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Meine Mutter starb am Alkohol!

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

Lady of Ice
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Beiträge: 47
Registriert: 29.03.2007, 18:36

Meine Mutter starb am Alkohol!

Beitrag von Lady of Ice » 29.03.2007, 18:44

Ich habe letzte Woche Dienstag (20.03.2007), meine Mutter verloren, aufgrund Ihrer Alkoholsucht. Sie trank schon seit Ihrer Jugend, wurde ins Krankenhaus eingeliefert, mit einer Lungenentzündung und Virusinfektion. Aufgrund Ihrer geschädigten Leber und anderen geschädigten Organen, hatte Ihr Körper keine Kraft mehr zum überleben. Ich bin noch immer schokiert, kanns nicht glauben und suche Hilfe, oder Menschen denen ähnliches passiert ist zum austausch, da ich mit dem Verlust nicht klar komme.

Gruß, Nadine

speedy53

Beitrag von speedy53 » 29.03.2007, 18:51

Hallo Nadine,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Ich möchte Dir mein herzlichstes Beileid zum Tod Deiner Mutter aussprechen.

Es ist immer schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren und unter diesen schwierigen Umständen sicher noch mehr!

Vielleicht liest Du mal im Bereich "Kinder und erwachsene Kinder von Alkoholikern"!

Dort findest Du sicher Antworten auf Deine Fragen!

Lieben Gruß an Dich
Speedy

Rosamunde

re.

Beitrag von Rosamunde » 29.03.2007, 19:00

Hallo Nadine,

willkommen bei uns im Forum, auch wenn der Anlaß dafür sehr schmerzlich ist.

Erst einmal möchte ich Dir mein Herzliches Beileid zum Tode deiner Mutter aussprechen.

Es macht mich ganz besonders betroffen, weil der Todestag deiner Mutter, mein 1. Jahrestag meiner Trockenheit ist, und meine Tochter ebenfalls deinen Vornamen trägt.

Ich wünsche Dir von ganzen Herzen viel Kraft für die Zukunft.

Lieben Gruß, Rose

vanillivi
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Beitrag von vanillivi » 29.03.2007, 19:11

Hallo Nadine!
Auch von mir erstmal mein Beileid zum Verlust Deiner Mutter.

Ich habe am 27.01. meinen Bruder an den folgen des Alkohols verloren.
Er trank seit ca. 30 Jahren. In den letzten Jahren war er nur noch "ein Schatten seiner selbst". Er war nicht mehr in der Lage sein Leben alleine zu meistern.
Wir haben ihn die letzten Monate versorgt und seinen Schriftkram erledigt.
Bis wir ihn am 27. Januar vergeblich aufsuchten, und ich ihn (durch den Briefschlitz) tot in seiner Wohnung liegen sah. Seine ganze Wohnung war voller Blut.....
Meine Mutter und ich haben seinen Tod noch immer nicht wirklich realisiert..

Lady of Ice
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Beitrag von Lady of Ice » 29.03.2007, 19:11

Ich bedanke mich bei Euch. Leider komme ich mit den Gefühlen die ich erst seit Ihrem Tod spüre nicht klar. Ich hatte meine Mutter immer "nur lieb", aber nicht geliebt... Vielleicht ein Schutz meiner Seele nicht mit dran kaputt zu gehen, diese Liebe spüre ich erst seit dem 20.03. und es schmerzt so sehr... Und solche Schuldgefühle habe ich... So oft war ich distanziert, oder gar abweisend zu meiner Mutter, die trotz allem immer noch die Nähe zu mir und den Enkelkindern suchte... Sie wollte so gerne was mit mir spielen etc... Ich hatte immer abgeblockt... Hätte ich nur geahnt daß die Zeit weg rennt... Wie konnte ich nur so abweisend sein..? Ich kanns nie wieder gut machen... Nie mehr...

Lady of Ice
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Beitrag von Lady of Ice » 29.03.2007, 19:16

vanillivi hattest Du auch Schuldgefühle...? Meine Mutter trank seit sie 15 war... War nur 5 Jahre Trocken (als ich 10 war bis ich 15 war) und ist mit 53 nun gestorben...

Rose danke nochmals, ich möchte Dir dennoch gratulieren zu Deinem 1 jährigem Trockensein, ich ziehe den Hut vor jedem der es schafft trocken zu werden, halt durch !

vanillivi
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Beitrag von vanillivi » 29.03.2007, 19:23

Ja, die habe ich auch, wenn ich an die letzten Wochen denke.
Wenn wir in seiner Wohnung waren, hatte ich es leider immer eilig wieder gehen zu können.
Ich sehe immer noch sein Gesicht vor mir und höre ihn sagen "wollt ihr schon wieder gehen?".
Irgendwie war es ein "Eigenschutz", wie Du schon geschrieben hast; alles nicht so nah an sich ranzulassen.
Man überlegt auch immer wieder hätte man nicht mehr tun können um zu helfen, jetzt ist alles so entgültig..

Lady of Ice
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Beitrag von Lady of Ice » 29.03.2007, 19:28

Meine Mutter war immer hier, schon lange gezeichnet vom Alkohol, auch verwirrt und man roch es auch... Immer... 2 - 3 mal die Woche kam sie immer zu uns... Ich setze mich immer demonstrativ an den PC, damit sie schnell wieder geht... Und nun...nun tut es mir so leid.. Nun wünschte ich sie käme hier zur Tür rein.. Nun wünschte ich, ich könnte wieder was mit Ihr spielen oder so... Wie hast Du gelernt damit zu leben und um zu gehen..? Ich fühle mich im Moment so, als hätte sie mein Leben gleich mit genommen als sie ging... Wie geht es weiter...? Ich funktioniere nur noch für meine Familie, aber ich "Lebe" nicht mehr...

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