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Jeder ist seines Glückes Schmied!

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

Emma2010
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Beitrag von Emma2010 » 22.03.2015, 17:38

Hallo Hartmut,

glaube nicht, dass ich dir jemals zu nahe getreten bin.

Dann frage ich mich, warum du für alle erkennbar, mich indirekt
als "Trinkende CO" bezeichnest, obwohl du weißt, dass ich definitiv
nicht süchtig bin.

Glaube schon, dass es viel gesünder ist, zu meinen Gewohnheiten zu
stehen und darüber zu reden, als in Heimlichkeiten zu
versinken.


Daher sehe meine Zeit im Forum als beendet an und bitte dich
meinen Accont zu schließen.


Mit Grüssen
Emma

Hartmut
Moderator
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Beiträge: 15114
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Beitrag von Hartmut » 22.03.2015, 17:49

Hallo Emma

wenn du deine Account löschen lassen willst dann schreibe bitte Karsten eine PN.

Ich habe dich jedoch nicht als trinkende CO bezeichnet . Glaube mir mal das hätte ich dir dir persönlich mitgeteilt . Du bist ja nicht die Einzigste hier. Ist aber schon bemerkenswert das du auf diesen Zug sofort aufspringst . Und wo bitte habe ich behauptet das du süchtig bist ? Und vor allem . Woher soll ich das denn definitiv wissen ?

Natürlich war es mit ein Grund warum ich den anderen Thread eröffnete . Wenn nicht hier wo dann ?


Warum ich deine Post gelöscht hatte steht in der PN

Gruß Hartmut
Zuletzt geändert von Hartmut am 22.03.2015, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.

Katharsis
aktiver Teilnehmer
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Beitrag von Katharsis » 22.03.2015, 20:25

Hallo Emma,

Deinen Kommentar gestern habe ich auch gelesen und hatte Dir dazu etwas geschrieben, aber Hartmutter ;-) ist mir mit dem Löschen zuvor gekommen.

In meinen Augen ist es vollkommen natürlich, wenn sich der/die nicht-abhängige Partner/in Gedanken über seinen eigenen Alkoholkonsum macht und nicht zwangsläufig ein Zeichen für Abhängigkeit. Man hat sich schließlich durch den Partner bewusst mit der Krankheit auseinander gesetzt. Deine Ausführungen hierzu konnte ich nachvollziehen und sie klangen auf den ersten Blick ganz vernünftig.
Dann kam ich für mich persönlich zu dem Schluss, dass ich den Alkohol lieber ganz weglassen würde, weil es mir zu anstrengend wäre, mich ständig selbst zu überprüfen und mir quasi mehrere Auflagen zu erteilen vor eventuellem Konsum.

Zuletzt fiel mir dann noch ein, dass ein Forum für Alkoholkranke und Angehörige wohl nicht der richtige Ort ist, um als Nicht-Süchtige/r den eigenen Alkoholkonsum zu analysieren.
Das sind meine ausschließlich sachlichen Überlegungen dazu.

@ Hartmut: Natürlich hast Du Emma mehr als indirekt als trinkende Co bezeichnet durch den Bezug zu dem „Post von gestern“.

@ äh.. Beide :-): Trinkende Co(Abhängige, Plural) bedeutet nicht zwangsläufig „abhängig trinkende“ Co´s und bezeichnet dadurch erstmal nur, dass der/die Co nicht abstinent lebt. Nicht mehr, nicht weniger und deshalb hat Hartmut Dich auch nicht als süchtig eingestuft, Emma.

@ Hartmut: Was ist daran bemerkenswert, dass Emma auf diesen Zug aufspringt? Der Zusammenhang springt ja nun Jedem - selbst ungewollt - mitten ins Gesicht, Du hast ihn höchstpersönlich hergestellt.

Ich finde es schade, Emma, dass Du das Forum verlassen möchtest. Vielleicht magst Du das Ganze noch mal sacken lassen.
Wie Du dich auch entscheidest, ich wünsche Dir einen schönen Sonntagabend und eine gute Zeit.

Herzliche Grüße
Katha

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 22.03.2015, 20:43

Hallo Katha
Natürlich war es mit ein Grund warum ich den anderen Thread eröffnete
Ich schreibe doch das es mit ein Grund war. Reicht das denn nicht aus ?

Bemerkenswert ist für mich immer, wenn ein Nichtabhängiger sich vehement dann wehrt, wenn es dann um seine Trinkgewohnheiten geht. Und das als CO.

