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Ich hatte einen Traum.

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Slowly
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Ich hatte einen Traum.

Beitrag von Slowly » 11.05.2014, 04:27

Ich fuhr in einem Zug. Ich wusste, dass der Traum eine Weltreise ( und mein Leben ) darstellen sollte.

Die Reise begann in Schweden, ich hatte einen Fensterplatz, es waren noch andere Mitreisende dabei.

Ausserhalb des Zuges sah ich die Welt in einem strahlenden, hellen Licht, erzeugt durch die Sonne, aber noch viel viel heller und leuchtender als ich dieses Licht kenne.

Es spielte eine Musik ( sie gehörte zur Welt dazu ) wie sie stimmungsvoller nicht hätte sein können und sie trat in Verbindung mit dem Licht.

Mein Zug schwebte durch die Landschaft, vorbei am Meer, doch die Wasser-Land Grenze war für ihn aufgehoben, sodass ich gleichzeitig die Welt über und unter Wasser bewundern konnte.

Ich war wunschlos, schwerelos und mir liefen Tränen des Glücks die Bäckchen hinunter.

Dann weckte mich mein Kleiner auf ;)

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 15.05.2014, 03:27

Der Traum ist schon etwas länger her, ich erlebte ihn als es mir eine Zeit lang nicht ganz so gut ging.



Ich war auf einem großen,einsamen und düsteren Feld.
Mit mir zusammen ein furchteinflößender Büffel.

Ich bekam Angst und rannte weg.
Tatsächlich verfolgte er mich dann.

Ich sah in der Nähe eine Dornenhecke in die ich mich ängstlich verkroch.
sie war nur nicht groß genug, sodass mein linker Fuß noch heraus schaute.
Voller Angst zitternd ( um meinen Fuß ), bangte ich was nun passierte.

Bei mir angekommen packte der riesige, bedrohliche Büffel seine lange, raue Zunge aus und schleckte mir ausgiebig und fast liebevoll den Fuß ab.

:)

Dann wachte ich auf.

Es ist jeder gerne eingeladen hier auch seine(n) Traum/Träume mitzuteilen.

Alex69
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Beitrag von Alex69 » 15.05.2014, 23:25

Hi Slowly :wink: .

Wirklich eine sehr schöne Idee, die Geschichte mit den Träumen . Diese haben ja in der Regel immer etwas mit Wiederaufarbeitung des Erlebten in der realen Welt zu tun.

Ich träume zwar zur Zeit recht viel, was zu zu Alkzeiten überhaupt nicht der Fall war. Wäre aber derzeit unfähig das ganze in Worte zu fassen - käme nur Quark dabei heraus. Insgesamt gehen meine Träume aber eher in eine unangenehme Richtung - weiß auch nicht wieso. Empfinde das aber trotzdem als eine interessante Erfahrung.

Deinen ersten Traum stelle ich mir sehr schön vor. Ich kann mir richtig vorstellen, daß du fast etwas traurig warst als du von deinem Kleinen geweckt wurdest :wink: . Helles Licht, schöne Musik und gefühlte Schwerelosigkeit (Schweben) verbinde ich mit äußerst angenehmen Gefühlen. Die "anderen Mitreisenden" in dem Zug stellten wahrscheinlich deine Kinder und deine "beiden Männer" dar. Also Menschen, welche dir sehr wichtig sind und dir viel bedeuten. Aber warum begann deine Weltreise in Schweden? Verbindest du damit etwas?

Hm, dein zweiter Traum ist für mich als Außenstehender etwas schwieriger zu deuten. Auf der einen Seite vielleicht Angst vor etwas Unbekanntem (der Büffel). Auf der anderen Seite ist der (bzw. das Unbekannte) etwas, das dir in Wirklichkeit gar nicht feindlich gesonnen war. Oder er symbolisiert etwas, dem du dich lange Zeit nicht gestellt hast.

Aber jetzt fällt mir doch noch ein Traumerlebnis aus früheren Tagen ein. Ein Traum der sich häufig wiederholte:

Ich laufe auf einer Wiese. Immer schneller und schneller. Ich versuche zu fliegen - es klappt aber nicht. Irgendwann hebe ich dann aber doch ab. Das ist im Traum ein unbeschreiblich herrliches Gefühl. Ich fliege hoch - immer höher. Über Häuser, Wiesen und Felder hinweg. Wenn ich im Traum jedoch wieder gelandet bin, konnte ich nicht einfach wieder losfliegen - warum auch immer.

Diesen Traum hatte ich vor Jahren relativ häufig. Oft gelang es mir auch nicht abzuheben. Ich dann sehr enttäuscht weil ich ja wußte da ich manchmal fliegen konnte. Daher war jedes mal unbeschreiblich schön, als ich abgehoben habe :wink: .

