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Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.
Maria
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Beitrag von Maria » 18.01.2018, 12:21

Hallo lieber (mein oller ;-)) Hartmut,

ich freu mich von dir zu lesen zu. Mir geht's da recht ähnlich ich schaue auch auf die "alten" Wegbegleiter und hier ins Forum oft rein und freue mich, wenn sie weiterhin trocken unterwegs sind.

Ja - ich bin weiterhin trocken & fröhlich dabei. Ich liebe das, jeden Tag einen klaren Kopf zu haben und in der Lage zu sein, meine Entscheidungen zu treffen. Die Vorstellung in die Zwänge zurück zu müssen, ist eine wahre Horror-Vorstellung.

Und aus dem Grunde halte das ähnlich wie ClaudiA. Ich investiere liebend gerne meine Energie in die Erhaltung meiner Trockenheit, weil daraus eben alles andere für mich wichtige entspringt.

Nein - es ist nicht jeder Tag voller Geigen & Sonnenschein (im Gegenteil heute fegt sogar ein Sturm mächtig), Aufgaben dürfen/müssen/sollen gelöst werden, manche sind unlösbar, aber dennoch alles besser als der Zwang, saufen zu müssen, keinen Ausweg zu sehen, gefangen zu sein.

Unabhängig geht also schön weiter :-)

Liebe Grüße & bis denne
Maria

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 18.01.2018, 15:31

Hallo Maria,
Nein - es ist nicht jeder Tag voller Geigen & Sonnenschein
Was? Unglaublich :lol: Dachte das es beim weglassen vom Alkohol so ist :D (Humor ) Es freut mich das es dir gut geht und lasse dich nicht vom Sturm beeindrucken . So schnell weht uns nichts weg.

Gruß Hartmut

Barthell
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Beitrag von Barthell » 18.01.2018, 15:53

Hallo Maria,

Schön von dir zu lesen,

deinen Faden hatte ich am Anfang gelesen, dürfte jetzt so knapp anderthalb Jahre her sein, damals noch weil er ja "nur" 3 Seiten hatte.

Jetzt wo er wieder hochgeholt wurde erinnere ich mich wie ich mich noch gefragt habe ob ich da schreiben "darf" weils ja deiner ist...

freut mich, dass du den Weg noch einmal gefunden hast und zeigst, dass jemand der aus dem Forum "wegbleibt" nicht unbedingt verloren ist :)

Grüße

Barthell

Maria
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Beitrag von Maria » 19.01.2018, 09:52

Das stimmt Hartmut, mein oller Moderator :-). (Schön, dass du die Aufgabe wieder übernimmst.) Ich habe mich auch schön an die Empfehlungen gehalten, also auch beim Sturm gestern ;-).
Bin, da ich draußen nichts zu tun hatte, im Haus geblieben, bis Friederike sich ausgetobt hatte.

Barthell, schön von dir zu lesen hier bei mir. Klar darfste, ich habe mich immer gefreut, wenn jemand bei mir geschrieben hat, weil nur so funktioniert das ja mit einer Kommunikation hier. Aber ich glaube dieser Thread ist immer etwas anders verstanden worden, also auch ok ;-).

Ich beschäftige mich nach wie vor mit meiner Sucht, das läuft heute anders, als zu Beginn. Anfangs war es so, dass ich komplett davon voll war (im wahrsten Sinne der Worte) trocken zu werden. Das Gift war ja überall und musste aus alle Ritzen raus. Das ging nur aktiv und nach außen gerichtet. Ich war hier ziemlich schreibend und vor allem fragend unterwegs.

Heute lese ich zunehmend (hier, Berichte, schaue Reportagen, spreche mit Menschen um mich herum), schaue ob das was ich verinnerlicht habe, immer noch mit dem übereinstimmt, oder ob sich meine Sichtweise aufweicht und ich nachjustieren muss.

Vor Kurzem habe ich mal gehört, dass es 21 Tage an wiederkehrender Handlungen dauert bis eine Sache zum Ritual wird, und dann wird diese Aufgabe leichter, weil es als "gegeben" empfunden wird. Die Kürze der Zeit kann ich bei dem trocken werden zwar nicht bestätigen, aber schon, dass immer wiederkehrende Handlungen zur Gewohnheit werden und irgendwann ins Blut übergehen.

Bis denne
Maria

Barthell
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Beitrag von Barthell » 19.01.2018, 10:06

nur aufpassen dass es nicht zur Routine wird...

wie sagen die Extremsportler:

"Wenn du das was wir hier tun nicht machen willst weill es gefährlich ist:
probier's mal mit Routine, die ist tötlich"

da ist en bischen was wahres dran... nicht, dass man keine Rituale haben darf oder immer wiederkehrende Handlungen, ich denke aber wenn man sie bewusst ausführt und vielleicht immer mal wieder was kleines verändert, macht es mehr Spass ;)

Im Kampfsport sagt man, dass es etwa 10.000 Wiederholungen braucht bis eine davon automatisch stattfindet, und weitere 90.000 bis es ein Reflex warden kann.

Maria
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Beitrag von Maria » 19.01.2018, 10:15

Hm... also denkst du da anders?

Routiniert trocken ist eher was es zu vermeiden gilt?

Barthell
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Beitrag von Barthell » 19.01.2018, 10:19

Routiniert im Sinne von: unaufmerksam werden, aufhören daran zu arbeiten ...

Maria
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Beitrag von Maria » 19.01.2018, 10:24

Ja, das sehe ich auch so.

Dranbleiben ist unerlässlich !

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