Wenn ich dann eine Post vorher schreibe
Ich halte nichts von den Versuchen Saufende auf ein kotrolliertes Trinken umzustellen und das wird in diesem Forum auch nicht diskutiert .
und einen Tag genau das passiert fühle ich mich mal schlicht weg übergangen .


Gruß Hartmut

Katharsis
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Beitrag von Katharsis » 22.03.2015, 22:19

Hallo Hartmut,

nee, reicht nicht :-). Ich bin immer noch tiefenentspannt und würde mich trotzdem angegriffen fühlen an Emma´s Stelle.

Wehren, erklären oder auseinander setzen?
Wenn ich den in unseren Breitengraden üblichen oder „normalen“ Umgang mit Alkohol pflege, brennt mir zunächst ja mal nichts an.
Trotzdem kann ich jedem – wirklich jedem! Menschen nur empfehlen, sich ab und zu mal mit dem eigenen Alkoholkonsum auseinander zu setzen, denn Alkoholsucht schleicht sich ein.
Es gilt aber in meinen Augen für alle Bereiche, ein gesundes Maß zu finden, auch beim Sport, im Job, beim Essen, etc.

Als Co-Abhängige wird doch automatisch mein Bewusstsein geschärft für die Krankheit und dies ist eine gute Gelegenheit, sich die eigenen Gewohnheiten zu begucken.
Nun muss auch nicht jede/r Co abstinent leben, das bleibt ihm schließlich selbst überlassen.
Ich will hier nun nicht auch noch Interpretationen reinpfeffern, davon haben wir schon viel zuviel, aber ich hatte eher den Eindruck, dass die Bezeichnung „trinkende Co“ zu Missverständnissen geführt hat und sich in erster Linie dagegen gewehrt wurde, als „süchtig“ bezeichnet zu werden, was ja so nicht passiert ist.
Du hast allerdings auch geschrieben, dass nur der Gesunde sich keine Gedanken über seinen Alkoholkonsum macht und das sehe ich anders, wie oben bereits angeführt.

Ich halte auch absolut nichts davon, kontrolliertes Trinken zu propagieren, einfach aus dem Grund, weil ich noch nie erlebt habe, dass es auch nur ein Mensch für längere Zeit umsetzen konnte.
Dass Du dich übergangen gefühlt hast, kann ich nachvollziehen, nur ist der Co nicht zwangsweise abhängig und kann nicht wirklich einen Bezug haben zum Alkoholismus. Nur der Süchtige wird den Süchtigen verstehen können. Aus diesem Grund wünsche ich mir ein Miteinander unter allen betroffenen Gruppen.
Co´s und EKA´s könnten verstehen, dass Niemand „schuld“ ist, denn es handelt sich um eine Krankheit. Der Alkoholiker kann endlich versuchen, sich in den Partner, die eigenen Kinder zu versetzen, um das Ausmaß des Leidens zu verstehen.
Co´s würden vielleicht auch endlich verstehen, dass Abstinenz nur die Basis ist, der Anfang, damit der Alkoholiker Veränderungen auch umsetzen kann. Es geht ja keiner aus lauter Jux und Dollerei Monatelang in Therapie.
Und natürlich ist der Ton unter den Alkoholikern härter, weil´s da erst einmal nur um „Technik“ geht, nämlich abstinent zu leben. Das ist eindeutig und klar.
Dass Süchtige aber oft denselben Packen mitschleppen, unter dem Co´s leiden, ist den meisten Menschen oft nicht bewusst, aber für mich bedeutet es doppelt soviel Arbeit.
Wenn wir mit allem durch sind ;-), wird Jeder den Anderen vielleicht nicht verstehen können, aber doch gewisse „Richtlinien“ einfach akzeptieren und dann wird auch keine Aufzählung mehr erfolgen, die Betroffene „triggern“ könnten und wir könnten uns gegenseitig unterstützen.
Sehr viel schwieriger ist es bei EKA´s. Ist es überhaupt möglich, sie nicht versehentlich zu triggern, denn ihre Probleme umfassen oft alle Lebensbereiche und sind somit nicht so klar definiert wie bei Alkoholikern und anderen Suchtkranken.

Dir auch einen schönen Restsonntag.

Viele Grüße
Katha

Hartmut
Moderator
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Beitrag von Hartmut » 22.03.2015, 23:10

Hallo Katha

nun bin ich ja nicht nur im Forum um ein gemeinsames Verstehen . Es handelt sich ja vorwiegend um Selbsthilfe . Ich habe manchmal das Gefühl das ein Miteinander falsch verstanden wird und es mehr Ratschläge als eigene Erfahrungen gibt.