Jedoch erlebte ich diesen Wiederholungstraum auch einmal als Alptraumversion: Konnte fliegen, bin wieder immer höher und höher geflogen und bekam schlagartig keine Luft mehr. Ich hatte merkwürdigerweise ein Altimeter parat und befand mich in 27km Höhe. Der Himmel war plötzlich weltraumschwarz (klar, mir wurde im Traum bewußt, daß ich mich in der Stratosphäre befand) und wachte in Schweiß gebadet auf.

Seitdem hatte ich diesen Traum nicht mehr - dürfte jetzt an die 10 Jahre her sein.

Liebe Grüße und schöne Träume,

Alex

Slowly
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Beitrag von Slowly » 16.05.2014, 16:17

Hallo Alex,

letzte Nacht habe ich nix geträumt ( mir ist nix bewusst ).
War im Kino mit xy und spät zuhause, dann fiel ich nur noch tot in´s Bett.

Auch mal schön :) !

Zu meinem ersten Traum.

Meine Freundin meinte, das sei einer kleiner ..... ( Name vergessen ) gewesen.
Irgendwas indisches.... ;)

Ein Vorgeschmack auf die "Erleuchtung".

Das könne uns im Traum oder auch im realen Leben passieren ? :shock:

Hmmmm.........

Vielleicht war es auch einfach nur ein ganz spezieller Traum.

Jedoch, ich denke schon auch, dass er etwas mit dem Paradies, bzw. dem Tod oder Leben nach dem Tod zu tun hatte.......

Whatever.

Ich war den ganzen Tag danach noch glücklich über ihn :) .

Zu deinen Träumen schreibe ich gerne noch später was.

Bin schon wieder Strohwitwe und dieses mal auch noch eine sportliche. :)

Bleibt nicht mehr so viel Zeit zum Schreiben.

Biba

Slowly

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Beitrag von Slowly » 17.05.2014, 03:01

Hallo Alex,

ich nochmal.

Ich finde es schwer Träume zu deuten, zumal für andere.

Meist kann ich viel mehr damit anfangen, was der Traum für ein Gefühl in mir hinterlässt.

Was bringt es mir wenn ich weiß, dass der Büffel x oder xy oder gar z darstellen soll. ;)

Vielleicht ist es ja auch einfach nur ein Büffel :) .

Ich bin begeistert über dieses Doppelleben, das da so viele Nächte bei mir stattfindet.

Es ist doch fast wie eine Art zusätzlich geschenktes Leben, das zudem noch positive Auswirkungen auf das "reale" Leben hat.

Durch diese kleine Psychotherapie jede Nacht regenerieren wir ja auch unsere Seele.

Ich musste lachen darüber, dass du in deinem Alp(b)traum ein Messgerät dabei hattest.

"Typisch männlich" dachte ich mir dabei :) .

Den ersten positiven Traum über´s Fliegen hatte ich als jüngerer Mensch übrigens ( fast identisch ) auch.

Wünsche dir auch spannende Träume.

Slowly

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Beitrag von Slowly » 30.05.2014, 04:02

Guten Morgen,

gestern habe ich mich intensiv mit jemandem über unsere Träume unterhalten.

Die Person erzählte mir von ihren Alpträumen und mir fiel dabei eine interessante Sache auf:

Früher hatte ich auch oft "schlechte" Träume, die meist von Verfolgung handelten.
Oder von Liebeskummer.

Manchmal wachte ich sogar weinend auf.

Dann gab es einen Traum, der jetzt im Nachhinein betrachtet den Wendepunkt darstellte.

In diesem Traum wurde ich auch verfolgt, da ich aber die Gedanken des potentiellen Mörders lesen konnte, nahm ich all meine mentale und körperliche Kraft zusammen und konnte ihm durch einen Trick entgehen.

Ich war kein Opfer mehr, sondern hatte vielmehr für meine Unversehrtheit gekämpft und gewonnen.

Danach hatte ich nur noch sehr schöne Träume oder wenn ich einen Angst besetzten Traum hatte, ging er gut aus, sodass ich ohne Furcht, sondern eher mit einem Augenzwinkern oder sogar lautem Lachen aufwachte.

Das alles wurde mir durch das Gespräch gestern bewusst.

Vielleicht spiegeln diese Entwicklung meiner Träume auch die im täglichen Leben wieder.

Ich finde es schön zwei Frauen ( eine jüngere und eine in meinem Alter ) zu kennen, mit denen ich mich über Themen wie diese austauschen kann.

Sie bereichern mein Leben sehr und ich habe beide ziemlich gern :) .

Einen traumhaften Tag wünscht....

Slowly

Alex69
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Beitrag von Alex69 » 30.05.2014, 23:15

Hallo Slowly,

also manchmal habe ich wirklich das Gefühl als wenn du meine Gedanken lesen könntest :wink: !

Ich hatte vorgestern einen ganze ähnlichen Traum - dazu später noch etwas mehr.

