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Lebendigkeit

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.

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silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 22.06.2015, 08:32

glück auf ilo
Mäuki hat geschrieben: Ich habe einen Therapeuten gefunden.Und dann auch noch an dem Ort ,wo ich demnächst wohnen werde.Im Juli habe ich mein Erstgespräch.Ich bin da sehr froh drüber.
is doch toll.

- kraftpäckl -


schöne zeit

:D
matthias

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 24.06.2015, 19:29

Hallo Matthias,
da hast du dir ja den positivsten Satz herrausgesucht. :)
Aber ist ja auch gut so.......die Tatsache das ich dahin gehe beruhigt mich.
Obwohl ich im Inneren weiß........ich kanns eigentlich nur allein schaffen,
wenn ich es denn schaffe.
Meine teilweise komischen Gedankengänge versteht sowieso niemand.

Danke für das Kraftpäckl :)

LG Ilo

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 25.06.2015, 08:37

glück auf ilo
Mäuki hat geschrieben: da hast du dir ja den positivsten Satz herrausgesucht. :)
ja - das fällt mir ganz leicht - ich hab gelernt mich auf die guten und schönen dinge und sachverhalte zu konzentriern - vieleicht is das mein "erfolgsrezept"?

umärmelung und daumen gedrückt

schöne zeit

:D
matthias

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 30.06.2015, 20:06

Ja Matthias,
is was wahres dran an deinen Worten.
Mein Kopf versteht das aber nicht immer.
Vielen Dank,
LG Ilo :)

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 11.07.2015, 18:29

Hallo,ich war Donnerstag zum Erstgespräch bei einem Therapeuten. So war er ganz nett,aber einmal ,oder zweimal war ich richtig sauer.Ich erzählte ihm das ich so wütend bin auf die Ärzte/Therapeuten von früher,weil sie mir meiner Meinung nach mich nicht richtig unterstützt haben,in Anbetracht der taten.Keiner sagte jemals was von Traumatherapie .......oder vielleicht Anzeige(da lebte mein Vater ja noch ).Und was sagte er?Er sagte aber sie haben ja auch nichts gemacht..........Ich sagte ja ich konnte auch nicht,mir gings schlecht,ich konnte damals die Dinge noch nicht so zuordnen. Aber sie haben doch sonst alles geschafft sagte er...........................AAAAAHHHH,ich könnte jetzt noch schreien.Irgendwann fragte er ob meine Kinder sich Sorgen machen wegen mir.Ich weiß es nicht. Ob wir nicht reden könnten? NATÜRLICH können wir reden,ich will ihnen aber nicht immer mein Leid vor die Füße werfen. Ich erzählte von den vielen Dingen in meinem Leben ,die mir passiert sind.Alles habe ich aus Zeitgründen nicht geschafft. Er meint er weiß nicht ob das ambulant zu schaffen ist. Als ich ihm erzählte das ich nicht mehr so viel machen kann,aufgrund schneller Erschöpfung.........redete er schon von ambulanter Wohngruppe.Meinte dann wäre es ja schwierig,den Haushalt,Einkauf usw. zu schaffen...................ich glaube er sah mich schon verwahrlost zu Hause sitzen.SON QUATSCH.Ich schaffe das,ich kanns mir ja einteilen so wie ich kann.Und ich bin ja krankgeschrieben,da hab ich ja mehr Zeit. Nun ja zum Schluß sagte er,das das zu kompakt wäre für ihn........zuviele Probleme.Er glaubt nicht das er es leisten kann.Hat mir jemand anderes empfohlen,den ich jetzt anschreiben werde.Und falls derjenige sich nicht meldet muß ich da Do. anrufen,da ist telefonische Sprechstunde. Am Freitag war ich bei meinem Neurologen.Er war über den Klinikaufenthalt nicht begeistert.Meint er könne meine Beweggründe verstehen aber er findet es nicht sinnvoll für mich.Er meint mein Problem wäre zu schnell zu handeln,ich würde hineininterpretieren das ich den Leuten da egal bin.Er entschuldigt das unvorbereitete seitens des Personal,bezüglich meiner Person ,damit das sie so viel zu tun haben.Ich wäre nicht die einzige. NA UND ? Es geht um mich,ich hab ein Recht darauf kompetent behandelt zu werden und auch darauf das die Ärzte wenn sie mit mir sprechen vorbereitet sind auf mich.Ich finde er hat unrecht. Ich fühle mich unverstanden. In meinem Kopf arbeitet es,ich bereite mich darauf vor es allein zu schaffen.Ich werde nicht viel Unterstützung bekommen.Fast hab ich schon auch kein Bock mehr drauf.Wenn ich einen Therapeuten finde,der mich ein wenig unterstützt,ist es gut und wenn nicht,dann eben nicht. Theoretisch weiß ich viel,es gilt es umzusetzen.Umpolung des Kopfes.Und in allererster Linie mich so anzunehmen wie ich bin. Ich wollte auch nochmal fragen,ob jemand eine Meinung dazu hat ,ob ich meiner Mutter mal haargenau schreibe wie es mir eigentlich geht? Das wars erstmal,LG ILo