Deswegen reicht es mir auch mal eine kurze Ansage oder Anfrage aus . Wenn Missverständnisse entstehen kann auch mal vor der eigene Interpretation nachgefragt werden .

Und nochmals für alle die mitlesen . Wir wollen hier nicht von einem normalen Umgang mit Alkohol oder irgendein Trinkverhalten lesen . Genauso ein Tabu ist das kontrolliertes Trinken . Auch keine Diskussionen darüber. Wir sind ein Forum das suchtmittelfreise Leben vermitteln möchte . Da hat das keinen Platz . Da gibt es andern Foren dazu.
nur ist der Co nicht zwangsweise abhängig und kann nicht wirklich einen Bezug haben zum Alkoholismus.
Das mag sein . Aber lesen kann jeder hier. Und wenn da dann steht , das darf nicht ins Forum , dann ist es eben so.

Wer das Miteinander und das gegenseitigen Verstehen , in den ganzen Gruppen sucht ,soll das auch machen . Ich weiß das du gerne jeden mitnehmen und eventuell helfen oder retten möchtest. Nur ist das nicht jedermann Sache .

Nun ist das ja noch Emmas Thread und das sollte auch genügen .
Es geht ja keiner aus lauter Jux und Dollerei Monatelang in Therapie.
Nun kann ich dir versichern das es da auch welche gibt. Aber machen wir hier mal Schluß

Gruß Hartmut

Emma2010
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Beitrag von Emma2010 » 23.03.2015, 06:11

Hallo Katharsis
Dann kam ich für mich persönlich zu dem Schluss, dass ich den Alkohol lieber ganz weglassen würde, weil es mir zu anstrengend wäre, mich ständig selbst zu überprüfen und mir quasi mehrere Auflagen zu erteilen vor eventuellem Konsum.
Ich weiß für mich, dass ich nicht süchtig bin, weil ich auch nicht
das Verlangen habe zu trinken. Alkohol ist dennoch wie es Karsten
schreibt, eine bewusstseinsverändernde Droge und betreibe daher
diese Selbstkontrolle.
Zuletzt fiel mir dann noch ein, dass ein Forum für Alkoholkranke und Angehörige wohl nicht der richtige Ort ist, um als Nicht-Süchtige/r den eigenen Alkoholkonsum zu analysieren.
Es war auch so gesehen nicht meine Absicht, mein Grund den
gelöschten Text zu schreiben, war schlichtweg der, dass ( nachdem
ich eine Doku über Alkoholismus gesehen hatte und jenen
Tiefpunkt, den es wohl braucht um umzudenken) es mich traurig
stimmt und es nicht nachvollziehen kann.

Eine Sucht setzt doch ein gewisses Verlangen voraus, jeder kann doch
für sich ganz früh erkennen, ob man süchtig ist, ja oder nein.
Wenn süchtig, müsste da nicht auch die Gegenreaktion/Abstinenz
folgen, einsetzen?

Nun, kann gut sein, dass ich eben für diese Problematik
zu blauäugig bin.

Werde mich für eine Weile wieder mal anderen Themen widmen
und mir eine Forumpause gönnen.


Herzlichen Dank Katha für deine Gedanken.


Grüsse Emma

Katharsis
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Beitrag von Katharsis » 23.03.2015, 16:38

Hallo Emma,

einem nassen Alkoholiker zu sagen, er müsse mit dem Trinken aufhören, fühlt sich für ihn ähnlich an, wie wenn man ihm sagen würde: „Hör´doch mal auf zu atmen“.
Wenn wir bereits süchtig sind, brauchen wir das Zeug ja, um irgendwie funktionieren zu können.
Viele Menschen trinken Jahre oder gar Jahrzehnte abhängig weiter und das ist kein Zeichen für mangelnde Intelligenz oder Willensstärke. Wir können uns später gern mal darüber unterhalten, aber erhole Du dich erstmal während der verdienten Pause.

Dir eine schöne Zeit und viele Grüße
Katha

@ Hartmut: Wie kommst Du auf das schmale Brett, dass ich Jedem helfen, ihn mitnehmen oder gar retten möchte? :D Dann wäre ich wohl den ganzen Tag hier am Kreiseln ;-). Wenn ich Zeit und Raum habe, dann lege ich los, sonst kümmere ich mich um meine eigenen Baustellen.
Alkoholismus ist eine Familienkrankheit und betrifft alle hier vertretenen Gruppen. Da ist es doch keine Geschmacksfrage, ob mir das Miteinander und das gegenseitige Verständnis wichtig ist oder nicht.

Viele Grüße
Katha

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