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Warum muss ich Stärke zeigen?

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum.
Ein neues Thema bitte erst ab ein Jahr Trockenheit eröffnen.
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sorra
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von sorra » 31.10.2018, 22:29

Hallo Cadda,

von dieser Diskussion, die du ansprichst, weiß ich natürlich nichts.

Es kommt mir so vor, als wolltest du mich willentlich missverstehen.
Ich versuche mich noch einmal zu erklären.
Cadda hat geschrieben:
31.10.2018, 19:29


Wenn das als „Öl ins Feuer“ gießen ausgelegt wird, dann müsste ich ja alles unkommentiert lassen, nur damit eine Auseinandersetzung sofort stoppt.
Ich habe schon geschrieben, dass ich kein Problem in Auseinandersetzungen an sich sehe.

Natürlich bezog sich mein Kommentar auf diesen zynischen Satz, den du nicht angesprochen hast, für mich aber recht offensichtlich und in meinen Augen komplett unnötig war/ist:
Herzlichen Dank dafür und das meine ich ganz ehrlich :)
Ich wollte aber gar nicht so sehr auf einzelne Details von dir eingehen, ich habe ja auch Yvonnes Beiträge kritisiert, die ich nicht in Ordnung finde.
Zu sehr involvieren will/wollte ich mich gar nicht, da es hier anscheinend um Spannungen geht, die recht langwierig und persönlich scheinen. Mir ging es nur um den allgemeinen bissigen Umgangston, (nochmals von beiden Seiten), den ich als unangebracht und gehässig empfand, mehr nicht.

Alles Liebe,
sorra

Cadda
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Cadda » 01.11.2018, 05:53

Hallo Sorra,

Diese primitive Art zu schreiben, ging mir schon mehrfach gegen den Strich. Wie gesagt: Ich beschrieb es Yvonne bereits in ihrem Tagebuch vor einiger Zeit, da kam offensichtlich nicht an, was ich meine.

Deshalb bin ich dankbar, dass sie es hier nochmal so richtig schön vorgemacht hat.

Ja, ich hätte ich mich auch still und leise freuen können, ohne das durch meinen letzten Satz zu zeigen. Sorry, aber soweit reichte meine Diplomatie dann doch nicht.
Dafür war ICH dann mal zu wütend, weil das Thema wie gesagt nicht das erste Mal auf dem Tisch ist.

Penta
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Penta » 02.11.2018, 05:37

Hallo,

vermeintliche Stärke zeigt sich auch im Verlaufe dieses Threads sehr schön, wie ich finde.
Da wird schon mal mit der eigenen Verantwortung so lange wirr umher geworfen, bis das eigene Weltbild wieder passt und nicht mehr zu sehr schmerzt. Das ist meine Interpretation.
Vielleicht ist das ein Grund dafür, warum hier manche nur Stärke zeigen (wollen) und es im Endeffekt gar nicht tun?
Yvonnes regelmäßige Verallgemeinerungen und Abwertungen gegenüber Alkoholikern sind für mich ein Ausdruck von großer Verletzung.
Das erklärt ihre Ausfälle.
Aber es rechtfertigt sie nicht. Denn sie werden dadurch nicht besser.

Ich selbst fühle mich weder stark noch schwach.
Bei mir hat sich im Verlaufe meiner Trockenheit vieles zum Guten und Schönen gewendet. Ich bin rundum glücklich und schäme mich nicht dafür.
Traurig war und bin ich aber auch. Manchmal.
Als rückfallgefähredet schätze ich mich weder wegen meiner Zufriedenheit noch wegen meines Glücks oder der zeitweiligen Trauer ein.
Es ist eher genau das Gegenteil - Glück, Zufriedenheit und die Teilnahme am ganz normalen Leben, das auch Trauer beinhaltet, helfen mir beim trocken bleiben.

