Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Merkmale für ein EKA

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

Antworten
JessyLi
neuer Teilnehmer
Beiträge: 10
Registriert: 06.09.2014, 22:59

Beitrag von JessyLi » 10.09.2014, 20:59

Hallo ihr lieben,

ich bin neu hier und habe mir alles durchgelesen in diesem Thema.

Mir fällt stark auf das fast nur Frauen hier schreiben und anscheinend auch viel mehr drunter leiden wie Männer.

Ich selber bin auch EKA
Habe von allem etwas, Vereine fast alle Personen in mir und noch mehr.

Ich weis nicht ob es auch ein Merkmal ist/sein kann aber es wurde nie hier angesprochen.

Die Rollen von Devot und Dominat

Ich bin Dominat und wäre schon sehr früh dazu gekommen wenn ich mich nicht so schämen würde und die Komplexe hätte, jedoch habe ich einen dom kennengelernt und es ausprobiert.

Es gab mir eine unglaubliche Befreiung

Möchte es nicht weiter ausführen nur wissen ob es anderen von euch auch so geht?
Unterwerfen mussten wir uns doch alle irgendwo, aber auch sind wir alles enorme Kämpfer sonst wären wir nicht mehr hier!

Lg
Jessy

Meadow
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 915
Registriert: 27.02.2015, 18:15

Beitrag von Meadow » 28.02.2015, 13:32

Hey,

ich bin neu im Forum. Auch ich bin ein EKA und konnte mich in so vielen Beiträgen wieder erkennen.

Auszüge aus zwei Beiträgen, die mich besonders berührt und an meine Situation erinnern, möchte ich zitieren.

von kithi k
Meine Persönlichen Merkmale eines EKA sind:
- empatie
Ich kann mich gut in andere Menschen hineinversetzten und hinen fühlen, wie ich selbst finde und mir auch oft gesagt wird.
- Gedanken:
Ich habe ebenfalls den Hang, mir eine Situation, die bald auf mich zu kommt (z.B. Bewerbungsgespräche, neuer Arbeitsplatz usw.) aus allen Richtungen zu analysieren "Wie es sein könnte"
Dabei ist meine Lebensdevise leider immer noch, "Ich rechne mit dem schlimmsten und hoffe auf das Beste"
- Kritikfähigkeit
ich denke ich bin Kritikfähig und kann diese auch annehmen und zu meiner Verbesserung verwenden. Allerdings, egal wie gut ich eine Arbeit geleistet habe, ich frage meinen Anleiter (ich bin in der Krankenschwesterausbildung) mind. 5x ob ichs wirklich gut gemacht habe und sehe bei mir selbst jeden klitze kleinen Fehler. Mir fällt es irre schwer, selbst Lob anzunehem und frag da zich mal nach, weil ich die Bestätigung brauche und es irgendwie nicht glauben kann, dass es Ernst gemeint war.
von J-min
Und nun meine Beobachtungen:
Ich bin oft so beflügelt vom Leben dass ich mich selbst nicht wieder erkenne. Und im nächsten Moment so tief bedrückt das ich mir oft wünsche, nicht mehr zu existieren und den Schmerz in mir ersticken zu lassen. Oftmals stehe ich total neben mir und beobachte mich selbst. Wenn ich Menschen etwas "privates" erzähle, was für jeden anderen selbstverständlich wäre, kann ich oft vor lauter Panik zuviel erzählt zu haben nciht einschlafen. Angst die Menschen könnten über mich schlechte Dinge reden. Betrunkene Menschen lösen in mir pure Agression und Hass aus. Wenn Menschen meine Wohnung betreten prüfe ich immer ob es etwas gebe was ich verstecken müsste. Unangekündigte Spontanbesuche versetzen mich in Panik. Oft sehen ich mich unglaublich nach Nähe, wenn ich sie habe möchte ich dieser entfliehen. Manchmal fühle ich mich, dass ich in meinem Körper bin, und andere Male fühle ich mich als wäre ich woanders ... irgendwo verloren gegangen.
Habe heute Ziel A vor Augen, morgen kann es schon wieder Ziel B sein... verwirrter Lebensweg, planlos. Will in der Familie immer die Heldin sein, allen helfen und versuchen das es allen gut geht, was mich oft derartig überfordert dass ich dem ganzen am liebsten enfliehen wollen würde.
Am meisten hat mich mein Leben lang immer diese Unsicherheit belastet, die ich immer und in allen Lebenslagen gespürt habe. Einige Freundschaften sind daran sogar auch schon kaputt gegangen.

