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Trekking in den Alpen

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Slowly
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Trekking in den Alpen

Beitrag von Slowly » 05.03.2014, 08:19

Hallo Forum,

im Sommer werde ich 10 Tage mit einer Freundin im Gebiet des Dreiländerecks Frankreich/Italien/Schweiz wandern.

Wir haben vor mit Rucksack und Zelt unterwegs zu sein und nur ca. alle drei Tage eine Hütte oder eine Pesion im Tal aufzusuchen, um dort fließendes Wasser zur Körperpflege zu haben.

Es ist das erste Mal, dass wir beide so etwas machen und wir sind schon sehr gespannt wie wir uns " in der Wildnis" schlagen werden.

Da sich mein Fitness Level seit meiner Trockenheit echt gut verbessert hat, habe ich in dieser Hinsicht keine Bedenken.

Was die Bekleidung während des Wanderns ( Regen ? ), die Kälte ( in der Nacht im Schlafsack ), die Ernährung ( wir wollen nicht jeden Tag in einer Hütte einkehren) , das Einlaufen der neuen Wanderschuhe ( wie lange ?), und vor allem die "Navigation" ( habe leider kein integriertes Navi ;) )betrifft.......

.....mache ich mir schon noch einige Gedanken.

Hat jemand Erfahrung mit einer Tour dieser Art und mag sie mit mir teilen ?

Für heute erst mal blasenfreie Grüße :)

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 06.03.2014, 05:24

Hallo Uwe,

da juckt es ja gleich in den Füßen los zu wandern,
wenn ich das lese. :)

Danke für die wertvollen Tips.

An was ich noch überhaupt nicht gedacht hatte sind Kompass und
Fernglas.

Außerdem sind diese dünnen Regenmäntel eine gute Idee.
Ich konnte mir nicht vorstellen extra auch noch Regenkleidung mitzuschleppen.

Der Rucksack wird so schon schwer genug.

Für das Wasser habe ich mir eine Trinkblase gekauft, ich fand die Idee so klasse, direkt von einem Schlauch aus dem Rucksack heraus zu trinken.

Aber ist wohl eher eine Spielerei und muss ja ( immerhin 2 Liter wenn sie voll ist ) auch geschleppt werden.

Bei den Schuhen habe ich es so gemacht wie du schriebst.
No-name Wanderschuhe aber davon die guten.

Habe im Laden viele anprobiert bis ich merkte,..... die und keine andere.

Jetzt muss es nur noch ein klein wenig beständiger werden,
dann fangen wir hier in Deutschland an sie einzulaufen.

Mit meinen Eltern war ich als Kind auch viel im Allgäu und es hat mir damals schon gut gefallen, ich kann mir bildlich vorstellen wie ihr dort mit Seppelhut und Wanderstock den Berg bezwungen habt.

Damals hatten es mir besonders die friedlich weidenden Kühe angetan und auch heute freue ich mich sehr auf die Steinböcke und Bartgeier, die dort beheimatet sein sollen.

Mein Vater hatte sich damals von jeder Region die wir erwandert hatten ein kleines buntes Emblem besorgt, das dann an den Wanderstock genagelt wurde.

Er steht heute noch bei meinen Eltern im Schirmständer :) .

Liebe Grüße und wenn dir noch etwas einfällt dann nur zu......

Ach ja, viel Erfolg und Freude auch noch auf deinem trockenen Weg !!

Um trinkende oder gar betrunkene Menschen auf den Hütten werde ich natürlich einen großen Bogen machen.

Ist ja auch ein Vorteil beim im Zelt schlafen, die Geräuschkulisse untem Sternenzelt dürfte deutlich angenehmer sein, als in einem Bettenlager in der Berghütte.

Slowly

Quantensprung
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Beitrag von Quantensprung » 07.03.2014, 08:34

Hallo Slowly,

schön, da bekomme ich Wanderlust beim lesen! :-) Zuerst einmal meine Frage. Wie hoch wollt Ihr denn hinaus? Meine letzte Tour war die Steinbocktour im Allgäu. Die ist allerdings hochalpin und dort wanderst du immer Tagestouren bis zur nächsten Hütte. Ich frage gerne mal eine Freundin von mir, sie ist auch viel in Frankreich unterwegs, wie es dort mit dem Wild Campen aussieht. Weißt du, wie es dort mit Getier ist, Schlangen z.B.? An Regenkleidung würde ich definitiv nicht sparen. Wenn du eine lange Tour von 7-8Std vor dir hast und bist schon am Anfang nass wien Sack, dann ist das relativ oberätzend...

