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Karsten
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Beitrag von Karsten » 17.12.2014, 12:02

Hallo Slowly,

ich stimme dir schon zu und es kann nicht so weiter gehen.
Nur denke ich, dass es mit einem Ruf nach mehr politischen Veränderungen nicht getan ist.

Die Menschen sind leider so und wollen alles billig oder sogar umsonst haben, selbst wenn sie es sich auch leisten könnten. Da fahren sie dann lieber einmal mehr in den Urlaub oder kaufen sich ein größeres Auto, was ja auch wieder umweltunfreundlich ist. Viele reden, aber im innern denken sie, mir egal, solange ich alles schon bliig oder umsonst bekomme. Nicht jeder lebt an der Armustsgrenze und könnte seinen Egoismus mal überdenken.

Als Beispiel, wo es um das Leben von Menschen geht, das ja wenigstens genauso wichtig ist, wie von Tieren, mal die Textilindustrie.
Da wurde weit und breit in den Medien daarüber diskutiert, unter welchen Zuständen und auch auf Gefahr für Gesundheit und das Leben der Fabrikarbeiter/innen, die Textilien hergestellt werden.
Hat sich was geändert? Einige dieser Firmen erfreuen sich immer größerem Umsatz.

Gruß
Karsten

Slowly
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Beitrag von Slowly » 17.12.2014, 18:20

Hallo und Danke für eure Beiträge :) ,

es freut mich, dass sich auch hier scheinbar einige Leute Gedanken machen, über dieses Thema.

Aus Zeitmangel nur kurz ein Fernsehtip:

ZDF Mediathek- Frontal - Deutschland missachtet Tierschutz.

Slowly

Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 17.12.2014, 19:39

Slowly hat geschrieben:Hallo Matthias,

wolln geld verdienen - wenn ich meinen verbrauch an ihren waren runterfahr bzw. ganz einstell, machen die ihre ware billiger, um mich vielleicht wieder anzulocken
.

Die Qualeier und -Fleisch etc. sind doch bereits so billig, dass es nicht billiger geht.

Wenn ich aus ethischer Überzeugung, kein Fleisch etc. mehr essen werde, dann werde ich doch niemals damit wieder anfangen, nur weil es noch billiger ist :shock:

Wenn ich im Jahr ein Schweinchen, 2 Lämmchen, 15 Hähnchen und ein halbes Rind weniger esse dann hoffe ich, dass es irgendwann so sein wird, dass dann diese Tiere auch nicht "produziert" werden.

Dazu muss aber auch die Politik etwas tun und die Möglichkeit schaffen den Mißständen Herr zu werden und Stück für Stück, zusammen mit der Aufklärung der Massen durch Tierschutzorganisationen, eine Wende einläuten.

Ich denke nicht, dass jeder Vegetarier oder gar Veganer werden muss aber es wäre schön, wenn jeder bereit wäre hinzusehen, woher sein Fleisch, Milch etc. kommt und es dann erst ( mit gutem Gewissen ) zu konsumieren.

Hatten die Tiere ein würdiges, schmerzfreies Leben vor ihrem Tod ?

Das ist doch das Allerwenigste, was anzustreben wäre ?

Oder ?

Schönen Tag

Slowly
Aha,

willkommen im Club :-)

Vegan, dazu kann ich mich nicht durchringen. Ohne Käse würde das schwierig für mich, Soja anstatt Milch wäre allerdings noch drin für mich. Aber Vegetarier bin ich jetzt schon über ein Jahr und außer ab und an ein paar Bratwürsten fehlt mir nichts.

Ursprünglich wollte ich nur noch Fleisch aus Öko-Betrieben essen, aber irgendwann ist man dann an dem Punkt, an dem einem das auch verlogen vorkommt...sterben muß das Tier ja trotzdem, weil irgendjemand ein saftiges Steak will.

Seitdem lebe ich fleischlos und inzwischen kauf ich mir auch kein Leder...weder Lederschuhe noch Lederjacke noch Lederhose...Vegane Schuhe sind inzwischen überall zu haben.

Es ist ne Sache der eigenen Überzeugung. Jeder, der sich mit dem Thema Schlachthof mal intensiver auseinandersetzt, kann eigentlich gar nicht anders als auf Fleisch zu verzichten. Aber Missionierung ist nicht mein Ding. Es bringt nix, jemanden überzeugen zu wollen. Ähnlich wie mit der Sauferei muß es aus freien Stücken geschehen.

Witzigerweise fangen Menschen immer an, sich selbst zu rechtfertigen, warum sie Fleisch essen oder sie machen sich lustig drüber und überdecken damit irgendwas. Meine Mutter kommt nicht umhin, mir jedesmal mitzuteilen, daß sie ja gar nicht viel Fleisch esse, ganz wenig nur, ohne daß das Thema überhaupt aufs Essen kommt. Ich sag dann immer: Mutter, es ist doch Deine Sache, was Du machst oder was Du isst. Das geht mich nichts an. Du mußt Dich vor mir nicht ständig rechtfertigen.

Was ich persönlich pervers finde - ich selbst verzichte auf Fleisch, aber meine Hunde und Katzen fressen weiterhin das übliche Futter, also Fleisch. Nun kenn ich keinen vegetarischen Hund, aber manchmal kommt mir sowas schon seltsam vor.

