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Zucker-Sucht-Befreiung

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Slowly
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Beitrag von Slowly » 09.12.2014, 09:19

Hallo ihr,

dito.

Zum Ausgleich knabbere ich heute früh schon an einem Regenbogensalat a la Jamie O. und Tim M.

Hmmmmm ist der lecker !!!

Süßes gibts nur abends, wenn es denn sein soll......

LG Slowly

Plejaden
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 2908
Registriert: 20.08.2007, 11:29

Beitrag von Plejaden » 17.12.2014, 15:58

Ui, voll der gute Thread :D .

Zucker ist auch schon seit einiger Zeit mein Thema. Ich versuche darauf zu verzichten so gut es geht, denn er ruiniert ganz erschröcklich meinen Magen. Das merke ich jetzt auch wieder: Weihnachtszeit, Mutter hat wieder fünf Tonnen Kekse gebacken, und ich hatte jetzt schon zweimal diesen Monat richtig üble Magenschmerzen.

Immerhin hab ich mich nun aus den Marmeladen-Brötchen am Samstag und Sonntag katapultiert. Meine Eltern haben die immer aufgebacken oder gekauft (auch wieder so... fünf Tonnen?) und ich hab das dann zum Frühstück hergenommen. Hab mich da nun freigestrampelt und vermisse auch nix.

Es ist mit dem Zucker bei mir tatsächlich genau so wie mit dem Alkohol: Am Besten hab ich einfach nichts Süßes im Haus und basta. Geht bei mir, weil keine Kinder und so ;) .
Rückfälle gestalten sich auch haargenau so, wie ich sie von Alkoholikern hier im Forum gelesen habe (hatte ja bisher selbst keinen Alkohol-Rückfall): Erst mal ne Pakung Schoko-Reiswaffeln da, geht doch, dann mal Kekse dort, und eine Woche später esse ich das Zeug wieder täglich. Möp! Werde erst gebremst, wenn ich wieder Magenschmerzen kriege :roll: .

Ich denke, Zucker ist eben so eine Art letzter Notanker. Besser Zucker essen, als saufen. Natürlich ist er kein guter Anker ;) . Aber ich merke bei mir selbst, dass es einfach sehr lange dauert, sich gesunde Bewältigungsstrategien zurecht zu legen. Du hast das bei dir sehr schön beschrieben, von wegen "im Außen sein" und dann die innere Balance verlieren. Ich selbst neige in meinen Tief-Phasen dazu mehr Süßigkeiten zu essen. Momentan hab ich versucht, die Tief-Phase zu beobachten und nicht zu bewerten (also nicht zu denken: "Das ist jetzt grad ganz schlecht! Ich muss was machen! Das kann so nicht bleiben! Ich muss aus dem Tief raus, sofort! Das kann nicht so weitergehen!"). Das hat mir sehr geholfen, denke, das werde ich noch ausbauen ;) .

Was meine Gesundheit angeht, hab ich leider immer nur wenig positive Aspekte feststellen können in meiner zuckerfreien Zeit. Meine Haut ist genauso schlimm geblieben, müde war ich trotzdem immer, Ängstlichkeit und Depression ist auch gleich geblieben. Nur mein Magen, der hat es mir gedankt. Und das ist es mir wert ;) .

Am Meisten stört mich noch mein Schwarzer Tee morgens, den kann ich nicht ohne Zucker trinken. Das ist mein liebster Tee des Tages. Habs allerdings schon geschafft, die Zuckermenge zu halbieren ;) . Vielleicht kann ich den Zucker ja in ein paar Wochen ganz weglassen. Mit der alten Zuckermenge wäre er mir jetzt jedenfalls viel zu süß.

Danke jedenfalls für den tollen Thread, werde wohl noch einige Male darauf zurückgreifen :D .

LG
Pleja

Slowly
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Beitrag von Slowly » 20.12.2014, 09:07

Hallo Pleja,

schön, dass du dir so viel Zeit genommen hast in diesem Thread über dich und den Zucker zu schreiben.

Also mir geht es da so wie dir, habe ich ja schon geschrieben, am besten gar nichts im Haus haben, denn sonst fällt es mir überhaupt gar nicht schwer 200 oder 300 Gramm ..... :shock: Weihnachtsgutsle zu futtern und ich bekomme nicht mal Bauchweh davon. :shock:

Deshalb habe ich diese Jahr auch noch keine gebacken, was ich aber doch noch nachholen möchte, wenn es die Zeit zulässt.

Dann heißt halt die Devise, nicht ein einziges Gutsle essen, am besten nicht mal eine abgefallene Ecke. ;)

Schon ziemlich blöd, wenn man so unmäßig bzw. süchtig ist. :(
Am Besten hab ich einfach nichts Süßes im Haus und basta. Geht bei mir, weil keine Kinder und so.
Was die lieben "Kleinen" betrifft, die profitieren ja im Ende auch davon, wenn nix Süßes im Haus ist.

