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Merkmale für ein EKA

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
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majafritzchen
neuer Teilnehmer
Beiträge: 11
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Träume

Beitrag von majafritzchen » 19.03.2012, 12:26

Mich würde mal interessieren, ob es unter den EKA's auch Gemeinsamkeiten bei den Träumen gibt.

Seltsamerweis hat meine Schwester und ich nacht für nacht die gleichen Träume als Kinder.

1. Ich will die Straße überqueren und kann nicht, weil ein LKW nach dem anderen kommt.

2. Ich will die Straße überqueren und kann nicht, weil die Straße lauter dunkle, tiefe Löcher hat, in denen jemand wartet auf die, die reinfallen.

3. Ich werde verfolgt, aber ich kann fliegen. Doch es klappt nicht mehr. Ich renne ständig die Treppen von Höchhäusern rauf bis zum Dach und springe, aber ich kann nicht mehr fliegen.

4. Ich fliege oben in den Wolken und kann nicht mehr auf die Erde zurück. Mit den Händen halte ich mich an Baumkronen fest und die Wolken umschließen meinen Unterkörper und halten mich fest.

Das war jede Nacht so, über Jahre und ich konnte erst einschlafen, wenn ich es geschafft hatte, nicht mehr an diese Träume zu denken.

anna25
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Beitrag von anna25 » 21.03.2012, 09:27

Ich bin ganz selten hier, gucke aber doch regelmäßiges in dieses Forum. Vor allem, wenn es mir mal wieder total schlecht geht.

Ich habe mir mal eure ganzen Merkmale durchgelesen und bin sehr erstaunt wie gut ihr das alles aufschreiben könnt. Auf mich treffen sehr sehr viele Merkmale zu, aber ich könnte das niemals so aufschreiben oder wiedergeben. Ich habe schon mehrmals eine Therapie angefangen und jedes Mal, wenn mich der Therapeut im ersten Gespräch fragte, weswegen ich da bin, wusste ich nicht, wie ich es ihm erklären kann. Es ist so, als wäre irgendwas blockiert, als könnte ich keine ganzen Sätze sprechen, einfach weil ich in dem Moment gar nicht weiß, was mich alles belastet. Kennt ihr das? Liegt das an der mangelnden Konzentration? Daran, dass wir zu Hause kaum gesprochen haben, schon gar nicht über Probleme?
Ich habe wieder vor eine Therapie anzufangen, aber ich habe jetzt schon Angst, dass die Therapeuten nichts mit mir anzufangen weiß, weil ich selbst nicht weiß was los ist oder was mich belastet... :cry:

goethefaust
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Beiträge: 3
Registriert: 01.08.2012, 21:27

Erkenntnis

Beitrag von goethefaust » 04.08.2012, 10:15

Guten Tag, ich bin neu hier und dabei mich selbst zu finden und hier zurecht zu finden. Vor einiger Zeit erst habe ich eingesehen, da ich es nicht besser wusste, dass die Problematik EKA auch auf mich zutrifft, und wie! In meinem Kopf geht schon seit einiger Zeit vieles/alles drunter und drüber. Daher bin ich sehr froh, dass ich hier meine ersten Schitte tun darf.
Zunächst einmal sei gesagt, dass ich gleich zweimal in die Falle getappt bin. Die Tatsache, dass ich hier schreibe, beruht einzig und allein darauf, dass es mir gelungen ist, schon seit fast 4 Jahren keinen Tropfen Alkohol mehr zu trinken. Davor gab es eine lange Zeit in der ich das Zeug brauchte. So paradox das auch klingen mag, ich brauchte es um den Missbrauch den mein Vater seit Jahren, insbesondere während meiner Kindheit damit trieb, besser zu verkraften, so sehe ich es mindestens heute.

Mein Leben ist jedoch nach wie vor gekennzeichnet mit Gefühlen und Überzeugungen die nicht gut für mich sind, die nicht gut für mich sein können:
- Das Gefühl überall eine berufliche „Fehlbesetzung“ zu sein;
- Immer nach Anerkennung streben;
- Ein gegen Null tendierendes Selbstwertgefühl;
- Stark darauf fixiert, was andere von mir denken;
- Sehr stark ausgeprägtes „Helfersyndro“;
- Oft frustriert und wüttend,
ich könnte diese Liste ewiglange fortführen.