Als Kind hatte ich früher leider meistens Alpträume - teilweise ziemlich gruselige. Beispielsweise träumte ich immer wieder von Deckenlampen dessen Kabel sich abrollten sich um meinen Hals legten und an mir würgten. Ich denke sogar heute noch häufig daran. Mein Vater brachte mir aber bei sich vor dem Einschlafen klarzumachen, daß es eben nur Träume sind. Seit ich zwölf bin ist mir das auch immer gelungen. Egal was ich träumte - ich wußte seitdem immer, daß es eben nur ein Traum ist.

Auch heute ist es noch so, daß meine Träume meistens in eine unangenehme Richtung gehen, Alpträume im eigentlichen Sinn sind es aber nicht mehr. Ich weis ja, daß ich "nur" träume. Außerdem empfinde ich meine jetzigen Träume, wenn auch meistens noch recht wirr als angenehmen Nebeneffekt meiner fortschreitenden Abstinenz. Kannte das ja während meines jahrelangen exzessiven Alkoholkonsums nicht mehr :wink: .


Nun aber zu meinem gestrigen Traum welcher recht "klar" war. War natürlich wie immer auch etwas beklemmend:

Ich befinde mich in einem Labyrinth aus Steinwänden und renne ziellos umher.

Aus der Ferne höre ich ein Poltern das langsam lauter wird.

Ich habe das Gefühl von diesem Poltern verfolgt zu werden.

Ich renne schneller - ab und zu muß ich umkehren und eine andere Richtung einschlagen da der beschrittene Weg in einer Sackgasse endet.

Auf einmal sehe ich einen runden, ca. 1 Meter großen Steinbrocken direkt auf mich zurollen. Ich kann gerade noch durch einen Seitenweg entkommen.

Weitere Gesteinsbrocken rollen auf mich zu.

Plötzlich ist wieder eine Sackgasse vor mir und kein Seitenweg steht zur Verfügung. Ich drucke mich, der Felsbrocken donnert über mich hinweg frontal an die Wand und durchbricht diese.

Dadurch wird ein neuer Weg frei.

Dieses Spiel wiederholt sich einige Male. Aus der Ferne höre ich immer mehr Felsbrocken rollen welche immer weitere neue Wege des Labyrinths freibrechen.

Irgendwann durchbricht ein Felsbrocken erneut die Wand und ich renne auf ein freies Feld mit Bäumen und Blumen.

Das Labyrinth ist nicht mehr da und auch keine Felsbrocken mehr. Nur noch Ruhe und der Duft von frischer Waldluft. Ein äußerst angenehmes Gefühl.


Ich hoffe, du kannst mir einigermaßen folgen :wink: . Aber wie du bereits ja selbst gesagt hast: Träume sind meistens sehr schwer in Worte zu fassen und eben noch schwerer zu deuten. Eines glaube ich ist da fast wichtiger: Das Gefühl, welches ein Traum hinterläßt. Und dieser Traum - es war wie gesagt von vorgestern auf gestern - hat bei mir ein äußerst positives Gefühl hinterlassen. Wenngleich auch dieser Traum eher unangenehmerer Natur war. Ich empfand diesen Traum aber vor allem als schön, als daß er sehr "klar" war. Ich konnte mich ziemlich genau an alles erinnern. Das erste Mal seit meiner 2 1/2monigen Abstinenz. Es geht also auch da voran :D.

Super, daß du im realen Leben jemanden hast mit dem du über deine Träume sprechen kannst. Stelle ich mir äußerst interessant und lehrreich vor.

Na dann noch eine gute Nacht und schöne Träume,

Alex

Slowly
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Beitrag von Slowly » 31.05.2014, 09:01

Hallo Alex,

Danke für´s Mitteilen deines spannenden Traumes.

Ich kenne kaum einen Mann, ( am ehesten noch xy ) der Lust dazu hat, mir seine Träume zu erzählen.

Umso mehr freue ich mich über deine. :)


Egal was ich träumte - ich wußte seitdem immer, daß es eben nur ein Traum ist.
Das ist bei schrecklichen Träumen bestimmt beruhigend, bei schönen finde ich es GERADE so toll, dass es mir wie die Realität vorkommt.

Aber dein Vater hat es sicher gut gemeint, und ja scheinbar auch gut gemacht.

Denn:

Außerdem empfinde ich meine jetzigen Träume, wenn auch meistens noch recht wirr als angenehmen Nebeneffekt meiner fortschreitenden Abstinenz.
Und dieser Traum - es war wie gesagt von vorgestern auf gestern - hat bei mir ein äußerst positives Gefühl hinterlassen.
Leider neige ich auch in der "Realität" dazu vor mich hin zu träumen ;), und dem werde ich jetzt schnell mal Einhalt gebieten.

Biba

Slowly

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