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Warum schreibt ihr euch nicht?

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
Miss Daisy

Beitrag von Miss Daisy » 01.03.2018, 08:34

Also ich schreib gerne und bin bereit, den Stein mit am Rollen zu halten - zumindest für eine Zeit.

Ich hatte vor ein paar Jahren schon einmal in dieses Forum geguckt, konnte mich damals aber nicht dazu aufraffen, aktiv mitzumachen. Ich hatte einige Erfahrungsberichte von Leidensgenossen gelesen, aber dann wurde es mir zuviel - soviel Elend und schlimme Geschichten. Es hat mich runtergezogen, soviel Negatives zu lesen und dann dabei zugucken zu müssen, dass die betroffenen EKAs bis ins späte Erwachsenenalter sich zum Teil immer noch von ihren alkoholabhängigen Elternteilen emotional erpressen lassen und sich nicht von ihnen loslösen können/wollen. Schwer zu ertragen!

Ich selbst bin also hin- und hergerissen: Einerseits suche ich den Austausch mit anderen EKAs, wenn es um das Verstehen meiner jetzigen Verhaltensmuster geht, andererseits möchte ich auch meine Kindheitserinnerungen endlich hinter mir lassen und mich auf positivere Dinge und die Zukunft konzentrieren.

Wie denkt Ihr darüber?

B.Nyborg
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3086
Registriert: 15.08.2008, 15:02

Beitrag von B.Nyborg » 01.03.2018, 16:37

Hallo Miss Daisy,

Ich kann verstehen, dass Geschichten anderer Betroffener schwierig zu verdauen sind. Daher ist es auch wichtig, gut auf sich aufzupassen und nicht alles mal eben schnell zu lesen. Was widerum oft gut tut, ist die Erkenntnis, nicht allein mit einem bestimmten Problem zu sein. Dass jemand Austausch möchte, aber gleichzeitig nach vorne blicken will, auch hierfür können sich ja Gleichgesinnte / Wegbegleiter finden.

Viele Grüße, B.Nyborg

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