Vater trinkt weiter - es macht mich krank, wie reagiert man?

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
dacoucou
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Beitrag von dacoucou » 21.09.2015, 09:21

Hallo,

ich muss mal wieder berichten.
Ich habe es bis jetzt durchgehalten und mich nicht bei meinen Eltern gemeldet. Wir sind nur mal vorbei gefahren, um zu sehen "ob sie noch leben".

Heute morgen hat mich nun meine Mutter angerufen.
Sie wollte wissen wie es den Kindern geht und hat dann nach meinem Nachfragen auch berichtet, was sich bisher getan hat.

Sie gehen jetzt beide in eine SHG mit professioneller Begleitung und es tut ihnen gut. Die Berater dort sagen, sie wollen sehen, ob mein Vater noch andere, mehr Hilfe braucht, oder ob er es so schaffen kann. Er selbst hat ja weiterhin Panik vor einer Therapie.
Er hat wohl schon den kalten Entzug hinter sich und trinkt seit 3 Wochen nicht mehr...

Das ist zumindest endlich ein Anfang, ich hoffe nur, dass er standhaft bleibt.
Wir haben uns auch etwas über das, was passiert ist, ausgetauscht und ich habe ihr auch sagen können, wie es mir dabei geht und dass ich nicht mit ansehen werde, wie er sich "totsäuft", dass mich das zu sehr reinzieht und kaputt macht, dass sie sehr co-abhängig ist und dass ich es sehr gut finde, dass sie beide endlich diesen Schritt gegangen sind.

Zumindest gab es dieses Mal keine Vorwürfe und wenn wieder welche kommen, werde ich sie jetzt auch selbstbewußter abblocken. Sie sagte nur, dass sie über das Verhalten meines Mannes etwas schockiert war, weil ich ja nicht mit zur Polizei sollte, und dass Sie mich dort gebraucht hätte, nicht mein Vater. Tat tut mir ja ein wenig leid, aber sie hat es mir nicht so gesagt und meine Aufgabe war es trotzdem nicht, da hinzufahren. Mein Mann schützt mit seinem Verhalten uns. Andere Männer wären bei solch einer "Schwiegerfamilie" vielleicht schon längst weg oder wie reagieren eure Partner?

Ich habe ihr auch gesagt, dass ich hier im Forum eine Art SHG für mich gefunden habe.

Ich muss mich etwas bremsen, jetzt gleich wieder zu optimistisch zu sein, aber endlich haben sie die Sache in die eigene Hand genommen.
Oder wie sehr ihr das?

Wünsche euch allen noch einen schönen Tag!
Dacoucou

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 21.09.2015, 14:27

Hallo dacoucou,

erst einmal finde ich es natürlich GUT, das Deine Eltern diesen Schritt getan haben. Das ist ja auf jeden Fall erstmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich bin aber auch ein bisschen skeptisch, wenn ich das beispieslweise lese:
Er selbst hat ja weiterhin Panik vor einer Therapie.
Er hat wohl schon den kalten Entzug hinter sich und trinkt seit 3 Wochen nicht mehr...
Das zeigt mir erstmal, das Dein Vater noch nicht viel über unsere Krankheit weiß/begriffen hat.
Ich meine das jetzt nicht abwertend/negativ, sondern nur als sachliche Feststellung.
Denn ein kalter Entzug kann beispielweise durchaus tödlich ausgehen.
Ich wußte das auch lange nicht.

Das zweite ist, das wir PROFESSIONELLE HILFE brauchen, um aus dem Teufelskreis Alkohol nachmal rauskommen zu können.
Dem einen kann wirklich eine SHG ausreichen, ein anderer braucht aber auch zusätzlich noch ein Therapie.
Und ich kenne sogar trockene Alkoholiker, die weder eine Thera noch eine SHG hatten/haben.
Das ist ein Weg, den ich persönlich allerdings eher nicht empfehlen würde.
Schon gar nicht für gerade erst abstinent lebende Menschen.

