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Konfrontationstherapie?

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.
Außerdem gibt es noch eine Liste mit Hilfsangeboten zum Thema

Moderator: Moderatoren

Gänger

Beitrag von Gänger » 08.07.2008, 00:12

Hi Michael,

danke für deine Bemühungen. Ich weiß das wirklich zu schätzen. Aber jetzt geh ich erst mal schlafen und denke morgen weiter darüber nach...oder auch nicht.

Wünsch dir noch einen schönen Abend,

Oliver

Andi

Beitrag von Andi » 08.07.2008, 06:56

Hallo,
also ich habe mir eben dieses Video einmal angeschaut,und halte davon überhaupt nichts,aber dieses ist meine Meinung.

Alleine schon das Wort Konfrontationstherapie,stösst mir persönlich sauer auf!

Auch habe ich schon von Langzeittherapien gehört,wo dann in Kneipen gegangen wird,um die Konfrontation zu suchen,und um zu schauen wie oder ob das Suchtgedächtnis anspringt.

Dann kann ich mir gleich ne Buddel Korn in Kühlschrank stellen,um zu gucken was dann passiert,oder mich in die Kneipe am Tresen setzen und mir ein Wasser bestellen.

Ich persönlich,aber betreibe für mich Risikominimierung,insofern ist alles oben genannte für mich undenkbar!!

Den tiefergehenden Sinn mag ich in den Ansätzen schon verstanden haben,aber persönlich halte ich davon überhaupt nichts,aber was für mich nicht gut ist,ist für andere ja nicht unbedingt genauso.

Gruß Andi

Jürgen
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Beitrag von Jürgen » 08.07.2008, 11:17

Hallo Oliver,
laß dich nicht verunsichern von solchen Berichten, vielleicht wird der Bericht ja von einer Wodkafirma gesponsert.
Man muss sich auch von dem Gedanken verabschieden für uns gäbe es eine Heilung.
Wir sind Alkoholiker und bleiben es, nur bin ich trockener Alkoholiker und dementsprechend handele und lebe ich.
Alles andere ist Augenwischerei.
Aber solche Therapien bei Alkohol und Drogen halte ich für unverantwortlich und sehr gefährlich.
Und oft hilft eine Nacht drüber geschlafen und es sieht am nächsten Tag ganz anders aus.
LG
Jürgen

dorothea
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Registriert: 26.08.2006, 18:37

Beitrag von dorothea » 12.07.2008, 14:24

so nu hab ich mir das auch mal angeschaut und ich denke wie blizzard und luhmo.

der junge mann hat die flasche mit geschlossenen augen angefaßt und bekam schon saufdruck, er sagte im anschluß das das ratschen wenn die flasche das erste mal geöffnet wird sein leben war, und er fühlte sich danach wie am anfang der thera. es war auch die aussage der therapeutin eindeutig, wenn das gefühl aufkommt muß man da raus. für mich bedeutet das auch, das den patienten hierdurch ganz klar vor augen geführt wird, wie schnell der saufdruck von null auf hundert da ist, das eine berührung, ein geräusch reicht, und das man da so schnell wie möglich raus muß.

ich denke das diese art der konfrontation einen riesen unterschied zu diesen, auch von mir für falsch gehaltenen, konfrontationen mit kneipe gehen darstellt. hier wird den alkis gezeigt wie schnell man den notfallkoffer braucht und ich denke hier wird er auch schon teilweise gepackt. wir könnten uns hier so manche endlosdiskusion sparen wenn das den "frischlingen" klarer wäre als es teilweise ist.

doro

Dreibeiner
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Registriert: 28.07.2008, 11:40

Beitrag von Dreibeiner » 30.07.2008, 10:41

Der letzte Beitrag unter dieser Headline ist zwar schon einige Tage her, aber da ich mich ja noch beim "Einlesen" befinde, stoße ich erst jetzt darauf.

Ähnlich wie lumho, habe auch ich die Konfrontations-Therapie (für Fremdworthasser : Belastungserprobung) durchlaufen müssen/dürfen.

Konträre Meinungen fördern die Diskussion und können nur schlauer machen. Wer selbst allerdings keine Konfrontationstherapie mitgemacht hat, kann zwangsläufig nur theorotiesieren.

Mir selbst hat diese Aufgabenstellung der Anstalt, mich am 4.Tag in Begleitung eines Mitpatienten und am 5. Tag alleine in einen Supermarkt zu begeben und dort intensiven Augenkontakt mit den aufgereihten gläsernen Satanen aufzunehmen, überhaupt gar nichts ausgemacht.

Mir ist doch klar gewesen, dass ich nach der "Entlassung" nach wie vor den Supermarkt o.ä. aufsuchen muß, um meine Lebensmittel einzukaufen. Da kann die Tequilla-Flasche grüßend ihren roten Sombrero liften; ich kann mich dem ja nicht entziehen.

Zwar wird hier im Forum die Empfehlung ausgesprochen, ein neues und alkoholfreies Umfeld zu suchen - was richtig, aber mitunter auch schwer sein mag; aber im gleichen Artikel steht einige Zeilen später auch : "Man kann sich von ihm (dem Alkohol) nur geistig lösen, ihn wirklich aus seinem Gedankengut streichen, wenn man ... erkennt und danach handelt.

Wie wahr.

silberkralle
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Registriert: 04.12.2009, 12:40

Beitrag von silberkralle » 30.07.2012, 10:28

glück auf

aus aktuellem anlass mal "staub gewischt".

schöne zeit

:D
matthias

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