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jetz oder niewieder ...... wenn man sich entscheiden muss

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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waytoomany
neuer Teilnehmer
Beiträge: 3
Registriert: 29.12.2006, 15:41

jetz oder niewieder ...... wenn man sich entscheiden muss

Beitrag von waytoomany » 29.12.2006, 16:25

hallo und danke ersteinmal an alle die mir das hier lesen und mir helfen möchten .

also angefangen hat alles vor knapp 10 jahren ... damals war ich knapp 7 jahre alt und mein vater hatte schon darmals ein schweres alkohol problem . mein vater hat sich schon damals mit meiner mutter geschtritten und es wurd von tag zu tag immer schlimmer . damals lebste ich mit meiner kleineren schwester im unsrem zimmer genau neben dem wohnzimmer und so durfte ich mit das geschreie jeden abend anhöre . eines tages dann zogen meine schwester und ich mit meiner mutter weg.inzwischen war ich 9 jahre alt .
knapp 2 jahre hat es gedauert da sind wir wiedr zürück in das haus meines vaters gezogen , aber diesmal sind wir nicht mit ihm in eine wohnung sonder untersdach gezogen . da ging alles gut und ich hab mich mit meinem vater sehr gut verstanden , ich wusste zwar von seinem alkohol problem doch da ich nicht mit ihm zusammen leben musste und er mich und meine mutter inruhe lies fand ich es einigermaßen okay . dann miente mien vater jedoch irgrndwann dass er sein haus verkaufen möchte und sich ein anderes anschaffen will und das er möchste das meine mutter ( die inzwischen einen festen freund hatte ) und wie mit ihm kömmen sollen damit er seine knder um sich hab en kann . gesagt getan und jetz waren wir in einem anderem haus . eineige zeit ging das auch gut , mein vater musste das huas renovieren und ich hab mich entschieden wieder zu ihm zurück zu ziehen ... damals meinte er es sei schluss mit seiner sucht und er wolle nicht das ich meine jugend lang angst vor ihm haben muss .... inzischen war ich 13 jahre alt und meine jugend lag schon in trümmern . naja das ganze ging dann 3 wichen gut biss er herausgefunden hatte das wenn er mich vollbesoffen zutextet ich mich ihm nicht entziehen kann ... naja so ging das dann 6 monate fast jeden tag kam er spätnachts zu mir und meinte mir einen von gott und der welt erzählen zu müssen .. bis ich mich einestages getraut hab zu meiner mama zu gehen und ihr von all dem mist zu erzählen ...... ich bin also nach oben zu meiner mutter gezogen ... und mein vater war monatelang am boden zerstört..

so und jetz wurd es langsam richtig schlimm ...

ich kurz vor meinem 14 . geburtstag und hab mich wieder einigermaßen mit meinem vater verstanden denk mir also mensch wiso mach ich den keine geburtstags feier bei mir zuhause im partykeller . also geh ich zu meinem vater und frag ihn ob es okay ist wenn ich mit meinen freunden bei ihm im keller eine kleinen geburtstagsfeier machen dürfte und das er bitte an dem tag nüchtern bleiben kann und uns in ruhe lassen könnte ....

... "alle kein problem ich lass euch in ruhe deinen geburtstag feiern ".....

ok ich lad meine freunde ein und feier gemütlich mit cola und fanta meinen 14 geburtstag bis plötzlich mein papa sturtz betrunken mit 3 kollegen von ihm den keller stürmten musik aufdrehten und anfingen ein liedchen für mich zu singen versuchten ....... klasse papa - so lief mein 14 geburtstag ab .. so peinlich war bisher nichts in meinem leben gewesen .....