Ich hoffe für Deinen Vater, das er seine Krankheit annehmen kann.
Das ihm ganz klar wird, das er keine Willensschwäche hat oder ein Versager ist, weil er trinken muss, sondern das er KRANK ist.
Das ist für mich übrigens die Grundlage für jegliche "Trockenheitsarbeit", wie wir das hier ja oftmals nennen.
Das ist zumindest endlich ein Anfang, ich hoffe nur, dass er standhaft bleibt.
Wenn ich das so lese, dann erkenne ich daran auch immer wieder, wie schwer verständlich unsere Krankheit für Nichtbetroffene ist. :wink:
Es geht hier nicht um "durchhalten" oder "standhaft bleiben", so ist das doch nur ein Kampf mit der "Faust in der Tasche".
Und den verliert man sehr wahrscheinlich früher oder später...
Aufgeben ist viel eher die Devise.
Und erkennen, das man völlig machtlos ist im Kampf gegen den Alkohol.
Der wird nämlich immer wieder gewinnen.
Kapitulation eben... und das war auch bei mir so, das ich kapitulierte.
Das ist nix defensives oder etwas wofür man sich schämen müßte, wenn man vor einem mächtigen Gegner kapituliert, gegen den man eh niemals gewinnen könnte.
Das ist eher schlau :wink:
Ich muss mich etwas bremsen, jetzt gleich wieder zu optimistisch zu sein, aber endlich haben sie die Sache in die eigene Hand genommen.
Oder wie sehr ihr das?
Hm, was soll ich Dir Hobbyoptimistin dazu schreiben... ich wäre selbst optimistisch, wenn ich in Deiner Lage wäre :lol:
Ich würde mich aber auch etwas einbremsen, weil ich weiß, das dieser Weg nicht einfach wird.
Aber er ist zu schaffen !
Sieht man ja auch hier im Forum an vielen Stellen. :)
Es kommt ganz darauf an, was Deine Eltern aus der Hilfe machen, die sie sich nun gesucht haben.
Kein Therapeut und keine SHG kann jemand trocken legen, das ist ein Prozess, wo vom Betroffenen absolute Mitarbeit nötig ist.
Ohne die wird das Ganze nix.
Und da kann ich natürlich Deine Eltern nicht einschätzen, kenne sie ja nicht.

LG Sunshine
die "trozdem" ganz fest die Daumen drückt ! :)

dacoucou
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Beitrag von dacoucou » 24.09.2015, 09:38

Hallo Sunshine,

dann will die "Hobbyoptimistin", was auch immer du damit sagen willst, dir mal antworten...

Dass ein kalter Entzug gefährlich ist, weiß ich durchaus und habe es ihm jetzt auch noch mal gesagt, ... da sind meine Eltern, vor allem meine Mutter sehr "blauäugig".
Mein Vater ist aber auch kein Spiegeltrinker und kam auch so mehrere Tage ohne Alkohol aus, deshalb war es wahrscheinlich auch nicht so schwer.

Ob diese SHG mit ausgebildeten Betreuern reicht... ich weiß es auch nicht.
Er hat ja schon eine Langzeittherapie gemacht und kennt seine Krankheit.
Mir und meinem Mann wäre eine "richtige" Therapie auch lieber, vor allem müßte mein Vater mal professionell vieles aus der Vergangenheit aufarbeiten und an seinem geringen Selbstbewusstsein arbeiten. Aber leider kann ich ihn dazu nicht zwingen...

Ich habe mit ihm gesprochen und er war froh mich zu sehen. Er sagt, es macht das jetzt FÜR SICH. Ich habe ihm auch erzählt, dass ich versucht habe mir hier Hilfe zu holen und auch gefragt habe, was ich tun kann - eben nichts. Ich habe ihm gesagt, dass ich mir nicht mitansehe, wie er sich todsäuft... und dass er sich jetzt die Hilfe holen muss, die er braucht.

In den drei Tagen, als er weg war, hatte er nichts gegessen und getrunken, der hätte das nicht viel länger gemacht..., wäre aber aus Angst nie nach Hause gegangen und er war so froh, das meine Mutter ihn hat suchen lassen.
Ich hoffe, jetzt war er wirklich ganz unten, und das dieser Klick reicht!

Das mit dem "standhaft" bleiben war nicht gut ausgedrückt - ok.

War am Montag mit dem "Mini-Zwerg" schon mal kurz bei Ihnen, die waren so froh, uns zu sehen und den strahlenden Zwerg im Arm zu halten... mein Vater hatte Tränen in den Augen und sagte "der ist so süß", ich hoffe, ein Grund mehr, jetzt sein Ziel weiter zu verfolgen.
Heute mittag fahre ich mit beiden Zwergen zum Essen hin. Der große wird sich freuen, Oma und Opa wieder zu sehen...