Ich habe immer überlegt, was ist anders bei mir? Was stimmt bei mir nicht? Was denken die anderen? Und im Nachhinein bin ich irgendwelche Situationen immer und immer wieder durchgegangen und hab überlegt, habe ich mich jetzt blöd verhalten? Hätte ich was anders machen können? Dabei ging es nur um Kleinigkeiten.

Außerdem hatte ich früher oft wie einen Kloß im Hals und konnte mich einfach nicht überwinden bestimmte Dinge zu sagen. Einmal hatte ich mein Geld vergessen und Verwandte einer Freundin haben für mich bezahlt. Es hat mich ewige Überwindung gekostet, zu sagen, dass ich das GEld vergessen hatte, obwohl von Anfang an klar war, dass sie eh bezahlen würden.

Kennt ihr so was auch?

Liebe Grüße, Toru-Chan

_Lisa
neuer Teilnehmer
Beiträge: 11
Registriert: 03.03.2015, 19:38

Beitrag von _Lisa » 06.03.2015, 21:11

Toru-Chan hat geschrieben:
Ich habe immer überlegt, was ist anders bei mir? Was stimmt bei mir nicht? Was denken die anderen? Und im Nachhinein bin ich irgendwelche Situationen immer und immer wieder durchgegangen und hab überlegt, habe ich mich jetzt blöd verhalten? Hätte ich was anders machen können? Dabei ging es nur um Kleinigkeiten.

Außerdem hatte ich früher oft wie einen Kloß im Hals und konnte mich einfach nicht überwinden bestimmte Dinge zu sagen. Einmal hatte ich mein Geld vergessen und Verwandte einer Freundin haben für mich bezahlt. Es hat mich ewige Überwindung gekostet, zu sagen, dass ich das GEld vergessen hatte, obwohl von Anfang an klar war, dass sie eh bezahlen würden.

Kennt ihr so was auch?

Das kenne ich so gut, dieses zwanghafte gedankliche Durchgehen von Situationen, genauso wie du das beschreibst! Damit verbringe ich manchmal Stunden und es macht mich nurnoch verrückter anstatt mir in irgendeiner Weise einen Durchblick zu verschaffen. Ich überlege dann auch krampfhaft wie dies oder jenes wohl auf eine Person gewirkt hat, was sie wohl dachte...aber ich schaffe es einfach nicht eine Antwort zu finden.

Bei der Überwindung Dinge zu sagen hast du mich auch ziemlich gut beschrieben. Es sind die kleinsten Kleinigkeiten, die ich aus irgendwelchen Gründen nicht über die Lippen bringe, ich merke dann immer wie mein Puls hoch schießt.

Kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, denen es genauso geht wie mir.


lg, Lisa

hasne77
neuer Teilnehmer
Beiträge: 2
Registriert: 23.06.2015, 16:04

Beitrag von hasne77 » 24.06.2015, 10:00

Vielen Dank an alle für das Teilhabenlassen.
Ich habe mich auch sehr oft in Euren Erzählungen wiedergefunden.

- Ich kann sehr schlecht mit jemanden über meine Gefühle reden. Schreiben fällt mir leichter.
- Bei Streit mit einer Person, die mir viel bedeutet, bin ich wie gelähmt. Die Gedanken in meinem Kopf überschlagen sich dann, dass ich keinen klaren Gedanken fassen und diesen wiedergeben kann. Ich fühle mich wie gelähmt und kann kaum reden. Ich habe eine absolute Abneigung gegen Streit oder laute, cholerische Menschen.
- Ich habe viele Gedächtnislücken, obwohl ich ein Elefantengedächtnis habe
- Ich habe das Gefühl zwischen den Zeilen lesen zu können und sehr viele Dinge wahrzunehmen, die andere nicht sehen.
- Unfähigkeit auf bestimmte Situationen angemessen zu reagieren, z.B wenn jemand traurig ist oder weint. Ich kann jemanden nur sehr schwer in den Armen, wenn er/sie direkt vor mir weint.
- Ein-Schlafstörungen, Geräuschempfindlichkeit (ich brauche absolute Ruhe zum Einschlafen)
- Ständiges Nachdenken über alles mögliche, mein Kopf schaltet fast nie ab
- Ich bin auf eine Weise recht kindlich geblieben, ich spiele gerne mit bestimmten Dingen oder wundere mich über Sachen
- Angst davor im Mittelpunkt zu stehen oder vor anderen zu reden (das mit dem Reden begann erst in der 9. oder 10. Klasse, als jeder in der Klasse einen Vortrag halten musste und ich als einer der letzten dran war)
- Sehr starke Abneigung oder regelrechter Hass gegen Ungerechtigkeit, Egoismus und asoziales Verhalten
- Diese schon so oft angesprochenen 1000 kleinen Antennen habe ich auch, ich kann Situation vorhersehen anhand der Verhaltensweise der anwesenden Personen.
- Ich hasse es, wenn jemand unangemeldet in meine kleine private Welt einbricht - sprich mich besucht, ohne vorher anzurufen. Meine eigenes zu Hause ist wie ein Bunker für mich. Man darf mich besuchen, aber ich brauche vorher Zeit, mich darauf einzustellen.