Grüße Penta

Yvonne78

Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Yvonne78 » 03.11.2018, 20:24

Naja Leute...es ist hier wie da draussen...Alkoholiker halten zusammen und wollen einfach die andere Seite nicht anhören. Fadenscheinige Ausreden werden erfunden, um sich mit dem Thema nicht auseinander setzen zu müssen...von wegen primitive Art oder Aussetzer. Da lobe ich mir den Gruppenleiter meines Mannes...er hat auch jahrelang gesoffen und es waren Kinder im Spiel. Mittlerweile kann er sich auf die Animositäten der Angehörigen einlassen...auch wenn es mal in Fäkalsprache ausartet. Vor diesem Menschen habe ich Respekt...vor Allem weil er sich nach selbst nach 15 Jahren Abstinenz nicht vormacht, nicht mehr rückfallgefährdet zu sein. Ihr alle seid rückfallgefährdet, bis zum Ende eurer Tage...ich dachte sowas lernt man in der Therapie.
Wie auch immer...wenn ich lese, was ihr hier von euch gebt, dann bestätigt das meine Beobachtungen:der Alki möchte Verständnis und Anerkennung für seine Leistung...erstmal geben...woll? Und anstatt euch an Flohfürzen aufzuhängen und so zu tun, als hättet ihr die Weisheit mit Suppenkellen genascht, sollte ihr mal nicht vergessen, daß es immer wieder Menschen ausserhalb eures Zirkusses gibt, die von einem Alkoholiker gedemütigt, belogen und betrogen werden. Wer sich jetzt schon wieder persönlich angesprochen fühlt...entschuldigung, aber das ist mir jetzt auch egal :-)

Thalia1913
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Thalia1913 » 03.11.2018, 21:05

Hallo Yvonne78,

ich hab deinen letzten Beitrag jetzt gemeldet. Er verstößt nach meiner Ansicht gegen die Netiquette.

Thalia

Cadda
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Cadda » 03.11.2018, 22:33

Danke Thalia, das sehe ich schon seit längerer Zeit genauso.

sorra
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von sorra » 03.11.2018, 23:11

Hallo Yvonne,

Als ich zuerst um einen respektvollen Umgang bat, ging mein Appell vorallem an dich, aber du hast mich komplett ignoriert. Diesmal schreibe ich direkt an dich und ausführlicher.

Du betreibst ja regelrecht boshafte Schikane hier, wie so manch einer populistische Hetze. Da wird ganz ähnliche Rhetorik betrieben, die Beliebtheit sich so auszudrücken scheint sich ja überall auszubreiten.

Ich finde es gut, dass Thalia deinen Beitrag gemeldet hat und um ehrlich zu sein, hätte ich an der Stelle der Anderen den vorletzten Beitrag auch schon gemeldet. Es waren einige Sätze dabei die nicht nur bewusst verletzend und fast schon diskriminierend waren, sondern schlichtweg unwahr. Hier sollten meiner Ansicht nach klare grundregelnde Grenzen herrschen.

Da du deine Meinungen stark damit begründest, dass das die Stimme der Angehörigen ist, die von Alkoholikern einfach nicht gehört werden will, möchte ich dir bewusst als Angehörige grundlegend widersprechen und das mit folgenden Beispielen konkretisieren.

--------------------------
Yvonne78 hat geschrieben: Alkoholiker halten zusammen und wollen einfach die andere Seite nicht anhören.
Nach Trump'scher Manier setzt du dich nicht mehr der Kritik die von den Anderen (offenbar schon länger) kommt, ernsthaft auseinander, sondern benutzt die Schuldfrage, indem du die Anderen beschuldigst die "Wahrheit" nicht akzeptieren zu wollen, welche ja nur deine Sichtweise ist, aber von dir als etwas Unumstößliches verkauft wird.
Yvonne78 hat geschrieben: Ich werde mir weder von Sunshine oder Cadda hier meine Meinung verbieten lassen
Yvonne, es geht hier nicht um Verbot.
Wenn du dich an die Forenregeln hälst, kannst du schreiben, was du möchtest, niemand wird und kann es verbieten, du bist kein Kind, die anderen nicht deine Eltern. Du versuchst sie und dich selbst damit in diese Positionen zu drängen. Deshalb ist deine pathetische Ansage vollkommen fehlgegriffen.
Yvonne78 hat geschrieben: und wenn ihr euch persönlich angegriffen fühlt....ja dann würde ich mal darüber nachdenken!
Hier eine schöne Umkehrung, damit die Verantwortung von dir wegkommt.
Ich habe das Gefühl ganz grundsätzliche Dinge fehlen hier:
Wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt, wegen etwas was du gesagt oder geschrieben hast, dann bist du die jenige die nachdenken sollte, ob das was du gesagt oder geschrieben hast, so gut und richtig war. Wieso sollten die, die sich verletzt fühlen, darüber nachdenken? Weil sie zu "empfindlich" sind?
Siehst du das wirklich so?
Diese Aussage von dir überrascht mich doch sehr, denn nach deinen Beschreibungen mit deinen Ex-Mann, solltest du ganz genau solche Situationen kennen, in denen man ungerecht behandelt wird und danach auch noch behauptet wird, man ist selber Schuld daran und hätte dieses Verhalten provoziert und damit verdient.