Im Moment geht es mir besser, ich bin natürlich optimistisch und hoffe das beste.

Liebe Grüße,
Dacoucou

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 24.09.2015, 15:34

Hallo dacoucou.

da hat sich bei meinem Text ein Schreibfehler eingeschlichen. :oops:
Das sollte heißen:
Hm, was soll ich Dir als Hobbyoptimistin dazu schreiben

Ich bezeichne mich selbst öfters mal als Hobbyoptimistin, so war das gemeint. :)
Und das ich eben als solches auch Hoffnung hätte, so wie Du die auch ein kleines bisschen hast.

Tut mir leid, das kam so natürlich missverständlich rüber :oops:

LG Sunshine

dacoucou
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Beitrag von dacoucou » 24.09.2015, 18:12

Hallo Sunshine,

ah ok ;-)
Das hatte mich einfach etwas irritiert. Danke für die Erklärung.

Ehrlich gesagt, hoffe ich sogar sehr, dass es klappt, das ihm die Gruppe gut tut, er dort vielleicht auch den Weg zu einer intensiveren Therapie findet, damit es nicht wieder zu einem Rückfall kommt.
War heute bei Ihnen.
Meiner Mutter standen die Tränen in den Augen, als sie den "großen" nach vier Wochen wieder sah und sie haben schön gespielt...

Mal sehen, wie es weiter geht.
Liebe Grüße,
Dacoucou

Zimttee
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Beitrag von Zimttee » 27.09.2015, 12:47

Hallo dacoucou,

ich wäre an deiner Stelle etwas zurückhaltender. Es klingt, wie Sunshine schrieb, scheinen sie keine wirkliche Erkenntnis zu haben, sonst würden sie anders handeln.
SHG-Besuche machen keinen Menschen gesund, er muss an sich arbeiten.. Und ohne Erkenntnis und Einsicht wird er nichts unternehmen.
Mir fällt auf, dass ihre ersten Lippenbekenntnisse mit deinen Konsequenzen zusammenfallen, dass du nicht mehr vorbei fährst. Erst kommt ein Anruf, dann berichten sie von ihren "Fortschritten" und zack stehst du bei ihnen auf der Matte. Da kullern dann ein paar Tränchen, weil sie den Enkel nach 4 Wochen wiedersehen... Ich weiß nicht, ich wäre da sehr vorsichtig.. Scheint, als wissen sie genau, wie sie dich wieder weichklopfen können.. Und zwar über die Enkel und Tränen und "schön spielen".
Zack, bist du wieder weich.

Ich denke, dass es ohne eine Erkenntnis nicht geht. Er braucht sooo wesentliche Veränderungen; die wird er kaum ohne Therapie umsetzen können. Und erst recht nicht, wenn es nicht "Klick" gemacht hat. Bei einer richtigen Erkenntnis wäre er den Entzug anders angegangen. Anscheinend unterschätzt er die Erkrankung massiv.

Du hast mir vorher noch geschrieben, dass es so ein ständiges hin und her bei ihnen ist. Mal ist alles gut, dann wieder alles ätzend. Genau so ist es bei uns auch. Ich habe lange immer versucht, das positive zu sehen. "Manchmal ist es ja schön." Naja, das Problem ist nur "unterm Strich ist es nicht schön."
Eine Beziehung, die so läuft, hat keine gute Basis.
Im Grunde sind deine Eltern wie meine. Total grenzüberschreitend. Ich weiß noch, dass mein Vater in der Küche meines Partners stand und dort seine Teeflecken kritisierte. Ich sollte diese Flecken entfernen :D Damit er mich mal heirate. Könne ja nicht sein, dass ich mich nicht um sein Küche kümmere.

Die Situation mit dem Tannenbaum wäre auch eine klassische gewesen, die sich meine Eltern hätten leisten können. Solche vergleichbaren Fälle hatten wir auch schon zu genüge. Früher war es so, dass ich alles mögliche gemacht habe, was in ihrem Sinne war. Ich denke, ich wollte einfach nur die Rückmeldung, dass ich irgendwas gut gemacht habe und sie stolz sind. Darauf war ich ganz gut dressiert. Aber statt, dass irgendwas honoriert wurde, kam wieder Kritik an irgendwas anderem. Ich habe öfter davon geschrieben, dass ich als Jugendliche die komplette untere Etage unseres Hauses für meine Mutter geputzt habe. Eigentlich sollte ich nur den Flur machen, habe aber alles andere mitgemacht, weil es dort nicht gut aussah. Auch das Gäste-WC. Als Dank hat mich meine Mutter angekeift, weil sie das WC schon gewischt habe.
Darüber, dass ich sooo viel gemacht habe, hat sie kein gutes Wort verloren.
Heutzutage versteht man unter diesem Vorgehen die Masche "Zuckerbrot und Peitsche". Es macht Menschen abhängig von der Rückmeldung der anderen. Ich habe mich früher abgestrampelt, ihnen alles recht zu machen. Geklappt hat es nie.

