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Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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Morgenrot
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Beiträge: 14508
Registriert: 29.02.2008, 11:36

Beitrag von Morgenrot » 22.03.2018, 10:48

Hallo Tabea,

herzlich Willkommen bei uns im Forum.
Machmal dauert es bis die Nachrichten kommen, habe dich gestern abend schon gelesen, aber ich möchte auch die richtigen Worte finden.

Ich glaube ganz sicher, das dein Vater wieder Hoffnung geschöpft hat, als du ihn im Krankenhaus besucht hast.
Nasse Alkoholiker denken dann oft, es ist alles wieder gut.
Du kannst aber deinem Vater sagen, das dies durchaus kein Auftakt für ein mehr an Kontakt ist.
Ich fühle mich damit schuldig, da er mir sagte, dass er sich sehr freut, wieder Kontakt zu haben, und dass er damals Fehler gemacht hat. Er würde uns gern besuchen kommen..
ich glaube, das er dies sicherlich auch ernst meint, aber du bist an nichts schuld, wenn du es ablehnst.
Solange er keine Krankheitseinsicht hat, wird er nichts verändern.
Es geht hier um dich, was kannst du für dich tun, damit es dir erst einmal besser geht, und du dich entscheiden kannst, was du willst.
Wichtig ist es dann auch konsequent zu bleiben, denn aus Erfahrung weiß ich, das der nasse Alkoholiker gerne die Gefühlsschwankungen der COabhängigen benutzt um vielleicht wieder einen "Fuß in die Tür" zu bekommen.


lg Morgenrot

Grünes Kistchen
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Beiträge: 24
Registriert: 12.01.2018, 10:22

Beitrag von Grünes Kistchen » 22.03.2018, 18:30

Hallo Tabea,

nein, Du mußt kein schlechtes Gewissen haben. Du brauchst Dich auch vor niemanden für Deine Entscheidungen zu rechtfertigen.
Ich selbst kenne diese Gefühle zur Genüge, dass kann ich doch nicht machen, was soll XY von mir denken, etc. Seit ich für mich entschieden habe, dass ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter will, fühle ich mich besser. Dem Vorraus gingen einige Telefonate in denen sie nicht betrunken war und ich ins Schwanken geriet, vielleicht hat sie doch angefangen etwas zu ändern...
Aber es wäre so gekommen, wie so oft, kaum hatte ich Hoffnung geschöpft, ging das ganze Theater von vorn los. Ich will es definitiv nicht mehr. Punkt.
Ich mag mich nicht von ihr runterziehen lassen durch irgendwelche Vergleiche mit anderen, ach so viel besseren Töchtern, warum ich sie nicht "vorher frage", ob ich meinen Vater, meine Tante besuchen darf. Das ewige Jammern und baden im Selbstmitleid, das Leben ist so schlecht und überhaupt, es ist so.
Ich habe für mich die Reißleine gezogen. Ich lese hier viel in den anderen Forenbereichen, um ein Verständnis für die Krankheit Alkoholmissbrauch zu entwickeln. Ebenso hat mir das Buch Familienkrankheit Alkoholismus von Ursula Lambrou geholfen.
Das Wissen, was ist gut für mich, dass muß man sich erarbeiten.

Vielen Grüße!

Martin

Beitrag von Martin » 23.03.2018, 13:34

Hallo Tabea,
In der Erziehung wurde einem häufig gesagt, dass man an andere denken muss und nicht egoistisch sein soll.
und wieso dürfen sich die "Erzieher" dann egoistisch verhalten :?:

Wenn dein Vater nach der Entgiftung wieder trinkt hat er nix gelernt,

weshalb solltest du dich jetzt anders verhalten :?:

Als trockener Alkoholiker kenn ich die Spiele der Alkoholiker,

glaube nicht alles was dein Vater dir erzählt.

Wenn er getrunken hat merkt er selbst nicht was er sagt.

LG Martin

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