Vater trinkt weiter - es macht mich krank, wie reagiert man?

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
dacoucou
neuer Teilnehmer
Beiträge: 57
Registriert: 10.09.2015, 11:51

Beitrag von dacoucou » 13.12.2016, 21:08

Hallo,

falls einer mitliest...

Mein Vater ist wieder da.
Meine Mutter hat ihn gestern nachmittag bei einer Suchrunde in einem Park gefunden und ihn dann mit dem Auto abgeholt.
Er war dem Wetter entsprechend ausgekühlt und kaputt.

Warum er weg war? Wohl weil er sich so schämte und dann Angst hatte nach Hause zu kommen. Er hätte vor meiner Mutter, ihrer harten Stimme und ihren Vorwürfen Angst... nun ja.
Sie sollten am besten beide eine Therapie machen.

Ich warte von außen ab, wie es weitergeht.
Seid lieb gegrüßt und genießt die Vorweihnachtszeit. Wir haben endlich etwas dekoriert..

Dacoucou

Hans im Glück

Beitrag von Hans im Glück » 13.12.2016, 21:21

Ich wünsche dir auch schöne und hoffentlich stressfreie Tage.


Hans

dacoucou
neuer Teilnehmer
Beiträge: 57
Registriert: 10.09.2015, 11:51

Beitrag von dacoucou » 15.12.2016, 10:24

Hallo Hans,

danke, dir auch!
Vor allem ohne Stress von den Eltern ;-).
Das andere ist ja halb so wild...

Hast du eigentlich Kinder und feiert ihr Weihnachten zusammen?
Nach dem letzten "Vorfall" ist mir nicht so recht nach Weihnachten mit Eltern... kannst du vielleicht verstehen.
Wir werden sie vielleicht am 1. Weihnachtstag zum Kaffee einladen, dass müsste reichen. Heiligabend feiern wir schon seit ein paar Jahren "nur" mit unseren Kindern. Aber auf langes Kochen habe ich keine Lust am 1. Feiertag.

Grüße Dacoucou

Hans im Glück

Beitrag von Hans im Glück » 15.12.2016, 10:34

Guten Morgen Dacoucou,

mein Sohn ist schon aus dem Haus und feiert dieses Jahr im Ausland.
Mit meiner Frau und Hund machen wir es uns gemütlich bei Kartoffelsalat und Würstchen :lol:

Vielleicht solltest du bei der Einladung deiner Eltern ein Wort darüber verlieren, dass du keinesfalls bereit bist, einen angetrunkenen Vater bei dir zu Hause zu sehen. Damit eine Klarheit herrscht.

Liebe Grüße
Hans

dacoucou
neuer Teilnehmer
Beiträge: 57
Registriert: 10.09.2015, 11:51

Beitrag von dacoucou » 16.12.2016, 11:03

Hallo Hans,
ja, sicher ist sicher, auch wenn das "selbstverständlich" sein sollte.

Sag mal, wie bist du eigentlich trocken geworden?
Ich fragte meine Mutter, ob mein Vater jetzt eine Therapie machen wolle und sie meinte, er wäre wohl bereit dazu, im nächsten Satz kam aber auch gleich ihre Idee, dass man ja auch eine Ambulante Behandlung machen könnte mir einer Sitzung pro Woche.
Meinst du so etwas würde echt ausreichen, bei jemanden, der ja nun schon seit mindestens 10 Jahren wieder trinkt und mit irgendetwas in seinem Leben nicht klar kommt?
Ich bin da ja insgesamt sehr skeptisch, wenn ich sehe, wie er sich verhält und voller Komplexe und ohne Selbstvertrauen ist aber angetrunken dann sein ganzes Wesen verändern kann...

Liebe Grüße, Dacoucou

Hans im Glück

Beitrag von Hans im Glück » 16.12.2016, 15:24

Hallo Dacoucou,

jeder muss seinen persönlichen Weg finden in die Abstinenz.
Deshalb nutzt dir mein Weg wenig.

Dir schon gar nicht, weil es um deinen Vater geht.
Es ist sein Weg, den er finden muss.
Sein Weg mit dem er einverstanden sein muss.

Prinzipiell gibt es in Deutschland ein breitgefächertes Angebot von Hilfe.

Am Anfang sollte das Gespräch mit dem Hausarzt stehen, denn die körperliche Entgiftung ist keine Sache die jemand allein zu Hause durchführen sollte.

Liebe Grüße
Hans

dacoucou
neuer Teilnehmer
Beiträge: 57
Registriert: 10.09.2015, 11:51

Beitrag von dacoucou » 16.12.2016, 21:56

Hallo Hans,

ja, ich verstehe.

Sein Hausarzt ist allerdings nicht viel wert.
Im Oktober war er ja schon 10 Tage zur Entgiftung im Krankenhaus. Wenn man danach aber gleich wieder trinkt und sonst keine Therapiel will, bringt das sicher nicht viel...
Mmhh...

Ich bin auf seinen Weg gespannt...

Dacoucou

Marlene83
neuer Teilnehmer
Beiträge: 7
Registriert: 04.12.2016, 00:40

Beitrag von Marlene83 » 20.12.2016, 22:52

Oh Mann...Wenn ich das lese wird mir ganz anders.
Ich würde gern ein paar kluge Ratschläge da lassen,aber ich hab leider keine.
Egal wie unterschiedlich die Geschichten sind...Am Ende haben wir alle ähnliche Verhaltensmuster.

Ich wünsche dir ruhige Weihnachten...

Antworten