Kann es sein, dass dir ihre Rückmeldung immer noch sehr wichtig ist?
Bei mir ist es mitlerweile so, dass der Kontakt so weit runtergefahren ist, dass sie kaum etwas von mir mitbekommen. Ich habe akzeptiert, dass wir einfach kein normales Verhältnis haben und sie mich nicht wirklich als Erwachsene akzeptiert haben. Für sie bin ich immer noch die abhängige Tochter. Sie versuchen immer noch auf mich einzuwirken und führen dabei keine Kommunikation auf Augenhöhe. Gerne wird auch auf Manipulation zurückgegriffen, statt auf eine sachliche Unterhaltung.
Daher lasse ich diesen Umgang nun, weil sie mir eh nicht das geben können, was ich brauche.

Liebe Grüße,
Zimttee

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Beitrag von dacoucou » 28.09.2015, 09:45

Hallo Zimttee,

danke für deine Gedanken... darüber habe ich schon gestern abend lange gegrübelt..
und du hast mit vielem so recht.

Ja, ob die wirkliche Erkenntnis da ist, ich weiß es auch nicht so recht. Ihm ist zwar bewusst, dass er fast gestorben wäre, aber ob sich das wieder in diesem bekannten "jetzt ist ja wieder alles gut" verliert...
Ich kann nur aus der Distanz abwarten und sehen, was passiert. Ich befürchte sogar etwas, dass er in der SHG den Eindruck bekommt, da gibt es noch viel schlimmer Fälle, also ist es bei mir gar nicht so dramatisch... vielleicht können mir dazu eher andere "Betroffene" etwas sagen.

Vielleicht bin ich auch etwas übereilt hingefahren, aber ich musste das auch von Angesicht zu Angesicht mir ihnen besprechen, am Telefon ist das auch schwer.
Zumindest geht es mir erstmal besser und ich arbeite weiter daran, innerlich Distanz zu gewinnen.

Ich war aber auch etwas erstaunt über das Verhalten meines Vaters. Ich war mit den beiden Kindern nur für ca. 2 Stunden bei ihnen und während meine Mutter mit dem Größeren spielte, musste er dann irgendwann doch noch dringend was streichen gehen... ich hab dazu nichts gesagt. Das hätte sicherlich noch eine halbe Stunde warten können...


Leider ähneln sich die Verhalten unserer Eltern doch sehr.
Und ja, natürlich habe ich immer auf eine positive Rückmeldung gehofft und erlebte dann ähnliche Rückschläge wie du: Da streicht man die Hütte im Garten noch schnell und dann kommt nur ein plattes "ach, die sollte grün sein?", oder man hat eine neue Garderobe, die man selbst liebt und hört nicht mal ein freundliches "sieht gut aus", sondern es wird nur komisch beguckt...
Ich denke, jedes Kind hätte gerne von seinen Eltern Anerkennung und eine positive Rückmeldung für sein Tun.
Dass da bei meinen Eltern nicht mehr viel kommt bzw. sie ja Schwierigkeiten haben, meinen Lebensstil zu tolerieren, ist mir bewusst und ich erwarte vom Kopf her auch nichts mehr, aber klar, innerlich hoffe ich wohl manchmal noch. Kann man das denn abstellen?

Ich hoffe vor allem, dass ich später bei meinen Kindern nie so grenzüberschreitend werde!

Vielen Dank für deine Rückmeldungen, das hilft mir sehr dabei, mich schrittweise zu distanzieren!

Liebe Grüße,
Dacoucou

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Beitrag von dacoucou » 05.10.2016, 11:23

Hallo ins Forum!

Ich habe das letzte Jahr nicht mehr geschrieben und war auch kaum im Forum, da ich mich einfach mal auf "meine" kleine Familie konzentrieren musste und das war auch gut so für uns.
Nun kommt wieder "Innerer Ärger" bei mir auf und ich muss das hier einfach mal mit euch teilen.