Schönen Gruß und schöne Zeit

Andreas

Slowly
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Beitrag von Slowly » 18.12.2014, 00:01

Hallo Martin,

die Frage stellt sich mir, ob es wirklich einen so hohen Bedarf an Fleisch gibt, wie die Menschen denken ihn zu haben ?

Fleisch essen müssen wir nicht, im Gegenteil ist es doch mitverantwortlich für viele Krankheiten.

Was die Finanzierbarkeit alternativer Tierhaltung betrifft, gibt es schon Landwirte, die mit innovativen Ideen voran gehen.

Z.B. die Bruderhahn Initiative Deutschland

Eine neuen Form der Biogeflügelhaltung, bei der Hahn und Henne gleichberechtigt miteinander gehalten werden.
Normal ist es, dass die männlichen Eintagsküken millionenfach getötet werden.
Die Brudertiere der Legehennen nämlich setzen zu langsam Fleisch an, als dass sie für konventionelle Mast geeignet wären.
Diese Eier werden vier Cent teurer verkauft und finanzieren so die Aufzucht der Bruderhähne ( teilweise Freiland ) mit.
Die Initiative funktioniert und es werden mehr Eier gewünscht als von den fleißigen Hühnern gelegt werden können.

Manchmal braucht es vielleicht einfach nur Menschen, die mit einer guten Idee und viel Engagement voranschreiten und der Verbraucher zieht dann mit. :)

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 18.12.2014, 00:10

Hallo Karsten,
Nicht jeder lebt an der Armustsgrenze und könnte seinen Egoismus mal überdenken.
Diese Aussage halte ich für das Grundproblem.

Wenn alle Menschen den Anderen, Tiere mit eingeschlossen, für ebenso wichtig wie sich selbst ansehen würden, dann gäbe es mehr gute Freundschaften, glückliche Paare, funktionierende Familien, friedliche Völker und fleischlos glückliche Genießer :).

Auch mal helfen oder teilen, ohne dass man dafür etwas zurück erwartet.
Einfach nur des Teilens oder Helfens wegen.....das würde ich mir von allen Menschen wünschen.

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 18.12.2014, 00:27

Hallo Andreas,

Was ich persönlich pervers finde - ich selbst verzichte auf Fleisch, aber meine Hunde und Katzen fressen weiterhin das übliche Futter, also Fleisch. Nun kenn ich keinen vegetarischen Hund, aber manchmal kommt mir sowas schon seltsam vor.
Ich habe mich damit auch schon auseinander gesetzt.
Was mir gesagt wurde war, dass man Hunde wohl vegetarisch ernähren könnte, Katzen dagegen nicht.
Aber die würden sich dann wohl bei ausschließlich vegetarischem Futter, eh schnell mal eine Portion Mäuseragout dazu organisieren. ;)

Ne...., Missionieren mag ich auch nicht, das Thema hat sich hier ja nur so entwickelt, weil Eni was dazu schrieb.

Vor kurzem war ich mit Freundinnen auf dem Weihnachtsmarkt.
Da konnte ich alle zu einem vegetarischen Mittelalterfladen mit Krautsalat und Schafskäse ( darauf verzichte ich auch noch nicht ) überreden.

Als das Gespräch dann plötzlich in die vegetarische Ernährungsschiene zu gehen drohte, lenkte ich gaaaaanz schnell ab.

Nix schlägt mir beim Essen mehr auf den Magen, als Leute die sich andauernd über ihrer Diät-Bio-Vegetarier oder Veganernährung austauschen wollen.

Und wenn eine der Damen herzhaft in ihr Backschinkenbrötchen gebissen hätte, dann hätte ich es ihr auch gegönnt.
........und inzwischen kauf ich mir auch kein Leder...weder Lederschuhe noch Lederjacke noch Lederhose...Vegane Schuhe sind inzwischen überall zu haben.
Hui, sehr fortschrittlich ! Gratuliere.

Bis jetzt habe ich nur von veganen Doc Martens gelesen.

Liebe Grüße

Slowly

Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 18.12.2014, 19:00

Hi Slowly,

eigentlich wollte ich mir in Istanbul noch eine schicke Lederjacke und zwei Ledergürtel kaufen...ich habe Lederjacken immer geliebt, schon als Teenager war ich nur in meiner Motorradlederjacke unterwegs. Aber wenn man mal hinter die Kulissen schaut, die entsprechenden Informationen einfach mal bewußt zulässt und nicht ignoriert, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man manche Dinge mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren kann. Leder gehört dazu.

Aber das ist nur ein Aspekt einer Umorientierung. Auch da gehe ich Schritt für Schritt. Es muß sich richtig anfühlen, erzwingen kann man nichts. Deshalb bin ich auch kein Veganer, weil ich da nicht komplett dahinterstehe.

Schönen Gruß und schöne Zeit

Andreas

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 19.12.2014, 08:27

glück auf alle

ich freu mich, wenn sich jemand für geschundene menschen einsetzt - und für geschundene tiere.
bei mir langt s nur für die menschen (obwohl ich gern fleisch von gesunden tieren ess).
vor ~ 100000 jahren hat s fleischessen unseren vorfahren zeit gegeben s gehirn zu entwickeln - kunst, religion und so n zeug ...
und - wenn alle veganer wären??? gäb s da überhaupt noch tiere?

schöne zeit

:D
matthias

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