Denn auch sie haben schon einen ganz schön hohen Verbrauch an Süßigkeiten, was mir total leid tut, da ich es ihnen ja die ganzen Jahre vorgelebt habe.
Schuldig spreche ich mich nicht, da ich es ja nicht besser wusste und konnte.

Anders als ich früher oft, bekommen sie jedoch Liebe und Fürsorge auch durch viele andere Dinge gezeigt, als durch Süßigkeitengeschenke und wenn sie nun auch an der "Droge" hängen, wie so viele andere Menschen, dann bin ich zwar Mitverursacherin aber trotzdem habe ich viele Dinge anders ( besser ? ) gemacht als meine Eltern und muss mit diesem kleinen Kümmernis halt leben.

Größer war meine Sorge bzgl. des Alkoholkonsums bei meinen beiden Großen.
Aber meine Tochter ist der Typ der auf alle aufpasst ;), wenn die über die Stränge schlagen und bei meinem Sohn scheint es auch nicht so schlimm zu sein, wie ich noch vor einiger Zeit vermutete.
Momentan hab ich versucht, die Tief-Phase zu beobachten und nicht zu bewerten (also nicht zu denken: "Das ist jetzt grad ganz schlecht! Ich muss was machen! Das kann so nicht bleiben! Ich muss aus dem Tief raus, sofort! Das kann nicht so weitergehen!"). Das hat mir sehr geholfen, denke, das werde ich noch ausbauen
Das ist eine sehr schöne Einstellung :) ...und so gehe mit meinen Verhaltensweisen um, die ich nicht an mir mag.

Ich sage mir, dass sie zu mir gehören und ich sie momentan wohl noch brauche, aus bestimmten Gründen.
Dann frage ich mich was ich tun kann um da etwas zu verändern und dann hoffe ich einfach auf die Zeit oder ein Wunder oder auf unglaublich viel Mut und Energie :D, um da das Lebensschiffchen noch einmal dezent, in eine ganz leicht andere Richtung zu steuern.

Fange ich doch gleich mal wieder damit an.....

Liebe Grüße von Slowly

Hans im Glück

Beitrag von Hans im Glück » 20.12.2014, 20:04

Guten Abend,

ich bin nicht so der Süßschnabel, nie gewesen. Kann aber durchaus innerhalb von 5 Nanosekunden eine ganze Tafel Schokolade (oder zwei) verdrücken.

Ich habe es mir inzwischen angewöhnt, Süßes nur in Zusammenhang mit den Mahlzeiten zu essen, wenn dann.

Meine miserablen Ernährungsgewohnheiten während meiner nassen Zeit waren auch ein Teil meiner Unzufriedenheit, meines 'mich nicht leiden könnens'.
Ich habe gegessen, was immer mir in den Weg kam und wann immer. Ich habe dem Essen auch keine Bedeutung beigemessen: schnell, fettig, fertig.
Außerdem macht ALK hungrig, also gab es nächtlich Freßattacken (Kühlschrank auf, Mund auf, umladen).

Weil ich nun mit mir und meinem Gewicht nicht zufrieden war, habe ich auch diese schrecklichen Pulverprodukte gegessen/getrunken ( ..wollte auch mit meiner Bikinifigur und dem Hund über den Strand hoppeln, von markigen Baywatchern beäugt).

Zwischenzeitlich habe ich mir einen Dampfgarer gekauft und esse mittags eine große Portion Gemüse (evtl. mit Tofu)
Ich esse auch weiterhin Fleisch, aber weniger. Zucker in Kaffee oder Tee ist vorbei, Limonaden seltenst. Ich lese sogar auf den Lebensmitteln die Inhaltsstoffe und suche Alternativen. Fertiggerichte kommen mir nicht mehr ins Haus.

Und ich esse wirklich nur dreimal am Tag und (fast) nichts zwischendurch. Ich denke, dass ist das entscheidende.

Das Insulin zwischendurch zur Ruhe kommen lassen.

Wenn der kleine Hunger kommt, gibt es Nüsse. Über das vergangene trockene Jahr habe ich damit gute Erfolge gehabt - und fühle mich wohl.
Und abends trinke ich gegen Hungergefühle einen schönen heißen Tee.
Das ist alles keine große Sensation, kein Geheimtipp, das wissen wir alle.

Tun muß man 'nur' tun.
Nach einer Zeit gewöhnt man sich an das weniger süße (und auch salzige!) Leben und nimmt den eigentlichen Geschmach der Lebensmittel wieder wahr, das ist auch eine schöne Erfahrung.

Liebe Grüße zum Advent
Hans

Aiko
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Registriert: 26.03.2013, 08:55

Beitrag von Aiko » 07.03.2015, 11:07

Ihr Lieben!

Seit Aschermittwoch mache ich wieder Zucker-Fasten. Ich verzichte vollständig auf Industrie-Zucker, Honig, Ahornsirup, Kokosblütenzucker ... ist aber alles erlaubt.

Einen Joghurt hatte ich noch, da war Rohrzucker dran, den hab ich noch aufgegessen. Das wars. Bisher läuft es gut.

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