wie dem auch sei 2 jahre sind vergangen und ich bin inzwischen 16 jahre alt ... die beziehung zu meinem vater wurde besser und besser da er zeitweilig einen entzug auf eigene faust durchgezogen hatte und schon knapp 4 monate trocken war ...... naja ich zieh also zu meinem vater zurück um ihn etwas halt zu geben und ihn zu unterstützen .... naja das erstemal hat es 3 wochen gedauert da ar es wieder so weit und er legt sich knallblau zu mir ins bett ........ ok kann passieren dad aber ich will sowas net nocheinmal ...... " ok ok tut mit leid passiert nie wieder ich trink jetz nixx mehr" ....... ok .... 4 wochen hats gedauert da saß er bei mir im zimmer als ich nach hause gekommen war und hat bei mir auf den teppich gekotzt .... ich schnapp mir ein paar sachen die mir wichtig sind leg sie in einen karton und will zu meiner mutter. da stellt sich mein vatter in den flur und meinte nein ich lass dich nicht gehen darauf hin will ich an ihm vorbei gehen da pckt er mich und wirft mich gegen die heizung ... ich also todes mutig geh ans fenster und will rausspringen .... er kommt hält mich fest und schlägt mit 2 mal das fenster vor den kopf und mein ich soll mich beruhigen ..... zack er schließt mich ein ..... zum glück hatte ich ein handy und hab ganz schnell meine mutter die eine etage über und wohnt angerufen das sie mich hier rausholen soll ...

meine mutter und mein stiefvater kommen also runter und versuchen erst ganz normal mit meinem papa zu sprechen der aber schlägt erstmal mit der faust nach meiner mutter und schlägt die tür zu ..... mein stiefvater tritt also erstal de tür ein um mich da raus zu holen und mein vater stürzt sich auf meinen retter und fängt sich bei den versuch erstmal nen kaputte nase ein ....

jetz knapp 2 tage später hab ich mit meinem vater gesprochen und ihm gesagt das ich wegziehe weil ich es net mehr lange ertragen kann(ich hab mir inzwischen schon 2 mal die pulsadern angeschnitten ) daraufhin ist er in tränen ausgebrochen und hat mich umarmt und meinte das er das alles micht wollt und jetz clean bleibt wenn ich denn bei ihm bleibe .... jetz sind meine mutter und mein stiefvater auf wohnungssuche und ich hab minem papa gesagt dass ich noch solange hier bleib bis wir eine wohnung haben und ich dann weg bin......

.... und das ich ihm noch eine LETZTE chance geb .
ich liebe meinen vater und ich möchte echt gerne bei ihm bleiben aber wenn er die letzten wochen die ich hier noch lebe auchnoch versaut dann muss ich ihn wohl alleine lassen ( mein papa wird in 2 jahren 60 und hat niemanden mehr außer mich)

Kerstin1978

Beitrag von Kerstin1978 » 29.12.2006, 21:20

Hallo waytoomany,

erst einmal ein herzliches Willkommen !

Zunächst einmal: Werde Dir bewusst, dass Du keine Schuld an der Situation hast und vor allen Dingen trägst Du nicht die Verantwortung für Deinen Vater !!!

Du steckst ganz schön tief in der Misere, dem Du schnellstmöglich entrinnen solltest. Wenn mein Vater mir etwas derartiges angetan hätte, so hätte es er wohl nicht überlebt.
Ich kann Dich allerdings auch verstehen. Einerseits er ist Dein Vater, andererseits willst Du sein Verhalten nicht länger tollerieren. Und das solltest Du auch nicht länger tun.

Suche Dir um Himmels Willen Hilfe außerhalb Deiner Familie. Denn mit Pulsadern an- oder aufschneiden ist ja nun wirklich nicht zu spaßen.
Vertraue Dich Deinem Hausarzt oder -ärztin an, der/die weiß sicher Rat und ist zudem an die Schweigepflicht gebunden. D.h. es wird nirgends herum getratscht.

Dein Vater hat nur noch Dich ? Na, das hat er sich wohl selbst zuzuschreiben. Wenn er zu diesen Handlungen schon in der Lage war, möchte ich nicht wissen, wozu noch... .

Eine letzte Chance ? Ich denke, so weh es auch tut, die hat er bereits gehabt und die hat er auch vertan.

Such Dir Hilfe beim Arzt, Vertrauenslehrer oder auch beim Jugendamt (dort sitzen auch nur Menschen, die helfen wollen). Du wirst sehen, dass man Dir helfen will und auch kann. Denn Deine derzeitige Situation kann nicht derart aufrecht erhalten werden.

Pass bitte auf Dich auf. Du bist ein wertvoller Mensch, der so etwas nicht verdient hat.

Fühl Dich mal von mir gedrückt ;-)

Gruß,
Kerstin

Krümelmonster
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Beitrag von Krümelmonster » 29.12.2006, 21:23

Hallo waytoomany!

