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Professionell? ...und doch völlig ratlos

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

Paddy
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Beitrag von Paddy » 07.03.2007, 01:58

Ich denke, dass die Leute, die bei dir im Krankenhaus landen , wohl schon einen Schritt weiter sind als eien mutter. Entweder schon so abgestürzt oder freiwillig dort?
Diesen berühmten Tiefpunkt muß deine mutter wohl erst erreichen oder zur einsicht geraten, dass sie alkoholikerin ist. zu dieser einsicht kann wohl die beste therapeutin einem alkoholiker nciht verhelfen und ist ja nciht dessen aufgabe. sondern als therapeutin setzt man dort an, wo jemadn kommt und von sich aus hilfe sucht. Also nützt dir im grunde alles theoretische wissen nichts. leider. wenn deine mutter soweit ist, kannst du ihr vielleicht beistehen. aber selbst das ist sicher nicht einmal empfehlenswert, was die therapeutische behandlung angeht, denke ich.
Kurzum glaube ich, dass du garnicht mal viel tun kannst. mir scheint es auch, dass dein wissen auch nicht so fundiert ist.
In der Regel wird hier ja immer eins empfohlen. Sprich mit deienr mutter im nüchternen Zustand. Besser dein Vater. ER könnte sie vor die Wahl stellen: ich oder der Alkohol. Bei manchen klappts, bei anderen nicht ( zb. bei mir)

Jaelle
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Beitrag von Jaelle » 10.03.2007, 10:23

Ich habe für kommenden Freitag den Besuch bei meiner Mutter geplant...und bemühe mich schon, ihr keine Vorwürfe zu machen, aber das wird ziemlich viel Selbstbeherrschung kosten. Mal sehen, ob ich das schaffe,

Ich fand es auch nicht so toll, daß mein Vater hinter ihrem Rücken beim Hausarzt war und konnte ihn gerade noch bremsen, das gleiche auch bei ihrer Freundin zu tun. Der Arzt war aber nicht weiter überrascht, da er schon vermutet hat, daß sie ein Alkoholproblem hat. Sein Vorschlag war stationäre Aufnahme. Das hat er wohl am Donnerstag mit ihr besprochen, aber das hat meine Mutter natürlich verschwiegen.

Meine Patienten sind meistens eher unfreiwillig da, da die Mehrheit noch minderjährig ist...daher will ich auch gar nicht abstreiten, daß mein Wissen nicht so fundiert ist, da unsere Patienten einfach noch nicht erwachsen sind und mein Erstkontakt natürlich an einem viel späteren Punkt entsteht, als der zu meiner Mutter.

liebe Grüße,
Jaelle

summerdream
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Beitrag von summerdream » 10.03.2007, 18:09

hi jaelle

ja das mit der selbstbeherrschung kenne ich, manchmal möchte man einfach nur schreien...

aber aus erfahrung kann ich dir sagen, dass das absolut nix bringt. außerdem würde ich dir raten nur mit deiner mutter zu reden, wenn sie nüchtern ist, wenn sie getrunken hat, geh einfach wieder, da hat alles weitere eh keinen sinn. da fällt dir das ruhig bleiben vielleicht leichter.

finds auf jeden fall gut, dass der arzt mit deiner mutter redet. anscheinend hat er ja schon mit ihr geredet bevor dein vater da war bzw. vielleicht ist deine mutter ja auch selber mit dem anliegen gekommen.

ich wünsche dir noch viel kraft und glück, dass dein gespräch gut verläuft...

Jaelle
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Beitrag von Jaelle » 12.03.2007, 09:18

Hi Summerdream,

danke, Kraft und Nerven kann ich gut gebrauchen.

Hat sich bei Dir denn etwas verändert....nach Gesprächen meine ich. Mußt Du aber nicht beantworten wenn Du nicht magst.

Einen guten Start in die Woche,
Jaelle

summerdream
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Beitrag von summerdream » 12.03.2007, 17:15

hi jaelle

gespräche ham bei meiner mutter eigentlich nix genutzt, was aber eher daran lag dass sie da meistens dann betrunken war. wenn sie nüchtern war, hat sich keiner getraut aus angst sie trinkt dann wieder. wir ham's mal geschafft, sie durch gespräch dazu zu bringen, zum hausarzt zu gehn, da is sie dann auch mal zur suchtberatung, aber dann hat's der hausarzt verbaut, da er die schweigepflicht verletzt hat. er hat auch den ernst der lage absolut nicht erkannt, hats lange runtergespielt.
dann hat mal ne ehemalige bekannte meiner mutter angerufen, die ebenfalls getrunken hatte, nachdem bei uns in der umgebung des gerücht rumgegangen ist sie wollte sich umbringen. sie hat ihr halt einfach mal ihre story verzählt und hat sie überreden können mal mit ins blaue kreuz zu gehn. das hat aber auch nicht viel gebracht, da sie da anscheinend selber nur zugehört hat, aber nie was gesagt hat.
letztendlich habe ich dann mal die polizei gerufen und meine geschwister in der woche drauf ne andere ärztin und anschließend ging sie dann auf kur. sie hatte inzwischen zwei rückfälle, momentan läufts wieder gut, aber stabil ist sie noch nicht. ich hoffe sie schafft es jetzt endlich mal, vorher hat sie so ca. alle 5 wochen 1 wochen lang heftigst durchgetrunken, inzwischen sind glaub schon 7-8 wochen vergangen, ein kleiner lichtblick.

danke wünsch dir auch ne schöne woche. gut angefangen hat sie schon mal, hab ausnahmsweise nicht verschlafen, is ne krankheit bei mir :( außerdem fahr ich freitag zu ner freundin nach berlin, freu ich mich schon voll drauf :D

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