige immer dazu zu vergessen, was ich mittlerweile alles erreicht habe :oops: . Das mag wirklich daran liegen, dass die Veränderungen am Ehesten innerlich stattgefunden haben, während äußerlich alles gleich geblieben, eher noch schlechter geworden ist.

Und du hast auf jeden Fall Recht, wir werden tatsächlich nie wieder unbeschwert saufen können. Ich habe das schon an anderer Stelle geschrieben, aber seit ich angefangen habe mich mit Alkoholsucht, Co-Abhängigkeit usw. zu beschäftigen, erkenne ich immer mehr, dass ich den Alkohol nicht mehr harmlos und lustig finden kann. Natürlich kann jeder machen was er will ;) , ich selbst will jedenfalls damit nichts mehr zu tun haben, und mir auch nicht einreden lassen, dass Alkohol lustig und harmlos sei.

Hugh, ich habe gesprochen! :mrgreen:

LG
Pleja

Gela10
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Beitrag von Gela10 » 26.09.2013, 11:15

Hallo Pleja,

war auch lange nicht mehr hier und mag mal wieder "hallo" sagen.

2 Dinge sind mir aufgefallen:

Lass mal das "nur" vor dem Master weg, denn weder Bachelor noch Master sind ein Pappenstil!

Hut ab für das 3 mal wöchentlich eine halbe Stunde joggen, denn ich kann mich erinnern, dass wir uns über Sport unterhalten haben und Du gesagt hast, wieviel Überwindung dich jede einzelne Minute davon kostet. Und dennoch hast Du´s durchgezogen und Dir anscheinend ne ordentliche Kondition zugelegt. Wenn das kein Durchhaltevermögen ist, weiß ichs auch nicht. :-)

Gruß Gela

Plejaden
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Beitrag von Plejaden » 28.11.2013, 12:24

Huhu liebe Gela, sorry ich hab deine Antwort irgendwie übersehen :oops: .

Du hast natürlich Recht, das "nur" ist unangemessen. Vielleicht denke ich immer noch, dass diese Dinge selbstverständlich sind.
Das mit dem Joggen wundert mich auch schon fast. Du hast Recht, irgendwo hab ich irgendwie doch noch Durchhaltevermögen :lol: . Das Joggen macht mir inzwischen sogar Spaß, hätte nie gedacht, dass mir das mal passieren könnte. Ich laufe mittlerweile 35 Minuten am Stück, und möchte es den Winter über erstmal dabei belassen.

Mittlerweile hab ich einige Schritte hin zum Master getan und bin auch immer noch dabei alles abzuschließen, so dass ich nur noch die Prüfungen anmelden und ein paar Exkursionstage machen müsste. Trotzdem steht für mich im Moment eher im Vordergrund, die Ursachen meiner dauernden Erschöpfung zu ergründen. Darauf basierend werde ich dann so gegen Ende Januar nächsten Jahres entscheiden, ob ich den Master mache oder das Studium abbreche. Wenn es so bleibt wie jetzt, und nichts gefunden wird oder keine Behandlung anschlägt, werde ich den Master nicht schaffen können.

Ich fühle mich diesbezüglich so, als hätte ich mich zwei Jahre auf einen Marathon vorbereitet, und mir dann eine Woche vorher ein Bein gebrochen. Ich kann natürlich trotzdem mit Krücken an den Start gehen ;) , aber niemand würde ernsthaft erwarten, dass ich die 42 Kilometer schaffen werde.

Nun, daneben gab es dann bei mir noch einen kleinen Todesfall: Einer meiner Wellensittiche ist leider verstorben :( . Gestern habe ich dann endlich einen neuen Partner für den verwitwerten Vogel gefunden, und hoffe jetzt, dass mit den beiden Spätzchen alles gut geht und sie sich gut vertragen.

Soviel erstmal von mir, über der "Phönix-aus-der-Asche-Nummer" brüte ich übrigens immer noch ;)

LG
Pleja

Plejaden
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Beitrag von Plejaden » 05.01.2014, 12:35

Huhu zusammen,

puuuh, alles recht verstaubt hier *durchfeudel*. Das hat allerdings auch seinen Grund, denn in den letzten Wochen hat sich einiges bei mir getan!

Zunächst ist es nun sicher, dass ich das Studium abbrechen werde. Das Thema meines Studiums interessiert mich zwar sehr, aber ich merke, dass das beruflich nicht mein Weg ist. Ich bin nicht mit absolutem Feuereifer bei der Sache, und das ist in meinen Fächern (Kunstgeschichte und Archäologie) absolut nötig, um später mal überhaupt die Chance auf einen Arbeitsplatz zu haben.
Dazu kommt, dass in diesen Fächern traditionell die Tassen hoch gehen (Bacchus lässt grüßen :roll: ), und das ist keine Umgebung, der ich mir aussetzen will.

Jetzt bereite ich an dieser Front meine Bewerbungsunterlagen vor, vielleicht hole ich mir da auch noch ein paar Ratschläge ein. Nachdem ich einen Beruf gefunden habe, steht endlich (!) der Auszug von Zuhause an - ich merke, dass es mich zunehmend krank macht mit meinen Eltern in einem Haus zu wohnen. Ich habe zwar meine eigene Wohnung, aber es macht trotzdem was mit mir.

Ansonsten hab ich die Feiertage recht gut rumgekriegt, mir diesmal auch nur fast den Magen ruiniert (Weihnachtsgelage lässt grüßen :roll: ) und dieses Silvester wieder keinen Saufdruck gehabt. Und das, obwohl mir den ganzen Silvesterabend über recht melancholisch zumute war; aber im Moment sind bei mir auch eher gute Gefühle gefährlich, als schlechte.

Soviel erstmal von mir.

LG
Pleja

inbetween
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Beitrag von inbetween » 05.01.2014, 12:56

Hallo Pleja,

wie schön, dass du auch mal hier im Offenen wieder unterwegs bist :)
Ich habe gerade deine letzten beiden Einträge hier gelesen und finde, du klingst sehr positiv.

Ich hoffe du nimmst mir das jetzt nicht übel - ich kann absolut nachvollziehen, dass du zu dem Schluss gekommen bist, dass der im Studium eingeschlagene Weg letztendlich nichts für dich ist bzw. keine Zukunft hat, aber so wie du das schreibst, stehst du doch kurz vorm Abschluss? So lange würde das mit den Prüfungen dann doch auch nicht mehr dauern?
Also kurz: warum willst du dir den Weg zurück in die Archäologie und Kunstgeschichte nicht mit einem Abschluss zumindest mal offen halten, wo du schon so weit gekommen bist?

Viele liebe Grüße, auch an die Flauschies von
Lea

inbetween
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Beitrag von inbetween » 05.01.2014, 13:16

Nochmal hallo,

also, ich habe jetzt noch die weiter zurückliegenden Einträge gelesen.
Das klingt schon nach einem ziemlichen Kampf, wie du es beschreibst :( Was mir ein bisschen Stirnrunzeln gemacht hat, ist der Beigeschmack einer Niederlage (z.B. wenn du die jetzige Situation mit der Leichtigkeit des Bachelor vergleichst). Deswegen wollte ich dich einfach ermutigen, es vielleicht doch zu versuchen, denn was hast du zu verlieren?
Aber deine Gesundheit geht vor!

Viele liebe Grüße von
Lea

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