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Risiken im ersten Jahr meiden und dann?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

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NNGNeo
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Beiträge: 1439
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Re: Risiken im ersten Jahr meiden und dann?

Beitrag von NNGNeo » 09.06.2019, 00:57

hallo

ich finde risiken lauern nicht nur auf veranstaltungen, sondern auch im täglichem alltag.
ist mir erst vor ein paar tagen wieder passiert. war in einer anderen stadt unterwegs und bin dann mal eben in einen mir fremden supermarkt reingesprungen weil ich noch ein paar kleinigkeiten brauchte. auf dem weg zur kasse kam ich dann an einem kühlregal vorbei wo jede menge gekühlte flaschen bier gestanden haben. da ist mein suchtgedächtnis angesprungen. es war an diesem tag sehr warm gewesen und mein suchthirn wollte mir weiß machen wie schön es doch wäre mal wieder ein eiskaltes bier zu trinken. ich bin jetzt schon mehrere jahre trocken, trotzdem zeigt mir das immer wieder das das suchtgedächtnis niemals ruhe gibt, vielleicht eine zeit lang aber es kann jederzeit wieder zuschlagen.

nun weiß ich ja wie ich mit solchen situationen umgehen muss, bin einfach weiter gegangen und habe mir anstatt ein kaltes bier eine kalte cola gekauft. habe dann meine sachen bezahlt und bin dann raus zum auto. dann war es auch wieder gut gewesen und ich habe nicht mehr weiter dran gedacht.

ich will damit sagen, ich kann noch so jedes risiko meiden in dem ich keine saufveranstaltungen besuche, mit trinkenden menschen den kontakt meide, ein alkoholfreies zuhause habe, das alles nützt mir nichts wenn ich nicht auch in meinem alltag auf mich aufpasse. risiken können sich im täglichem leben einfach so ergeben auch wenn man es nicht drauf angelegt hat. das kann reichen um einen rückfall zu bauen, gerade dann wenn man erst seit kurzer zeit abstinent ist. aber auch alkoholiker die schon 10, 20 oder noch mehr jahre trocken sind sollten diese gefahr nicht unterschätzen. es spielt keine rolle wie lange ich trocken bin, das suchthirn vergisst nie was einmal gewesen ist. und es nutzt jede sich bietende gelegenheit dich wieder zum saufen zu verleiten.

natürlich hat in der regel ein alkoholiker mit mehreren jahren trockenheit mehr stabilität als jemand der erst kurze zeit trocken ist, ich möchte mich aber nicht nur auf meine stabiltät verlassen. würde ich das tun, ich glaube das würde wohl früher oder später unvermeidlich in einem rückfall enden.
hier im forum wird immer wieder geschrieben: nur nicht trinken reicht nicht. und so ist es, es reicht tatsächlich nicht.

ich passe weiter auf mich auf, vor allem in meinem alltag. das hat mich bis jetzt trocken gehalten und so führe ich ein leben in zufriedenheit ohne den alkohol.
grüße
NNGNeo

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