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Lebendigkeit

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.

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Linde66
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Beitrag von Linde66 » 21.04.2015, 09:13

Hallo Mäuki,

ich habe auch so einen Bürokratiemarathon hinter mich gebracht. Es war nicht einfach. Von daher kann ich dich gut verstehen.

Viele liebe Grüße und viel Erfolg bei der Krankenkasse.

Linde

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 26.04.2015, 22:16

Hallo Matthias und Linde,
danke für die lieben Grüße,ich schick welche zurück.
Sorry das es erst so spät passiert,hab es aber schon eher gelesen und mich gefreut.

Hallo auch an alle anderen.
ich konnte es mit der KK klären und sie überzeugen das ich keine Gespräche bei der SB brauche.
Es fällt mir schwer zu schreiben.Ich kann nichts neues berichten.Meine Stimmung ist sehr eingeschränkt.Ängste usw.
Ich mags gar nicht mehr schreiben,ich fühle mich als Belastung.Weiß nicht was ich tun kann das es mir besser geht.
Fühl mich allein und wills auch sein.Keine Lust zu reden.
Melde mich wenn es was neues gibt.
LG Mäuki

Elly
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Beitrag von Elly » 12.05.2015, 01:05

Liebe Ilo,

einen Gruss wollte ich dalassen und Dir damit schreiben,
das ich an Dich denke...

LG Elly

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 13.06.2015, 01:29

Hallo Elly,
lieben Dank dir für den Gruss.........hab mich sehr gefreut.

Ich hab schon länger nicht mehr geschrieben,ich kann mich nur schwer aufraffen.
Letzte Woche Dienstag hab ich einen Anruf bekommen,das ich zwei Tage später zur Aufnahme kommen kann,zu meinem zweiten Klinikaufenthalt.
Letzten Donnerstag Aufnahme.Bin mit schlechtem Gefühl dahin,bin nur ungern von zu Hause weg.Ich habs in Kauf genommen,in der Hoffnung das es mir besser gehen wird.
Freitag Abend habe ich gesagt das ich den nächsten Tag wieder nach Hause gehe.Bin gegen ärztlichen Rat entlassen worden.Es ging mir schlechter dort.Ich habe mich nicht gut aufgehoben gefühlt dort..........all das Elend da,der tägliche Blick auf die Forensik ,das nicht gesehen werden.Ich habe mich in meiner Freiheit eingeschränkt gefühlt.Mußte mich an lächerlichen Regeln halten.Ich mag keine Regeln.
Das schlimmste war ,das ich das Gefühl bekam bestraft zu werden.Ich habe nichts getan,muß von zu Hause weg,bin den Launen der Schwestern ausgesetzt und muß mich teiweise wie ein Kind behandeln lassen.
Ich will das nicht.Werde nie wieder in eine Klinik gehen.
Als ich es am Abend sagte das ich gehen will,
keine Frage.........warum
keine Frage ......wie es mir geht.
Man hat gesehen wie es mir geht.
Am nächsten Tag hat mich dann doch noch eine Schwester gefragt.
(Ich hatte kaum geschlafen.......die Nachtschwester hats nicht interessiert.)
Ich habe meine Gründe aufgeführt außerdem habe ich gesagt,das ich was besseres verdient hätte.
Klingt überheblich........mag sein......ich denke es aber.
Nun bin ich wieder zu Hause,soweit wie vorher.......auf der Suche nach einem ambulanten Therapeuten,der mich wahrnimmt.
Ich fange an Sachen zu packen......wir ziehen im August um.
Vielleicht ein wenig früh anzufangen,aber ich bin immer noch nicht belastbar,schnell erschöpft.Manchmal geht auch gar nichts.........Ängste und Niedergeschlagenheit.
Ich habe daraus gelernt,das ich es selber schaffen muß zum größten Teil.Was mir passiert ist,man hört es sich an..........und weiter gehts.

Ich lebe mit meinen Monstern.........manchmal schlafen sie,
manchmal sind sie ziemlich aktiv und zerren an mir.
So ist es und eigentlich sollte ich anfangen es zu akzeptieren........
ich kenne sie schon ein Leben lang.Ich dachte immer sie gehören zu mir,
aber ich habe Zeiten erlebt wo sie nicht da waren.
Es gefällt mir mehr ,wenn sie nicht da sind.
Was normal ist kann ich nicht sagen...........
sind alltägliche Dinge normal?
Oder sind die kurzen Zeiten ohne die Monster normal?

Kleine gedankliche Verzettelung.........

Lg an alle die mich kennen und an alle die mich lesen
Lg auch an die ,die die Monster kennen..........und sie hoffentlich besiegen konnten.
Ilo

viola
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Beitrag von viola » 13.06.2015, 08:38

Liebe Ilo,

danke für dein Lebenszeichen!

So wie du diesen stationären Aufenthalt schilderst, kann ich dich gut verstehen. Schlimm, wie "egal" die Patienten dort offenbar sind. Dass dir das alles andere als gut tut, ist doch klar. Und um Hilfe zu erhalten und auch annehmen zu können, ist ja ein Minimum an Vertrauen nötig, auch das war offenbar nicht mehr gegeben.

Hast du eigene Regeln? Also Regeln, die du selber für dich gemacht hast und mit denen du gut klar kommst?
Ich kann mir denken, dass eine gewisse Struktur hilfreich sein kann in Krisenzeiten, wenn alles andere verschwimmt. Aber eben eine Struktur, die noch Luft zum Atmen lässt.