Erst einmal möchte ich Dich hier herzlich Willkommen heißen. Es ist schön, dass Du Dir Hilfe gesucht hast. Und als ich eben Deinen Beitrag las hatte ich das Gefühl, dass DU Hilfe verdammt nötig hast! Nicht nur Dein Vater.
Dein Vater muss die Hilfe für sich selber wollen :!: So hart wie das vielleicht jetzt klinegn mag, aber Du hilfst ihm weder wenn Du bei ihm bleibst noch wenn Du weg bist (meiner Meinung nach, was ich mit MEINEM alkoholkranken Vater durchgemacht habe...). Dein Vater sucht scheinbar nach irgendwelchen Gründen um sich vom Alkohol losreißen zu müssen. Der ihm selbst wohl wichtigste Grund mit dem Trinken aufzuhören ist scheinbar der (so wie ich es aus Deinem Text rauslesen konnte), damit DU ihn nicht verlässt... Das ist in meinen Augen schlichte Erpressung.
Eine Erpressung einerseits, um Dich an ihn zu binden, und eine Erpressung an sich selbst, damit er EINEN GRUND hat mit dem Trinken aufzuhören (absolut schwachsinnig!!). ...
Denn der springende Punkt, um eine feste sichere Basis zum Aufhören mit dem Trinken zu erschaffen, ist DER: DEIN VATER MUSS ES FÜR SICH SELBST WOLLEN! FÜR SICH EINZIG UND ALLEINE!!! Er muss den Unterschied erkennen zwischen dem was er für sein Umfeld will, und dem was er eigentlich für sich selbst will.
Er muss in erster Linie erkennen, dass Du erst freiwillig dableibst, wenn er konkret aufgehört hat zu trinken (längerfristig und nicht nur für ein paar Tage oder ein paar Wochen...) und das für Dich auch erkennbar ist. Das er Dir erstmal die Basis des Vertrauens wieder geben muss. Und das er das nicht von heute auf morgen kann, Dein Vertrauen zurück zu gewinnen, sondern dasss er sich das erst einmal hart erkämpfen musss; ALLEINE erkämpfen muss... DAS muss er alleine schaffen!!
Was ich Dir nur raten kann, selbst wenn Dir das jetzt vielleicht unlogisch vorkommt und so gar nicht nach dem, was DU vielleicht gedacht hast zu hören: Was ist Dir wichtig? Und was ist nötig?
Du liebst Deinen Vater sehr. Du hasst ihn aber auch für die Dinge die er tut und/ oder schon getan hat. Du fühlst Dich hilflos. Du willst ihm helfen. Du weißt aber, Du kannst ihm nicht helfen. Jedenfalls nicht längerfristig, weil Du das Fachwissen gar nicht hast. Ich habe Jahre lang den Fehler gemacht die Verhaltensweisen meines Vaters vor anderen zu vertuschen, es schön zu reden... Habe ihm aufgeholfen, wenn er zu betrunken war um alleine zu gehen und sich auf die Fresse gelegt hat. Es war erniedrigend das alles mitzuerleben und ich habe noch nie so viel Mitleid für jemanden empfunden wie für meinen Vater. Das hat er wohl auch gewusst. Meine Tochter wird mich immer wieder auffangen... Wenn mich alle im Stich lassen, SIE wird es nicht tun. Und da liegt der Hund begraben. Ich hätte ihn liegen lassen und gehen sollen. So hart wie es klingt. Aber das ist der einzige Weg. Der einzig richtige.
Das jedoch habe ich zu spät erkannt. Denn er ist jetzt tot und ich kann es nie wieder gut machen... Mein Vater ist an den Folgen seiner Alkoholsucht schließlich gestorben.
Mach nicht den selben Fehler. Du kannst es richtig machen. Zu helfen heißt auch manchmal NICHT zu helfen. Du musst es nicht so krass machen, wie ich es jetzt beschrieben habe. Du kannst Deinem Vater sagen, dass Du ihn liebst und ihn auch immer lieben wirst, egal was für Bockmist er gemacht hat (denn daran kann man eh nichts mehr ändern).
Sag ihm , dass Du bereit bist einen Neuanfang zu machen, wenn er den ersten Schritt tut. Den ersten richtigen Schritt. Nämlich den zu erkennen, dass er es FÜR SICH SELBST tun muss.
Denn erst dann, wenn er an SICH gearbeitet hat kann er damit anfangen sein demoliertes Umfeld neu aufzubauen. Zum Beispiel, was ihm ja sehr wichtig ist, die Beziehung zu Dir, seinem Sohn, standfest und zu einem Mittelpunkt in seinem Leben zu machen. Aber erst mal soll er doch bitte mit seinem eigenen Leben anfangen, bevor er andere Leben (besonders DEINES) damit hineinzieht...
Stoß ihn nicht von Dir weg aber zeige ihm deutlich, dass er es alleine anfangen muss. Das er seinen eigenen Weg finden und dann auch konkret gehen muss um die anderen Dinge die ihm wichtig sind zu richten und zu klären. Er muss bei der Wurzel des Übels anfangen; Bei sich selbst.

