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Merkmale für ein EKA

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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so_anders
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Beitrag von so_anders » 27.08.2011, 12:55

ich habe mich in den schlaf gewogen...
also von rechts nach links geschaukelt (ganz leicht)
und mache es ab und an heute noch um mich
(so art) zu beruhigen...so eine gleichmäßige bewegung
tut mir gut...merke das auch beim joggen/inlinern
oder wenn ich z.b. mit der bahn fahre
und dieses monotone schienengeräusch da ist...
tacktack-tacktack-tacktack-tacktack
oder so ;-)

Herbstregen
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Beitrag von Herbstregen » 27.08.2011, 13:09

oha...gut zu wissen :)
Ich kenne das, habe auch gerne bei Autofahrten die Leitplanken beobachtet wie sie sich wie ein Wurm bewegen oder die Stromleitungen :D
Meine Therapeutin hat gesagt ich würde mir meine "eigene Musik" machen.

Leonore_3124
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Beitrag von Leonore_3124 » 08.10.2011, 20:46

Hallo ihr Lieben.

Ich hab jetzt ein paar Tage diesen Thread gelesen... und habe sehr viele meiner Eigenschaften (positiv wie negativ) hier wiedergefunden.

Bisher dachte ich immer EKA und Co wäre das Gleiche...das jeder Co in seiner Kindheit Erfahrungen mit Alkoholkranken gemacht haben müsse... aber ich beschäftige mich ja auch erst gut 4 Wochen mit diesem Thema.

So im in mich rein horchen kam mir dann plötzlich der direkte Vergleich mit meiner Freundin. Ich selbst würde mich als EKA und CO bezeichnen. Sie ist "nur" Co, da sie nie Erfahrung mit Alkoholismus direkt gemacht. Trotzdem kommt sie nicht von einem Alkoholiker los.

Und dann hab ich was interessantes in einem Buch gelesen, was zu 100% auf mich zutrifft.
In der Fallbeschreibung ging es um ein trockenes Alkoholiker Paar (beide selber in alkoholkranken Familien aufgewachsen), die einen 13 jährigen Sohn hatten, der wie es schien durch sein Verhalten in der Schule auffällig wurde.
Im Gespräch mit der Therapeutin kam dann raus, daß ihr Sohn ein ganz normaler pupertierender Teenager ist. Daß sie als trockene Alkoholiker und gleichzeitig EKAs aber nicht wußten was für einen 13 jährigen ein "normales" Verhalten darstellt.

Und das ist das, was auch auf mich zutrifft. Ich bin ein perfektes braves Kind, unsichtbar, unauffällig... aber als Mutter ...?? Ich will nicht sagen ich hab voll versagt...aber ich interpretiere Fehler in die Entwicklungen meiner Kinder, die eigentllich fehlerlos sind. Auch Aussagen der Erzieherin, der Lehrerin und der Kinderpsychologin schenkte ich keinerlei Bedeutung - die leben ja nicht mit meinen Kindern zusammen und erleben sie so wie ich sie erlebe.

Und das wiederum stellt für mich die klare Grenze zwischen EKA und Co dar. Ein EKA weiß nicht, wie sich ein Kind normal verhält, oder ob das Verhalten seines Kindes normal ist. Ein Co schon, da seine Kindheit im großen und ganzen unbeschwert ablief.

Wünsch euch einen schönen Abend
Verena

gartenblume
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Beitrag von gartenblume » 18.01.2012, 17:49

Moechte auch was dazu beitragen zu den Merkmalen,ich bin ueberaengstlich,hab Angst vor betrunkenen Menschen,Angst nicht gut genug zu sein,wenig selbstvertrauen.es gibt aber auch bei mir viel positives...ich habe meine Kinder gut erzogen vor allem mit gaaanz viel Liebe und somit den Teufelskreis meiner ursprungsfamilie durchbrochen.wer weiss ob das ohne die schlechten Erfahrungen auch so gewese Waere ich hab ja gelernt wie es nicht sein sollte...