Pass auf dich auf auch bei dem Umzug. Neue Räumlichkeiten sind immer auch eine Umbruchzeit für die Seele.
Ich drück dir die Daumen, dass deine Therapeutensuche bald Erfolg hat!

Ich schönes Wochenende dir, trotz allem!
LG viola

Elly
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Beitrag von Elly » 18.06.2015, 00:29

Liebe Ilo,

wie schade, ich hatte wirklich gehofft, das man Dir dort irgendwie helfen und beistehen kann.

Vielleicht ist diese Klinik einfach viel zu gross, um näher auf die Patienten einzugehen.

Das gibt es ja auch bei vielen Firmen, bei denen jeder Angestellte nur noch eine Nummer ist.

Aber vielleicht hast Du auch zu schnell das Handtuch geworfen und hättest erstmal abwarten sollen???

Der behandelnde Arzt war vielleicht zu dem Zeitpunkt nicht im Haus...

Nun, die Entscheidung ist getroffen und ich wünsche Dir, das Du mehr Ruhe findest und auch
einen Therapeuten, der Dir etwas Last von den Schultern nehmen kann.

Liebe Grüsse Elly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 19.06.2015, 08:09

Hallo Ilo,

ich habe gelesen, dass du nie wieder in eine Klinik gehen willst.

Von den Leuten die ich kenne, die in einer Klinik waren, brauchten alle einige Zeit, um sich dort wohler zu fühlen.

Es ist wichtig das Personal etwas näher kennen zu lernen, oft sind Schroffheiten gar nicht böse gemeint, sondern entspringen einfach des Naturells der betreuenden Person oder den kräftezehrenden Umständen dort und erst in einer anderen Situation sieht man dann, dass in dieser Person durchaus noch ganz andere Seiten stecken.

Auch der Anschluss an die Mitpatienten kann nicht von heute auf morgen vonstatten gehen und trägt maßgeblich zum Wohlgefühl bei.

Nichtsdestotrotz glaube ich dir gerne, dass der Ton für dich zu rauh war und du nicht das bekommen hast, was du brauchst.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht in eine antroposophische Klinik zu gehen ?

Meine Kinder habe ich in einem antroposophischen Krankenhaus entbunden und es war wirklich wunderbar.

Die Atmosphäre, die Freundlichkeit und die Qualität der Fürsorge waren herzerwärmend und erste Sahne.

Vielleicht wäre das auch etwas für dich.

Liebe Grüße

Slowly

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 21.06.2015, 14:46

Hallo Viola,Elly,Slowly und alle die hier lesen,
erstmal eine positive Nachricht.Ich habe einen Therapeuten gefunden.Und dann auch noch an dem Ort ,wo ich demnächst wohnen werde.Im Juli habe ich mein Erstgespräch.Ich bin da sehr froh drüber.
Ich glaube nicht Elly das ich zu schnell das Handtuch geworfen habe.Ich denke eher zu spät.Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören müssen und den zweiten Aufenthalt gar nicht erst antreten sollen. Es ist halt nicht jedermanns Sache dort.Vor mir sind noch vier weitere Frauen gegangen,wie ich im nachhinein erfahren habe.
Ich will in keine Klinik mehr,der Entschluß steht fest.Ich werde mein Zuhause ,mein erstes in dem ich mich wirklich wohl fühle ,nicht wieder verlassen.Deswegen Slowly kommt das für mich wohl nicht in Frage.
Ich entwickel dadurch extreme Ängste,fühle mich noch schlechter.
Ich fing an mich dort anzupassen,immer auf der Hut,bloß nichts verkehrt zu machen..........das brauch ich nicht.
Ich habe schon Regeln Viola.........
auch moralisch hohe und manchmal auch irrsinnige. Da muß ich noch dran arbeiten. Ich habe Strukturen für mich entwickelt........haushaltsmäßig...........
Ich bin immer noch erschöpft ,wenn ich zu lange etwas tue.Ich teils mir ein.
Trotzdem bin ich wohl eher flexibel,kann spontan sein,kann Dinge schnell umwerfen,wenn es sein muß.
Und manchmal bin ich auch erstarrt wenn etwas meinen Rhytmus durcheinander bringt.
Ich bin nicht immer gleich.Aber es ist immer meins.
Ich mag keine aufgedrückten Regeln,und schon mal gar keine die mich an meine Kindheit erinnern.
Ich will frei sein.Ich will spontan sein und auch sturr sein.Wie es eben gerade ist.
Der Umzug wird anstrengend werden für mich..glaube ich.
Mein Zuhause zieht aber mit.Und das ist in erster Linie mein Mann und dann meine Dinge die ich schön finde.Die Umgebung ist fremd,aber selbst hier wo ich jetzt wohne ist mir oft noch überall alles fremd.

Ich habe immer noch Ängste,Erschöpfungszustände.Ich weiß aber auch das ich im Grunde nur allein rauskomme.Mein anderes großes Problem ist immer noch ,das ich mich sehr oft nicht mag. Ich male immer noch und dies sehr gerne.Das ist oft eine große Kraftquelle für mich.
Viola,Elly und Slowly ich danke euch das ihr mir geschrieben habt.Ich hoffe bei euch ist alles gut soweit.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag (den Rest davon :) )
LG an alle
Mäuki / Ilo

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