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Zivilcourage

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Slowly
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Beitrag von Slowly » 22.07.2014, 07:37

Hallo Renate und alle anderen,

ich freue mich, dass dein Handeln so erfolgreich war und die ( hier von Linde angesprochene ) beruhigende und friedliche Vorgehensweise einmal mehr Erfolg hatte.

Zumindest für diesen Augenblick.
Aber nur den können wir ja auch verändern oder verbessern.
Erst einmal.

Toll auch dein Nachbar, der sogar aus seinem wohlverdienten Schlaf heraus, nach unten geeilt kam. :)

Ich denke, dass es auch Erziehungsdefizite sind, was uns Menschen davon abhält Verantwortung für das Wohlergehen anderer zu übernehmen.

Und die halte ich in einem gewissen Rahmen für absolut nötig in einer Gesellschaft.

Bei uns ( Deutschland ) ist es noch besser als in vielen Teilen der Welt, so mein Empfinden, wenn ich mir ansehe wie viele Menschen hier ehrenamtlich für andere tätig sind, sei es in Vereinen oder auch in Hilfsorganisationen oder auch einfach nur so.

Ich kann daher deine negative Meinung nicht ganz teilen, wobei ich jedoch zum Beispiel die Versorgung der Alten in unserer Gesellschaft auch für ganz schlimm halte.

Derjenige, der wenn er alt ist keine Familie besitzt, die für sein Wohlergehen eintritt, hat meiner Meinung nach schon verloren.

Schrecklich.

Aber das ist ein anderes Thema.

Liebe Grüße

Slowly

RenateO
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Beitrag von RenateO » 22.07.2014, 11:31

Slowly hat geschrieben:Hallo Renate und alle anderen,

ich freue mich, dass dein Handeln so erfolgreich war und die ( hier von Linde angesprochene ) beruhigende und friedliche Vorgehensweise einmal mehr Erfolg hatte.

Zumindest für diesen Augenblick.
Aber nur den können wir ja auch verändern oder verbessern.
Erst einmal.

Toll auch dein Nachbar, der sogar aus seinem wohlverdienten Schlaf heraus, nach unten geeilt kam. :)

Ich denke, dass es auch Erziehungsdefizite sind, was uns Menschen davon abhält Verantwortung für das Wohlergehen anderer zu übernehmen.
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Hier stimme ich dir nur bedingt zu,ich vermute das es schlechte Erfahrungen sind und auch Angst(oder Gleichmut)Egoismus und keinen Ärger bekommen wollen kommt noch dazu.
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Und die halte ich in einem gewissen Rahmen für absolut nötig in einer Gesellschaft.

Bei uns ( Deutschland ) ist es noch besser als in vielen Teilen der Welt, so mein Empfinden, wenn ich mir ansehe wie viele Menschen hier ehrenamtlich für andere tätig sind, sei es in Vereinen oder auch in Hilfsorganisationen oder auch einfach nur so.
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Hier habe ich eine Anmerkung dazu,Ehrenamt war mal was tolles heute geht es da auch um Geld(was viele nicht wissen) da gibt es einerseits sogenannte Aufwandsentschädigungen bis zu über 7€ die Stunde und auf der anderen Seite werben gerade die kirchlichen gerne Menschen für Ehrenämter an die keine Aufwandsentschädigungen dafür bekommen,sie sich selbst aber ,,Spenden,, der Nutzniesser davon versprechen und auch reichlich bekommen.
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Ich kann daher deine negative Meinung nicht ganz teilen, wobei ich jedoch zum Beispiel die Versorgung der Alten in unserer Gesellschaft auch für ganz schlimm halte.

Derjenige, der wenn er alt ist keine Familie besitzt, die für sein Wohlergehen eintritt, hat meiner Meinung nach schon verloren.
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Familie ist kein Garant für Schutz,erhöht aber die Wahrscheinlichkeit dessen
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Schrecklich.

Aber das ist ein anderes Thema.

Liebe Grüße

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 23.07.2014, 07:38

Hallo Renate,
Hier habe ich eine Anmerkung dazu,Ehrenamt war mal was tolles heute geht es da auch um Geld(was viele nicht wissen) da gibt es einerseits sogenannte Aufwandsentschädigungen bis zu über 7€ die Stunde und auf der anderen Seite werben gerade die kirchlichen gerne Menschen für Ehrenämter an die keine Aufwandsentschädigungen dafür bekommen,sie sich selbst aber ,,Spenden,, der Nutzniesser davon versprechen und auch reichlich bekommen.
Dann hast du mit mir ein Gegenbeispiel der besonders ( bescheurten ;) ) Art vor Dir.

