Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Mein Vater hat den Kampf ums Überleben verloren...

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

lavendel
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 2672
Registriert: 23.05.2006, 20:05

Beitrag von lavendel » 30.12.2006, 11:23

hallo aileen,

auch von mir herzliches beileid zum tod deines vaters. wünsche dir viel kraft für die kommenden tage.

so schlimm der tod eines elternteils auch immer ist: dein vater leidet jetzt nicht mehr. und auch du findest hoffentlich irgendwann deine ruhe und deinen frieden wieder. ich war nach dem tod meines vaters (er ist mit 63 auch an alkoholmissbrauch nach einem tagelangen martyrium gestorben) auch erstmal geschockt - natürlich. aber ziemlich schnell dann auch erleichtert - für ihn und für mich.

lavendel

Maria-Nicole
neuer Teilnehmer
Beiträge: 27
Registriert: 18.11.2006, 15:54

Beitrag von Maria-Nicole » 30.12.2006, 11:26

Liebe Aileen,

Es tut mir wahnsinnig leid. Ich habe (als stille Mitleserin) deinen Mut und dein Engagement, deinen Vater in deine Nähe zu holen, sehr bewundert.
Ich wünsche dir von ganzen Herzen viel Kraft.

kiki
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 4189
Registriert: 25.10.2006, 12:41

Beitrag von kiki » 30.12.2006, 16:12

Liebe Aileen,

herzliches Beileid zum Verlust deines Vaters.
Du hast soviel für ihn getan.
Ich wünsch dir und deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit.

Liebe Grüße
Kiki

esgehtanders
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 653
Registriert: 24.09.2006, 20:37

Beitrag von esgehtanders » 30.12.2006, 16:34

hallo aileen,
das ist ja wirklich traurig :(
alles Gute und Liebe für dich

Kerstin1978

Beitrag von Kerstin1978 » 30.12.2006, 21:08

Hallo Aileen,

es fehlen die Worte....

Mein herzliches Beileid möchte auch ich Dir zukommen lassen.

Gruß,
Kerstin

Diandra
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 2142
Registriert: 26.03.2006, 23:35

Beitrag von Diandra » 30.12.2006, 21:27

Hallo Aileen,

auch von mir ein herzliches Beileid.

Ich weiss, dass Worte momentan kein Trost sein können. Fühl Dich ganz doll gedrückt von mir und ich hoffe, dass es Dir bald wieder ein wenig besser geht.

LG
Diandra

Krümelmonster
neuer Teilnehmer
Beiträge: 166
Registriert: 11.12.2006, 20:19

Beitrag von Krümelmonster » 31.12.2006, 00:24

Liebe Aileen...

Ich bewundere Dich.
Vieles, was Du für Deinen Vater getan hast, konnte ich für meinen Vater nicht tun.
Auch er starb an den Folgen seines Alkoholkonsums. Es ist zehn Jahre her und vieles was Du geschrieben hast hat mich an die Zeit seines langsamen Sterbens erinnert, so als wäre es gestern gewesen...
Ich zittere immer noch...
Doch ich bin auch dankbar dafür mich daran erinnern zu können; Es nicht verdrängen zu wollen.
Du bist ein toller Mensch und es gibt kaum solche Leute, die über so ein trauriges Erlebnis hinaus noch dazu in der Lage sind anderen Betroffenen Mut zuzusprechen.
Ich wünsche Dir viel Kraft!

Lieben Gruß, KM

Aileen
neuer Teilnehmer
Beiträge: 87
Registriert: 12.10.2006, 22:45

Beitrag von Aileen » 31.12.2006, 12:27

Hallo Ihr Lieben,

soviel Anteilnahme…. Vielen, lieben Dank. :oops:

Der Tod war sicherlich nicht nur für meinen Vater, sondern auch für uns Kinder eine Erlösung. (Lavendel, da bin ich deiner Meinung – auch wenn’s weh tut. Kopf und Herz arbeiten ja leider selten konform). Als ich „reanimieren“ hörte, habe ich ja auch gleich die Patientenverfügung eingepackt, damit ich die Ärzte stoppen kann. Es wäre kein Leben mehr gewesen.

Was mich jedoch erschreckt hat war, dass Ende Oktober seine Blutwerte voll im grünen Bereich lagen (bis auf den Leberwert natürlich) und 6 Wochen später….. complete system shut down! Die Krankenschwester auf der Intensiv sagte, dass sie selten so etwas erlebt hat – Dominoeffekt. Ein Organ nach dem anderen gab auf! Ich dachte da nur an unser kurzes Gespräch Mitte/Ende Oktober nach dem Arztbesuch:

[color=red]„Er fragte mich heute nach dem Arztbesuch: "Und? Wie geht es nun weiter?" Nach kurzer Überlegung habe ich es ihm direkt gesagt: "Papa, du bist sehr krank. Wenn du nicht in eine Klinik gehst wirst du bald sterben - in 3 Monaten, in 3 Jahren - keine Ahnung, aber rechne nicht damit, dass du in 10 Jahren noch lebst".“[/color]

Tja, es hat keine 3, sondern nur 2 Monate gedauert. Und obwohl ich es ihm seinerzeit so hart gesagt habe, habe ich selbst nicht damit gerechnet!

Zurzeit sind wir natürlich mit den Beerdingungsvorbereitungen beschäftigt. Der Bestatter nimmt uns viel ab, aber er muss ja auch mit Informationen „gefüttert“ werden. Daher bin ich froh, dass ich schon vor Jahren damit begonnen habe Papas Unterlagen zu ordnen und auf dem neuesten Stand zu halten. Das war nun eine große Erleichterung.

@Karsten
Wenn ich nur EINEN Menschen mit meinem Appell angeregt habe zum Arzt zu gehen oder zumindest seine Situation mal ernsthaft zu überdenken würde ich mich freuen. Das ist aber gar nichts im Gegensatz zu den Möglichkeiten, die DU so vielen Menschen durch die Erstellung deines Forums bietest! Die Anzahl der Benutzer und Gäste zeigt, dass viele Menschen Hilfe suchen und diese Hilfe hier im Forum auch bekommen und meist annehmen! Vielen Dank dafür!!

@all

Vielen Dank für eure lieben Worte (und Diandra den virtuellen „Drücker“ :) ).

Ich wünsche allen einen guten Start in 2007! Und ich wünsche allen, die vor ihrer ersten Bewährungsprobe „Silvester“ stehen alles Gute, haltet durch – letzten Endes ist heute einfach nur Sonntag und morgen ist Montag!!!

Liebe Grüße

Aileen

Antworten