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Helau und Alaaf !?!

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

Tina
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Helau und Alaaf !?!

Beitrag von Tina » 23.02.2014, 22:31

Hallo !

Der diesjährige Straßenkarneval nähert sich mit großen Schritten :P.

Ich freu mich drauf, ich mag Karneval - allerdings nur noch auf der Straße. In die Kneipe oder gar in eine Sitzung bekommen mich keine zehn Pferde mehr. Da ist mir zuviel Alkohol, viel zu viel und viel zu nah. Ebenso laß ich Altweiber links liegen, das mag ich nicht mehr. Früher war das mein Hauptfeiertag.

Auf der Straße schau ich mir jedoch weiterhin gerne die Veedelszüge an. Dabei achte ich aber darauf, nicht direkt neben einem Bierwagen zu stehen, sondern suche mir lieber ruhigere Ecken. Die gibt es schließlich auch bei jedem Zug. Das erfordert zwar unter Umständen ein wenig mehr Lauferei vorweg, aber das macht mir nicht das geringste. Ich bin gerne dabei, aber lieber nicht mittendrin. Singen und tanzen kann ich trotzdem und ohne ein schlechtes Gefühl danach wieder nach Hause fahren kann ich auch 8).

Wie geht Ihr mit dieser 5. Jahreszeit um ? Spielt sie in Eurem Leben noch eine Rolle ?

Liebe Grüße
Tina

Bruce
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Beitrag von Bruce » 23.02.2014, 23:05

Hallo Tina,

Um ganz ehrlich zu sein, ich ging bis heute davon aus, dass Fasching usw. schon letzte Woche gewesen war :)

Sprich, das bedeutete mir alles gar nichts, und wird auch dieses Jahr einfach so an mir vorbei gehen. Ich bring das auch nach wie vor immer noch mit sehr viel Alkohol Trinken in Verbindung, und dass ist auch hauptsächlich das, was vordergründig abgeht, wenn hier in der Stadt der Rosenmontag gefeiert wird.

Gruß, Bruce

schatzmeister
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Beitrag von schatzmeister » 24.02.2014, 16:14

Hallo Zusammen,
bei uns in DER rEGION merkt man kaum Etwas von der 5.Jahreszeit,ausser auf Motto-Partys dazu.Ich stelle mir das allerdings schwierig in den Hochburgen des Karnevals vor.Hatte beruflich öfters das Glück, es Hautnah gerade zum Rosenmontag in Köln zu erleben,und das empfand ich als sehr heftig und der Alkohol floss in Strömen.War allerdings schon drauf vorbereitet,habe ja mal in Aschaffenburg gelebt und da wurde speziell für diese zeit von Vielen Urlaub genommen und dann diese Woche fast durchgefeiert.Das war damals kurz nach der Wende und ich konnte es gar nicht begreifen,was da abging.Zumal hat da kaum einer geschlafen,immer rein in die Kneipen,auf die Strassen,dann wieder in die Kneipen,hatten ja immer welche auf und machten ja um diese Zeit dreifachen Umsatz logo.
Würde ich immer noch da wohnen,Umzüge schaut man ja immer gerne an,auch die Kostüm-Einfälle,die manche haben,einfach schön.Nun der Alk ist da meistens nicht weit weg,Viele haben auch immer was dabei,um ..gut drauf..zu sein.Ich würde es mir tagsüber anschaun und aber wachsam sein,daß es nicht für mich gefährlich würde..
LG schatzmeister

dorothea
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Beitrag von dorothea » 24.02.2014, 18:59

hallo tina

hier bei uns wird da auch kaum was gemacht, für die kinder evtl. aber an sonsten merkt man hier nichts davon. bei uns sind das ganz normale arbeitstage. das das im rheinland anders ist merkte ich als ich mal am rosenmontag in die region mußte und da plötzlich die busse und züge nach feiertagsplan fuhren :shock: was der internetplaner natürlich auch nicht berücksichtigt hatte und ich unvermittelt fest saß. fand ich absolut nicht komisch, weil ich kein internethandy habe und überall alles personaltechnisch auf halbmast lief. ich mag karneval, liegt wohl daran das mein vater da her ist und das scheint dann erblich bedingt zu sein :wink: aber das ich da unbedingt mitmischen müsste ist mir noch nie in den sinn gekommen, bin hier in salzgitter wohl einfach zu weit weg davon.

doro

NNGNeo
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Beitrag von NNGNeo » 24.02.2014, 22:04

hallo tina

bei uns wird schon gefeiert, aber mich stört das gar nicht. ich bin übehaupt nicht für karneval, selbst als ich noch nass war hab ich dafür nix übrig gehabt.
deshalb stört es mich auch jetzt nicht, denn ich feiere nicht und gehe nirgendwo hin.
grüße
NNGNeo

Plejaden
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Beitrag von Plejaden » 03.03.2014, 06:42

Huhu Tina,

interessanterweise kam mir gestern beim Laufen die Faschingsfrage in den Sinn. Ich kann damit wenig anfangen, sage mir einfach, ich als Westfale darf die Leute da unten im Rheinland halt komisch finden :lol: .

