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Alkoholkranke Eltern - meine Geschichte

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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Ingrid2012
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 730
Registriert: 21.12.2011, 13:14

Beitrag von Ingrid2012 » 15.10.2017, 07:31

Hallo Eufemia,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum, ich bin mir sicher, dass Du hier richtig bist. Du hast Dich jetzt im Vorstellungsbereich gemeldet, der allerdings nur von einem kleinen Teil -nicht dem gesamten WWW- gelesen werden kann. Und Du kannst momentan auch nur hier schreiben.

Martin, unser Moderator erledigt die Freischaltungen zur Zeit nur abends. Wenn er Dich dann frühestens heute abend freischaltet, wirst Du Dich auch mit anderen Betroffenen austauschen können, was oft eine ungeheure Erleichterung sein kann, wenn Du merkst, dass Du nicht alleine bist.

Bis dahin alles Gute, schöne Grüße Ingrid

Ingrid2012
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 730
Registriert: 21.12.2011, 13:14

Beitrag von Ingrid2012 » 15.10.2017, 07:36

Upps, ich habe gerade erst gemerkt, dass Du Dich zweimal vorgestellt hast, und Martin Dich bereits freigeschaltet hat. Dann hat sich das erübrigt, und Du kannst Dich jetzt ja bereits schon in den offenen Foren austauschen.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch, schöne grüße Ingrid

Hull

Beitrag von Hull » 01.11.2017, 10:58

Dass die normalen Schutzmechanismen eines Kindes bereits in den frühesten Jahren durch die alkoholkranken Eltern beeinträchtigt oder missbraucht wurden, sollte dir bewusst sein. Welche Verantwortung besteht also deiner Mutter gegenüber?

In den letzten 18 Jahre hast du (unterbewusst) sicherlich mehr Verantwortung für deine Familie übernommen als sie selbst das jemals auch nur für sich selbst fertig gebracht hat.

Löse dich ab, so hart das klingen mag.

Miss Daisy

Beitrag von Miss Daisy » 26.02.2018, 19:54

Hallo Eufemia,

meine Mutter ist auch Alkoholikerin, und als ich in Deinem Alter war, habe ich nur daran gedacht, wann ich endlich von zuhause ausziehen kann. Gehst Du noch zur Schule, oder machst Du eine Ausbildung, oder...? Ich denke, es würde Dir guttun, zur Ruhe zu kommen und eine eigene Wohnung/möbliertes Zimmer o. ä. zu haben, wo Du hinter Dir die Tür abschließen und zur Ruhe kommen kannst.

Als ich damals noch bei meiner Mutter wohnte, hatte ich immer Angst und Herzklopfen, wenn meine Mutter nach Hause kam, und ich nicht wusste, in welchen Zustand sie gerade ist. Immer habe ich versucht zu helfen, meiner Mutter das Leben zu erleichtern, wo es ging, und dachte, dann hätte sie ja keine aktuellen Sorgen und folglich auch keinen Grund mehr zu trinken. Das war natürlich Quark. Wie heißt es so schön in der Werbung „Es gibt immer einen guten Grund!“

Wenn Du Dich selbst retten willst und einen gesunden Start in Dein Erwachsenenleben haben willst, versuche, mindestens schon mal räumlichen Abstand zu gewinnen.

Wenn Du noch radikaler sein willst, aber das ist ein wirklich schwerer Schritt, kannst Du auch überlegen, ob Du den Kontakt zu Deiner Mutter abbrechen willst/solltest. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für mich war es damals die einzige Möglichkeit, von dem Alkoholproblem meiner Mutter loszukommen. Ich hab jahrelang um sie getrauert und hatte so sehr Mitleid mit ihr und darüber, dass ihr Leben so verpfuscht ist, aber ich konnte ihr Problem nicht lösen und musste an mich denken.

Ich drück Dir die Daumen...

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