catiel
neuer Teilnehmer
Beiträge: 4
Registriert: 23.10.2016, 02:05

Beitrag von catiel » 24.10.2016, 12:38

[quote="hasne77"]Vielen Dank an alle für das Teilhabenlassen.
Ich habe mich auch sehr oft in Euren Erzählungen wiedergefunden.

- Ich kann sehr schlecht mit jemanden über meine Gefühle reden. Schreiben fällt mir leichter.
- Bei Streit mit einer Person, die mir viel bedeutet, bin ich wie gelähmt. Die Gedanken in meinem Kopf überschlagen sich dann, dass ich keinen klaren Gedanken fassen und diesen wiedergeben kann. Ich fühle mich wie gelähmt und kann kaum reden. Ich habe eine absolute Abneigung gegen Streit oder laute, cholerische Menschen.
- Ich habe viele Gedächtnislücken, obwohl ich ein Elefantengedächtnis habe
- Ich habe das Gefühl zwischen den Zeilen lesen zu können und sehr viele Dinge wahrzunehmen, die andere nicht sehen.
- Unfähigkeit auf bestimmte Situationen angemessen zu reagieren, z.B wenn jemand traurig ist oder weint. Ich kann jemanden nur sehr schwer in den Armen, wenn er/sie direkt vor mir weint.
- Ein-Schlafstörungen, Geräuschempfindlichkeit (ich brauche absolute Ruhe zum Einschlafen)
- Ständiges Nachdenken über alles mögliche, mein Kopf schaltet fast nie ab
- Ich bin auf eine Weise recht kindlich geblieben, ich spiele gerne mit bestimmten Dingen oder wundere mich über Sachen
- Angst davor im Mittelpunkt zu stehen oder vor anderen zu reden (das mit dem Reden begann erst in der 9. oder 10. Klasse, als jeder in der Klasse einen Vortrag halten musste und ich als einer der letzten dran war)
- Sehr starke Abneigung oder regelrechter Hass gegen Ungerechtigkeit, Egoismus und asoziales Verhalten
- Diese schon so oft angesprochenen 1000 kleinen Antennen habe ich auch, ich kann Situation vorhersehen anhand der Verhaltensweise der anwesenden Personen.
- Ich hasse es, wenn jemand unangemeldet in meine kleine private Welt einbricht - sprich mich besucht, ohne vorher anzurufen. Meine eigenes zu Hause ist wie ein Bunker für mich. Man darf mich besuchen, aber ich brauche vorher Zeit, mich darauf einzustellen.[/quote]

Du beschreibst mich gerade! Bei mir ist es genau so.

Bei mir ist es außerdem so, dass ich oft sehr traurig werde, wenn ich beispielsweise Obdachlose sehe oder schlimmer gewalt gegen Tiere. Auf der anderen Seite bin ich oft sehr gleichgültig. viele Dinge die passieren sind mir fast schon egal, weil ich Menschen eigentlich nicht mag.

Ich höre anderen auch immer zu bei Problemen und versuche zu helfen, mich selbst jemandem anvertrauen kann ich jedoch nicht. Ich habe dann immer das Gefühl, dass andere schlecht über mich denken. Außerdem muss ich doch stark sein! Ich bin immer die, die alles im Griff hat - äußerlich.

Außerdem versuche ich immer Fehlverhalten von anderen (zb Chef, Freund o.ä.) vor anderen rechtzufertigen - "er meint das ja nicht so, er war gestresst..." nur damit ich mich nichtt rechtfertigen muss, warum ich denn noch mit ihm zusammen bin oder dass er unsympathisch ist oder ich mich schämen müsste.

