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Merkmale für ein EKA

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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Frozen Tears
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Beitrag von Frozen Tears » 17.05.2013, 03:38

Ich finde es auch interessant mit den träumen. Ich habe auch sehr oft Träume gehabt, wo ich weglief und verfolgt wurde. Zum Beispiel von einem Hund. oder ich lief weg und kam irgendwann nich tmehr von der Stelle wie auf einem Ölfleck.
Ich denke, dass der wunsch nach Flucht auf jeden Fall gamz tief in unserem Unterbewußtsein sitzt. Ist doch auch kein Wunder.
Und dass man als Kind doch irgendwie hilflos dieser Situation ausgeliefert ist zeigen dann diese Hindernisse, die Löcher in die man fällt, die Hunde, die ein einholen, Fische, die ein verschlingen, Ölflecken, die ein nicht weiter lassen.
Bei mir ist dieser Traum dann auch immer mit einem großen Angstgefühl verbunden, dass ich dann unter Zuckungen aufwachte.

schnuffig
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Beitrag von schnuffig » 17.05.2013, 10:14

Das war bei mir auch absolut irre. Diese Albträume Anfang 20, deren Ende immer nur durch ein krampfartiges, von außen sichtbares schütteln meiner linken Körperhälfte gekennzeichnet waren.
Davor wurde auch ich von einem Monster gejagt, wachte schweißgebadet auf, ging mir ein Glas Wasser holen nur um festzustellen, dass das Monster hinter der Küchentür steht.
Aber dann, dann wachte ich auf, nur um festzustellen, dass das Monster auch hinter der Klotür steht.
Weil man von einem Traum direkt in den anderen "erwachen" kann. Man konnte das über zehn Mal in einem Traum wenn man ich ist.
Und es gab kein Entkommen vor diesem Monster.
Wie sehr hätte ich mir damals Hilfe gewünscht. Ich habe damals studiert. Nebenbei nach Hilfe gesucht. Nach Hilfe in Büchern, nach anderen Betroffenen.
Denn es nutzt ja nichts, wenn man im Traum nach Hilfe schreit.
In den Büchern habe ich nichts verwertbares gefunden, blieben noch Freddie Kruger und David Lynch. Denn bei Bekannten und befragten Psychologen kam ich auch nicht weiter.
Sofern ich überhaupt reden konnte. Denn das Monster ging mir immerhin den Hals und ich hatte tagsüber dann manchmal solche Schmerzen dass ich kaum sprechen konnte.
Klarheit fand ich erst viel später. Vorher blieben mir nur die Tricks aus Nightmare in Elm Street und die Hoffnung dass es aufhört.
Die Klarheit tat anfangs unendlich weh. Denn ich wollte nicht aus so einem kaputten Elternhaus stammen. Ich wollte auch weiterhin sagen, es gab viel Schlechtes, aber auch Gutes. Ich wollte, so wie die anderen auch, ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich schlecht über meine Eltern rede.
Aber ich habe mich für die Klarheit entschieden und die ebenso klaren, direkten Worte über meine Kindheit.
Es gibt zumindest seither nicht mal mehr einen einzigen Traum in dem ich mich verlaufe und nicht mehr heim finde oder verfolgt werde.
Eine andere Möglichkeit das "Monster" zu besiegen kenne ich nicht.

sarawen
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Beitrag von sarawen » 07.06.2013, 13:36

Albträume hatte ich auch ... da gab es die in denen ich mich verlaufen habe oder eben gefallen bin. Dann aber auch einen in dem ich mich für eine Seite entscheiden sollte "hell = gute Seite" "dunkel = Böse Seite". In dem Traum entschied ich mich für die dunkle Seite und wurde dort dann von einen Mann ertränkt. Diesen Traum hatte ich als 13 jährige.
Damals zog ich keine Schlüsse daraus ... da war soviel Angst. Tagelang konnte ich nicht mehr schlafen und durchforstete später alle möglichen Bücher über Traumdeutung. Eine Lösung habe ich jedoch nicht gefunden.

Mittlerweile bin ich offener was mein kaputtes Elternhaus betrifft und lüge nicht mehr. Im ersten Step klingt es immer toll zu sagen das die Eltern 49 J. verheiratet waren aber im Grunde ist selbst das kein Zeichen von Glück. Meine Mutter war nur zu Feige (Co) um zu gehen.

kleinesMädchen
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Beitrag von kleinesMädchen » 15.10.2013, 09:50

Morgenröte hat geschrieben: Mir fehlt Empathie, ich habe einfach kein Einfühlungsvermögen. Wenn mir jetzt jemand Bekanntes sagen würde, dass er sterbenskrank wäre, dann könnte ich zwar sagen, dass es mir leid tut aber fühlen würde ich das nicht.
.
Bei mir ist es genau umgekehrt..
Ich fühle mich selbst nicht, aber jeden anderen...

