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Pancho

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.

Moderator: Moderatoren

Carl Friedrich
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Re: Pancho

Beitrag von Carl Friedrich » 18.07.2018, 17:39

Pancho hat geschrieben:
18.07.2018, 07:48

Sie waren nicht wirklich doll betrunken, aber auch ein ganzes Stück entfernt von Nüchternheit, und das fällt einem dann einfach alles wahnsinnig auf.
Die Wiederholungen im Gespräch, der etwas stiere Blick, etc. ...
Hallo Pancho!

Genau so ist es. Deshalb ziehe ich mich zurück, wenn Leute mehr als 1-2 Glas Bier/Wein/Sekt trinken. Dann werden mir so Herrschaften lästig. Das muss und will ich mir nicht antun.

Wie schrieb ein früheres Mitglied mal absolut zutreffend: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Und daran halte ich mich, so gut es eben geht.

Gruß
Carl Friedrich

Pancho
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Re: Pancho

Beitrag von Pancho » 27.07.2018, 08:03

@Carl Friedrich

Ja, irgendwie wird man doch sehr sensibilisiert.
Vielleicht ist es auch dieses Erschrecken darüber, wie schnell der Alkohol seine Wirkung entfaltet und die Kontrolle übernimmt bzw. dem Trinkenden diese entzieht.
Ich würde gar nicht so drastisch formulieren, dass ich jemanden als lästig empfinde, der ein paar Glas getrunken hat.
Aber es fällt einem eben in der eigenen Nüchternheit auf und man empfindet es sofort als nicht mehr angenehm.

Wer guckt heute noch auf den Mond?
Ich freue mich total drauf.
Wir werden im Garten erst grillen und dann beobachten.

viola
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Re: Pancho

Beitrag von viola » 27.07.2018, 12:56

Hallo Pancho,

da hast du ja eine etwas extreme erste Gartensaison erwischt. Ich gieße auch täglich stundenlang, damit ich meine Pflänzchen hier durch bringe. Natürlich mit Trinkwasser, Regenwasser ist ja nicht vorhanden.

Ich übernachte seit einigen Tagen auf meinem Balkon und werde mir wohl heute einen Wecker stellen, damit ich so um 22:15 Uhr wieder wach werde. Dieser Blut-Mond ist erst in 100.000 Jahren wieder zu sehen, daher muss es heute sein.
Morgen habe ich eine Familienfeier, natürlich wird da auch Alkohol getrunken. Ich kann mich aber zum Glück jederzeit zurückziehen, und das werde ich sicherlich auch frühzeitig tun.

Schöne Grüße an dich, von Viola

Pancho
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Re: Pancho

Beitrag von Pancho » 28.07.2018, 07:50

Wie war's denn bei dir, Viola?
Hier hingen die Wolken am Horizont und bis ca. 23 Uhr war nichts zu sehen, aber wir haben ausgeharrt und konnten dann noch schön das Austreten des Schattens in voller Pracht bewundern.
Wir waren oben auf dem Berg, und es wäre auch ohne Mondfinsternis toll gewesen.
Da ich ja meist recht früh schlafen gehe, hatte ich das lange nicht.
So unterm Sternenhimmel zu liegen macht was mit einem.

Liebe Grüße zurück
Robert

Pancho
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Re: Pancho

Beitrag von Pancho » 12.11.2018, 09:19

Ist eine ganze Weile her seit meinem letzten Post.
Mal war viel los, mal war ich unterwegs, aber meistens hatte ich schlichtweg keine Lust zu schreiben und sah keinen Grund, mich dazu zu zwingen.
Vielleicht erhöht sich die Frequenz ja wieder jetzt im Winter ...

Eher zufällig habe ich heute früh festgestellt (und das war dann auch der Anlass, mich hier mal wieder zu melden), dass ich seit letztem Freitag drei Jahre trocken bin, was mich doch ein wenig überrascht hat (dass schon so viel Zeit vergangen ist).

Es ist schon seltsam: Die Vorstellung, ein Leben ohne Alkohol zu führen, lag damals so fernab jeder Realität, war so absurd und machte so unglaublich viel Angst, dass es heute fast lächerlich wirkt.
Und heute ist ein Zurück undenkbar.

Das erste Jahr war nicht einfach, viele Dinge brauchen auch Zeit und so mancher Gewinn an Lebensqualität wird einem erst nach einer Weile richtig bewusst.
Allen, die noch am Anfang stehen, die hadern und sich fragen, wo die Veränderungen bleiben, möchte ich hiermit Mut machen.
Vieles braucht Zeit, aber vieles wird einfacher mit der Zeit.
Hört nicht nur auf zu trinken, sondern nehmt dieses Ziel zum Anlass, euch zu hinterfragen und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Und vergesst nie, warum ihr aufhören wolltet zu trinken.

Ich freue mich auf weitere Jahre, es gibt immer noch Träume und Wünsche, die allerdings keinen Erwartungsdruck bei mir aufbauen.
Ich bin zufrieden.

Cadda
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Re: Pancho

Beitrag von Cadda » 12.11.2018, 12:43

Pancho hat geschrieben:
12.11.2018, 09:19

Es ist schon seltsam: Die Vorstellung, ein Leben ohne Alkohol zu führen, lag damals so fernab jeder Realität, war so absurd und machte so unglaublich viel Angst, dass es heute fast lächerlich wirkt.
Und heute ist ein Zurück undenkbar.

Genau das habe ich auch schon oft gedacht! Ich könnte es mir überhaupt nicht vorstellen, ein Leben lang nichts mehr zu trinken. Nun kann ich mir nicht mehr vorstellen, wieder trinken zu müssen.

Cadda
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Re: Pancho

Beitrag von Cadda » 12.11.2018, 12:46

Pancho hat geschrieben:
12.11.2018, 09:19

Und vergesst nie, warum ihr aufhören wolltet zu trinken.
Extrem wichtig, wie ich finde. Ich führe es mir ständig vor Augen!

Liebe Grüße :-)

Carl Friedrich
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Re: Pancho

Beitrag von Carl Friedrich » 12.11.2018, 15:45

Hallo Pancho!

Mein Glückwunsch zum 3-jährigen Leben in Freiheit.

Ja, ich erinnere mich, dass es bei dir anfangs schwierig war, bis Du den für dich richtigen Kurs finden konntest.

Aber irgendwie schwierig ist es bei allen, die versuchen, sich aus der Sucht zu lösen.

Ich habe mal irgendwo gelesen: "Dann ist nichts mehr wie es mal war." Ja, das stimmt.

Gruß
Carl Friedrich

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