Eleni
neuer Teilnehmer
Beiträge: 5
Registriert: 01.03.2017, 15:01

Identitätsverlust

Beitrag von Eleni » 06.03.2017, 19:07

Hallo ihr Helden,
herzlichen Dank für Eure Gedanken und Gefühle, ich habe mich sehr deutlich wieder erkannt: erst mit Freude ("boah, ich bin gar nicht lebensunfähig-komisch, des ist so ein fucking Muster"), dann mit Grauen ("mmh, wenn man alles abzieht, was Anpassungsstrategie ist, was bin dann ich?!?"). Und das versuche ich gerade panisch für mich wieder in´s rechte Licht zu rücken - und daher die Frage:
Wie grenzt Ihr für Euch persönlich die Muster oder Verhaltensweisen ab, die außerhalb des Normalen sind, also EKA verursacht?

Zur Erläuterung: Viele beschreiben sich z.B. als sehr unsicher im Umgang mit anderen oder haben Probleme in tiefen Beziehungen - das trifft doch auf extrem viele Menschen zu, deren Eltern jetzt nicht Alkoholiker waren... siehe auch die Dossiers in Frauenzeitschriften und die ganzen Selbsthilfebücher. Sprich: ist es nicht "eigentlich normal" an sich zu zweifeln und seine Seelenbaustellen zu haben? So wie in Horoskopen - die passen ja auch irgendwie immer.

Bitte versteht das nicht falsch, ich möchte niemandem seine Erleichterung und seinen Wiedererkennungswert absprechen, den er hier gefunden hat (habe ich ja auch gehabt). Ich tue mich nur schwer mit dem Gedanken, dass alles, was mit mir persönlich nicht gut läuft, EKA Folge sein soll. Dann bin ich ein ganz kleines Niemandswesen. ... Na ja, aber so fühle ich mich auch meistens.


Die Frage beschäftigt mich gerade sehr, bin wirklich gespannt auf Euer Wissen und hoffe auf Antworten.

Viele Grüße
Eleni

----
---- Damit der Frage nicht in dem ganzen Text untergeht, meine Merkmale im PS:

- kein Gefühl für "normalen" Umgang miteinander, daher hyper-selbstreflektiert und wenn´s emotional wichtig wird, extrem unsicher. Und es passt auch nie. Egal wie ich mich verhalte, irgendwie bin ich immer "komisch": ruhig, aufgedreht, schüchtern, abweisend, leise.
Mit mir alleine ist´s ok ;)

- Beziehung: geht manchmal. Brauche unglaublich viel Nähe, aber ich stoße auch ganz schnell weg und mache total zu, wenn irgendwas nicht passt. Mindestens jedes halbe Jahr tiefe Krise und tiefes Misstrauen, schwanken zwischen: empathieloses A... und oh Gott, den hab ich ja gar nicht verdient, was muss der Arme mit mir alles durchmachen.

- Grundsatz: ich traue keinem. Nach außen hin schon freundlich und so (gehört sich ja, als normaler Mensch...?! s.o.), aber innerlich immer auf dem Sprung. Wenn sich dann jemand Sche*** verhält, habe ich das ja schon erwartet. Tut aber trotzdem weh. Aber war ja klar. Schaffe ich. Habe ich immer geschafft.

- verständnisvoll mit anderen, mit mir selbst - weiß ich selten, ob ich Verständnis verdient habe, ob ich mich normal verhalten habe... aber Respekt für mich, wenn ich wieder irgendeine Mist-Sache von jemandem anderen überwunden habe.

- Gesprächsblockade bei Thema Alkohol(iker) und meiner Geschichte. Ich kann mich auch nicht wehren, wenn z.B. meine Schwiegereltern denken, Sie müssten mir jetzt Alkoholikergeschichten aus Ihrem Bekanntenkreis erzählen (leider wissen die, dass mein Papa Alkoholiker ist, aber haben selber überhaupt keinen Bezug zu dem Thema).

- Angst im Dunkeln; Angst vor Unwägbarkeiten; Angst, dass ich meine Lebensgrundlage verliere - es ist gaaanz wichtig, dass ich die Dinge, die mich betreffen unter Kontrolle habe: Geld, Versicherung, Wohnung. Ich hasse auch Sportarten ohne Bremsen z.B. Skifahren und Inlinern.

- will ich was richtig machen, muss ich es selbst tun.

- alle anderen Leute sind im Großen und Ganzen dumm und blöd (=tun mir weh) und es ist nur eine Frage der Zeit, irgendwann zeigt sich das.
- es gibt eine zweite Gedankenwelt von mir, voller Geschichten, seit meiner Kindheit aufgebaut. Eine Hauptperson mit beschissener Vergangenheit, aber dafür tollen anderen Fähigkeiten. Wird je nach Plot irgendwie errettet.

