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Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
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Missnoalk
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Missnoalk » 16.11.2018, 20:18

Puh dann werd Ich hier noch mal kurz und bündig antworten und dann ist das Thema für mich Geschichte ;)

Ja KT birgt gefahren und risiken und sollte nicht als Lösung allen Übels propagiert werden. Got you on this.

Und ja es hat sicher eine geringe Erfolgsquote. Ebenso aber die Abstinenz darum denke ich man sollte jede Karte ziehen.

Und ha sicher bin ich nicht so involviert, sicher auch weil ich nie so tief im Mist steckte. Ich kenne es aber aus anderen zusammenhängen und verstehe die null Toleranz Wahrnehmung. Ich sehe es bloss anders..

Das Thema ist so komplex und vermutlich gar nicht sachlich zu beurteilen sondern nach dem Motto 5 Experten 10 Meinungen.

Dabei wuerd ich es auch gern belassen.
Ich moechte nur eindeutig sagen, dass ich niemand verurteile der auf dem KT Weg ist oder auf dem kontrolliert sniffen weg oder welchem Weg auch immer. Jeder Weg der aufzeigt, dass man etwas ändern moechte ist für mich ein guter und ich wünsche jedem Erfolg und die Einsicht zu sehen, ob der Weg zielführend ist oder nicht. Am meisten wuensche ich allen eine zufriedene Seele und einen gesunden körper.

la vie
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von la vie » 27.11.2018, 13:04

Hallo,
ich habe es erlebt und erlebe es wieder als Abgehörige, dass ein KT nicht möglich ist. KT Angebote vermitteln aus meiner Sicht einen Weg, der für Sucht auf Dauer nicht geht. Trügerische, und gefährliche Denkweise für Süchtige dieses KT. In der Sucht ist ja die biologischer Toleranz verborgen, also die Abnahme der Drogenwirkung bei sich wiederholender Einnahme. Die Menge der Droge wird erhöht, es ist Sucht, gnadenlos zerstörerisch. Ich denke, Süchtige befinden sich durch KT in einer Scheinwelt.

Ich bin noch nicht lang hier, aber ich finde es wichtig, dass hier das Thema besprochen wird, da KT- Denkweisen in der Realität leider sehr verbreitet sind.

LG,
la vie

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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von la vie » 27.11.2018, 13:14

Für Menschen die Drogen konsumieren und nicht süchtig sind, mag es sinnvoll erscheinen, aber nicht für Süchtige, weil sie nicht mehr kontrollieren können.

Karsten
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Karsten » 27.11.2018, 17:35

Hallo,

danke für die vielseitigen Antworten.
Ich habe mir mal genau angeschaut, wer was geschrieben hat.

Es gibt irgendwie drei Meinungen:

1. Innovationen werden für gut befunden, solange sie einem nicht selbst betreffen.

2. Innovationen, wie das KT werden als schlecht befunden, weil sie aus der eigenen Sicht und Lebenserfahrung gesehen werden, wo es für suchtkranke Menschen keine Kontrolle über das Suchtmittel mehr gibt.

3. Wenn jemand "nur" ein Alkoholproblem hat, wird dieses KT als Möglichkeit gesehen, den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen und zu lernen, ein Leben mit geregelten Alkoholkonsum zu führen

Gerade dieses KT ist ja seit ein paar Jahren ein neuer Weg, wo sich aus meiner Meinung, die Suchthilfe den Bedürfnissen oder Wünschen der Betroffnenen angepasst hat.
Vor 20 Jahren war das ja ähnlich, wo es viele Obdachlosenheime, WG´s der Caritas und Diakonie und ähnliche Einrichtungen gegeben hat, wo alkoholkranke Menschen von der Strasse weggeholt werden sollten.
Da wurden für eine Unterkunft ( bei mir war das so ) 10050 DM pro Monat bezahlt, obwohl eine Wohnung viel billiger gewesen wäre.
Nach und nach sind mehr Angebote für betreutes Wohnen, Betreuungsfälle und Nachsorgeeinrichtungen entstanden, die einen ähnlichen Zweck erfüllten.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass Innovationen ja immer dann aufkommen, wenn alte Dinge ( haben wir ja immer so gemacht ), nicht mehr funktionieren.
Die Gründe sind vielseitig.
Wurden Langzeittherapien von der Dauer ( früher 18 Monate - heute eher 3 Monate ) gekürzt, weil die Kosten zu hoch wurden und dabei die Rückfallquote nicht wesentlich mehr wurde?
Wurde das betreute Wohnen ausgebaut, um Menschen mehr unter Kontrolle zu haben, die eben nicht aufhören wollten?

Innovationen greifen immer dann, wenn es Veränderungen der Umstände gibt, die alte Dinge nicht mehr erledigen können.

Gruß
Karsten

ideja
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von ideja » 30.11.2018, 00:37

Wenn jemand "nur" ein Alkoholproblem hat, wird dieses KT als Möglichkeit gesehen, den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen und zu lernen, ein Leben mit geregelten Alkoholkonsum zu führen

nein, sondern dass es ihm/ihr dann bewusst wird, dass er/sie ein/e alkoholiker/in ist, und entsprechende maßnahmen ergreift um trocken zu werden.

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