Tatsächlich stören mich daran zwei Dinge: Erstens kommt mir diese Fröhlichkeit aufgesetzt vor, und das kann ich nicht ab. Ich denke, die Leute sitzen dann spätestens Aschermittwoch wieder mit runterhängenden Mundwinkeln in der U-Bahn und beschimpfen ihren Vordermann im Stau. Dann ist wieder alles "Ja, ja, schlimm schlimm." und "Was willste machen, muss muss..."
Ich ziehe es vor, das ganze Jahr über fröhlich zu sein ;) . Aber ich merke allein schon an meinen Eltern, dass dieses Oszillieren zwischen dem "harten Ernst des Lebens" und "übertriebener, überdrehter Fröhlichkeit" wohl eine Lebenshaltung ist.

Zweitens erinnert mich das Ganze irgendwie immer an meinen Vater. Der ist jemand, der einfach nicht merkt wann ein Witz vorbei ist und wann es besser wäre aufzuhören. Als Kind fand ich das noch ganz lustig, weil Kinder, aber spätestens seit meiner Jugendzeit nervt es mich nur noch. Von daher habe ich von Hause aus eine Abneigung gegen intrusive Brechstangen-Lustigkeit, weil ich die Tag für Tag Zuhause erlebe.

Nichts desto trotz kann natürlich jeder machen was er will. Grade für Kinder finde ich Karneval eine sehr tolle Sache :D und ich hab es als Kind geliebt in die verschiedenen Kostüme und Rollen zu schlüpfen. Aber wie gesagt, heute kann ich nicht mehr viel damit anfangen.

Übrigens schaue ich mir wahrscheinlich trotzdem die Umzüge im TV an. Weil ich es schön finde, dass sich die Leute mit den Mottowagen und den Kapellen und Kostümen soviel Mühe geben und daran mitunter das ganze Jahr proben und arbeiten.

LG
Pleja

Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 03.03.2014, 07:45

Plejaden hat geschrieben: Von daher habe ich von Hause aus eine Abneigung gegen intrusive Brechstangen-Lustigkeit.
Moin Plejaden,

Deine Wortschöpfung hat mir das erste Lächeln des Tages abgerungen:-)

Ich war, soweit ich mich erinnern kann, schon als Kind ein Faschingsmuffel. Mir kam das alles immer reichlich suspekt vor.
Später dann, als mein Alkoholkonsum immer mehr zunahm, hab ich mich sogar breitschlagen lassen, beim Männerballet mitzumacbhen. Ich kann mich noch gut dran erinnern, daß ich mal so viel gesoffen hab, daß ich kurz vor dem Auftritt rückwärts die Treppe runterflog und die nächsten vier Stunden nicht mehr aufgewacht bin...also nicht ohnmächtig, sondern aufgeschlagen und eingeschlafen. Der Rest der Truppe mußte mir dann mein rosa Tütü-Kleidchen ausziehen und innerhalb von 5 Minuten nen Ersatz heranschaffen, der für mich einsprang.

Damals wurde über diese Aktion noch reichlich gelacht.

Heute ist dieser Vorfall in meinem Notfallkoffer drin, denn in der Gesamtheit hab ich meine Truppe da im Stich gelassen, weil mir das Saufen wichtiger war. Ganz nebenbei hätt ich mir den Hals brechen können.

Ich persönlich mach jedesmal drei Kreuze, wenn der Fasching rum ist...für viele Menschen hat der Fasching in letzter Konsequenz eh nur negative Folgen...Kater, Führerscheinentzug, gescheiterte Beziehungen aufgrund von alkoholbedingtem Fremdgehen...da wird die aufgesetzte Heiterkeit oft teuer bezahlt...

Schönen Gruß

Andreas

garcia
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Beitrag von garcia » 03.03.2014, 09:56

Karneval? Das ist für mich als Nordlicht immer nur so die einsekündige schaudererzeugende Störung beim Zappen. Wenn da siebzigjährige Graubärte mit ekligen Narrenkappen auf Prunksitzungen rotnasig in die Kameras prosten. Tusch.

Ich kann mir aber vorstellen daß das was haben könnte, an der Basis, abseits des organisierten Karnevals den man so im TV bestaunen und bemitleiden kann. Wenn eine ganze Stadt wie etwa Köln so kollektiv ausrastet. Irgendwie hat das ja durchaus was. Find ich sympathisch irgendwie...

Aber im Ganzen bin ich schon froh daß zwischen mir und Karneval ein paar hundert Kilometer liegen... es gibt ja auch so schon genug öffentliche Alkexzesse (Fußball Weihnachtsmärkte etc),.da schätz ich mich glücklich daß es hier nur vier Jahreszeiten gibt. Und nicht fünf...

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