- früher habe ich Regentropfen an der Autoscheibe verfolgt und Muster in irgendwelchen Zahlen gesucht etc (ich dachte, mir war einfach langweilig, aber so ähnlich habe ich das auch in einem früheren Beitrag gelesen)

- ich liebe Kinderspielsachen, Spielplätze, Seifenblasen, tanzen, Farben, will eigentlich nur frei sein und die Schönheit außen rum genießen

- alles ist fürchterlich anstrengend, weil ich alle Folgen bedenken muss/kann und ja auch alles selbst machen muss

- Gefühl, ich bin krank und habe irgendwie nen Knacks in der Seele: alle anderen nehmen ihr Leben so leicht und ich mache ein Megadrama aus allem.

- Denken und Fühlen in Extremen (siehe Text ;)), Ganz oder gar nicht, aber leider wechselnd. Bis zum bitteren Ende aber immer (z.B. habe ich noch nie jemanden verlassen oder Dinge abgebrochen) und widersprüchlich.

- Einzelkämpfer, lonely Cowboy, prioritätenorientiert und stark.

- hasse es zu weinen, schwach (auch körperlich) zu sein, aber suche die ganze Zeit nach jemanden der stark genug ist, dass ich ihm vertrauen kann und weinen. und hasse Leute für Ihre Schwächen. kann auch kaum mit weinenden Menschen umgehen.

- oft zu direkt, hasse emotionale Spielereien und kleine Notlügen, Suche die "Wahrheit", die "Ehrlichkeit". Verachte die Menschen, die meinen hohen Standards der Ehrlichkeit und Selbstkontrolle/reflektion nicht entsprechen (weiß aber gleichzeitig, dass das wohl ziemlich arrogant ist)

-Doppelleben: daheim Dreck, Tot und Ekel, aber auch "Daheim" und einzige Vertrautheit vs. Arbeit, Leistung, offiziell, Show, Lachen, alles gut.

- weiß nicht, was ich machen will bzw traue mich nicht, aber Hauptsache: nur nicht werden wie meine Eltern.

Eleni
neuer Teilnehmer
Beiträge: 5
Registriert: 01.03.2017, 15:01

PPS

Beitrag von Eleni » 06.03.2017, 19:12

- ich hasse es zwar zu weinen, aber ich bin im Wasser gebaut: Filme, Musik, Geschichten - nimmt mich mit, schaue auch nicht´s über 12 und Genres mit Silbe "Dram-" nur in ungern und in Begleitung vertrauenswürdiger Menschen (also meistens allein^^)

Eule89
neuer Teilnehmer
Beiträge: 461
Registriert: 20.04.2017, 12:57

Beitrag von Eule89 » 31.05.2017, 14:06

Hallo zusammen,

ich bin selber auch EKA. Momentan bin ich auch im Co-Forum unterwegs, da dies gerade aktuell ist. Mein Elternteil ist seit ein paar Jahren trocken.

Ich finde es erstaunlich, wie viele Dinge bzw. Eigenschaften und Charakterzüge hier immer wieder von verschiedenen Personen genannt werden.

In fast jedem Beitrag kann ich mich selber wiederfinden.

Zu meinen Eigenschaften:
- ich bin einerseits sehr eigenständig, aber andererseits auch total unsicher
- ich zweifle immer an mir und meinen Fähigkeiten
- ich brauche viel Bestätigung und Zuwendungen von anderen
- ich habe oft das Gefühl nur Lob oder Anerkennung aus Mitleid zu bekommen
- ich fühle mich oft noch als kleines Kind (behandelt), obwohl ich bereits 28 werde
- ich frage mich immer, ob jemand (der es eigentlich gut mit mir meint) mir schaden möchte
- ich habe (quasi schon immer) Ein- und Durchschlafprobleme, ich brauche Stille um mich herum, sowohl zum Schlafen als auch so (ich hasse es z. B. wenn der Fernseher oder das Radio so nebenbei läuft)
- ich bin sehr schmusebedürftig (aus dem Grund habe ich auch einen Schmusekater, der das offensichtlich von Anfang an gemerkt hat)
- ich flüchte mich gerne in eine Traumwelt (z.B. beim malen oder so)
- ich hinterfrage alles und wäge immer ab
- ich treffe selten Entscheidungen aus dem Bauch heraus
-...

Ich weiß nicht, ob das wirklich damit zusammen hängt oder hängen kann. Aber offensichtlich haben hier alle doch ähnliche Eigenschaften, die ihn oder sie ausmachen.

LG
Eule89

Antworten