Vor kurzem habe ich 20 Euro Babysitter bezahlt, damit ich bei meinem sozialen Engagement nicht fehlen muss. :shock:

Aber selbst bei uns ( Schule ) wo das gegenseitige Helfen eigentlich einen großen Stellenwert hat und es um unsere eigenen Kinder geht, fehlen Leute, ... es ist also lange noch nicht genug.

Da hast du schon recht.

Das mit den bezahlten "Ehrenämtern" weiß ich, wahrscheinlich finden sie zu wenig Leute die es selbstlos machen und professionelles Pflegepersonal ist auch rar.

Ich habe selbst in meinem Umfeld Menschen die diese Dienste tun, die das Geld nicht benötigen.

Trotzdem bringen beide den alten Leute um die sie sich sorgen viele schöne Stunden und tagtägliche Hilfen ( ohne die sie eventuell schon längst im Heim währen ) und das ist das Geld allemal wert, auch wenn sie es meiner Meinung nach ruhig spenden könnten.

Zum eigentlichen Thema.
Hier stimme ich dir nur bedingt zu,ich vermute das es schlechte Erfahrungen sind und auch Angst(oder Gleichmut)Egoismus und keinen Ärger bekommen wollen kommt noch dazu.
Gestern wollte ich dann doch meiner These von der auch anerzogenen Zivilcourage nachgehen und habe meinem großen ( 8 Klasse ) über den aggressiven Vater und seine Kinder erzählt, allerdings nicht in der Ich-Form, das habe ich erst nach seiner Antwort aufgeklärt.

Ich habe ihm fiktiv noch einen Kumpel an die Hand gegeben und ihn in die Situation geschickt.
Es war keine Frage für ihn, er musste nicht überlegen.

Er fragte mich eher wie ich überhaupt davon ausgehen könnte, dass er da nicht hin gehen würde um einzugreifen.

Da war ich froh und auch ein bisschen stolz auf meinen Chaoten. :)

Was mich wiederum wieder etwas nachdenklicher machte über das vermeidende Verhalten meines Bekannten, der ja am liebsten einfach weg gegangen wäre.

Er hatte das nämlich aus genau den Gründen getan, die du genannt hattest.

Doch er gelobt ja Besserung.

Selbst muss ich mich allerdings auch an die eigene Nase fassen, es gibt noch genug zu tun in dieser Hinsicht......

Aber dazu sind wir ja alle da.

Liebe Grüße

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 23.07.2014, 07:49

P.S:

Hallo Frank,

du schriebst....
ich finde daß das eigentliche Thema irgendwie um den Punkt kreist, bis wohin ich für jemanden dasein kann, von wo ab ich für mich dasein muß und wo die Grenze verläuft - und die ist ja gern kaum sichtbar.
Ja, das ist natürlich ein wichtiger Punkt, darum ist es eventuell schon gut sich im Vorfeld Gedanken zu machen, bis wohin man gehen mag, auch mit dem Gedanken an persönliche Nachteile und somit in der Situation dann überlegter, schneller und vielleicht auch richtig zu handeln.

Was in meinem und bestimmt auch vielen anderen Fällen nicht bedeuten würde, dass ich in der Situation selbst dann doch nicht über die mir selbst gesteckte Grenzen hinweg gehen würde.

( Wenn ich mich, wie in diesem Fall, nicht von einem anderen davon abhalten lasse :( )


Ich denke das liegt auch ganz stark im Kern jedes einzelnen Menschen, an seiner Prägung aus dem Elternhaus, ich persönlich empfinde dieses "Einschreiten" als persönliche Pflicht, wobei natürlich auch dein genannter 001 Ruf das Mittel der Wahl sein kann.

Einen schönen Tag wünscht

Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 23.07.2014, 07:52

Polizei=110

Sorry :)

Slowly
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Beitrag von Slowly » 16.11.2014, 23:40

Hallo Miteinander,

habe mich mal wieder kräftig in die Nesseln gesetzt.

Dieses Mal ging es nicht um Alkohol oder/und misshandelte Kinder/Jugendliche, sondern um einen aktiven Hooligan und Neonazi.

