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Welche Kostenträger gibt es?

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.
Außerdem gibt es noch eine Liste mit Hilfsangeboten zum Thema

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nathan
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Beiträge: 12
Registriert: 10.08.2013, 08:32

Beitrag von nathan » 14.09.2014, 18:05

hi,

habe ich in meine beruf lange studieren muessen, welche moeglichkeiten es gibt.
nach meinem besten wissen einmal zusammenfassen:
  • In Deutschland es gibt 7 moeglichkeiten nach sozialgestzbuch:
    • 1.) Gesetzliche Rentenversicherung und Alterssicherung fuer Landwirte (=Deutsche Rentenversicherung (frueher heisst "BfA" und "LVA"), Bundesknappschaft, Seekasse und Bahnversicherungsanstalt). Ist auch zustaendig fuer Person mit Arbeit oder bei Rente wegen "Erwerbminderung", Person wo suchen Arbeit und andere Person mit "Beitragszeit/Wartezeit" von Versicherung, wo Erwerb gefaehrdet / lowered ist.
      2.) Gesetzliche Krankenversicherung nur medizinische Leistungen um die gesundheits situation verbessern und Pflege vermeiden. Nur dann wenn keine anderer Versicherung vorher fuer Reha bezahlt.
      3.) Gesetzliche Unfallversicherung (=gewerbliche und landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften, gesetzliche Unfallversicherungstraeger und so). Sind auch fuer Erwerbstaetige, Schueler und Studenten, wenn gesundheitliche Probleme sind Folgen von Arbeitsunfall, Unfall unterwegs oder wenn Berufskrankheit ist.
      4.) Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfuersorge wenn Krankheit bei Einsatz von Military staff,oder auch Zivile Dienst.
      5.) Jugendhilfe von Stadt und Landkreis fuer junge Menschen
      6.) Sozialamt, wenn kein andere Versicherung bezahlt.
      7.) Bundesagentur für Arbeit und manche Gemeinde aber nur wenn danach bessere chance um Arbeit wieder machen koennen.

      Reha kann auch von "Beihilfe" (=fuer Beamte) oder von "Private Krankenversicherung" bezahlt werden. Hier kommt auf Vertrag von versicherter Person an.

Karsten
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Beitrag von Karsten » 14.09.2014, 18:07

Hallo Nathan,

danke schön für die gute Zusammenfassung.

Gruß
Karsten

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 18.07.2015, 22:32

Kleiner Nachtag für Privatversicherte: Viele PKV Tarife haben Reha-Behandlungen zur Suchtbehandlung aus ihrem Katalog genommen; sie gewähren sie z.T. ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Bei ambulanten Therapien sind sie großzügiger, weil sie deutlich günstiger sind, als das All-Inclusive-Programm der Stationären.

Meine ambulante wurde wie folgt bewilligt:
"Für Entwöhnungstherapien sehen unsere Tarife keine Leistung vor. Um Ihnen entgegen zu kommen, übernehmen wir für Sie die Kosten für die ambulante .... Bitte gestatten Sie den Hinweis, dass es sich hierbei um eine freiwillige Leistung handelt, auf die kein Rechtsanspruch besteht und auch in Zukunft nicht erwächst".

Das heißt im Klartext: Bei Suchtbehandlungen sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte besser abgesichert. Dasselbe gilt übrigens für Psychotherapien. Es handelt sich somit um eine klare Schwachstelle der PKV.

Für Beihilfeberechtigte (Beamte): Die Beihilfestellen übernehmen die Kosten regelmäßig nach Vorlage eines entsprechenden Ärztlichen Attests sowie einer Bestätigung einer Suchtberatungsstelle.

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