LebenOhneLeben
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Beitrag von LebenOhneLeben » 30.01.2012, 17:45

Nachdem ich nun mehr oder weniger den ganzen Thread durchgelesen und so viele Dinge wiedererkenne, verstehe ich jetzt endlich, warum ich so oft Gefahren voraussehe, die andere noch lange nicht sehen....


Es ist mir im Beruf schon so oft passiert, dass ich auf 6-7 Jahre im voraus Konflikte Voraussagen konnte und mich alle nur groß ansahen, nicht verstanden. Erst Jahre spaeter dann (in der Regel zu spät) kamen manche zu mir zurück und gaben mir recht. Einmal habe ich so eine Situation sogar mit der kuendigung selbst bezahlen muessen...

Aber der Thread macht mich auch traurig. Scheinbar kann man als EKA nie ein sorgenfreies, Gefahrenloses, glückliches leben fuehren?

LebenOhneLeben
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Beitrag von LebenOhneLeben » 30.01.2012, 22:23

Ja, und das ist noch so ein gedanke, den ich jetzt neu einbringen kann... Also fuer alle, die hier schreiben und aelter als 50, in unseren biografíen ist die Epoche 1914-1945 samt wiederaufbau nicht wegzudenken.

Wieviel psychischer shit wurde hier von generation auf generation weitergegeben?

Ich bin der ansicht, dass das alles in einem kontext zu sehen ist. Es Sind auch die rahmenbedingungen, die menschen vertigo machen.

Ich sitz in Wien, Kann mich aber erinnern, dass meine mutter ALS kind von den ausgeraubten Juden erzaehlte, von den nazis, die in deren wohnungen zogen... Von klavierstunden, zu denen sie sich ueber hinterhoefe fluechtete, um der gleichzeitigen HJ zu entkommen.

Mein vater versteckete sich in werbesaeulen.

Wie kann man glauben, dass so eine generation gesundheitswoche ist und gesunde beziehungen und kinder schafft?

Gela10
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Beitrag von Gela10 » 19.02.2012, 01:53

Hallo,

obwohl das Thema seit über 10 Jahren abgeschlossen ist, kommen mir viele Themen sehr bekannt vor.

Schuldgefühle:
Wenn irgendwo ein Fehler unterlaufen ist, bin ich grundsätzlich sicher, dass es meiner war.

Verantwortung:
ich übernehme für zu viele Dinge Verantwortung.

keine Eigenliebe:
Ich liebe die anderen mehr, als mich selbst. Deshalb achte ich zu wenig auf mich, übersehe meine Grenzen und tue mir nicht gut.

Wer bin ich?
Ich kenne meinen Kern noch immer nicht. Lasse mich sehr schnell verunsichern und an mir zweifeln.

Ich bin schlecht darin, langfristige Arbeiten in kleine Stücke zu zerlegen und die dann konsequent und kontinuierlich umzusetzen .

Konzentration auf das, was ich gerade tue, fällt mir oft sehr schwer, weil meine Gedanken in der Weltgeschichte und bei den Problemen anderer rumgeistern. Daraus entstehen viele Schusselfehler.


Doch es gibt auch Stärken, die ich durch das Leben in meiner Familie entwickelt habe.

Die unbeirrbaren Antennen für die Empfindungen anderer (wurden schon oft angesprochen) und langfristige Entwicklungen. Im Analysieren bin ich Meister...

Sehr gute Kommunikationsfahigkeiten, gerade wenn es um das Schlichten von Konflikten geht.

Belastbarkeit und Durchhaltevermögen.

Unter starkem Zeitdruck das bestmögliche Ergebnis rausholen.

hohe geistige Flexibilität.

Auf die Stärken bin ich stolz. An den Schwächen arbeite ich.

Gruss Gela

Prinzessin?
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Beitrag von Prinzessin? » 03.12.2012, 06:44

An alle hier in diesem Thread!

Leider weiß ich trotz lesen der Beiträge, was ein EKA ist.
Naja, so ungefähr kann ichs mir vorstellen. Was genau bedeutet dies Abkürzung?

:oops:

Liebe Grüße, Prinzessin?

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