atze-5
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Beitrag von atze-5 » 11.11.2015, 20:54

Hi Mäuki,
habe gerade deine Lebensgeschichte gelesen.Ist ja mehr als was ein Mensch
aushalten kann.Ich wünsch Dir viel Kraft in deiner Situation und schreib einfach mal wieder.
Atze

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 17.11.2015, 15:27

Hallo atze der 23,
ich habe dich hier erst gestern gelesen.
Vielen Dank für deine Wünsche,ich hab mich gefreut.
Ein Mensch kann wohl viel aushalten,es gibt sicher Menschen die noch mehr aushalten / aushalten müßen.
Ich hab schon länger nicht mehr geschrieben hier,
weil ich mich selber schon nicht hören kann,
weil ich mich unzumutbar finde.
Selbst meine Schwester sagte zu mir ,sie traut sich mich nicht mehr zu fragen wie es mir geht,weil sie nicht weiß was sie sagen soll.Wir können nicht mehr sprechen.
Vor drei Wochen habe ich meine Mutter ,meine Schwester angerufen.Seitdem hab ich nichts mehr gehört.
Sie wollen mich nicht hören,denke ich.
Sie wollen ihre Show "Heile Welt " weiterspielen.
Ich kann sie nicht mehr spielen.
Ich will das sagen was ich fühle,was ich denke.
Nur will meine Familie das gar nicht wissen.

Ich hatte jetzt 2 Vorgespräche bei einem Therapeuten.Werde weitere haben,alle zwei Monate.Er hat erst in einem Jahr einen Platz frei.
Ich werde Rente beantragen ,mein Arzt glaubt nicht mehr das ich arbeiten kann.Hab auch einen Schwerbehindertenausweis erhalten.GDB 60
In den letzten Wochen mußte ich mich mit starken Suizidgedanken rumquälen.Zur Zeit nicht mehr so.
Ich habe immer noch Ängste,absolut kein Selbstvertrauen,ich mag mich nicht.Ich fühle mich körperlich erschöpft.
Ich versuche an mir zu arbeiten.Ich male noch,manchmal schreibe ich.Ich hab einen Blog erstellt.Letze Woche hab ich mit Yoga angefangen,so für mich zu Hause.Das möchte ich mindestens 3 mal die Woche schaffen.
Aber ich trinke nicht.Ich weiß aber immer noch das ich es nicht tue weil ich nicht allein bin.Ohne meinen Partner würde ich es nicht schaffen.Er ist mein größter Halt.
Ich versuche negative Gedanken nicht zuzulassen. Das ist schwierig,weil sie sich oft verselbstständigen und ich machtlos bin.
Ich will aber nicht aufgeben,aber es kostet Kraft.
Ja so sieht es aus bei mir zur Zeit.
Dir danke ich nochmal das du mich gelesen hast,mich wahrgenommen hast.
Ich wünsche dir eine gute Woche,allen anderen natürlich auch.
LG Mäuki

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