Würde ich eine solche Nachrricht bekommen würde ich daran verzweifeln...

Beispiel:

Ich schaue einen LiebesFilm mit Happy-End --> ich komme aus der velibtheitslaune nicht mehr heraus,
Ich schaue einen Horofilm --> verspüre noch tagelang todes ängste.

Bei mir geht es immer um den anderen...

Liebe Grüße
Elise

vampy
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Beitrag von vampy » 31.10.2013, 13:22

Hallo Liza,

der Link war sehr interessant,
vor allem die Rollenverteilung haben wir Kinder perfekt aufgeteilt:

ich als älteste der Familienheld
ein geschwister clown
ein geschwister schwares schaf

fällt mir nix mehr dazu ein- krass!

Ms_Linda
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Beitrag von Ms_Linda » 02.02.2014, 17:40

Ich habe heute alle 33 Seiten gelesen, mir unendlich viele Notizen gemacht und nun eine Frage, die ich hier nicht gefunden habe.
Viele schreiben, sie wären harmoniesüchtig und verbiegen sich total für andere.
Wie viele von euch erleben, so wie ich, dass man Aggressionen in dem anderen triggert und der/die sich irgendwann von einem abwendet und meist gar nichts mehr mit einem zu tun haben will? Kennt jemand dieses Phänomen? Zuerst totale Nähe und dann der Supergau und alles ist aus und vorbei- im grössten Streit...

Zimttee
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Beitrag von Zimttee » 02.02.2014, 19:09

Hallo Ms Linda,

ist der Kontakt zu anderen dann komplett vorbei oder handelt es sich um so eine on-off-Sache?

Ich bin prinzipiell total harmoniesüchtig und komme mit den meisten total gut klar. Aber ich habe es schon kennengelernt, dass es Menschen gibt, die ihre Wut auf sich selbst auf mich projizierten und mich ewig piesakten, weil sie mir das ein oder andere nicht gönnten. Ganz dem von zu Hause antrainierten Motto kam ich nicht aus mir raus, konnte mich nicht wehren und war so ein leichtes Opfer für viele.

Ist es das, was du meinst?

Ms_Linda
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Beitrag von Ms_Linda » 03.02.2014, 14:04

Zimttee hat geschrieben: Aber ich habe es schon kennengelernt, dass es Menschen gibt, die ihre Wut auf sich selbst auf mich projizierten und mich ewig piesakten, weil sie mir das ein oder andere nicht gönnten. Ganz dem von zu Hause antrainierten Motto kam ich nicht aus mir raus, konnte mich nicht wehren und war so ein leichtes Opfer für viele.

Ist es das, was du meinst?
Hallo Zimttee.
Jaein. Ich meinte damit eher meine Erfahrungen mit dieser Konstellation: Man lernt sich kennen (ist egal ob das Gegenüber männlich oder weiblich ist) und die Freundschaft intensiviert sich relativ zügig. Meist hat der andere ein akutes Problem und ich bin bei der Lösung sehr behilflich. So sehr, dass es mir schon fast zu eigen wird. Nachdem das Problem beseitigt ist, kühlt das Verhältnis mehr und mehr ab. Meistens wendet sich die Person plötzlich anderen zu und ich fühle mich mehr und mehr abgemeldet. Sage ich etwas dahingehend, wird der andere wütend. Ich auch. Man spricht sich aus und es ändert sich trotzdem nichts. Nach und nach wird der andere immer wütender und aggressiver im Verhalten und es kommt zum Streit. Zu oft herrscht danach Funkstille, für ganz.
Mir ist seit frühester Kindheit eingebleut worden, dass ich aufdringlich bin und mich sowieso keiner leiden kann. Von daher suche ich immer den Fehler bei mir. Aber so sehr ich auch darüber reflektiere, ich finde den "Knackpunkt" in meinem Verhalten nicht und weiss daher einfach nicht, wie ich diese Endlosschleife auflösen kann. Ich hätte auch gerne einach nur normale Freundschaften und nicht stets solche Extreme. Versuche ebenfalls, mit allen immer gut auszukommen. Zu oft, zu sehr. Vielleicht liegt da der Fehler...
Deswegen hoffe ich, es findet sich noch jemand, mit ähnlicher Problematik- vielleicht sogar schon einen Schritt weiter als ich.
Hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken!?
Lg

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