Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Wie kann ich nur helfen?

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1126
Registriert: 03.09.2006, 19:11

Beitrag von Whitewolf » 22.03.2007, 22:34

Hallo Bessy,

da er das alles schon einmal hatte kennt er auch die Wege aus der Sucht. Besser als Du und Eure Familie. Was auch immer Ihn da geritten hat die Trockenheit wegzuwerfen spielt eigentlich jetzt keine so grosse Rolle mehr. Das weiss er selbst am besten.

Da sich auch nach einem Sprung von der Schippe und dem Hilfsangebot im betreuten Wohnen nichts getan hat, er wohl noch zu grossen Stolz hat sich helfen zu lassen....wenn er das überhaupt will.....
solltest Du Dich aus der Sache zurückziehen.

Du kannst Ihn nicht zwingen mit den Trinken aufzuhören. Deine Mutter sollte sich überlegen ob Sie sich evtl. lieber um sich selbst kümmert und Konsequenzen zieht.

Sein Fass ist eindeutig noch nicht leer.

Wenn er sich so eine Sache auf Leben und Tod nochmal erlaubt, würde ich von akkuter Eigengefährdung sprechen.
Damit bewegt er sich sowiso auf dünnem Eis in Richtung richterliche Verfügung.

Dann wird Deiner Mutter die Verantwortung abgenommen ( die Sie eigentlich sowiso nicht hat) und er wird nicht mehr gefragt.

Die Antwort wird Dir nicht gefallen, aber evtl. schreibst Du mal Deine konkreten Möglichkeiten auf die Du siehst ohne das Du oder die Familie sich total aufreiben.

Ich wünsche Dir viel Kraft das richtige zu tun

Gruss

White

NoFun
neuer Teilnehmer
Beiträge: 8
Registriert: 23.03.2007, 17:28

Beitrag von NoFun » 23.03.2007, 20:50

[quote="summerdream"]
sag ihr das du zu ihr hälst, das du nicht findest, dass sie schuld ist und dass du gerne mit ihr ausziehen würdest.[/quote]

Hm wieso nicht zu beiden Eltern halten und gemeinsam versuchen es zu schaffen?
Oder ist das Absicht damit der Dad sieht wie ernst sie es meinen?

summerdream
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 5773
Registriert: 05.02.2007, 17:10

Beitrag von summerdream » 23.03.2007, 21:22

hi nofun

klar kann man versuchen beiden eltern zu helfen, aber wenn der vater nicht will ist es aussichtslos. dann ist es besser sich zurückzuziehen und sich um sich selbst zu kümmern. wenn man weiterhin da bleibt und sich mitansehen muss, wie sich der vater kaputt säuft, zerbricht man irgendwann daran, also lieber schaun, dass man rauskommt aus dieser hölle.

es kann sein, dass dadurch dem vater klar wird, was er durch die sucht alkohol verloren hat und das er sich dann hilfe sucht. auch das ist ein hintergrundgedanke dabei, an dem man sich aber nicht unbedingt klammern sollte. schön wäre es natürlich, wenn es ihn dann zur einsicht bringt.

NoFun
neuer Teilnehmer
Beiträge: 8
Registriert: 23.03.2007, 17:28

Beitrag von NoFun » 24.03.2007, 10:20

Und was ist wenn der Vater oder wie bei mir meine Muteter es will aber es nur so immer sagt das sie nicht mehr trinken und es auch wirklich wollen aber immer wieder zum Alkohol greifen?

baggerschen
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 520
Registriert: 05.01.2007, 12:45

Beitrag von baggerschen » 24.03.2007, 12:21

Hallo..

Wirklich wollen .. erkennt man daran das der Betroffene von selber handelt. Ohne das man etwas sagt. Wenn derjenige aufsteht , losgeht, Hilfe sucht, bereit ist alles aber auch alles zu ändern.
Wenn er nur bittet und sagt das er will aber seinen Hintern gar nicht bewegt oder immernur verlangt man möge ihm doch glauben und ihm Dinge abnehmen dann ist da kein Wille dahinter. Wille heißt Ziel. Der Weg zum Ziel ist der Wille ehrgeizig und konsequent zu handeln.
Jeder der seine Hände zum helfen ausstreckt öffnet dem Betroffenem ein Hintertürchen. Leben ohne Alkohol geht nur ohne Hintertürchen und Kompromisse.
Übrigends sind die Kinder oder Co-abhängigen die ersten die an so einer Situation zu Grunde gehen.
Ein Alkoholiker säuft aktiv oder trocknet aktiv. Beides tut er nur für sich alleine.
Das heißt für alle Beteiligten, umdrehen, ignorieren, Konsequenzen durchziehen und sich ebenfalls nur auf sich selber besinnen.
Das ist die Chance für beide Seiten.

in diesem Sinne...

Bessy83
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 20.03.2007, 13:46

Beitrag von Bessy83 » 26.03.2007, 13:20

Hallo
Danke an alle für die antworten.

Es hilft mir wirklich sehr hier meine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben.

Bin im Moment bei meinen Eltern zuhause und mein Papa hat schon wieder getrunken.

Ich hab die letzten Tage viel nachgedacht und bin zu dem Entschluß gekommen das ich ihn nicht hängen lassen werde und meine Mama auch nicht. Ich wohne zwar nicht mehr zuhause aber werde mein möglichstes tun um zu helfen ohne dabei an meine Grenzen zu gehen, wenn es mir zu viel wird werde ich gehen und komme wieder wenn ich bereit dazu bin. Wenn ich es nicht wenigstens versuche ihm zu helfen dann erfahre ich nie ob ich hätte helfen können. Wenns nicht klappt weiß ich das ich versucht habe.

Liebe grüße an alle.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt :-)

Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1126
Registriert: 03.09.2006, 19:11

Beitrag von Whitewolf » 26.03.2007, 13:41

hallo Bessy,

kannst Du uns schreiben was Du nun vorhast??

Wie sieht Deine Hilfe aus?

Vieleicht können wir Dich vor Sackgassen bewahren die viel Zeit und Energie brauchen.

Der Entschluss den Du gefasst hast ist selbstverständlich o.k. und hört sich auch vernünftig an weil Du auf Deine Kräfte achten willst.

Aber Du musst das ja nicht alleine machen.
Es hilft bestimmt auch weiterhin Deine Gedanken aufzuschreiben.

Viele Grüsse

White

Bessy83
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 20.03.2007, 13:46

Beitrag von Bessy83 » 26.03.2007, 14:14

Hallo.

Seine alten Gruppenmitglieder wären dazu bereit sich einmal in der Woche privat zu treffen.

Privat aus diesem Grund, weil der Gruppenleiter damals die Gruppe aufgelöst hat.

Ich denke das wäre gut weil woanders will er nicht hin und in dieser Gruppe hat er sich damals sehr wohl gefühlt.

Was sagt ihr dazu???

Liebe Grüße Bessy

Antworten