Wenn dir mehrere Leute schon einstimmig sagen, dass sie es nicht akzeptabel finden, wie du über sie bzw. der Gruppe der sie angehören sprichst, solltest du das wirklich als Signal sehen, etwas in dich zu gehen und über dein Verhalten zu reflektieren.
Kritisieren ist nicht Verbieten, und Reflektieren ist nichts Schlechtes. Man kann auch seine Meinung behalten und ausdrücken, ohne andere dabei automatisch anzugreifen. Wenn man es nicht kann, kann (und sollte) man es lernen.

Jedoch machst du das nicht sondern:
Yvonne78 hat geschrieben: Fadenscheinige Ausreden werden erfunden, um sich mit dem Thema nicht auseinander setzen zu müssen.
wie zum Beispiel:
Yvonne78 hat geschrieben: Entschuldigt die harten Worte...ich wurde so gemacht :-(
Dieser Satz war eigentlich der Erste, der mich extrem gestört hat und den ich problematisch finde. Was soll das eigentlich heißen, du wurdest so "gemacht"? Bist du ein Stück Ton oder Frankenstein?
Ein willenloses Produkt deiner Umwelt?

Und es kommt nochmals:
Yvonne78 hat geschrieben: Was du nicht begreifst ist schlicht, daß Menschen wie ich so werden wegen Menschen wie dir.
Ich denke, hier liegt das Grundproblem. Mit dieser Einstellung scheinst du dein ganzes Verhalten zu legitimieren. "Der Alkoholiker" ist an allem schuld, deshalb muss er das aushalten, denn die armen Angehörigen mussten es ja auch aushalten. Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Du erinnerst mich an diese Leute, die für alles was in ihrem Leben falsch läuft, ihren Eltern die Schuld geben, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Nur machst du es mit deinem Ex-Mann bzw. den anderen Forenteilnehmer.
Dein Schmerz ist real und legitim, aber keine Freikarte, um sich so aufzuführen. Man kann übrigens auch beides sein und ich denke bei dir trifft es zu: Opfer und Täter.
Jemand der andere misshandelt, kann das auch nicht damit rechtfertigen, dass er in der Vergangenheit misshandelt worden ist. Und deshalb dazu "getrieben" bzw. "gezwugen" wurde.
Dieses "ich wurde so gemacht", würde bedeuten, dass du so beleidigend schreiben musst und keine Wahl hast. Es gibt unzählige Menschen, denen viel Leid angetan worden ist, bestimmt auch viele hier im Forum, die es auch schaffen, zu kommunizieren, ohne andere dabei anzugreifen. Deine Vergangenheit ist keine Rechtfertigung oder Freikarte, man hat immer eine Wahl.

Vorallem aber, wie mir wohl alle hier zustimmen werden, braucht es für ein Umändern, erstmals den Willen dazu.
Vielleicht ist dir dieser Beitrag ja auch egal, ich hoffe es ist aber nicht so.

Alles Liebe,
sorra

Morgenrot
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Re: Warum muss ich Stärke zeigen?

Beitrag von Morgenrot » 03.11.2018, 23:11

hallo Yvonne,

ich bin Angehörige so wie du.
Ich finde es unerhört wie du über Menschen hier schreibst. wir sind hier alle in erster Linie Menschen und da gehört ein gewisses Maß an Anstand mit dazu.
Ich habe auch sehr unter der Trinkerei meines Mannes gelitten, aber mir würde es nicht im Traum einfallen so über ihn und andere Alkoholiker herzuziehen.
Ich jedenfalls verbitte mir diesen Ton von dir auf das entschiedenste und verwarne dich hiermit.
Bei erneuten Åußerungen in diesem Ton, werden wir in der Forenleitung entscheiden, wie es weiter geht.
Ich sage dir noch was.
Du benimmst dich genauso wie ein nasser Alkoholiker, der gibt immer anderen die Schuld. Nichts andres tust du hier, es wäre sinnvoll auch an sich selbst zuarbeiten. Du steckst tief in der Coabhängigkeit und bist keineswegs eine ehemalige CO wie du so oft betonst.

Gruß morgenrot

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