Schöne Grüße
Quantensprung

Slowly
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Beitrag von Slowly » 07.03.2014, 23:44

Boah, :)

so viele Infos und noch mehr Fragen, die sich mir auftun.

Das muss ich erst mal verarbeiten.

:shock: :shock: :shock:

Danke !!!

Ich merke gerade, dass ich, typisch slowly, doch etwas "naiv" an die ganze Sache ran gegangen bin und mich nun dringend intensiv mit dem Thema auseinander setzten muss.

Toll. dass ihr soviel Lust habt mir zu schreiben.


Jetzt bin ich richtig froh, das Thema eröffnet zu haben.

Wir wollen die TMB gehen und zwar Mitte August,
da soll es nicht mehr so voll sein.

Wobei es für mich/uns gut ist, wenn noch genügend Leute vor Ort sind.

A: Sollten wir uns verlaufen
B: Ist doch nett neue Menschen kennen zu lernen.

Mir schwirrt schon jetzt der Kopf und ich merke gerade, auch einem eher ausgetretenen Bergpfad, sollte man sich mit Respekt nähern.

Hochalpine Erfahrung besitzen wir nicht.

Ich könnte sie mir aber um die Osterzeit noch in Österreich zulegen.

Soviel ich schon gelesen habe, kann man die Tour auch so gehen, dass diese Erfahrung innerhalb der entsprechenden Route nicht vonnöten ist.

Danke noch einmal.
Echt
Auch im Namen meiner Freundin, denn sie hat noch weniger Ahnung.

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 08.03.2014, 06:56

Ach Uwe,

dich hat mir der Liebe Wandergott geschickt ! ;)

Und auch dich nat. Quantensprung :) , ich würde mich freuen zu hören was deine Freundin über Schlangen weiß, geben soll es auch giftige Exemplare. Wild Campen ist wohl nicht erlaubt aber etwas oberhalb der Hütten geduldet.

Ja, die PDF ist super, habe schon ein paar Sachen entdeckt, an die ich noch denken muss.

Und erst der Film bei YouTube. :)

Der macht echt Lust auf mehr.

Was für mich fest steht:

In Österreich geht´s statt Ski fahren in die Bergschule.

Das war der Tip schlechthin.

Ein schönes Wochenende für euch und alle anderen.

Slowly

Lindi
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Beitrag von Lindi » 08.03.2014, 13:31

Hallo Slowly,
mir stehen eben so ein bisschen die Haare zu Berge!
Eure geplante Tour, im Hochgebirge mit alle 2-3 Tage Unterkunft .... und NULL Ahnung :shock: .
So schoen das Vorhaben ist, ein bisschen mehr Kenntnis und Vorbereitung waer schon gut. Und mit ein paar Tagen zu Ostern hast Du noch laengst keine "Hochalpine Erfahrung"!
Ich war frueher beruflich oft im Gebirge, mit den dortigen Bergfuehrern, Rettungsleitern .... etc (genauer will ichs nicht beschreiben, es soll reichen, dass wir eben den Zugang "hinter die Kulissen" hatten) .... und das Credo war allgemein, dass die Alpen zum Fun-Park verkommen, immer mehr Leute mit immer weniger Kenntnissen immer hoeher rauf gehen (Dank Seilbahn) ..... und die Folgen davon immer mehr Rettungseinsaetze sind.
Urssachen: mangelnde Kondition, Selbstueberschaetzung, mangelnde Ausruestung, ein Schuss Naivitaet ..... und nur die wenigsten Einsaetze waeren "echte" Not-Einsaetze gewesen, also Unfall, Gesundheitsprobs, Wettereinbrueche, etc.....
------

Wegen den Schlangen .... also wenn Du keine ausgesprochene Phobie hast, brauchst Du Dir deswegen keine Sorgen zu machen. Die giftigste Schlange im alpinen Raum ist die Kreuzotter, aber wie alle anderen auch, haben die kein Interesse dran, Touristen zu beissen .... die verschwenden auch nicht gern ihr Gift an "Beute" die viel zu gross ist, um sie zu fressen!
Nee, im Ernst, durch die Erschuetterungen des Bodens beim Laufen bemerken die euch lang, bevor ihr sie bemerkt und hauen ab! Beim Rasten im (hohen) Gras bissl mit dem Wanderstock rumfuscheln und gut iss.