Kurz, ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich fühle mich verloren in einer Welt, in der ich meinen Platz ewig nicht gefunden habe, trotz einiger „Success-Strories“ die es mir jedoch nicht ermöglicht haben darauf aufzubauen.

Das wars fürs erste, danke.

berkel
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Registriert: 29.12.2010, 19:06

Re: Träume

Beitrag von berkel » 22.11.2012, 17:35

majafritzchen hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, ob es unter den EKA's auch Gemeinsamkeiten bei den Träumen gibt.
Ist zwar schon eine ganze Zeit her mit der "Traumidee", aber so ein bisschen kann ich mich dem thematisch anschliessen, denke ich - diese "Verfolgungen".

1. Damals war ich sehr oft auf einem Fenstersims unterwegs und fiel aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen immer rückwärts in die Tiefe und wachte dann schweißgebadet auf.

2. Rannte ich durch lange Flure (in einer Schule) vor etwas davon. Das holte mich zwar nie ein, aber ich war immer unterwegs und es lies sich nicht aufhalten. Bis auf ein einziges Mal - da habe ich mich bewusst umgedreht und ein Spielzeugauto gesehen. Das habe ich dann hochgehoben und aufs Dach gelegt - seit dem wars mit dem Traum vorbei.

3. Wurde ich oftmals generell von irgendwas oder irgendjemandem verfolgt - mal gabs auch "Fortsetzungsträume" in der nächsten Nacht. Heute komm ich damit ganz gut klar, denn meist hab ich da entsprechende Fertigkeiten zur Hand, um die Verfolger abzuschütteln oder zu bezwingen bevor ich aufwache 8)

Heute kommt das kommt sehr selten vor, vielleicht 1-2 Mal im Jahr. Sonst bleibe ich eigentlich Traumlos. Was mich nur wundert ist, das eigentlich nie was gutes/schönes dabei ist - oder ist das normal?

Prinzessin?
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Beiträge: 967
Registriert: 29.11.2012, 13:44

Beitrag von Prinzessin? » 03.12.2012, 06:44

An alle hier in diesem Thread!

Leider weiß ich trotz lesen der Beiträge, was ein EKA ist.
Naja, so ungefähr kann ichs mir vorstellen. Was genau bedeutet dies Abkürzung?

:oops:

Liebe Grüße, Prinzessin?

berkel
neuer Teilnehmer
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Registriert: 29.12.2010, 19:06

Beitrag von berkel » 03.12.2012, 07:05

Prinzessin? hat geschrieben: Leider weiß ich trotz lesen der Beiträge, was ein EKA ist.
Naja, so ungefähr kann ichs mir vorstellen. Was genau bedeutet dies Abkürzung?
Hallo Prinzession,

Kleiner Tipp, wie heisst denn das Subforum? Erwachsene Kinder von Alkoholikern = EKA... :wink:

Zimttee
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1297
Registriert: 19.05.2012, 22:58

Beitrag von Zimttee » 03.12.2012, 07:28

Ich habe damals auch recht lange nach dem Begriff gegooglet.
Kindern von Alkoholikern werden spezifische Verhaltensweisen und Merkmale zugewiesen, da sie durch die Beziehung zum alkoholkranken Elternteil eben keine Stabilität erfahren. Dies prägt.

dontlookbackinanger
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Registriert: 14.05.2013, 23:38

Beitrag von dontlookbackinanger » 16.05.2013, 11:30

Eine Sache die ich ganz massiv bei mir fest stelle ist, dass ich nie wirklich in einen "Flow" bei irgendwelchen Tätigkeiten komme. Zum Beispiel bei Unterhaltungen/Treffen mit Freunden. Ich komme ganz selten an den Punkt wo sich das Gespräch einfach entwickelt, weil ich ständig am nachdenken bin was ich erzählen kann, wie ich wirke und so weiter. Und dadurch bleibt es immer irgendwie verkrampft. Das geht mir mit ganz vielen Dingen so bei denen man loslassen muss.

Ganz offensichtlich macht sich das auch bei so banalen Sachen wie Schwimmen bemerkbar. Ich hab als Kind erst spät und sehr notdürftig schwimmen gelernt. Seit einigen Wochen arbeite ich an meiner Technik und merke, wie ich ständig verkrampfe und nachdenke und dadurch immer wieder aus dem Tritt gerate.

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