Mein Vater hat auch mehrere trockene Phasen und auch einige Therapien gemacht. Aber immer nur um weiter für seine Familie zu funktionieren, um den Zusammenbruch der Familie zu verhindern, für die er sich alleine verantwortlich gemacht hat. Er hat glaube ich nie erkannt, dass er sich selbst dabei übersehen hat. Sein eigenes Ich. Das muss und kann Dein Vater sicher noch lernen, denn wie Du schreibst ist er bereit irgendwas zu tun. Nur WAS muss er für sich erst mal genau festlegen. Aber an erster Stelle kommt erst einmal ER SELBST. Und nicht für wen oder warum, oder für was... DAS MUSS IHM KLAR WERDEN. Sonst ist ein Versuch trocken zu werden von vornherein auf keinem guten Fundamet gebaut...

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen, auch wenn das alles nicht sehr einfach zu verstehen sein mag.
Es war ein komisches Gefühl Deinen Hilferuf zu lesen, denn es war vieles darin, was ich damals auch so erlebt habe. Es zeigt, wie viele Menschen es wirklich mit solchen Problemen gibt. Es hat mir aber klar gemacht, dass ich nicht alleine bin. Und das muss Dir auch klar werden. Du bist nicht allein und Du kannst Hilfe bekommen. Du musst sie nur suchen und auch zulassen...
Ich wünsche Dir viel Kraft das zu erreichen, was Du Dir vorgenommen hast und würde mich sehr darüber freuen, wieder hier von Dir zu hören.
Liebe Grüße, Krümelmonster

waytoomany
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Beitrag von waytoomany » 29.12.2006, 23:05

soo ich hab jetz nocheinmal mit meinem vater gepsrochen und geh morgen mit ihm und meiner family in den stadtgaten um ein bischen zu reden ... naja ich hoffe wir kriegen das irgendwie wieder in den griff .... mein vater ist heute zur drogenberatungsstelle gegangen und hat dort mit den zuständigen gesprochen ......ich hoffe dass er es endlich verstanden hat das er uns zu wichtig ist um sowas zu tun .

wie dem auch sei ich und meine mama werden wegziehen .... hab auch schon ein haus gefunden ( knapp 5 km weit weg) .

bis dahin dauert es noch kanpp 6 bis 8 wochen die ich hier bei meinem vater verbringen muss .

das problem ist halt das ich mein vater total gern hab und ich nicht von ihm weg will, aber ich möchte halt nicht mehr unter so einer starken belastung stehen . naja es sind ja nur 5 kilometer die schaff ich auch noch mit dem fahrad ^^

danke eure worte sind echt aufbauend .

Krümelmonster
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Beitrag von Krümelmonster » 30.12.2006, 23:45

Hallo waytoomany...

Es ist schön wieder von Dir zu hören und zu erfahren, dass Dein Vater sich durchgerungen hat, sich professionelle Hilfe zu suchen.
Der Abstand, den Du und Deine Mutter nun von ihm nehmen wollt ist ein guter Anfang. Auch für ihn.
Dein Vater muss lernen Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Wie gesagt muss er den Neuanfang für sich selbst wollen. Das es das beste für euch alle ist, kommt dann als nächstes. Es ist eine logische Fortsetzung von dem, was er bereit ist neu zu beginnen.

Lieben Gruß, KM

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