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ein brief..

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

mara89
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ein brief..

Beitrag von mara89 » 24.04.2015, 23:33

Ich habe ja nun schon ein wenig berichtet über meine Mutter und die bestehenden Verhältnisse...ich habe die letzten Tage hier viel im forum gelesen,nicht nur über ekas sondern auch Lebensgeschichten Alkoholabhängiger...es hat mich zum nachdenken gebracht...wie erwähnt ist meine mama keine böse Person und ich möchte den Kontakt zu ihr nicht komplett abbrechen,kann aber gewisse Sachen nicht zulassen, auch meiner Tochter zu liebe..

Mir fällt es schwer mit ihr über die sucht zu reden da sie diese selbst nicht sieht oder auch sehen will. Nun bin ich am überlegen ihr einen Brief mit meinen Gedanken und Gefühlen zu schreiben, vielleicht bewegt dieser noch irgendwas in ihr?

Ich kann nicht glauben das wir ihr gänzlich egal sind ich denke sie kann einfach nicht aus dieser sch**** heraus...

Klar ein Brief bewegt nicht die Welt aber ein Versuch ist es doch vielleicht Wert? Schließlich kann sie diesen immer wieder lesen, ein Gespräch ist doch meist schnell ertränkt...doch was schreibt man nun genau..

Ich bin so unsicher..was würdet ihr denn formulieren, also nicht komplett sondern was sollte da vielleicht hinein u was nicht? Weil Vorwürfe machen bringt ja auch nichts...

Würde mich über einen Austausch freuen bin da gerade noch unsicher was den Inhalt betrifft...

Seidenraupe
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Beitrag von Seidenraupe » 25.04.2015, 11:44

Hallo Mara,

ein Versuch wäre es bestimmt wert.

Meine Tochter war damals zwar sehr viel jünger
und hatte keine Ahnung von Sucht usw., aber was
sie mir schrieb, ging mir sehr unter die Haut. Es
war der erste klitzekleine Stein, der "alles" ins Rollen
brachte. Es dauerte dann bei mir leider noch sehr
lange, bis ich trocken werden konnte, aber ich werde
diesen Brief nie vergessen.
Es ist bestimmt nicht leicht, die richtigen Worte zu
finden... und du solltest keine allzu großen Erwartungen
haben, zumal deine Mutter noch keinen Zugang dazu hat.
Mir war es schon länger klar, abhängig zu sein, fand aber
(alleine) keinen Weg raus.

Alles Gute

Seidenraupe

Kitze
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Beitrag von Kitze » 25.04.2015, 13:20

Hallo Mara,
Die Idee mit dem Brief gefällt mir sehr gut weil du in Ruhe und ohne Unterbrechung deine Sicht, deine Emotionen, deine Beweggründe schildern kannst und die damit etwas Luft machen kannst.
Erwartest du dir denn eine Reaktion oder wäre es für dich akzeptabel wenn deine Mutter darüber hinweg ginge? Was ist der Hintergrund für diesen Brief?
Lg

mara89
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Beitrag von mara89 » 25.04.2015, 16:34

Was ich mir erwarte....

Also zum einen möchte ich meine Gedanken formulieren ohne ausreden oder Launen abschätzen meiner mama abschätzen zu müssen...ich will ihr sagen wie ich die sucht sehe, was ich für mein Kind nicht möchte..

Ich hoffe sie liest ihn und denke sie hat ihn dann eben daheim und kann ihn sich beliebig oft egal in welcher Verfassung durchlesen, somit halt ich es für nachhaltiger... Ob sich dann an der Situation etwas ändert kann ich nicht beeinflussen..

Ich erwarte nicht das sie sich dazu äußert oder es auf einmal anders machen wird.
Ich hoffe das sie sich Hilfe sucht und sich selbst endlich ihr Problem eingestehen kann...

Zimttee
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Beitrag von Zimttee » 25.04.2015, 18:11

Liebe Mara,

warum schreibst du nicht alles in einen Faden? Das wäre viel übersichtlicher. So hast du 4 oder 5 verschiedene Fäden offen und mir fällt es schwerer, mich in alle einzulesen und 4 oder 5 verschiedene Beiträge zu antworten.