Mein Vater hatte ja vor etwas mehr als einem Jahr so einen schrecklichen "Ausfall" und geht seitdem in eine Gruppe, mit meiner Mutter, danach war er noch einmal im Dezember rückfällig und seitdem schien es ganz gut zu laufen. Jedoch blieb der Kontakt zu ihnen sehr reduziert und die Kinder gehen nie ohne uns zu ihnen. Dies haben wir Eltern so beschlossen zu ihrem Schutz.
Trotz allem hatten wir das Gefühl, dass es ihm gut geht und er trocken bleibt, obwohl er kategorisch in keine Therapie will (was ist unmöglich finde, aber ja nichts bringt).
Nun waren wir im Urlaub und als wir wieder kamen und ich etwas für die Kinder suchte, musste ich feststellen, dass im Schrank im Gästezimmer zwei hochprozentige Flaschen, die zudem selten und teuer sind und die bei uns wirklich Jahre halten, fast leer waren. Im ersten Moment dachte ich nur, "Sch..., die haben wir vergessen", weil der meiste Alkohol bei uns wie Wein bereits in einem Raum im Keller abgeschlossen lagert, seit dem letzten Urlaub, damit mein Vater da nicht ran geht.
Dann habe ich es verdrängt und als nun mein Mann mal Abends ein Gläschchen trinken wollte, stieß er auf die Flaschen und alles kam wieder hoch. Die Woche davor hatte ich schon meine Mutter angesprochen, da mein Vater auffallend roch und sich anders verhielt und ihn zudem mein Mann beim Reingehen in einen Getränkemarkt gesehen hatte (da kaufen sie sonst nicht ein, also wollte er Alkohol holen). Aber laut ihr wäre doch alles ok und er trinkt nicht. Ich sagte ihr, dass er wieder trinkt und sie das wenigstens in der Gruppe ansprechen sollten, bevor er wieder richtig abstürzt, denn dafür gibt es die doch!
Oder sollte ich soetwas gar nicht mehr ansprechen, weil es ihr Problem ist???

Das ist jetzt 10 tage her und zwischendurch kam das mit den leeren Flaschen bei uns wieder hoch, also hatte er ja auch schon im Sommer getrunken (40 % muss man erstmal schlucken).
Von meinen Eltern ist seitdem nichts mehr zu hören, sonst rufen sie wegen jedem Kleinkram an.... toll finde ich das nicht und leider verdränge ich täglich dieses blöde Gefühl und den Gedanken, ich müsste mich mal bei ihnen melden... Muss ich nicht, ich weiß.

Mich ärgert ihr Verhalten! Und dass mein Vater einfach ohne Respekt unsere Sachen austrinkt, bei mir!!! so wie früher bei uns zu Hause, wo die Flaschen regelmäßig leer waren und nun kommt ein deja-vu und das Ganze spielt sich nun bei mir ab! Die Flaschen musste er ja auch erstmal suchen, die standen ja nicht so rum. Und dann trinkt er egal was, das Zeug war so selten und teuer, das "gönnen" wir uns zu besonderen anlässen - und so ein Alkoholiker gibt es so weg.
Hätte er wenigstens hinterher was gesagt, sich entschuldigt.
Statt dessen bekomme ich nach dem Urlaub noch "Vorwürfe" zu unserem Haus und den unfertigen Sachen (Neubau).
Glaubt der denn, ich merke das nicht irgendwann???
In dem Schrank waren vor allem Spielsachen für die Kinder (Versteckt als Geschenke für später).
Wie man bei dem Anblick dann trotzdem einfach trinken kann - ich kanns mir gar nicht vorstellen.

Wie würdet ihr euch denn jetzt verhalten?
Sie mit den leeren Flaschen konfrontieren?
Es einfach "vergessen" und beim nächsten Urlaub fast gar keine Hausschlüssel mehr geben?f

Wir dachten, die Jungs könnten auch mal so zu ihnen. Meine Mutter wollte ,dass der "Große" bei ihnen übernachtet, aber das kann sie jetzt vergessen...

Och Mensch... hätte nicht wieder sein müssen.
Bin gerade frisch mit unserem 3. schwanger :-) und hab auf Theater mit meinen Eltern keine Lust.

Ganz liebe Grüße!
Dacoucou

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