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Rückfall als Merkmal des Alkoholismus

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

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Enya
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Beitrag von Enya » 21.06.2014, 20:59

Hallo,
ich hatte zuletzt eine Therapeutin, Ärztin mit langjähriger Erfahrung in der Suchttherapie. Ich habe bei meiner Suche festgestellt, dass viele Therapeuten diese Erfahrung nicht haben.
Ich bekam sofort die Info, Therapie geht nur trocken. Nass bringt sie gar nichts und kostet nur Geld.Sie bestand auch darauf, dass ich regelmäßig CDT-WERTE machen lasse, um eine kleine Kontrolle zu haben. Außerdem war der Besuch einer SHG Pflicht. Nur unter diesen Bedingungen gibt es bei ihr für Alkoholiker eine Therapie. Ich hatte Zeit darüber nachzudenken und fühlte mich zunächst total bevormundet. Dann kam ich zu dem Schluss, dass solche Bedingungen vielleicht nicht die schlechtesten sind.
Ein Rückfall hätte noch besprochen werden können, weitere Rückfälle hätten zum Therapieabbruch geführt. Ich fand es dann gut, so in die Verantwortung genommen zu werden.
Die Therapie war dann sehr strukturiert, zielorientiert und auch keine Endlostherapie. Vielleicht ist eine Therapie die auch Forderungen stellt, manchmal sinnvoller als eine weichgespülte Therapie, in der alles entschuldigt wird. Nur mein Gedanke. Und ich hatte wahrlich viele schlimme Altlasten im Gepäck.

Gruss
Enya

Maria
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Beitrag von Maria » 22.06.2014, 10:39

Hallo Penta, hallo Hartmut,
...ich denke nicht, dass es DEN unverhofften aus der Ferne der Sucht gesteuerten Rückfall bei jemandem gibt, der eigentlich trocken sein will...
Ja - so sehe ich das auch. Und ihr bringt es für mich gut auf einen Punkt, was mich seit einer Diskussion, die im erweiterten Bereich zu einem ähnlichen Thema statt fand, umtrieb und ich nicht wusste in Worte zu fassen.

Genauso wie es anders herum auch nicht läuft. Ich werde nur dann trocken und bleibe es, wenn ich die Entscheidung dazu treffe und dann danach handele.

Danke für das Thema.

Lieben Gruß
Maria

Die_Susanne
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Beitrag von Die_Susanne » 22.06.2014, 19:16

Hallo Maria,
so wie du definierst, wäre eine reine Willensentscheidung in Verbindung mit konsequentem Handeln DER Schlüssel zur Trockenheit.

Dass dem nicht so ist, sollte bekannt sein..der Alkoholismus hat viele Facetten.

Hallo Hartmut,
deine negativen Äußerungen über Therapie/ Therapeuten halte ich gerade für Neue für kontraproduktiv.

Da du keine Erfahrung mit Therapie hast, kannst du dazu doch nur Hören-Sagen beitragen.

Susanne

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 22.06.2014, 19:38

Hallo Susanne,
Da du keine Erfahrung mit Therapie hast, kannst du dazu doch nur Hören-Sagen beitragen.
Das ist nicht richtig. Ich hatte mehrere Erfahrungen mit Therapeuten . Zudem etwas kritisches, nicht negatives für mich ist. Aber das ist nicht das Thema hier.

Zudem trägst du hier auch etwas zu einem Rückfall bei ,den du ja gar nicht kennst . Auch nur vom Hören Sagen ? Ist das produktiv?

Respektiert doch mal den Wunsch des Threadstellers.

Gruß Hartmut

Penta
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Beitrag von Penta » 22.06.2014, 20:28

Hallo in die Runde.
Co2013, Enya, Maria und Susanne danke für die Beiträge hier.

@Susanne:
Vielleicht darf ich ja auch antworten.
Alkoholismus ist eine Sucht. Zumindest meiner. Bei mir war es durchaus so, dass ich mich willentlich für die Abstinenz entschieden habe.
Am 18.01.2010 soff ich mir ordentlich die Hucke voll und am Morgen des 19. Januar entschied ich für mich, dass genau das das letzte Mal gewesen sein soll.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, an welchem Ort mir diese "Erleuchtung" kam. Auf einer Autobahn auf dem Standstreifen, unsicher darüber, ob ich vielleicht gar nicht hinter dem Steuer eines Autos hätte sitzen dürfen.
Allerdings habe ich diese Entscheidung in den darauf folgenden Tagen, Wochen und Monaten immer wieder neu getroffen oder neu treffen müssen.
Hätte ich an einem der darauf folgenden Tage (heute inbegriffen) eine andere Entscheidung getroffen, würde ich heute hier nicht an diesem Rechner sitzen, denke ich, weil ich nach dieser bewussten Entscheidung das Ruder wieder an die Sucht abgegeben hätte. Ich kann jetzt aber nur nur von mir sprechen.

Gruß, Penta

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 22.06.2014, 20:36

Moin,
Zudem trägst du hier auch etwas zu einem Rückfall bei ,den du ja gar nicht kennst . Auch nur vom Hören Sagen ? Ist das produktiv?
Ich wusste nicht, dass ich in diesem "Fred" etwas zu einem Rückfall beitrage. Wo wurde das erwähnt ?
Respektiert doch mal den Wunsch des Threadstellers.
Der da wäre ?

Gruß Jürgen

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 22.06.2014, 20:46

Hallo Jürgen

Susanne ist eine Angehörige und dieser Thread geht über Erfahrungen . "Rückfälle Merkmale des Alkoholismus" . Du hast doch deine Erfahrungen geschrieben. Schon vergessen? Meine Antwort war auch für Susanne . Nicht gelesen?


Gehe paar Seiten zurück und du wirst deine Antwort für unten stehendes Zitat finden
Zitat:

Respektiert doch mal den Wunsch des Threadstellers.
Der da wäre ?
Gruß Hartmut

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 22.06.2014, 20:53

Moin Hartmut,

das war wohl ein Missverständnis, Deine zitierten Aussagen kamen bei mir so an als würde zu einem ganz konkreten Rückfall etwas beigetragen.
Hättest Du doch einfach geschrieben: "Du bist keine Alkoholikerin ...".

An einer Stelle möchte ich Susanne recht geben.
Erfahrungen mit Therapeuten sind keine Erfahrungen mit Therapie.
"Schnupperstunden" hatte ich auch mit mindestens 4 Therapeuten, mit Therapie hatte das gar nichts zu tun.

Gruß Jürgen

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