Ich weiß jetzt gerade nicht, wie oft du schon mit ihr darüber gesprochen hast- nehme an, das steht in einem der anderen Beiträge irgendwo.
Falls ich noch nie mit meiner Mutter gesprochen hätte, wäre es eine Möglichkeit.
Wenn ihr aber schon zig Gespräche hattet, was soll dann noch ein Brief bringen? Sie wird ja schon wissen, was du denkst und ignoriert es eben.

Meiner Mutter würde ich jedenfalls keinen Brief schreiben- es wurde schon alles in ein paar Gesprächen festgehalten, sie hat die ärztliche Meinung erhalten und säuft dennoch weiter. Von daher- es gibt nichts unausgesprochenes.
Geh du mal davon aus, dass sie damals in derselben Rolle steckte wie du nun und daher ganz genau weiß, was in dir, vor allem wegen deines Kindes, vorgeht.

Ich finde es gut, dass sie damals den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen hat- meine Eltern haben den Kontakt zu und den Einfluss meines trinkenden Opas auf mich bestehen gelassen.
Warum schaffst du es nicht, den Kontakt zu deiner Mutter nun zu unterbinden?
Immerhin hat deine Mutter, als sie in derselben Situation war, auch so gehandelt.

Hast du Konsequenzen entdeckt, für den Fall, dass sie den Brief nicht ernst nimmt?

LIebe Grüße,
Zimttee

mara89
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Beitrag von mara89 » 25.04.2015, 18:31

@zimttee ich werde jetzt bei diesem thread hier bleiben dachte muss irgendwie immer alles zum eröffneten Thema gehören :)

Ja es gab schon Gespräche , aber wie ich schon erwähnte macht sie es ja nicht um mich zu ärgern und ich habe sie ja dennoch gern als meine Mutter..ich kann mir einfach nicht vorstellen den Kontakt abzubrechen. Wir wohnen in einer Stadt und ich will sie auch nicht einfach fallen lassen.

Du hast schon recht das die Gespräche nichts brachten , aber kann ich es dann nicht auf einem anderen weg versuchen? Einem bei dem sie für sich über legen kann ohne im Antwort zwang zu sein? Vielleicht merkt sie ohne zwang eher das es so nicht weitergeht, wenn sie es nicht gar schon bemerkt hat.

So ganz ohne vorherigen Kontakt sich nicht mehr melden fände ich irgendwie falsch, so sang und klanglos verschwinden ich denke dafür bin ich nicht gemacht...

Habe ich bei meinem Vater gemacht und ein paar Tage später Koma etc...also im Krankenhaus beim Entzug passiert... Und mit ihm hatte ich ein weniger gutes Verhältnis..ich weiß nicht ob man das verstehen kann, klar muss sich was ändern und auf Dauer werde ich mir das nicht ansehen, aber irgendwo hat doch auch ein suchtkranker noch eine Chance auf anderem weg eventuell aufzuwachen...

mara89
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Beitrag von mara89 » 30.04.2015, 15:08

So ich schreib mal wieder...am Wochenende rief meine Mutter an, ob ich noch käme.. Ich hatte klar gesagt das ich nicht vorbei kommen werde am Wochenende ( in einem vorherigen Gespräch). Nun meinte sie sie möchte am di vorbei kommen und vorher anrufen...wieder mal passierte nichts und sie rief weder an noch war sie da,bis heute keine Meldung, ich habe mich natürlich auch nicht gemeldet bisher...ich bin so sauer und enttäuscht mal wieder,obwohl ich es mittlerweile doch besser wissen müsste...

Mit dem Brief an sie bin ich auch kein Stück weiter.ich weiß einfach nichtwo und wwie ich anfangen soll?!? Zumal man auch keine Vorwürfe ( denke ich ) schreiben sollte, aber dann eher Konsequenzen aufzeigen oder ist das dann auch wieder Quatsch?

mara89
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Beitrag von mara89 » 04.05.2015, 23:10

Bis heute hatte ich keine Kontakt mit meiner mama...heute schrieb sie mir eine mail ob sie morgen kommen könne.. Ich meinte sie kann wenn sie mag...ich hatte auch immernoch versucht einen Brief zu verfassen doch irgendwie Sitze ich einfach vor leeren Zeilen...vielleicht sollte ich morgen das Gespräch nochmals suchen? Sie hat ja dann noch nichts getrunken...( trinkt ab abend)... Ich hoffe immer noch das sie aufwacht und mal versteht um was es geht..eventuell ist doch dieser fast nüchterne zustand der richtige Moment? Oder ist das auch wieder alles falsch??

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