Hab´ihn in einer Gruppe "geoutet" und mir dafür "Schimpfe" einkassiert......
:roll: von einem Bekannten. Es fiel auch das Wort ...."Petze" :shock:

Irgendwie fühle ich mich auch so aber irgendwie natürlich auch nicht. :(

Manchmal hasse ich meine Art nie mal die Augen zumachen zu wollen, vor allem wenn es sich um so gefährliche Leute handelt.

Einfach schrecklich wie stark dieser ganze Hass und die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft vorhanden ist.

Mich macht das ein wenig traurig.

Liebe Grüße

Slowly

RenateO
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Beitrag von RenateO » 17.11.2014, 10:32

Hallo Slowly

Zitat:Hab´ihn in einer Gruppe "geoutet" und mir dafür "Schimpfe" einkassiert......
Mit den Augen rollen von einem Bekannten. Es fiel auch das Wort ...."Petze"
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Dieser Satz alleingestellt klingt etwas wie Kindergarten,wobei ich den Ernst der Sache natürlich sehe.
Es gäbe soviele Gründe hinzusehen Jemanden oder etwas zu melden.
Beispiel: mein ex xy ist ja Spiegeltrinker und wieder (noch ) pitschnass.
Jahrelang hab ich dabei zugesehen wie er jeden Abend seine 10 Flaschen Bier trank und sich am nächsten morgen genauso regelmäßig ins Auto setzte um zur Arbeit zu fahren(macht er heute noch so)und er glaubt dann nüchtern zu sein.
Jeder weiß das jemand der so handelt sich und andere im Strassenverkehr gefährdet.
Sein Arbeitgeber weiß das er letztes Jahr im Entzug war und zu seinem Abeitsbereich gehört auch die Wartung des Fuhrparks ,also auch regelmäßig die Werksfahrzeuge zu bewegen.
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Einerseits leben wir schon in einem Überwachungsstaat,es werden soviele Daten gesammelt wie nie zuvor.

Lehrer wissen das an ihren Schulen gedealt wird und machen aus Angst nichts.
Die Polizei kennt Treffpunkte von Dealern und macht zuwenig bis nichts.

Prominente Leute hinterziehen Steuern im großen Stil und wenige werden ,,gehängt,,

Banken verzocken unser aller Geld und werden von Steuergeldern ,,gerettet ,, um wie gehabt weiter zu machen.

Es wird viel über unsere alten Menschen gefachsimpelt(Pflegebedürftigkeit etc) da gäbe es viel zu verbessern,aber noch verdienen die ,,Großen,,(meist Caritative/Kirchen) soviel daran das für das Pflegepersonal nicht mehr viel übrig bleibt.

Bei diesen Bespielen sieht man ein großes Gefälle und versucht man was zu ändern dann wird ,,unten,, geschaut.
Es ist soviel aus dem Ruder gelaufen,ist nicht richtig oder macht Angst,mir geht das jedenfalls so.

Was können /sollen wir (jeder einzelne) machen ,wo bringt es was und wo gefährden wir uns selbst und werden dann ,,Opfer,,
LG R..

Slowly
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Beitrag von Slowly » 17.11.2014, 10:46

Hallo Renate,

nein um einen Kindergarten ging es nicht ( obwohl ich das Gefühl wenn ich davon höre auch oft habe ), sondern um gestandene Menschen ( mittlerweile zwei ) in einem Verein.

Leider bemerke ich dort eine Art Obrigkeitenhörigkeit, die mir Angst macht.

Wenn ich das dann so formuliere, wird es als Loyalität dargestellt.

Ich finde es gruselig und wirklich Angst erzeugend, wie teilweise Menschen im Zentrum unserer Gesellschaft moralisch aufgestellt sind.

Wahrscheinlich ist da ein Riesensumpf aus Angst, Wut, Haß, Neid und Lieblosigkeit in unserer Gesellschaft, vor der viele am liebsten die Augen zumachen.

Was können /sollen wir (jeder einzelne) machen ,wo bringt es was und wo gefährden wir uns selbst und werden dann ,,Opfer,,
In diesem Fall hat der Verein, vereinsintern, schon reagiert.

Was das am Ende zur Gesinnungsänderung der bestimmten Mitglieder beiträgt:

Null.

Aber vielleicht trägt es dazu bei, dass sie innerhalb des Vereins keine neuen Mitstreiter für ihre Sache rekrutieren werden/können.

Das ist eventuell schon besser als nichts.

Liebe Grüße

Slowly

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