Neben dem Einlaufen der Wanderschuhe tat ich auch Maersche unter vollem Gepaeck empfehlen! 20 Kilo fuehlen sich nach 3 Stunden an, wie 50, wenn mans nicht gewohnt ist!

Besonders wichtig: immer die geplante Strecke an der letzten Station hinterlassen, und beim Erreichen der naechsten wieder "anmelden"..... fuer den Fall der Faelle!

Viel Spass bei der Planung und Vorbereitung wuenscht
Lindi

Slowly
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Beitrag von Slowly » 08.03.2014, 14:53

Hallo Lindi,

es ist eine Mischung aus Spontanität, Naivität und Gottvertrauen, dass eh immer alles gut geht bei mir.

Dass das am Berg nicht ausreicht, habe ich jetzt kapiert :) .

Was würdest du mir empfehlen zu buchen, an Ostern ?

Ich bin dort im Dachsteingebiet, für eine Woche im Hotel.

Konditionell bin ich gut aufgestellt, Angst habe ich keine, weder vor Schlangen ;), noch vor der Höhe.

Ich muss nur bedenken. dass meine Freundin nach Österreich ja nicht mitgeht und ich mit ihr nur hier im deutschen Mittelgebirge Übungswanderungen unternehmen kann.

Den Berg hochschieben möchte ich sie am Mont Blanc dann auch nicht unbedingt.......

Würde mich freuen, wenn du mir deine Bergerfahrung noch einmal zur Verfügung stellst.

Dann wäre ich schon mal ein ganzes Stück weiter.

Grüße

Slowly

Lindi
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Beitrag von Lindi » 08.03.2014, 16:02

Hallo Slowly,

sollte das nun so ruebergekommen sein, als sei ich "Luise Trenker", dann ist das leider nicht richtig!

Ich bin eher eine Flachlandtirolerin, die aufgrund ihres Berufes in Hoehen herumkraxelte, wo ich normalerweise niemals hingehoert haette!
Alles immer bestens "behuetet" durch Fachleute, klar!
Ich erinnere mich, dass wir mal eine "Via Ferrata" gegangen sind, die sogar noch als "einfach" galt! Ich hab mir vor Angst fast in die Hosen gemacht, der guide musste mich mir allen psychologischen Tricks ueberreden, trotz anseilen und Haltegurt und Helm und so!
Ein mitanwesender Fotograf, Profi-Kraxler, machte sich vom Seil los und begann frei umherzuspringen, um den besten Winkel fuers fotografieren zu erwischen...... der guide wollte grad ansetzen, um was zu sagen, von wegen "das ist gefaehrlich" und so..... aber nach zwei, drei Schritten von dem Typ war klar, der wusste, was er tat, hatte Kraft, Koordination, Technik ......und KONNTE das! Der guide hat nichts gesagt. Und sich wieder um mich gekuemmert, weil ich naemlich gruen im Gesicht war. Trotz Seil und Gurt und Helm.

Was ich damit sagen will, es ist ganz einfach, sich zu uebernehmen .... und wenn Du dann drin steckst, ist es oft unmoeglich, rumzudrehen (zu weit, wird dunkel, regnet, nur noch den kleinen Hang runter, trotz "Bauchgrummeln",etc) .....und so passierts dann halt.
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Schlangen gibts auch woanders ausser in den Alpen! Hier zum Beispiel, wo ich lebe....viele sogar, ganz viele! Das war dann in der Tat eine "auf eigenem Mist gewachsene" Erfahrung, diesbezueglich.

Gruesse, Lindi

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